Billard-(Sport)-Psychologie
Moderator: Moderatoren
- OscarTheFish(p@k)
- Traumsenker

- Beiträge: 1700
- Registriert: 21.03.19 11:41
- Reputation: 352
- Name: P
- Playing cue: Lucasi LHT76 mit Predator REVO 11,8 mm sowie Cuetec Cynergy 10,5 mm
- Tip: Kamikaze Elite S
- Break Cue: Predator BK Rush / Bilston Knickerbockerglory Cue / Dark Horse pink/schwarz Custom
- Jump Cue: Lucasi Air Hog modifiz. / Meucci Pogo Jump / Dark Horse pink/schwarz Custom / Mammoth CF
- Wohnort: Berlin
- Kontaktdaten:
Billard-(Sport)-Psychologie
Die mentale Seite des Sports - auch des Billards - wird allzu gern vernachlässigt. Der Fokus liegt meist auf der Technik und beim Billard z.B. auch auf der Selektion des eigenen Materials.
Matcherfahrene Spieler (ob mit Anleitung oder durch eigene Feststellungen) werden registrieren, dass es einige Marker gibt, an den man als Spieler oder als Zuschauer registrieren kann, wer selbstbewusster und damit dominanter im Spiel auftritt.
Ein weniger offensichtlicher Marker ist z.B. das Spieltempo. Der selbstsichere Spieler neigt eher dazu, sein Tempo am Tisch zu etablieren, während der vorsichtigere sich vorzugsweise an die Spielweise des anderen anpasst. Das zeigt sich besonders, wenn die Diskrepanz der psychologischen Rollenverteilung deutlich (wahrnehmbar) ist. Weniger erfahrene Spieler sind hektischer und zappeliger am Tisch und haben weniger stabile Routinen für die Vorbereitung auf den nächsten Stoß (Fokus, Konzentration). Passt sich dieser an die fokussierte Spielweise des Erfahrenen und technisch Versierten an, kann er der schwächere Spieler innerhalb der Partie bessere Leistungen am Tisch zeigen, weil er am Modell des Erfahreneren schnell lernt (zumindest vorübergehend) und dazu neigt, ihn zu imitieren. Der dominantere Spieler konzentriert sich mehr auf sich und baut sein Wohlfühltempo auf. Ausgeglichene Spielniveaus fördern das vorsichtigere Abtasten.
Meiner Beobachtung nach spielen weniger strukturierte Spieler auch schlechter gegen schlechte Gegner und können durchaus deutlich besser werden, wenn sie mit einem erfahrenen Spieler am Tisch spielen. Das ist u.a. der Grund, warum es so wichtig ist, deutlich bessere Spielpartner zu wählen, um beschleunigter Fortschritte machen zu können. Für starke Spieler kann es zwischendurch erholsam sein, einen schwächeren Aufbaugegner zu haben, um ein angeschrammtes Selbstbewusstsein wieder zu glätten oder andere Strategien bzw. höhere Risiken im Spielverlauf einzugehen, um diese in der geschützten Praxis zu prüfen.
In der Matchpraxis kann dieses Phänomen (der Anpassung des schwächeren Spielers an den stärkeren) dazu führen, dass ein schwächerer überraschend gewinnen kann. Um das zu verhindern, kann man dazu übergehen, als erfahrenerer Spieler das Tempo taktisch zu verändern, um den Gegner aus dem Rhythmus zu bringen. Bei Spielern, die regelmäßig stark anfangen und ab einer gewissen Zeit deutlich nachlassen (Konzentration etc.), kann man z.B. langsam und "kompliziert" (mit zahlreichen Aufnahmewechseln) spielen, sodass man mit Geduld den Schwierigkeitsgrad für sich im Verlauf zum Vorteil senken kann.
Der geschulte und differenziert denkende Spieler kann aber den anfangs beschriebenen Dominanzvorteil in der Tempovorgabe nutzen, um den talentierten, jedoch weniger erfahrenen Spieler aus dem Rhythmus zu bringen.
Gibt es im Forum einschlägige anekdotische Berichte, die das stützen oder wiederlegen? Ich rege zu einem Austausch über psychologisch Tricks, die in der Praxis ein Spiel in die eigene Richtung lenken können, an.
Matcherfahrene Spieler (ob mit Anleitung oder durch eigene Feststellungen) werden registrieren, dass es einige Marker gibt, an den man als Spieler oder als Zuschauer registrieren kann, wer selbstbewusster und damit dominanter im Spiel auftritt.
Ein weniger offensichtlicher Marker ist z.B. das Spieltempo. Der selbstsichere Spieler neigt eher dazu, sein Tempo am Tisch zu etablieren, während der vorsichtigere sich vorzugsweise an die Spielweise des anderen anpasst. Das zeigt sich besonders, wenn die Diskrepanz der psychologischen Rollenverteilung deutlich (wahrnehmbar) ist. Weniger erfahrene Spieler sind hektischer und zappeliger am Tisch und haben weniger stabile Routinen für die Vorbereitung auf den nächsten Stoß (Fokus, Konzentration). Passt sich dieser an die fokussierte Spielweise des Erfahrenen und technisch Versierten an, kann er der schwächere Spieler innerhalb der Partie bessere Leistungen am Tisch zeigen, weil er am Modell des Erfahreneren schnell lernt (zumindest vorübergehend) und dazu neigt, ihn zu imitieren. Der dominantere Spieler konzentriert sich mehr auf sich und baut sein Wohlfühltempo auf. Ausgeglichene Spielniveaus fördern das vorsichtigere Abtasten.
