Frage zu Schön-Queues

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NickCasey
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Frage zu Schön-Queues

Beitrag von NickCasey »

Aufgrund eines Threads im Verkaufsforum und diverser anderer Aussagen im hiesigen und anderen Foren habe ich mal ein paar generelle Fragen zu den mir absolut unbekannten Schön-Queues (soll heißen, noch nie einen gespielt) die sich im Laufe der Zeit so ansammelten:

Sind die neuen Schön-Cues wirklich so schlecht im Vergleich zu den älteren Serien wie man manchmal liest und wenn ja, warum? (Wird ja auch von McDermott oder auch JOSS behauptet).

Wer ist (war) dieser Bob Runde, der mal bei Schön war (und warum ist er es jetzt nicht mehr)? Warum reissen sich manche so um diese Cues, die er gebaut hat (zumindest hat es den Anschein, dass diese Cues sehr begehrt sind)?


Generelle Spieleigenschaften der Schön (hart/weich, kopf/hecklastig, etcetc...)


Das wars auch schon :neu:
sisu
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Blume
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Beitrag von Blume »

Nick casey

fangen wir mal damit an: Bob Runde/Romine sind Mitbegründer der Firma Schön/Schon

Die R Serie ist so begehrt, weil sie Fullsplice-Bauweise ist, aber nicht wie viele
andere so frontlastig.
Desweiteren waren die Fertigungstoleranzen und
Einlegearbeiten für damalige Serienfertigung atemberaubend.

Ende der Achtziger/Anfang der Neunziger war Schön unangefochten weltweit an der Spitze was Serienfertigung, Qualität und Spielverhalten angeht.
Hinter den Kullisen gab es viel Wind (was genau??? wurde anscheinend vertagliches Schweigen vereinbart)
Bob Runde ließ sich seinen Anteil fürstlich auszahlen und macht seit dem nur "zum Spaß"
(Wahrscheinlich eine Klausel???keine eigene Cuebaufirma mehr) oder im "Winter"
Queues mit seiner Philosophie.
Seine Queues sind wegen ihrem Spielverhalten so begehrt. Der Underdog schlechthin!!!

Was die Qualität angeht ist das passiert, was immer passiert:
Jemand setzt sich hin und investiert Herzblut, Energie und Wissen und entwirft etwas tolles.
Alle sehen es, alle wollen es.
In der Massenproduktion töten die Wirtschaftlichkeit, Produktionsabläufe und Kostenrechnung als aller erstes die Leidenschaft und den Idealismus.
Durch das Marketing leben noch heute viele Firmen, dessen Produktphilosophie schon lange tot und verwest ist.

Und alle Lahmen und Tauben pilgern hin und lassen sich von güldenen Schriften blenden. Und die Blinden holen sich die Limited Edition. :pau:

Blume
NickCasey
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Beitrag von NickCasey »

Interessant zu lesen :zuf: Hat die R-Serie irgendein spezielles Erkennungsmerkmal (spezieller Schriftzug oder so?)
sisu
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Blume
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Beitrag von Blume »

Nick Casey

Die Modelle sind bekannt, ansonsten erkennt man an den Zier/Trimmringen.

die sind mit Holzquadraten,kein Metal

Blume
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idstaaner
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Beitrag von idstaaner »

Ich habe auch noch nie ein Schön in Fullsplice-Bauweise gesehen...

Zu Schön und Joss kann man sagen, daß die Queues ein sehr gutes, mittelhartes Spielverhalten bieten, mit dem fast jeder auf Anhieb recht gut zurechtkommt. Die Verarbeitungsqualität war aber in den letzten 15 Jahren noch nie auch nur annähernd auf dem Niveau eines Custom-Queue-Herstellers: Die Points sind simple Einlagen, die Radien groß (kleine Radien bei den CNC-Fräsköpfen erfordern kleine Vorschübe, was wiederum zu langen Bearbeitungszeiten führen würde), die Inlays bestehen oft einfach nur aus durchgefärbtem (Ahorn-(?)) Holz und nicht aus Edelhölzern und die Passung der Inlays läßt i.d.R. zu wünschen übrig. Schön oder irgendeinen anderen Massenhersteller als soetwas wie die "Krone der Schöpfung" o.ä. zu bezeichnen - wie es hier im Forum öfter schon vorkam - ist also Unsinn.

Gruß,

Chris
Dürfte eigentlich schon lange nicht mehr "idstaaner" heißen, will aber keinen verwirren... ;-)
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Beitrag von El-Bandi »

idstaaner hat geschrieben:Die Verarbeitungsqualität war aber in den letzten 15 Jahren noch nie auch nur annähernd auf dem Niveau eines Custom-Queue-Herstellers: Die Points sind simple Einlagen, .........


