Hat Carbon die Seele des Spiels geraubt?
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Re: Hat Carbon die Seele des Spiels geraubt?
Hirunda malevicis avoltat.
Als Einstein Examina abnahm, fragte ihn einmal ein Student: "Sie stellen in diesem Semester ja genau die gleichen Fragen wie beim letzten Mal." Darauf Einstein: "Das ist wahr. Nur die Antworten sind diesmal anders."
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Re: Hat Carbon die Seele des Spiels geraubt?
Das ist in der Präventivmedizin ein mahnender Leitspruch und steht in der Einführungsschrift zum Werk "Mens sana in corpore sano".
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Oleg07
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Re: Hat Carbon die Seele des Spiels geraubt?
Das schreibt sich aber nur mit einem t also avolat und kann dann noch andere Bedeutungen haben.OscarTheFish(p@k) hat geschrieben: ↑28.01.26 14:42Das ist in der Präventivmedizin ein mahnender Leitspruch und steht in der Einführungsschrift zum Werk "Mens sana in corpore sano".
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Re: Hat Carbon die Seele des Spiels geraubt?
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Re: Hat Carbon die Seele des Spiels geraubt?
Holz ist auch tot- wenn nicht, bekommst Du Probleme, wenn die Triebe spriessen...
Alles eine Frage des Glaubens. Ich glaube... ich nehm noch n Bier...
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Oleg07
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Re: Hat Carbon die Seele des Spiels geraubt?
Holz ist ein lebendiges Naturmaterial.
Es ist hygroskopisch und reagiert auch nach der Verarbeitung noch auf äußere Einflüsse.
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Re: Hat Carbon die Seele des Spiels geraubt?
Da besteht eine kontextuelle Abhängigkeit.Oleg07 hat geschrieben: ↑28.01.26 17:08Das schreibt sich aber nur mit einem t also avolat und kann dann noch andere Bedeutungen haben.OscarTheFish(p@k) hat geschrieben: ↑28.01.26 14:42Das ist in der Präventivmedizin ein mahnender Leitspruch und steht in der Einführungsschrift zum Werk "Mens sana in corpore sano".
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Re: Hat Carbon die Seele des Spiels geraubt?
Hach ... the Expectable. Herzlichen Dank & schönen Tag noch!
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Re: Hat Carbon die Seele des Spiels geraubt?
Interessantes Thema.
Ich glaube im Endeffekt muss jeder diese Frage für sich selbst beantworten, da es keine allgemeingültige Antwort darauf gibt.
Ich persöhnlich habe ende der 80er in einem Billardcafe mit dem Billardspielen begonnen. Ich habe dann bis etwa 2003 mehr oder weniger regelmässig gespielt und habe ziemlich genau 20 Jahre keinen Queue mehr in die Hand genommen. 2023 habe ich nun wieder mit dem Billard angefangen und versuche seitdem das Niveau aus jüngeren Tagen zu erreichen. Ich spiele nun in zwei Billard Vereinen und es macht mir viel Freude langsam wieder besser zu werden.
Ich bin ein Spieler der sehr viel Wert auf Feedback und Klang des Stosses Wert legt.
In den letzten 20 Jahren hat sich in diesem Sport jedoch viel geändert.
Die Punkte auf der weissen mag ich zum Beispiel nicht. Sie lenken von Treffpunkt des Queues auf der weissen Kugel ab und erschweren dadurch einen geraden Stoss auf dem Punkt auf der Weissen den man Treffen will/muss. Für mein Training habe ich mir eine komplett Weisse Kugel gekauft und ich gebe mit dieser Kugel deutlich seltener ungewolltes Effet beim Stoss mit, als mit den gepunkteten Varianten.
Graues oder blaues Tuch ist nicht mein Ding und ich würde am liebsten auf grünem Tuch spielen.
Ja, diese Farben haben eine Daseinsberechtigung um den Kontrast zu erhöhen, aber ich mag das Grün trotzdem lieber.