Meiner Beobachtung nach spielen weniger strukturierte Spieler auch schlechter gegen schlechte Gegner und können durchaus deutlich besser werden, wenn sie mit einem erfahrenen Spieler am Tisch spielen. Das ist u.a. der Grund, warum es so wichtig ist, deutlich bessere Spielpartner zu wählen, um beschleunigter Fortschritte machen zu können. Für starke Spieler kann es zwischendurch erholsam sein, einen schwächeren Aufbaugegner zu haben, um ein angeschrammtes Selbstbewusstsein wieder zu glätten oder andere Strategien bzw. höhere Risiken im Spielverlauf einzugehen, um diese in der geschützten Praxis zu prüfen.
In der Matchpraxis kann dieses Phänomen (der Anpassung des schwächeren Spielers an den stärkeren) dazu führen, dass ein schwächerer überraschend gewinnen kann. Um das zu verhindern, kann man dazu übergehen, als erfahrenerer Spieler das Tempo taktisch zu verändern, um den Gegner aus dem Rhythmus zu bringen. Bei Spielern, die regelmäßig stark anfangen und ab einer gewissen Zeit deutlich nachlassen (Konzentration etc.), kann man z.B. langsam und "kompliziert" (mit zahlreichen Aufnahmewechseln) spielen, sodass man mit Geduld den Schwierigkeitsgrad für sich im Verlauf zum Vorteil senken kann.
Der geschulte und differenziert denkende Spieler kann aber den anfangs beschriebenen Dominanzvorteil in der Tempovorgabe nutzen, um den talentierten, jedoch weniger erfahrenen Spieler aus dem Rhythmus zu bringen.
Gibt es im Forum einschlägige anekdotische Berichte, die das stützen oder wiederlegen? Ich rege zu einem Austausch über psychologisch Tricks, die in der Praxis ein Spiel in die eigene Richtung lenken können, an.
- joshua70
- * BA-Ikone *

- Beiträge: 5296
- Registriert: 20.08.07 00:00
- Reputation: 608
- Playing cue: McWorter 1883, Cem Cocobolo 1/1 Sixpointer
- Tip: Wizard
- Break Cue: Cuechanger
- Jump Cue: Cuechanger Concept Jumper
- Wohnort: Baden
Re: Billard-(Sport)-Psychologie
Dominante Erscheinung und dominantes Verhalten können sich stark ähneln.
Ich kann schon nacht recht kurzer Zeit einschätzen, auf welchem sich ein Spieler befindet. Nicht an der Zahl gelochter Bälle, sondern durch welche Wege er von A nach B gelangt und ob er C und D auch schon ins Kalkül zieht, wenn sie sich nicht automatisch anschließen.
Die Selbstsicherheit kommt, wenn man nicht oder nur selten "raten" muß. Sowohl den Zielpunkt, als auch den eingeschlagenen Weg. Das käßt einen automatisch weniger "zappeln", weil es weniger Bälle gibt, die einen verunsichern. Das bedeutet nicht, dass solche Spieler fehlerfrei spielen- das schafft nicht mal Joshi Filler, Gorst oder SvB. Aber die Fehler kommen nicht aus strukturellen Defiziten, sondern weil sie keine Roboter sind.
Wer also im Kopf für jede Situation Optionen hat, wird sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen lassen, wie jemand, der auf Spielsituationen in der (engeren) Komfortzone angewiesen ist, um erfolgreich zu sein. Hinzu kommt, dass man sich über seine Technik auch vom Material uunabhängiger machen kann. Gerade effetintensivess Spiel macht einen sehr angreifbar auf fremdem Material.
Im Umkehrschluss: (nicht aufgesetztes) dominantes Verhalten (Selbstsicherheit) kommt von Selbstvertrauen, dass man sich vorher im Training aufgearbeitet hat. Selbstdisziplin zeigt, wer nicht zeigen muß, was er kann, sondern was die größtmögliche Erfolgsaussicht hat. Je größer die Komfortzone (je mehr Optionen man abrufbereit hat), desto selbstsicherer und dominanter kann man auftreten. Dominant wirkende Spieler sehe ich häufiger beim Aufnahmewechsel.
Ein guter Spieler ist sich übrigens dessen bewußt, dass er immer auch gegen einen deutlich schwächeren Spieler verlieren kann. Meist ist das eine Mischung aus Sorglosigkeit, Unbekümmerheit und dann plötzliche unerwartete Enge, die dann verkrampfen läßt. Es folgen Klapperbälle, bad- rolls und zack, hat man verloren.
Ein richtig guter Spieler wird deshalb niemanden unterschätzen, wenn es um was geht.
Meine Vorbilder in dieser Sache sind Benjamin Baier (Queue Hamburg) und John Blacklaw (GVO Oldenburg), die aus 2 Gründen (gefühlt) immer das maximal mögliche geben: 1. weil sie ihre Gegner nicht unterschätzen und 2. weil sie Respekt vor den Gegnern haben, sie nicht vorführen wollen und Sportsmanship vorleben. Die sind nicht über- sondern erheblich.
