MaterialVerlängerung für Lucasi LTH88

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TimDo
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Verlängerung für Lucasi LTH88

Beitragvon TimDo » 10.12.18 19:23

Hallo Zusammen,

nach dem ich nun einen neuen Lucasi LTH88 besitze, suche ich eine passende Verlängerung für das Unterteil.

Im Internet finde ich nur eine 11 Zoll Verlängerung. Diese ist mir allerdings viel zu lang, da ich sie dauerhaft montiert lassen will.
Eine Verlängerung um ca. 15cm würde mir vollkommen ausreichen.

Kenn jemand eine auf den Queue passende Alternative?
Hersteller ist mir relativ egal. Oder muss ich mir diese anfertigen lassen?

Gruß,
Tim



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Re: Verlängerung für Lucasi LTH88

Beitragvon Yasokool » 11.12.18 00:18

Also was dauerhaftes fürs Lucasi Unterteil gibt es nichts wirklich gutes. Von der normalen Verlängerung, die du ja richtigerweise als zu lang für dauerhaften Gebrauch findest, kann mann getrost in die tonne klopfen..

Als mögliche Alternative, auch grade als dauerhafte Verlängerung, wäre noch das Balance Rite für zwischen ober und Unterteil. Ist nicht jedermanns Sache, sollte man aber ruhig mal probiert haben...

Ausserdem gibt es hier im forum jemanden (leider den Namen nicht parat), der wohl Hobby mäßig echt super Endverlängerung angepasst an die Wünsche herstellt. Da bin ich allerdings, was die Preise angeht, überfragt.

Ich wollte mir von einem wirklich guten cuebauer für mein LHT 87 eine Verlängerung anfertigen lassen. Nach ausführlicher Inspektion hat er mir definitv davon abgeraten. Der Preis würde wohl die 200,- Euro überschreiten und das Geld sollte man dann doch lieber in einen neuen Cue investieren.

Die Frage, die du dir stellen solltest... Brauchst du überhaupt eine dauerhafte 15cm Verlängerung...?
Ich meine, klar, wenn du über 2m bist, könntest du das in Betracht ziehen... Aber dauerhaft ein Cue von űber 1, 66 m Länge...?
Ich bin 1,88m und mir reicht da eigentlich schon ein 30" oberteil aus... Aber jeder hat da ja auch eine eigene Technik und Vorliebe...


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Re: Verlängerung für Lucasi LTH88

Beitragvon TimDo » 11.12.18 06:33

Danke für die Antwort.

Ich bin 1,87m und könnte auch ohne Verlängerung spielen. Aber ich komme (mit meinem altuellen Fury-Cue) oft in die Situation, dass ich die Verlängerung montiere, aber i.d.R. nur die ersten 5-10 cm davon nutze.
Hätte ich jetzt eine permanente Verlängerung von 10-15cm am Cue, müsste ich mir keine Gedanken mehr machen, ob ich jetzt die Verlängerung montiere, oder ob ich zu faul bin, mich verbiege und dann meistens verschieße.... :nac:



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Re: Verlängerung für Lucasi LTH88

Beitragvon brennpunkt-lupo » 11.12.18 08:37

Ich schreibe mal hier stellvertretend für einige posts in letzter Zeit. Bitte helft mir, ich verstehe es einfach nicht.

Mehrere Leute hier kaufen sich ein neues Cue für 500 plus x Euro. Nach dem Kauf stellen sie fest: das ist mir zu kurz und fangen an, nach Verlängereungen vorne, hinten oder in der Mitte zu suchen. Habt ihr den Stecken vorher nicht ausprobiert? Kauft ihr euch auch einen VW Polo, wenn ihr jeden Tag 3m lange Hozlatten transportieren müsst und sucht dann nach einem passenden Anhänger? Den ihr dann auch immer am Auto dran lasst?