Tische mit kleinen Taschen sind ok, solange der Tisch noch halbwegs Frisch bezogen ist und die Kugeln dort noch einigermassen sauber fallen. Wenn die Tische aber stark bespielt werden und das Tuch so langsam in richtung ende geht, ist es nur noch Frustrierend, dass Bälle, die nicht genau mitte Loch gespielt sind nicht mehr Fallen. Richtige Wirkungsbälle, kann man dann auch nur noch aus bestimmten Winkeln spielen das sie auch fallen.
Thema Handy. Man hat es immer wieder mit Spielern zu tun, die dann, wenn sie nicht am Stoss sind gleich als allererstes zum Handy greifen und sich damit beschäftigen. Die bekommen nix vom Spiel mit und man muss teilweise immer wieder sagen, ob sie die vollen oder halben Spielen. Ich persöhnlich finde das Respektlos und meide diese Spieler zukünftig so gut es geht.
Youtube Videos. Früher gab es sowas nicht. Wenn Du besser werden wolltest, musstest Du versuchen mit möglichst vielen besseren Spielern zu Spielen und auch genau schauen was die auf welche Weise machen. Heutzutage gibt es Tonnenweise Videos frei und jederzeit Verfügbar von den besten Spielern der Welt. Prinzipiell hat das einen ähnlichen Effekt wie das Handy, nach dem Motto "Warum soll ich mir das Spiel des anderen anschauen um was zu Lernen? Ich kann mir ja jederzeit ein Trainingsvideo anschauen."
Carbon Oberteile. Insgesamt eine logische Weiterentwicklung des Materials. Sie sind natürlich kein Naturprodukt und als Gegenstand meiner Meinung nach auch Seelenlos. Ich habe in den letzten 3 Jahren die ich wieder Billard spiele sicher nicht weniger als 15 verschiedenen Oberteile in Carbon und Holz (zB Predator 314, Z3 oder auch Mezz ExPro) getestet.
Prinzipiell fühle ich mit Holzoberteilen wohler, aber tatsächlich merke ich immer wieder, dass ich manchmal mit Carbon Oberteilen (Im moment favorisiere ich Mezz Ignite und Cuetec) etwas besser Spiele. Gleichwohl mag ich das Geräuch der meissten Carbon Oberteile nicht.
Fazit :
Das Billardspiel selbst hat sich, in Form von neuen Materialien stark verändert. Es hat sich aber auch vom Umfeld her sehr verändert. Für mich persönlich ist es nicht mehr das gleiche "wie Früher" und ich finde dass sich viele Dinge auch zum schlechteren Entwickelt haben. Ich habe die ganzen Beispiele oben aufgezählt, um zu zeigen, dass dieses Thema sehr vielschichtig ist und man nicht anhand nur einer der zahlreichen änderungen auf einen generellen Trend schliessen kann.
Um die Frage des Treaderstellers aus meiner Sicht zu beantworten : Ja das Spiel und das Material hat sich verändert, aber wenn es jemanls eine Seele hatte, so ist sie immer noch da, nur eben etwas verändert.
Ich glaube im Endeffekt muss jeder diese Frage für sich selbst beantworten, da es keine allgemeingültige Antwort darauf gibt.
Ich persöhnlich habe ende der 80er in einem Billardcafe mit dem Billardspielen begonnen. Ich habe dann bis etwa 2003 mehr oder weniger regelmässig gespielt und habe ziemlich genau 20 Jahre keinen Queue mehr in die Hand genommen. 2023 habe ich nun wieder mit dem Billard angefangen und versuche seitdem das Niveau aus jüngeren Tagen zu erreichen. Ich spiele nun in zwei Billard Vereinen und es macht mir viel Freude langsam wieder besser zu werden.
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In den letzten 20 Jahren hat sich in diesem Sport jedoch viel geändert.