Ich kann schon nacht recht kurzer Zeit einschätzen, auf welchem sich ein Spieler befindet. Nicht an der Zahl gelochter Bälle, sondern durch welche Wege er von A nach B gelangt und ob er C und D auch schon ins Kalkül zieht, wenn sie sich nicht automatisch anschließen.
Die Selbstsicherheit kommt, wenn man nicht oder nur selten "raten" muß. Sowohl den Zielpunkt, als auch den eingeschlagenen Weg. Das käßt einen automatisch weniger "zappeln", weil es weniger Bälle gibt, die einen verunsichern. Das bedeutet nicht, dass solche Spieler fehlerfrei spielen- das schafft nicht mal Joshi Filler, Gorst oder SvB. Aber die Fehler kommen nicht aus strukturellen Defiziten, sondern weil sie keine Roboter sind.
Wer also im Kopf für jede Situation Optionen hat, wird sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen lassen, wie jemand, der auf Spielsituationen in der (engeren) Komfortzone angewiesen ist, um erfolgreich zu sein. Hinzu kommt, dass man sich über seine Technik auch vom Material uunabhängiger machen kann. Gerade effetintensivess Spiel macht einen sehr angreifbar auf fremdem Material.
Im Umkehrschluss: (nicht aufgesetztes) dominantes Verhalten (Selbstsicherheit) kommt von Selbstvertrauen, dass man sich vorher im Training aufgearbeitet hat. Selbstdisziplin zeigt, wer nicht zeigen muß, was er kann, sondern was die größtmögliche Erfolgsaussicht hat. Je größer die Komfortzone (je mehr Optionen man abrufbereit hat), desto selbstsicherer und dominanter kann man auftreten. Dominant wirkende Spieler sehe ich häufiger beim Aufnahmewechsel.
Ein guter Spieler ist sich übrigens dessen bewußt, dass er immer auch gegen einen deutlich schwächeren Spieler verlieren kann. Meist ist das eine Mischung aus Sorglosigkeit, Unbekümmerheit und dann plötzliche unerwartete Enge, die dann verkrampfen läßt. Es folgen Klapperbälle, bad- rolls und zack, hat man verloren.
Ein richtig guter Spieler wird deshalb niemanden unterschätzen, wenn es um was geht.
Meine Vorbilder in dieser Sache sind Benjamin Baier (Queue Hamburg) und John Blacklaw (GVO Oldenburg), die aus 2 Gründen (gefühlt) immer das maximal mögliche geben: 1. weil sie ihre Gegner nicht unterschätzen und 2. weil sie Respekt vor den Gegnern haben, sie nicht vorführen wollen und Sportsmanship vorleben. Die sind nicht über- sondern erheblich.
Alles eine Frage des Glaubens. Ich glaube... ich nehm noch n Bier...
Re: Billard-(Sport)-Psychologie
Ja, einiges davon kann ich bestätigen.
Folgendes hat sich zugetragen und ich bin Zeuge, denn ich habe die Partie selber gespielt. Nämlich gegen einen Gegner, der schon seit Erfindung des Rades in den unteren Ligen zu Hause ist und darum ein solides Grundkönnen besitzt, aber eben auch nicht mehr. Es war 10-Ball auf 8 und ich führte dann verdient mit 7:2, was irgendetwas in ihm veränderte, denn ab dem Moment hat er für den Rest des Satzes nur noch einen Ball verschossen, die 10 die aber leider Safe liegen blieb. So endete der Satz tatsächlich 7:8 aus meiner Sicht.
Zum Glück kann ich auch weiteres aus dem Eingangspost bestätigen, denn ich durfte mir in der Rückrunde des Spieltages meinen Ärger von der Seele spielen und im 9-Ball dragoesk binnen 20 Minuten mit 7:0 davon zu sprinten.
Folgendes hat sich zugetragen und ich bin Zeuge, denn ich habe die Partie selber gespielt. Nämlich gegen einen Gegner, der schon seit Erfindung des Rades in den unteren Ligen zu Hause ist und darum ein solides Grundkönnen besitzt, aber eben auch nicht mehr. Es war 10-Ball auf 8 und ich führte dann verdient mit 7:2, was irgendetwas in ihm veränderte, denn ab dem Moment hat er für den Rest des Satzes nur noch einen Ball verschossen, die 10 die aber leider Safe liegen blieb. So endete der Satz tatsächlich 7:8 aus meiner Sicht.
Zum Glück kann ich auch weiteres aus dem Eingangspost bestätigen, denn ich durfte mir in der Rückrunde des Spieltages meinen Ärger von der Seele spielen und im 9-Ball dragoesk binnen 20 Minuten mit 7:0 davon zu sprinten.
-
TimDo
- Queueträger

- Beiträge: 25
- Registriert: 20.09.18 08:40
- Reputation: 4
- Name: Tim Dochnahl
- Playing cue: Cuetec
- Tip: Kamui
- Break Cue: Players
- Jump Cue: NoName
- Wohnort: Saarland
Re: Billard-(Sport)-Psychologie
Tatsächlich gibt es zu dem Thema ein (nach meiner Meinung) sehr gutes eBook von Detlef Lührig. Dieses ist im Internet kaum noch zu finden, befindet sich aber in meiner Sammlung. Da der Autor ausdrücklich die unkommerzielle Verteilung des eBooks genehmigt, stelle ich es euch hier zur Verfügung. Seine Webseite existiert leider schon lange nicht mehr. Es hat nur 60 Seiten und meiner Meinung nach einen absoluten Mehrwert.