Wenn ihr der Meinung seid, ein längeres Cue zu brauchen (warum auch immer) hätte ich eine Lösung: kaufts euch einen längeren, der vernünftig ausbalanciert ist und mit dem ihr zurechtkommt. Ich habe immer mehr das Gefühl, dass das mit den Blancerites etc. eine Mode ist, die ein paar Spitzenspieler für sich so handhaben und weil es bei denen funktioniert, ist das jetzt besser. Teilweise sehe ich Leute mit den verlängerten cues spielen, die vorher schon keinen geraden Stoß hatten und jetzt.... Auch nicht.

Verstehts mich nicht falsch, wenn ihr euer Spiel mit solchen drangeschraubten Dingern verbessert, ist alles gut. Auch verstehe ich noch, wenn jemand seit Jahren einen Stecken spielt, sich daran gewöhnt hat, aber das Gefühl hat, länger wär besser. Aber nach meiner Erfahrung verschlimmbessert jegliche Verlängerung das sehr komplizierte Konstrukt Billardqueue/-spieler. Außer natürlich, es stimmte vorher schon nicht...

Und das Argument mit dem dauerhaften Verlängerungsspielen kann ich gar nicht verstehen. Wenn ich 4 Stunden spiele, brauche ich im Schnitt vielleicht bei 2 oder 3 Stössen meine Extension. Da denke ich dann nicht drüber nach, ob ich mir die 30 Sekunden Zeit gönne, um das Ding aus der Tasche zu holen, draufzuschrauben und dann einen vernünftigen Stoß mache. :bes:


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Re: Verlängerung für Lucasi LTH88

Beitragvon Yasokool » 11.12.18 09:00

TimDo hat geschrieben:
Hätte ich jetzt eine eine permanente Verlängerung von 10-15cm am Cue, müsste ich mir keine Gedanken mehr machen, ob ich jetzt die Verlängerung montiere, oder ob ich zu faul bin, mich verbiege und dann meistens verschieße.... :nac:


Du willst die Verlängerung gar nicht für deinen stoss, sondern um deine Reichweite zu verlängern..?
Das halte ich, ehrlich gesagt, nicht für sonderlich schlau. Wenn es dir nur um die Reichweite geht, dann kannst du dir auch ein 45er Verlängerung dran montieren.. Dan kommst du sicher an jeden Ball, aber was ist mit spielgefűhl, Kontrolle, Rückmeldung..?
Ich denke, locker über 95% der, Bälle lassen sich ohne Verlängerung erreichen und für die paar Prozent würde ich mein Cue, mit dem ich ja stosstechnisch zufrieden bin definitiv nicht ändern wollen...

Für die Reichweite reicht auch eine Aufsteckverlängerungen, die gibt es auch mit Teleskopfunktion zum ausziehen...


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Re: Verlängerung für Lucasi LTH88

Beitragvon TimDo » 11.12.18 12:49

brennpunkt-lupo hat geschrieben: Aber nach meiner Erfahrung verschlimmbessert jegliche Verlängerung das sehr komplizierte Konstrukt Billardqueue/-spieler. Außer natürlich, es stimmte vorher schon nicht...

Und das Argument mit dem dauerhaften Verlängerungsspielen kann ich gar nicht verstehen. Wenn ich 4 Stunden spiele, brauche ich im Schnitt vielleicht bei 2 oder 3 Stössen meine Extension. Da denke ich dann nicht drüber nach, ob ich mir die 30 Sekunden Zeit gönne, um das Ding aus der Tasche zu holen, draufzuschrauben und dann einen vernünftigen Stoß mache. :bes:


Lieber brennpunkt-lupo,

Ich kann deine Reaktion/Argumentation durchaus nachvollziehen. :zwi: Ich bitte dich jedoch zu berücksichtigen, dass du hier nicht gegen einen High-Level-Spieler argumentierst, sondern gegen einen relativ unerfahrenen Bezirksligisten. :bel:

Deine langjährigen Erfahrungen bzgl. des harmonischen zusammenspiels zwischen Spieler und Queue muss ich erst noch sammeln und natürlich sehe ich auch ein, dass eine technische Veränderung des Queues ohne Sinn und Verstand einen Spieler und sein Spiel schnell verschlimmbessert. Erst recht, wenn man versucht andere (bessere) Spieler zu kopieren und denkt man spielt dann besser, weil er ja auch besser spielt. :lac:

Wenn ich einen gewissen Grad an Erfahrung und Können erreicht habe, den Sport über viele Jahre betreibe, denke ich natürlich daran, den für mich in allen Beziehungen perfekten Queue zu finden und/oder ggf. fertigen zu lassen.

Meine Situation ist jedoch eine ganz andere. Ich war auf der Suche nach einem neuen Queue und habe mich für den Lucasi enschieden, weil er mir optisch gefällt, weil mir laminierte Oberteile vom Spielgefühl zusagen und weil ich gerne mit einem kleineren Leder (11,75) spiele.

Dieser Queue erfüllte alle Kriterien die ich einen Queue hatte UND er ist relativ günstig.
Damit war meine Kaufentscheidung getroffen.

Die Situation, dass ich oft (öfter als 3 mal pro Trainingstag) denke: "Wäre der Queue doch jetzt nur 10cm länger...", ist meines Erachtens ein legitimer Grund sich nach einer Verlängerung um 10cm zu erkundigen. Vielleicht ist es ja die Lösung für mich. (Vielleicht auch nicht...)

Ich würde mich ungern in die "er denkt eine Verlängerung macht ihn gleich zum Profi" Schublade stecken lassen.
Ich mache das, was man mit meiner Erfahrung halt so macht. Testen, probieren und mehr Erfahrung sammeln.

In diesem Sinne....

Gruß,
Tim




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Re: Verlängerung für Lucasi LTH88

Beitragvon brennpunkt-lupo » 11.12.18 13:51

TimDo hat geschrieben:Lieber brennpunkt-lupo,

Ich kann deine Reaktion/Argumentation durchaus nachvollziehen. :zwi: Ich bitte dich jedoch zu berücksichtigen, dass du hier nicht gegen einen High-Level-Spieler argumentierst, sondern gegen einen relativ unerfahrenen Bezirksligisten. :bel:


Lieber Timdo,

was ich geschrieben habe, ist völlig unabhängig von der Spielstärke sondern ein m.M. nach weit verbreiteter Denkfehler unter den Billardspielern. Ich sehe es einfach als falschen Weg an, mir ein Queue zu kaufen, ohne es vorher ausgiebig ausprobiert zu haben, vor allem, wenn ich noch nicht soooo viel Erfahrung mit den Spielgeräten habe. Das macht schon einen Unterschied, hat aber nicht so viel mit der Spielstärke zu tun. Ich habe mir vor einiger Zeit ein neues Oberteil gegönnt, weil ich mit meinem alten ziemlich plötzlich so richtig gar nicht mehr zurecht kam. Meine Herangehensweise: einen gut sortierten Händler aufgesucht, mit einem finanziellen Limit ein paar Vorderteile testgespielt, eigentlich zufieden gewesen und "nur Gaudihalber" mal das HighEnd-Teil für 50% über meinem Limit ausprobiert. Und genau das dann gekauft, weil es schlicht perfekt gepasst hat für mich. Es funktioniert m.M. bzw. meiner Erfahrung nach nicht, in einem Katalog zu blättern (Ups, wir schreiben das Jahr 2018... ich meinte natürlich im Internet zu stöbern) und bei 3 Faktoren zu sagen: der passt.


TimDo hat geschrieben:Die Situation, dass ich oft (öfter als 3 mal pro Trainingstag) denke: "Wäre der Queue doch jetzt nur 10cm länger...", ist meines Erachtens ein legitimer Grund sich nach einer Verlängerung um 10cm zu erkundigen. Vielleicht ist es ja die Lösung für mich. (Vielleicht auch nicht...)