Die Punkte auf der weissen mag ich zum Beispiel nicht. Sie lenken von Treffpunkt des Queues auf der weissen Kugel ab und erschweren dadurch einen geraden Stoss auf dem Punkt auf der Weissen den man Treffen will/muss. Für mein Training habe ich mir eine komplett Weisse Kugel gekauft und ich gebe mit dieser Kugel deutlich seltener ungewolltes Effet beim Stoss mit, als mit den gepunkteten Varianten.
Graues oder blaues Tuch ist nicht mein Ding und ich würde am liebsten auf grünem Tuch spielen.
Ja, diese Farben haben eine Daseinsberechtigung um den Kontrast zu erhöhen, aber ich mag das Grün trotzdem lieber.
Tische mit kleinen Taschen sind ok, solange der Tisch noch halbwegs Frisch bezogen ist und die Kugeln dort noch einigermassen sauber fallen. Wenn die Tische aber stark bespielt werden und das Tuch so langsam in richtung ende geht, ist es nur noch Frustrierend, dass Bälle, die nicht genau mitte Loch gespielt sind nicht mehr Fallen. Richtige Wirkungsbälle, kann man dann auch nur noch aus bestimmten Winkeln spielen das sie auch fallen.
Thema Handy. Man hat es immer wieder mit Spielern zu tun, die dann, wenn sie nicht am Stoss sind gleich als allererstes zum Handy greifen und sich damit beschäftigen. Die bekommen nix vom Spiel mit und man muss teilweise immer wieder sagen, ob sie die vollen oder halben Spielen. Ich persöhnlich finde das Respektlos und meide diese Spieler zukünftig so gut es geht.
Youtube Videos. Früher gab es sowas nicht. Wenn Du besser werden wolltest, musstest Du versuchen mit möglichst vielen besseren Spielern zu Spielen und auch genau schauen was die auf welche Weise machen. Heutzutage gibt es Tonnenweise Videos frei und jederzeit Verfügbar von den besten Spielern der Welt. Prinzipiell hat das einen ähnlichen Effekt wie das Handy, nach dem Motto "Warum soll ich mir das Spiel des anderen anschauen um was zu Lernen? Ich kann mir ja jederzeit ein Trainingsvideo anschauen."
Carbon Oberteile. Insgesamt eine logische Weiterentwicklung des Materials. Sie sind natürlich kein Naturprodukt und als Gegenstand meiner Meinung nach auch Seelenlos. Ich habe in den letzten 3 Jahren die ich wieder Billard spiele sicher nicht weniger als 15 verschiedenen Oberteile in Carbon und Holz (zB Predator 314, Z3 oder auch Mezz ExPro) getestet.
Prinzipiell fühle ich mit Holzoberteilen wohler, aber tatsächlich merke ich immer wieder, dass ich manchmal mit Carbon Oberteilen (Im moment favorisiere ich Mezz Ignite und Cuetec) etwas besser Spiele. Gleichwohl mag ich das Geräuch der meissten Carbon Oberteile nicht.
Fazit :
Das Billardspiel selbst hat sich, in Form von neuen Materialien stark verändert. Es hat sich aber auch vom Umfeld her sehr verändert. Für mich persönlich ist es nicht mehr das gleiche "wie Früher" und ich finde dass sich viele Dinge auch zum schlechteren Entwickelt haben. Ich habe die ganzen Beispiele oben aufgezählt, um zu zeigen, dass dieses Thema sehr vielschichtig ist und man nicht anhand nur einer der zahlreichen änderungen auf einen generellen Trend schliessen kann.
Um die Frage des Treaderstellers aus meiner Sicht zu beantworten : Ja das Spiel und das Material hat sich verändert, aber wenn es jemanls eine Seele hatte, so ist sie immer noch da, nur eben etwas verändert.
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Re: Hat Carbon die Seele des Spiels geraubt?