Kurze KI-Zusammenfassung:

Sollte Herr Lührig sogar selbst hier anwesend sein, möchte ich mich hiermit bei Ihm bedanken.
Gruß
Kurze KI-Zusammenfassung:
Vielleich ist es ja auch für jemanden von euch eine BereicherungIn seinem Werk „Billard Psyche“ zeigt Detlef Lührig, dass die größte Herausforderung im Billard nicht am Tisch, sondern im Kopf des Spielers liegt. Das Dokument bietet einen faszinierenden Einblick in die Psychologie des Sports und richtet sich an alle, die ihr Spiel durch mentale Stärke auf das nächste Level heben wollen.
Hier sind die zentralen Gründe, warum dieses Dokument lesenswert ist:
Das „Innere Spiel“ meistern: Lührig erklärt, dass jedes Spiel aus einem äußeren Kampf gegen den Gegner und einem inneren Kampf gegen Selbstzweifel, Nervosität und Konzentrationsschwäche besteht.
Selbst 1 vs. Selbst 2: Erfahren Sie mehr über das spannende Konzept der zwei „Selbst“: Während „Selbst 1“ (der Verstand) oft mit unnötigen Anweisungen und Kritik stört, ist „Selbst 2“ (der Körper/das Unbewusste) der eigentliche „Macher“, der zu erstaunlichen Leistungen fähig ist, wenn man ihn nur lässt.
Mühelose Anstrengung: Das Dokument räumt mit dem Vorurteil auf, dass man sich nur „fest genug anstrengen“ müsse. Stattdessen wird gezeigt, wie man durch „entspannte Konzentration“ und das Ausschalten des bewussten Denkens in einen Flow-Zustand gelangt, in dem schwierige Stöße wie von selbst gelingen.
Praktische Methoden: Neben theoretischen Grundlagen bietet der Text konkrete Methoden zur Programmierung von „Selbst 2“ – etwa durch Visualisierung von Bildern statt durch komplizierte Worte.
Übertragbarkeit auf das Leben: Die Siege im inneren Spiel führen nicht nur zu mehr Erfolg am Billardtisch, sondern bieten wertvolle Erkenntnisse für alle Lebensbereiche.
Lührig bricht komplexe psychologische Konzepte (basierend auf W. Timothy Gallweys „The Inner Game“) auf die Praxis des Billardsports herunter. Es ist eine Pflichtlektüre für Spieler, die sich oft fragen: „Warum tue ich nicht das, was ich eigentlich weiß?“.
Sollte Herr Lührig sogar selbst hier anwesend sein, möchte ich mich hiermit bei Ihm bedanken.
Gruß
- Dateianhänge
-
billardpsyche.pdf- (285.63 KiB) 291-mal heruntergeladen
-
Oleg07
- Queueversteher

- Beiträge: 545
- Registriert: 22.01.24 09:12
- Reputation: 539
- Name: Oleg Klein
- Playing cue: Oliver Stops Unterteil Purpleheart mit OT Tian Gavin /IQ Infinity/O.Stops AAAA
- Tip: Zan medium
- Break Cue: Little Monster Break 2.0
- Jump Cue: Little Monster Jump 2.0
Re: Billard-(Sport)-Psychologie
Wie unterschiedlich jeder doch ist.
Unterstreichen würde ich auch, dass man niemals einen Gegner zu leicht nehmen oder unterschätzen sollte.
Solche Situationen, die dann aus dem Ruder laufen, sind auch nur sehr schwer wieder einzufangen.
Murphys Gesetz - es kommt dann so, wie es nicht kommen dürfte...
Wie im normalen Leben aber auch, brauche ich nicht direkt für alles einen Psychologen.
Das Meiste sind einfach völlig normale Reaktionen auch wenn man sie manchmal gerade nicht gebrauchen kann.
Ist man nervös und angespannt, ist man halt nervös und angespannt. Ich nehme das dann lieber an und mache mein Ding, bis es vorbei ist.
Ich persönlich liebe sehr selbstbewusst auftretende Spieler. Da kann ich mich dann richtig schön zurück nehmen und finde da dann auch leichter meine Motivation.
Tatsächlich gibt es aber auch Menschen, die mit einer beneidenswerten Selbstsicherheit ihr schlechtes Spiel zelebrieren, dass es bei mir nicht nur innerlich ein Schmunzeln erzeugt. Leider fallen die dann aber auch oft zusammen wie ein Kartenhaus, wenn ihnen dann ordentlich Performance entgegen tritt.
Die Dominanz im Spiel, versuche ich immer an mich zu reißen. Step by Step und immer weiter die Schrauben anziehen und immer noch einen nachschieben.
Leider hat mir das Wechselbreak und Carbon sehr viel genommen. Früher konnte ich leichter vorher sagen, wenn Jemand aus gewissen Situationen nicht mehr rauskommen würde.
Mich persönlichen machen hibbelige oder nervöse Spieler fertig. Das ist dann aber meistens eher ein Ausdruck der Persönlichkeit, als ein Indiz über dir zu erwartenden Spielstärke.