Sorry, aber ich habe schon einige"Custom" Queues gesehen, die mit der Verarbeitungsqualität (zumindest optisch) von Schön, Joss ober z.B. MC Dermott bei weitem nicht mithalten konnten. Auch kann ich nicht feststellen, dass die aktuellen Schön-Modelle schlechter verarbeitet sind, wie die vor 15 Jahren.

Und bei sehr vielen, bekannten und sehr guten Custom-Queue-Bauern sind die Points "simple" Einlagen. z.B. bei Eurowest, Black Boar und vielen anderen. Nur werden bei manchen per Hand die Rundungen vom Fräsen noch Spitz zugeschnitten. Alles zu diesem Thema in einer wirklich perfekten Erklärung :vor: siehe DrPool

Sicherlich ist Schön nicht die "Krone der Schöpfung", aber zu den besten Seriencues zählen Sie schon. Auch wenn man für das gleiche Geld einen wirklich guten Custom-Queue bekommt. :zwi:
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adieder
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Beitrag von adieder »

Hi an alle,
hier mal eine Übersetzung ins deutsche:
http://dict.tu-chemnitz.de/dings.cgi?o= ... spezifisch

Custom Made bedeutet das der Artikel...Queue,Musikinstrument,Auto...was auch immer.... speziell für EINEN Kunden hergestellt wird.
Mit Qualität hat das mal gar nichts zu tun.
Auch nicht mit einer bestimmten Herstellungstechnik.

Jeder "Grosse" Queue-Hersteller in den USA stellt natürlich auch Custom-Queues her...zusätzlich zu seinen Serienmodellen.

Gruss
Adi
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Beitrag von idstaaner »

adieder hat geschrieben:Hi an alle,
hier mal eine Übersetzung ins deutsche:
http://dict.tu-chemnitz.de/dings.cgi?o= ... spezifisch

Custom Made bedeutet das der Artikel...Queue,Musikinstrument,Auto...was auch immer.... speziell für EINEN Kunden hergestellt wird.
Mit Qualität hat das mal gar nichts zu tun.
Auch nicht mit einer bestimmten Herstellungstechnik.

Jeder "Grosse" Queue-Hersteller in den USA stellt natürlich auch Custom-Queues her...zusätzlich zu seinen Serienmodellen.

Gruss
Adi


Hallo Adi,

so schnell trifft man sich wieder...

Die sogenannten "Custom"-Cues der großen Hersteller sind - zumindest die, die ich kenne -nie nur für einen Kunden gemacht. Ich weiß z.B. nicht, wieviele Leute mit einem Joss "Custom" ich schon getroffen habe, die der irrigen Annahme sind, sie besäßen ein Einzelstück... :scw:

Was die Verarbeitungsqualität angeht, gibt es natürlich keinen direkten Zusammenhang zwischen "Custom"-Queue-Hersteller und guter Qualität. Die Korrelation beider Merkmale dürfte aber sehr hoch sein und ist es meiner Erfahrung nach auch.

Gruß,

Chris
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Beitrag von Yasin »

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Beitrag von idstaaner »

El-Bandi hat geschrieben:
idstaaner hat geschrieben:Die Verarbeitungsqualität war aber in den letzten 15 Jahren noch nie auch nur annähernd auf dem Niveau eines Custom-Queue-Herstellers: Die Points sind simple Einlagen, .........


Sorry, aber ich habe schon einige"Custom" Queues gesehen, die mit der Verarbeitungsqualität (zumindest optisch) von Schön, Joss ober z.B. MC Dermott bei weitem nicht mithalten konnten. Auch kann ich nicht feststellen, dass die aktuellen Schön-Modelle schlechter verarbeitet sind, wie die vor 15 Jahren.

Und bei sehr vielen, bekannten und sehr guten Custom-Queue-Bauern sind die Points "simple" Einlagen. z.B. bei Eurowest, Black Boar und vielen anderen. Nur werden bei manchen per Hand die Rundungen vom Fräsen noch Spitz zugeschnitten. Alles zu diesem Thema in einer wirklich perfekten Erklärung :vor: siehe DrPool

Sicherlich ist Schön nicht die "Krone der Schöpfung", aber zu den besten Seriencues zählen Sie schon. Auch wenn man für das gleiche Geld einen wirklich guten Custom-Queue bekommt. :zwi:


Den Zeitraum 15 Jahre hatte ich gewählt, weil ich ältere Schön-Queues kaum kenne und dementsprechend mir darüber kein Urteil erlaube.