Ich würde mich ungern in die "er denkt eine Verlängerung macht ihn gleich zum Profi" Schublade stecken lassen.
Ich mache das, was man mit meiner Erfahrung halt so macht. Testen, probieren und mehr Erfahrung sammeln.


Da stellt sich mir die Frage, warum du der Meinung bist, dass für 3 mal pro Session eine Verlängerung des Queues schön wäre. Passt es bei den anderen 297 Stössen vom Gefühl her? Hast du schon mal mit einem erfahrenen Trainer wegen des Problems angesprochen? Vielleicht kannst du die 3 kritischen Bälle pro Tag ja durch andere Haltung auch gut spielen?

Das Problem dass ich sehe ist, dass du unter Umständen Geld verbrennst und zusätzlich Zeit verlierst, indem du mit einem u.U. verhunzten Spielgerät Fehler bei 99% deiner Stöße antrainierst, die ohne verlängertes Queue nicht entstehen würden. Gerade weil du noch nicht die jahrelange Erfahrung hast, ist das nicht zu unterschätzen. Ein erfahrener Spieler weiss vielleicht nicht bei jedem Problem sofort, woran es liegt, aber wenn das Queue nicht passt, das merkt man schnell.

Und Schubladendenken ist eine meiner am schwächsten ausgebildeten Charaktereigenschaften... Da warst jetzt nicht du im Speziellen gemeint sondern eine Tendenz unter den Billardsportlern, sich in Materialorgien zu stürzen ohne zu hinterfragen, ob nicht andere Sachen vielleicht sinnvoller wären.


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Re: Verlängerung für Lucasi LTH88

Beitragvon KeKs » 11.12.18 17:03

@lupo:

Darf ich fragen, wie groß du bist?


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Re: Verlängerung für Lucasi LTH88

Beitragvon brennpunkt-lupo » 14.12.18 17:50

Ich bin ein Zwerg. Nur verstehe ich nicht ganz, was meine Größe mit Timdos Problem zu tun hat.


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Re: Verlängerung für Lucasi LTH88

Beitragvon KeKs » 16.12.18 14:37

Ich habe nach deiner Größe gefragt, weil ich gerne wissen wollte, welchen Blickwinkel du auf das Thema Queue-Länge hast.