Ungepflegte Spieler sind mir ein Graus und seit Corona, kann ich zum Glück meine Ghettofaust etablieren.
Vorbei sind die Zeiten, wo ich in schön saftig feuchte Hände greifen musste.
Schlimm sind auch Leute, die eine persönliche Bindung aufbauen wollen, um einen auf ihr Level runter ziehen zu wollen.
Über die vielen anderen Möchtegern Psycho Tricks, möchte ich mich gar nicht weiter auslassen.
Am besten spiele ich, wenn ich im Tunnel bin oder mich irgendwie wegdenke.
Irgendwie ist das alles auch Psychologie und jeder empfindet sein eigenes Ding und hat seine persönlichen Traumata.
Und Spiele können manchmal noch viel schräger laufen, als man es selbst vorher für möglich gehalten hätte.
Ist aber aus meiner Sicht auch mal alles völlig normal. Sonst wäre es auch irgendwann ziemlich langweilig.
Unterstreichen würde ich auch, dass man niemals einen Gegner zu leicht nehmen oder unterschätzen sollte.
Solche Situationen, die dann aus dem Ruder laufen, sind auch nur sehr schwer wieder einzufangen.
Murphys Gesetz - es kommt dann so, wie es nicht kommen dürfte...
Wie im normalen Leben aber auch, brauche ich nicht direkt für alles einen Psychologen.
Das Meiste sind einfach völlig normale Reaktionen auch wenn man sie manchmal gerade nicht gebrauchen kann.
Ist man nervös und angespannt, ist man halt nervös und angespannt. Ich nehme das dann lieber an und mache mein Ding, bis es vorbei ist.
Ich persönlich liebe sehr selbstbewusst auftretende Spieler. Da kann ich mich dann richtig schön zurück nehmen und finde da dann auch leichter meine Motivation.
Tatsächlich gibt es aber auch Menschen, die mit einer beneidenswerten Selbstsicherheit ihr schlechtes Spiel zelebrieren, dass es bei mir nicht nur innerlich ein Schmunzeln erzeugt. Leider fallen die dann aber auch oft zusammen wie ein Kartenhaus, wenn ihnen dann ordentlich Performance entgegen tritt.
Die Dominanz im Spiel, versuche ich immer an mich zu reißen. Step by Step und immer weiter die Schrauben anziehen und immer noch einen nachschieben.
Leider hat mir das Wechselbreak und Carbon sehr viel genommen. Früher konnte ich leichter vorher sagen, wenn Jemand aus gewissen Situationen nicht mehr rauskommen würde.
Mich persönlichen machen hibbelige oder nervöse Spieler fertig. Das ist dann aber meistens eher ein Ausdruck der Persönlichkeit, als ein Indiz über dir zu erwartenden Spielstärke.
Ungepflegte Spieler sind mir ein Graus und seit Corona, kann ich zum Glück meine Ghettofaust etablieren.
Vorbei sind die Zeiten, wo ich in schön saftig feuchte Hände greifen musste.
Schlimm sind auch Leute, die eine persönliche Bindung aufbauen wollen, um einen auf ihr Level runter ziehen zu wollen.
Über die vielen anderen Möchtegern Psycho Tricks, möchte ich mich gar nicht weiter auslassen.
Am besten spiele ich, wenn ich im Tunnel bin oder mich irgendwie wegdenke.
Irgendwie ist das alles auch Psychologie und jeder empfindet sein eigenes Ding und hat seine persönlichen Traumata.
Und Spiele können manchmal noch viel schräger laufen, als man es selbst vorher für möglich gehalten hätte.
Ist aber aus meiner Sicht auch mal alles völlig normal. Sonst wäre es auch irgendwann ziemlich langweilig.
- OscarTheFish(p@k)
- Traumsenker

- Beiträge: 1700
- Registriert: 21.03.19 11:41
- Reputation: 352
- Name: P
- Playing cue: Lucasi LHT76 mit Predator REVO 11,8 mm sowie Cuetec Cynergy 10,5 mm
- Tip: Kamikaze Elite S
- Break Cue: Predator BK Rush / Bilston Knickerbockerglory Cue / Dark Horse pink/schwarz Custom
- Jump Cue: Lucasi Air Hog modifiz. / Meucci Pogo Jump / Dark Horse pink/schwarz Custom / Mammoth CF
- Wohnort: Berlin
- Kontaktdaten:
-
Oleg07
- Queueversteher

- Beiträge: 545
- Registriert: 22.01.24 09:12
- Reputation: 539
- Name: Oleg Klein
- Playing cue: Oliver Stops Unterteil Purpleheart mit OT Tian Gavin /IQ Infinity/O.Stops AAAA
- Tip: Zan medium
- Break Cue: Little Monster Break 2.0
- Jump Cue: Little Monster Jump 2.0
Re: Billard-(Sport)-Psychologie
Also die Psycho Tricks sind doch bekannt und es auch nicht wert, sich damit zu beschäftigen.OscarTheFish(p@k) hat geschrieben: ↑20.02.26 17:07Schade, die wären vielleicht ergänzend auch eine Erwähnung wert. Da will man doch gern vergleich, ob man das eine oder andere eventuell noch nicht kennt.