Ich habe eine ähnliche Geschichte, da ich auch Ende der 80er mit dem Billardspielen angefangen habe, nur mit dem Unterschied, dass ich nicht pausiert habe. In der Zeit habe ich viele Entwicklungen was Material angeht mitgemacht und auch ausprobiert, da ich dem Thema immer offen gegenüber gestanden habe. Natürlich hat mir nicht alles gefallen und auch ein paar Dinge fand ich einfach nur unnötig und habe sich dann auch nicht mehr weiter verfolgt. Aber grundsätzlich haben doch viele Dinge den Sport Billard weiter voran gebracht.Tom6147 hat geschrieben: ↑29.01.26 11:40 Interessantes Thema.
Ich glaube im Endeffekt muss jeder diese Frage für sich selbst beantworten, da es keine allgemeingültige Antwort darauf gibt.
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Ich bin ein Spieler der sehr viel Wert auf Feedback und Klang des Stosses Wert legt.
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Die Punkte auf der weissen mag ich zum Beispiel nicht. Sie lenken von Treffpunkt des Queues auf der weissen Kugel ab und erschweren dadurch einen geraden Stoss auf dem Punkt auf der Weissen den man Treffen will/muss. Für mein Training habe ich mir eine komplett Weisse Kugel gekauft und ich gebe mit dieser Kugel deutlich seltener ungewolltes Effet beim Stoss mit, als mit den gepunkteten Varianten.
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Ja, diese Farben haben eine Daseinsberechtigung um den Kontrast zu erhöhen, aber ich mag das Grün trotzdem lieber.
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Thema Handy. Man hat es immer wieder mit Spielern zu tun, die dann, wenn sie nicht am Stoss sind gleich als allererstes zum Handy greifen und sich damit beschäftigen. Die bekommen nix vom Spiel mit und man muss teilweise immer wieder sagen, ob sie die vollen oder halben Spielen. Ich persöhnlich finde das Respektlos und meide diese Spieler zukünftig so gut es geht.
Youtube Videos. Früher gab es sowas nicht. Wenn Du besser werden wolltest, musstest Du versuchen mit möglichst vielen besseren Spielern zu Spielen und auch genau schauen was die auf welche Weise machen. Heutzutage gibt es Tonnenweise Videos frei und jederzeit Verfügbar von den besten Spielern der Welt. Prinzipiell hat das einen ähnlichen Effekt wie das Handy, nach dem Motto "Warum soll ich mir das Spiel des anderen anschauen um was zu Lernen? Ich kann mir ja jederzeit ein Trainingsvideo anschauen."
Carbon Oberteile. Insgesamt eine logische Weiterentwicklung des Materials. Sie sind natürlich kein Naturprodukt und als Gegenstand meiner Meinung nach auch Seelenlos. Ich habe in den letzten 3 Jahren die ich wieder Billard spiele sicher nicht weniger als 15 verschiedenen Oberteile in Carbon und Holz (zB Predator 314, Z3 oder auch Mezz ExPro) getestet.
Prinzipiell fühle ich mit Holzoberteilen wohler, aber tatsächlich merke ich immer wieder, dass ich manchmal mit Carbon Oberteilen (Im moment favorisiere ich Mezz Ignite und Cuetec) etwas besser Spiele. Gleichwohl mag ich das Geräuch der meissten Carbon Oberteile nicht.
Fazit :
Das Billardspiel selbst hat sich, in Form von neuen Materialien stark verändert. Es hat sich aber auch vom Umfeld her sehr verändert. Für mich persönlich ist es nicht mehr das gleiche "wie Früher" und ich finde dass sich viele Dinge auch zum schlechteren Entwickelt haben. Ich habe die ganzen Beispiele oben aufgezählt, um zu zeigen, dass dieses Thema sehr vielschichtig ist und man nicht anhand nur einer der zahlreichen änderungen auf einen generellen Trend schliessen kann.
Um die Frage des Treaderstellers aus meiner Sicht zu beantworten : Ja das Spiel und das Material hat sich verändert, aber wenn es jemanls eine Seele hatte, so ist sie immer noch da, nur eben etwas verändert.