Nun möchte ich versuchen meine Erfahrungen zu diesem Thema zu beschreiben:
Ich gehöre mit 1,97m für die meisten Leute nicht unbedingt zur Kategorie Zwerg.
Als ich vor ca. 15 Jahren angefangen habe Billard zu spielen, gab es zunächst natürlich erstmal keine Überlegungen darüber, ob ein Queue nun zu kurz oder zu lang für mich ist. Ich habe einfach gespielt und mich daran gewöhnt, dass ich ein Queue ganz hinten greife, also hinter dem Griffband. Bei wenigen Situationen komme ich mal mit der Hand ans Griffband. Ich kannte es einfach nicht anders.
Später fing ich an, mich mehr für das Material zu interessieren und fand heraus, dass man Queues auch mit 1-2 Zoll Überlänge bekommen kann. Ich habe mir daraufhin für mein damaliges Queue (Longoni) ein 30" Oberteil (Longoni S2) besorgt und etwas später auch ein 30" Unterteil (Schmelke). Klappte auch zunächst ganz ok, aber so komplett glücklich war ich mit der Kombination nicht. Ich habe mir dann später ein weiteres 60" Queue gegönnt, womit ich aber auch nicht richtig warm wurde. Irgendwas passte nicht und ich bin auch jemand, der gerne mal neue Sachen ausprobiert.
So landete ich wieder bei einem Standard 58" Queue, weil es mir einfach gut in der Hand lag (rd. 25 Jahres altes McDermott-UT mit 314/2).
Ich habe aber über die Jahre IMMER die Spieler beneidet, die ihr Queue irgendwo im Bereich des Griffbands halten konnten, weil das m.M.n einfach viel mehr Flexibilität bei der Stoßhaltung bietet. Also machte ich mich auf die Suche nach einer geeigneten Extension für mein aktuelles Queue und kam hier über dieses Forum mit jemandem ins Gespräch, der mir schlussendlich eine 10cm Extension passend zum Queue-Desgin gebaut hat. Geplant war es meinerseits nicht mal unbedingt, die Extension dauerhaft ans Queue zu schrauben, dafür ist die Verschraubung eigentlich auch nicht ausgelegt. Sie sollte eher für die Gelegenheiten schnell zur Hand sein, wo andere (kleinere) Spieler, ihr Queue einfach mal weiter hinten fassen, z. B. bei Bällen, die man mit etwas längerem Schnabel von der Bande spielt (bzw. spielen kann). Das ging bei mir früher einfach nicht und ich musste die Bockhand zwischen Bande und Weiße quetschen.
Durch die Extension merkte ich nun, wie bequem und entspannt man doch am Tisch stehen kann. Ich kann das nur schwer beschreiben, aber es ist einfach ein super Gefühl zu wissen und zu spüren, dass hinter der Hand am Queue noch etwas mehr Queue ist und nicht nur noch der Bumper (wenn du verstehst was ich meine).
Und dieses positive Gefühl schlägt sich massiv auf mein Spiel nieder. Ich spiele aktuell meine bisher beste Saison. Ich bin viel lockerer am Tisch.
Natürlich brauche ich auch nicht ständig die vollen 10 cm der Extension, aber meine Erfahrungen mit 60" Queues habe mir gezeigt, dass mir 5 cm mehr nicht reichen, um dieses beschriebene Gefühl zu erzielen.
Außerdem kann ich mit der Kombination 58" Queue + (kleine) Extension ohne Probleme auf das volle verfügbare Oberteil-Spektrum zurückgreifen, das der Markt bietet. Und ich muss mir keine Sorgen machen, dass das Queue nicht mehr in meinen Köcher passt.


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Re: Verlängerung für Lucasi LTH88

Beitragvon brennpunkt-lupo » 17.12.18 12:25

Meine Sichtweise zum Thema Queue-Länge hab ich schon erklärt, nochmal einen Zusammenfassung in Stichworten:

- meine Sichtweise ist eine ganz einfache: Stecken ausgiebig ausprobieren, wenn irgendwas nicht passt, anderen kaufen

- Realität im Jahr 2018: im Internet was kaufen, was passend ausschaut, das dann kaufen und danach jahrelang rumdoktern mit Verlängerung hinten oder in der Mitte oder auch vorn.

Diese Diskrepanz zwischen meiner Meinung nach sinnvollem Umgang mit dem eigenen Geld und der eigenen Zeit und letztlich auch mit der Qualität des eigenen Billard ist das, was ich beschrieben habe bzw. was ich nicht verstehe. Aber ich kaufe halt auch keine Laufschuhe oder Ski oder Sturzhelme im Internet und wundere mich danach, dass da außer der Optik nix passt.

Nennt mich einen altmodischen Hund aber es gibt meiner Ansicht nach einfach Sachen, die kann ich nicht ohne vorheriges An- bzw. Ausprobieren kaufen. Ich verbringe lieber Zeit damit, in einem Fachgeschäft zu testen als auf drölf Internetportalen nach dem billigsten Angebot zu suchen (dann selbstverständlich ohne jeden Service...) und danach in einschlägigen Foren nach einer Lösung für ein Problem zu suchen, das wahlweise eigentlich keines ist bzw. selbstverschuldet ist. Wie sagt man so schön auf Bayrisch: just my 2 cents...


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