Natürlich arbeiten auch diverse Custom-Queue-Hersteller mit flach eingelegten CNC-gefrästen Inlays. Ich meinte mit kleineren Radien auch nicht das "Anspitzen" der Inlays (hat z.B. früher Michael Vollmer teilweise gemacht), was ja zu einem Radius =0mm führt, sondern das Verwenden kleiner Fräser. Und hier kann man durchaus einen gewissen Zusammenhang zwischen der Größe des Herstellers und der Größe der verwendeten Fräser sehen (und bitte legt nicht jedes Wort auf die Goldwaage - natürlich gibt es auch hier zig Ausnahmen).

Und wie ich ja schon mehrfach auch in anderen Threads geschrieben habe: Ich mag Schön und Joss sehr gerne; allerdings bekommt man für den Gegenwert eines teuren Modells durchaus schon ein etwas schlichteres Custom mit deutlich besserer Verarbeitungsqualität.

Gruß,

Chris
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Beitrag von El-Bandi »

idstaaner hat geschrieben: (und bitte legt nicht jedes Wort auf die Goldwaage - natürlich gibt es auch hier zig Ausnahmen)

Ok, ich stell die Waage wieder weg :lac:

Ich glaube, dass hier deutlicher zwischen dem Begriff "Verarbeitungsqualität" und "Qualität" im allgemeinen trennen müssen. :bel:

Defnition Qualität nach Wikipedia: "die Gesamtheit von Merkmalen einer Einheit bezüglich ihrer Eignung, festgelegte und vorausgesetzte Erfordernisse zu erfüllen.“

Wenn ich mir die Verarbeitungsqualität eines sehr guten Serienqueues anschaue (z.B. Schön, Pechauer, MC Dermott, Joss usw.) dann wüßte ich nicht, was ein Custom-Queue-Bauer jetzt wirklich besser machen sollte. Die Queues sind sehr gut verarbeitet, gute Passung der Einlagen, klappern nicht, sind gerade und halten bei normaler Pflege auch ein Leben lang.

Wenn wir aber über Qualität alleine reden, dann hat der Custom-Queue-Bauer seine Nase um Längen vorraus. Weil, er kann als einziger eben für diesen einen Kunden den Queue exakt auf die Bedürfnisse und Eigenheiten dieses Spielers einstellen. Somit wird ein guter Custom-Queue-Bauer immer die deutlich bessere Qualität liefern.
So, klugscheißmoduswiederbeendet ...... :pro:

Ich glaube, es ist auch eine Glaubensfrage. Man spielt einfach mit einem nur für einen selbst gebauten, einzigartigen Queue besser. Wobei es mir auch egal wäre, wenn noch 3 oder4 Menschen auf der Welt den gleichen hätten. Die seh ich ja hoffentlich nie in meinem Leben, oder doch :ers:

Grüße
Andi
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Beitrag von Blume »

idstaaner

Bis 1984 wurde die R-Serie in FULLSPLICE, ja FULLSPLICE hergestellt; 85-87 hat ein Umzug, Anbau oder Umbau, auf jedenfall eine Vergrösserung stattgefunden. Von da an begann auch der Einzug von "CnC", oder der Vorläufer davon, bei Schön (vermittelt vom Pionier Bill Stroud)

Ab ca. Mitte der 80er baute man die kleinen Modelle R-2 bis R-7 in Shortsplice (R-14 bis R-16 wegen Elfenbeineinlagen)bauweise um die steigende Nachfrage zu befriedigen .

Gut, dass Du Deine Aussage überarbeitet (letzten 15 Jahre) hast, nur weil Du etwas nicht kennst, dann existiert es auch nicht? :vew:

Große Radien? Du darfst nicht vergessen, dass vor über zwanzig Jahren diese Technik noch in den Kinderschuhen steckte, übrigens so wie Dein technisches Wissen über Queuebau.

Stell Dir vor, jemand fertigt Queues an, die qualitativ sauber gearbeitet sind und von der Inlayvielfalt an Arthur herankommen (zu 80%).
Dann versuch dir weiter vorzustellen, sie wären mittelhart wie ca. ein McDemott, also für jeden schnell spielbar.
Jetzt streng Deine Fantasie noch mal an, und das zu 60% vom Preis.

Wer würde nicht darauf abfahren?

DAS WAR DER GRUNDGEDANKE UND DAS PRINZIP VON SCHON

Was Du über die jüngste Verabeitung von Schön sagst, trifft voll ins Schwarze,
und hier reihen wir uns wieder beim Thema ein .

Was aus einer genialen Idee Geworden ist :wei:

Blume
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