Mir persönlich sind deine Ausführungen etwas zu melancholisch und zu sehr "früher war alles besser" behaftet.
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Re: Hat Carbon die Seele des Spiels geraubt?
#mikkes
Letzteres sehe ich nicht so. Tom6147 hat nur im Gegensatz zu Dir/mir eine lange Pause eingelegt und wurde jetzt mit den Neuerungen komplett auf einmal konfrontiert.
Während es bei uns eine fließende Entwicklung war, hat er es ganz klar spüren und erleben können.
Hast Du früher für ein Stück Kreide und ein Leder 1,20 DM bezahlt, sind es jetzt umgerechnet fast 100 DM.
Ich finde seinen Bericht sehr interessant und kann mich da absolut rein versetzen. Auch wenn mir die Weiße mit den Punkten sehr gefällt. Wenn ich daran denke, mit was für ollen und stumpfen Kugeln wir damals manchmal spielen mussten...
Nach grünem Tuch sehne ich mich aber auch zurück irgendwie.
Mit einer permanenten Handy Nutzung beim Spiel oder sonstiger Gleichgültigkeit bin ich immer sehr schnell fertig. Ich frage 1-2 mal nach, ob das wirklich sein muss und erkläre kurz mein Empfinden dabei. Ernte ich dann nur Schulter zucken, ist das Spiel mit dieser Person für mich vorbei.
Letzteres sehe ich nicht so. Tom6147 hat nur im Gegensatz zu Dir/mir eine lange Pause eingelegt und wurde jetzt mit den Neuerungen komplett auf einmal konfrontiert.
Während es bei uns eine fließende Entwicklung war, hat er es ganz klar spüren und erleben können.
Hast Du früher für ein Stück Kreide und ein Leder 1,20 DM bezahlt, sind es jetzt umgerechnet fast 100 DM.
Ich finde seinen Bericht sehr interessant und kann mich da absolut rein versetzen. Auch wenn mir die Weiße mit den Punkten sehr gefällt. Wenn ich daran denke, mit was für ollen und stumpfen Kugeln wir damals manchmal spielen mussten...
Nach grünem Tuch sehne ich mich aber auch zurück irgendwie.
Mit einer permanenten Handy Nutzung beim Spiel oder sonstiger Gleichgültigkeit bin ich immer sehr schnell fertig. Ich frage 1-2 mal nach, ob das wirklich sein muss und erkläre kurz mein Empfinden dabei. Ernte ich dann nur Schulter zucken, ist das Spiel mit dieser Person für mich vorbei.
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Re: Hat Carbon die Seele des Spiels geraubt?
Wo ziehen wir Grenzen? Meist bei dem, was wir selbst gewohnt sind, womit wir umgehen können/wollen und es deshalb als absolutem Zustand einnorden! Das nehmen wir dann entweder als Grund, uns zu überdenken oder beharren auf dem vermeintlichen selektiven Ist- Zustand. Aber es bedeutet nicht automatisch, dass wir alle Neuerungen übernehmen müssen, denn im Gegensatz zu früher, wo neu fast immer auch besser war, ist das heute nicht mehr so.
BTW- Man kann Carbon im Spielgefühl, Verhalten und Klang sehr nahe an Holz heranbringen, wenn man das will und weiß, wie es geht.
Bei Handy- Jüngern, die nicht aufmerksam sind, weise ich auf die Unhöfllichkeit/ Respektlosigkeit gegenüber dem Spielpartner hin. Wenn es dann nicht besser wird, höre ich auch schon mal mitten im Spiel auf- nicht ohne es zu begründen. Begründet man es nicht, hat der Spieler immer die Möglichkeit "nicht dran gedacht" zu sagen. Begründet man es und der Spieler ignoriert das weiter, dann ist die Respektlosigkeit offensichtlich und belegt.
BTW- Man kann Carbon im Spielgefühl, Verhalten und Klang sehr nahe an Holz heranbringen, wenn man das will und weiß, wie es geht.