Prinzipiell sind die Spieler und der Wettkampf gefühlt aber eher öfter unsympathischer geworden.
Oft ist es kein schönes Billard mehr das Spaß macht und keine netten Menschen, die man kennenlernt.
Sehr oft ist es einfach nur ätzend mit totaler Ignoranz.
Um aber auf die Eingangs Frage einzugehen. Für mich gibt es im besten Fall keinerlei Psychologie beim Billard!!!!
Ich spiele am besten, wenn ich mich nur auf das Spiel, den Tisch, die Kugeln und mein Queue konzentriere. Alles andere ist halt mal mehr oder weniger da, ohne das ich irgend einen Gedanken daran verschwende, bzw daran verschwenden möchte. Ich versuche dazu noch maximal
Spaß zu haben und erfreuen mich des Lebens.
Psychologie wird meinerseits Erachtens völlig überbewertet bzw eine zu überproportionale Aufmerksamkeit geschenkt.
Re: Billard-(Sport)-Psychologie
Im Billard und Sportkontext eventuell, wenn du dein eigenes Ich unter (relativer) Kontrolle bzw in Selbstreflexion hast (was ich ehrlich gesagt bezweifle...aber das bezweifle ich bei über 90% meiner lieben Erdmitbewohner... einschließlich mir, aber ich lerne ja noch)Oleg07 hat geschrieben: ↑21.02.26 17:58Psychologie wird meinerseits Erachtens völlig überbewertet bzw eine zu überproportionale Aufmerksamkeit geschenkt.OscarTheFish(p@k) hat geschrieben: ↑20.02.26 17:07Schade, die wären vielleicht ergänzend auch eine Erwähnung wert. Da will man doch gern vergleich, ob man das eine oder andere eventuell noch nicht kennt.
Im "normalen" Leben liegst du mit dieser Ansicht meilenweit daneben....aber sowas von....wenn du die Stellschrauben deines Gegenübers, wenn auch nur subtilst, veränderst, erwirkst du massive Veränderungen...
sisu
-
Baldril
- Softbreaker

- Beiträge: 323
- Registriert: 02.04.24 19:25
- Reputation: 255
- Playing cue: Cuetec Edge R360 CER-2, JL made by Buffalo mit Mezz WX700 OT, 314 pre Branding, Predator S2 mit Z1, Players mit WitchCue OT
- Tip: Kamikaze Premium H, Kamikaze Premium M, Moori ss + m, Kamui Black
- Break Cue: Lucasi Big Beulah 2, Orchid mit WB
- Jump Cue: Mezz Airdrive 1, NoName Carbon
Re: Billard-(Sport)-Psychologie
@Oleg: Unterschätze das mal nicht. Wenn ich die theoretischen Grundlagen der Psychologie kenne, kann ich meine mir unliebsamen Verhaltensweisen bewusst abstellen, vielleicht sogar darüber lachen. Das entspannt ungemein.
"Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen."
Karl Valentin
Karl Valentin
- OscarTheFish(p@k)
- Traumsenker

- Beiträge: 1700
- Registriert: 21.03.19 11:41
- Reputation: 352
- Name: P
- Playing cue: Lucasi LHT76 mit Predator REVO 11,8 mm sowie Cuetec Cynergy 10,5 mm
- Tip: Kamikaze Elite S
- Break Cue: Predator BK Rush / Bilston Knickerbockerglory Cue / Dark Horse pink/schwarz Custom
- Jump Cue: Lucasi Air Hog modifiz. / Meucci Pogo Jump / Dark Horse pink/schwarz Custom / Mammoth CF
- Wohnort: Berlin
- Kontaktdaten:
Re: Billard-(Sport)-Psychologie
Ich finde es eher faszinierend, wenn man mit der Technik nicht mehr so hadert, den Fokus auf die subtileren Dinge zu verschieben. Eine Bewusstmachung der psychischen Anteilen des Spiels bei sich selbst und beim Kombattanten können das Gesamtbild für einen sehr viel genauer darstellen. Manche sind von Natur aus sensibler und sensitiver. Da hat das sogar eine größere Bedeutung.
-
Oleg07
- Queueversteher

- Beiträge: 545
- Registriert: 22.01.24 09:12
- Reputation: 539
- Name: Oleg Klein
- Playing cue: Oliver Stops Unterteil Purpleheart mit OT Tian Gavin /IQ Infinity/O.Stops AAAA
- Tip: Zan medium
- Break Cue: Little Monster Break 2.0
- Jump Cue: Little Monster Jump 2.0
Re: Billard-(Sport)-Psychologie
Nun ich bin mir meiner Verhaltensweisen bewusst und möchte da aber nicht mehr Kontrolle haben und auch nichts zwingend ändern. Alles was mir selbst reflektierend möglich ist, ändere ich wenn es mir gelingt oder ich es überhaupt für nötig erachte. Aber ich finde halt viele Verhaltensweisen oder Empfindungen auch als völlig normal und menschlich. Möchte keine psychisch eingestellte Maschine sein.NickCasey hat geschrieben: ↑21.02.26 19:30Im Billard und Sportkontext eventuell, wenn du dein eigenes Ich unter (relativer) Kontrolle bzw in Selbstreflexion hast (was ich ehrlich gesagt bezweifle...aber das bezweifle ich bei über 90% meiner lieben Erdmitbewohner... einschließlich mir, aber ich lerne ja noch)Oleg07 hat geschrieben: ↑21.02.26 17:58Psychologie wird meinerseits Erachtens völlig überbewertet bzw eine zu überproportionale Aufmerksamkeit geschenkt.OscarTheFish(p@k) hat geschrieben: ↑20.02.26 17:07Schade, die wären vielleicht ergänzend auch eine Erwähnung wert. Da will man doch gern vergleich, ob man das eine oder andere eventuell noch nicht kennt.