Bei Handy- Jüngern, die nicht aufmerksam sind, weise ich auf die Unhöfllichkeit/ Respektlosigkeit gegenüber dem Spielpartner hin. Wenn es dann nicht besser wird, höre ich auch schon mal mitten im Spiel auf- nicht ohne es zu begründen. Begründet man es nicht, hat der Spieler immer die Möglichkeit "nicht dran gedacht" zu sagen. Begründet man es und der Spieler ignoriert das weiter, dann ist die Respektlosigkeit offensichtlich und belegt.
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Re: Hat Carbon die Seele des Spiels geraubt?
Ich hab heute zur Abwechslung aus Spaß mal wieder mein chinesisches 9 mm (Low Cost & Deflection) Kohlefaseroberteil draufgeschraubt mit Originalleder (sicherlich eines, das viele umgehend wechselten). Wahnsinn. Das ist so robust und gutmütig. Das ist ein Oberteil, dass sich sehr ähnlich wie ein Eschesnookeroberteil verhält. Aber bei dem hat man beim American Pool keine Angst, dass die Spitze eine Fraktur erleidet, wenn man etwas beherzter einen Effetball (maximal seitlich) spielt. In meiner Schlusssession durfte dann wieder mein Meucci Ultimate Weapon ran (Vollholz). Sehr solider Hit mit Gefühl. Ich könnte mich nicht entscheiden, was ich bevorzugte. Ich bin letztendlich froh, dass ich Oberteile aus beiden Lagern habe. Der Wechsel zwischen Weltraumtechnologie und Tradition ist für mich immer erfrischend und inspirierend. Ich kann alle meine Oberteile gut leiden und schnell hin und her wechseln. Die spielen sich bis auf Details nahezu identisch. (mal abgesehen von mehr oder weniger starkem Effeteffekt bei den unterschiedlichen Durchmessern)
Aber so ganz ehrlich muss ich zugeben, dass ich ein heimlicher Liebhaber von Esche bin. Anekdotisch muss ich zu Protokoll geben, dass einer meiner besten Queues (spielcharakteristisch) ein 40 GBP günstiger China-Queue ist. Das Buttholz ist irgendwas sehr "billiges", aber der Hit und das Finish sind sensationell. Der hat Seele.
Aber so ganz ehrlich muss ich zugeben, dass ich ein heimlicher Liebhaber von Esche bin. Anekdotisch muss ich zu Protokoll geben, dass einer meiner besten Queues (spielcharakteristisch) ein 40 GBP günstiger China-Queue ist. Das Buttholz ist irgendwas sehr "billiges", aber der Hit und das Finish sind sensationell. Der hat Seele.
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Re: Hat Carbon die Seele des Spiels geraubt?
Oh das liest sich etwas wie schwere Kost, ich wünsche Dir dass Du auch die positiven Seiten der „heutigen“ Zeit im Billard entdecken kannst :-)Tom6147 hat geschrieben: ↑29.01.26 11:40 Interessantes Thema.
Ich glaube im Endeffekt muss jeder diese Frage für sich selbst beantworten, da es keine allgemeingültige Antwort darauf gibt.
Ich persöhnlich habe ende der 80er in einem Billardcafe mit dem Billardspielen begonnen. Ich habe dann bis etwa 2003 mehr oder weniger regelmässig gespielt und habe ziemlich genau 20 Jahre keinen Queue mehr in die Hand genommen. 2023 habe ich nun wieder mit dem Billard angefangen und versuche seitdem das Niveau aus jüngeren Tagen zu erreichen. Ich spiele nun in zwei Billard Vereinen und es macht mir viel Freude langsam wieder besser zu werden.
Ich bin ein Spieler der sehr viel Wert auf Feedback und Klang des Stosses Wert legt.
In den letzten 20 Jahren hat sich in diesem Sport jedoch viel geändert.