Im "normalen" Leben liegst du mit dieser Ansicht meilenweit daneben....aber sowas von....wenn du die Stellschrauben deines Gegenübers, wenn auch nur subtilst, veränderst, erwirkst du massive Veränderungen...
Da bleibe ich lieber bei mir.
Im normalen Leben habe ich nicht genug Bildung diesbezüglich, um mir da eine Meinung zu bilden. Hier ging es um Billard.
-
Oleg07
- Queueversteher

- Beiträge: 545
- Registriert: 22.01.24 09:12
- Reputation: 539
- Name: Oleg Klein
- Playing cue: Oliver Stops Unterteil Purpleheart mit OT Tian Gavin /IQ Infinity/O.Stops AAAA
- Tip: Zan medium
- Break Cue: Little Monster Break 2.0
- Jump Cue: Little Monster Jump 2.0
Re: Billard-(Sport)-Psychologie
Um mal Dir und den zwei letzten Beiträgen aus meiner Sicht zu antworten.OscarTheFish(p@k) hat geschrieben: ↑21.02.26 20:07 Ich finde es eher faszinierend, wenn man mit der Technik nicht mehr so hadert, den Fokus auf die subtileren Dinge zu verschieben. Eine Bewusstmachung der psychischen Anteilen des Spiels bei sich selbst und beim Kombattanten können das Gesamtbild für einen sehr viel genauer darstellen. Manche sind von Natur aus sensibler und sensitiver. Da hat das sogar eine größere Bedeutung.
Ich bin mir dessen bewusst, dass ich eher zu viel aufnehme und empfinde sowie Empathie habe. Das hat Vorteile aber auch Nachteile. Ich möchte mich oder das aber auch nicht ändern. Wenn ich mal nervös bin oder mich über unangenehme Situationen/Menschen wundere oder aufrege, amusiere ich mich eher darüber und möchte diese Empfindungen auch niemals verlieren.
Beim Boxen gibt es auf psychologische Probleme immer eine sehr gute Antwort. Dann machst Du halt nochmal 20 Liegestützen mehr...
Re: Billard-(Sport)-Psychologie
Schön, dass du das kannst. Ich persönlich bin manchmal viel zu heißblütig dafür, egal ob Sport, Billard oder reales Leben (ob das ein nun ein Vorteil ist, dessen bin ich mir noch nicht so bewusst. Aber ich hab als Mitte50er ja noch ZeitOleg07 hat geschrieben: ↑21.02.26 20:17Wenn ich mal nervös bin oder mich über unangenehme Situationen/Menschen wundere oder aufrege, amusiere ich mich eher darüber und möchte diese Empfindungen auch niemals verlieren.OscarTheFish(p@k) hat geschrieben: ↑21.02.26 20:07 Ich finde es eher faszinierend, wenn man mit der Technik nicht mehr so hadert, den Fokus auf die subtileren Dinge zu verschieben. Eine Bewusstmachung der psychischen Anteilen des Spiels bei sich selbst und beim Kombattanten können das Gesamtbild für einen sehr viel genauer darstellen. Manche sind von Natur aus sensibler und sensitiver. Da hat das sogar eine größere Bedeutung.
sisu
-
Oleg07
- Queueversteher

- Beiträge: 545
- Registriert: 22.01.24 09:12
- Reputation: 539
- Name: Oleg Klein
- Playing cue: Oliver Stops Unterteil Purpleheart mit OT Tian Gavin /IQ Infinity/O.Stops AAAA
- Tip: Zan medium
- Break Cue: Little Monster Break 2.0
- Jump Cue: Little Monster Jump 2.0
Re: Billard-(Sport)-Psychologie
Also jetzt mal abgesehen davon, dass ich nicht der Mittelpunkt der Erde bin, heißt das jetzt nicht, dass ich mich nicht auch schon mal tierisch über mich oder andere aufregen kann oder mich auch mal mit Jemandem verbal anlegen kann oder ich mich aus unverbindlichen Gründen verliere und mein Spiel dann eine Katastrophe ist. Für mich ist das aber okay und Leben live und ich würde mich deshalb nicht mit Psycho Übungen einschränken lassen. Dafür ist mir dann meine Persönlichkeit und Authentizität dann doch zu wertvoll. Aber jeder Jeck ist anders.