Die Punkte auf der weissen mag ich zum Beispiel nicht. Sie lenken von Treffpunkt des Queues auf der weissen Kugel ab und erschweren dadurch einen geraden Stoss auf dem Punkt auf der Weissen den man Treffen will/muss. Für mein Training habe ich mir eine komplett Weisse Kugel gekauft und ich gebe mit dieser Kugel deutlich seltener ungewolltes Effet beim Stoss mit, als mit den gepunkteten Varianten.
Graues oder blaues Tuch ist nicht mein Ding und ich würde am liebsten auf grünem Tuch spielen.
Ja, diese Farben haben eine Daseinsberechtigung um den Kontrast zu erhöhen, aber ich mag das Grün trotzdem lieber.
Tische mit kleinen Taschen sind ok, solange der Tisch noch halbwegs Frisch bezogen ist und die Kugeln dort noch einigermassen sauber fallen. Wenn die Tische aber stark bespielt werden und das Tuch so langsam in richtung ende geht, ist es nur noch Frustrierend, dass Bälle, die nicht genau mitte Loch gespielt sind nicht mehr Fallen. Richtige Wirkungsbälle, kann man dann auch nur noch aus bestimmten Winkeln spielen das sie auch fallen.
Thema Handy. Man hat es immer wieder mit Spielern zu tun, die dann, wenn sie nicht am Stoss sind gleich als allererstes zum Handy greifen und sich damit beschäftigen. Die bekommen nix vom Spiel mit und man muss teilweise immer wieder sagen, ob sie die vollen oder halben Spielen. Ich persöhnlich finde das Respektlos und meide diese Spieler zukünftig so gut es geht.
Youtube Videos. Früher gab es sowas nicht. Wenn Du besser werden wolltest, musstest Du versuchen mit möglichst vielen besseren Spielern zu Spielen und auch genau schauen was die auf welche Weise machen. Heutzutage gibt es Tonnenweise Videos frei und jederzeit Verfügbar von den besten Spielern der Welt. Prinzipiell hat das einen ähnlichen Effekt wie das Handy, nach dem Motto "Warum soll ich mir das Spiel des anderen anschauen um was zu Lernen? Ich kann mir ja jederzeit ein Trainingsvideo anschauen."
Carbon Oberteile. Insgesamt eine logische Weiterentwicklung des Materials. Sie sind natürlich kein Naturprodukt und als Gegenstand meiner Meinung nach auch Seelenlos. Ich habe in den letzten 3 Jahren die ich wieder Billard spiele sicher nicht weniger als 15 verschiedenen Oberteile in Carbon und Holz (zB Predator 314, Z3 oder auch Mezz ExPro) getestet.
Prinzipiell fühle ich mit Holzoberteilen wohler, aber tatsächlich merke ich immer wieder, dass ich manchmal mit Carbon Oberteilen (Im moment favorisiere ich Mezz Ignite und Cuetec) etwas besser Spiele. Gleichwohl mag ich das Geräuch der meissten Carbon Oberteile nicht.
Fazit :
Das Billardspiel selbst hat sich, in Form von neuen Materialien stark verändert. Es hat sich aber auch vom Umfeld her sehr verändert. Für mich persönlich ist es nicht mehr das gleiche "wie Früher" und ich finde dass sich viele Dinge auch zum schlechteren Entwickelt haben. Ich habe die ganzen Beispiele oben aufgezählt, um zu zeigen, dass dieses Thema sehr vielschichtig ist und man nicht anhand nur einer der zahlreichen änderungen auf einen generellen Trend schliessen kann.
Um die Frage des Treaderstellers aus meiner Sicht zu beantworten : Ja das Spiel und das Material hat sich verändert, aber wenn es jemanls eine Seele hatte, so ist sie immer noch da, nur eben etwas verändert.
Als Einstein Examina abnahm, fragte ihn einmal ein Student: "Sie stellen in diesem Semester ja genau die gleichen Fragen wie beim letzten Mal." Darauf Einstein: "Das ist wahr. Nur die Antworten sind diesmal anders."