- joshua70
- * BA-Ikone *

- Beiträge: 5296
- Registriert: 20.08.07 00:00
- Reputation: 608
- Playing cue: McWorter 1883, Cem Cocobolo 1/1 Sixpointer
- Tip: Wizard
- Break Cue: Cuechanger
- Jump Cue: Cuechanger Concept Jumper
- Wohnort: Baden
Re: Billard-(Sport)-Psychologie
Naja- es gibt Psychotricksund Psychotricks. gegen sich selbst und gegen andere. Und "gegen sich selbst" ist vor dem Performance- Hintergrund schwierig, bei aller benötigten Selbstreflektion. Eine ganz wichtige Erkenntnis in meinem Leben war, mir selbst gegenüber verzeihlicher zu sein. Das schafft man am ehesten, wenn man sich dessen bewußt ist, dass niemand etwas zu 100% kann (ausser kacken und sterben). Es ist sicher ärgerlich, wenn der Schwund dann eintritt, wenn es gerade drauf ankommt, aber viel wichtiger ist, sich darin nicht zu verlieren, sondern aufzustehen, das Krönchen richten und weitermachen. Und genau da kommt der Punkt "Selbstverzeihung" ins Spiel.
Wenn ich in einen fremden Laden mit Billardspielern komme, kann man relativ schnell erkennen, wer auf höherem Level spielt. Meist daran, dass die vom Tisch gehen, ohne sich lautstarkt über den eigenen Fehler aufzuregen.
Der psychologische Effekt dahinter: je mehr man äußerlich unzufrieden ist, desto mehr nimmt man das- zu aller Unzufriedenheit- noch mal über die Ohren auf. Und der Gegner bekommt das natürlich mit und wenn das eine Weile anhält, macht man den mental stärker.
Es ist ja auch so, dass man mehrschichtig lernt )im Leben/ Schule), weil der unterschiedliche Zugang ins Hirn (Lesen-Augen, Schreiben- Motorik u. Augen sowie laut lesen- Ohren) die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass was im Hirn ankommt und dort hängen bleibt. Kurz- und Langzeitgedächtnis usw.
Psychotricks gegenüber dem Gegner sind zwiespältig. Ab wann ist es ein Trick und bis wo hin ist es angepasstes verhalten? Den Gegner in ein Gespräch zu verwickeln, soll ihn dazu bringen, dass sich das Hirn damit beschäftigt. Allerdings tut das eigene das auch. Ich halte das darüber hinaus für unsportlich, wenn es nicht zwingend nötig ist. Man kann auf so viel unterschiedliche Weise den Gengner gedanklich beschäftigen.
Ich hatte vor sehr vielen Jahren einen allgemein sehr ungeliebten Spieler, weil der die Entscheidung ausserhalb des Tisches zu hervorbringen wollte. Kleinste Regelthemen, interpretierbare Kleidungsmakel usw. Nichts, was mir Sportsmanship zu tun hat. Den hatte ich am Anfang unseres Spiels gefragt, ob er den seltsamen on seines Queues nicht höre- als ob das Leder Luft hätte. Natürlich war da nix und er spielte das Queue auch schon ne Weile, aber ab dem Moment hörte er bei jedem Stoß auf das Geräusch und ich hatte schadenfreudigen Spass: Die Geister, die er rief...
Maßnahmen, Tricks und Kniffe und deren Funktionsweise zu kennen, ist sicher kein Fehler. Dann kommt die Charakterfrage: Wie geht man damit um.
Wenn ich in einen fremden Laden mit Billardspielern komme, kann man relativ schnell erkennen, wer auf höherem Level spielt. Meist daran, dass die vom Tisch gehen, ohne sich lautstarkt über den eigenen Fehler aufzuregen.
Der psychologische Effekt dahinter: je mehr man äußerlich unzufrieden ist, desto mehr nimmt man das- zu aller Unzufriedenheit- noch mal über die Ohren auf. Und der Gegner bekommt das natürlich mit und wenn das eine Weile anhält, macht man den mental stärker.
Es ist ja auch so, dass man mehrschichtig lernt )im Leben/ Schule), weil der unterschiedliche Zugang ins Hirn (Lesen-Augen, Schreiben- Motorik u. Augen sowie laut lesen- Ohren) die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass was im Hirn ankommt und dort hängen bleibt. Kurz- und Langzeitgedächtnis usw.
Psychotricks gegenüber dem Gegner sind zwiespältig. Ab wann ist es ein Trick und bis wo hin ist es angepasstes verhalten? Den Gegner in ein Gespräch zu verwickeln, soll ihn dazu bringen, dass sich das Hirn damit beschäftigt. Allerdings tut das eigene das auch. Ich halte das darüber hinaus für unsportlich, wenn es nicht zwingend nötig ist. Man kann auf so viel unterschiedliche Weise den Gengner gedanklich beschäftigen.
Ich hatte vor sehr vielen Jahren einen allgemein sehr ungeliebten Spieler, weil der die Entscheidung ausserhalb des Tisches zu hervorbringen wollte. Kleinste Regelthemen, interpretierbare Kleidungsmakel usw. Nichts, was mir Sportsmanship zu tun hat. Den hatte ich am Anfang unseres Spiels gefragt, ob er den seltsamen on seines Queues nicht höre- als ob das Leder Luft hätte. Natürlich war da nix und er spielte das Queue auch schon ne Weile, aber ab dem Moment hörte er bei jedem Stoß auf das Geräusch und ich hatte schadenfreudigen Spass: Die Geister, die er rief...
Maßnahmen, Tricks und Kniffe und deren Funktionsweise zu kennen, ist sicher kein Fehler. Dann kommt die Charakterfrage: Wie geht man damit um.
Alles eine Frage des Glaubens. Ich glaube... ich nehm noch n Bier...

