PoolbillardGrundlagen des Cuemackings

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ChDaHa
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Grundlagen des Cuemackings

Beitragvon ChDaHa » 19.03.18 09:21

Guten Morgen Gemeinde,

ich will mir die Grundlagen des Cuemackings aneignen. Allerdings will ich den weg "Handcrafted" einschlagen. Quasi wie die Philippinen ihre Cues bauen. Primär will ich mir mein eigenes Handcrafted Cue bauen. Handcrafted deswegen weil es eine Herrausforderung ist.

Ich habe schon bei 3-4 Quebauer angefragt bezüglich Grundlagen, Aufbau usw. Ziemlich überall bekam ich die gleiche Rückmeldung, "Kauf dir erstmal für 20.000 € Equipment", "ich musste es auch alleine lernen" usw.

Verstehe es nicht ganz. Vielleicht haben Sie bedenken ich reis den Markt an mich :krl:
Egal.

Ich suche das Buch "The Cue Building Book" von Chris Hightower. Das verschicken nach Deutschland hat er mit 124 $ angegeben. Das ist schon heftig.

Bzw. einem Cuebauer, der mir den Grundaufbau eines Queues erläutert.

Über Rückmeldungen würde ich mich Freuen.

MFG
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Re: Grundlagen des Cuemackings

Beitragvon tintin » 19.03.18 10:03

Hi.
Das Buch hatte ich mal, wenn ich mich recht entsinne, sind da kaum Bilder drin.
Hast du schon Youtube versucht, da sind ein paar Videos vom Queuebau.

Gruß, tintin.



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Re: Grundlagen des Cuemackings

Beitragvon ChDaHa » 19.03.18 10:29

Hi,

bin fast 2 Wochen nur am Youtuben. Vielleicht sollte ich mal näher drauf eingehen.

Fragen wären zb.

Wie ist But Sleev Handel und Forarm miteinander verbunden
Was für ein Kleber nimmt man am besten
Wie justier ich das Gewicht
Welche länge sollte But Sleev Handel Forarm als Fertigmass haben
Wann wird der Joint verbaut (ganz zum Schluss wenn das Queue die Endmasse hat oder schon vorher, und warum)
Wieviel aufmaß lässt man bevor man das Queue auf die gewünschte Dicke bearbeitet.
Welche Materialien nimmt man überhaupt nicht.

usw. usw.

MFG
ChDaHa



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Re: Grundlagen des Cuemackings

Beitragvon Oma » 19.03.18 11:03

Hallo,

anbei ein Bild mit englischen Bezeichnungen.

https://en.wikipedia.org/wiki/George_Ba ... _parts.jpg

Grundlagen Englisch: Cuemaking, butt, sleeve, handle, forearm.

Nichts für ungut und viel Spaß noch.

Grüße



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Re: Grundlagen des Cuemackings

Beitragvon brennpunkt-lupo » 19.03.18 11:37

ChDaHa hat geschrieben:Ich habe schon bei 3-4 Quebauer angefragt bezüglich Grundlagen, Aufbau usw. Ziemlich überall bekam ich die gleiche Rückmeldung, "Kauf dir erstmal für 20.000 € Equipment", "ich musste es auch alleine lernen" usw.


Äähm, jetzt mal ganz ehrlich: wenn zu mir jemand käme mit dem Wunsch, das Lautsprecherbauen mit allen Grundlagen (also physikalischen und handwerklichen) erklärt zu bekommen, wäre meine Antwort ähnlich. Bist du Handwerker? Hast du schon mal jemanden ausgebildet oder auch nur einen Praktikanten gehabt? Dann würdest du wissen, was einen das kostet: im Prinzip die Hälfte der Arbeitszeit, die du normal zur Verfügung hast. Und ein Cuemaker arbeitet meist allein. Das heißt wiederum: er müsste die doppelte Arbeitszeit für das Cue berechnen, das er gerade baut, während du ihm zuschaust und Fragen stellst. Das hat nichts mit Konkurrenzangst zu tun sondern mit der Unmöglichkeit, das mal schnell alles zu erklären. Nur mal so als Hausnummer was ich damit meine: ich bin jetzt 53. Habe mit 14 angefangen, Lautsprecher (wie damals üblich) via "trial and error" zu bauen. Das hab ich erstmal ein paar Jahre gemacht, bis mir aufgefallen ist: das ist nicht sinnvoll. Und dann habe ich angefangen, mir die physikalischen Grundlagen anzulesen. So ungefähr 5 Jahre nebenbei zu meinem Broterwerb. Dann habe ich angefangen, per Taschenrechner die ersten Berechnungen mit den vom Hersteller angegebenen Werten zu machen. Irgendwann festgestellt: die Werte stimmen manchmal, oft aber nicht. Gelernt, wie man das selbst misst. Usw..... Mittlerweile baue ich seit rund 10 Jahren professionell Lautsprecher und mächte nicht von mir behaupten, dass ich in dem Bereich alles weiss.... Worauf ich hinauswill: deinen posts entnehme ich, dass du in Sachen Holzbearbeitung noch relativ am Anfang stehst. Du hast vermutlich keine Drehbank oder zumindest eine vernüftige Drechselbank zu Hause. Selbst wenn du jetzt schon Erfahrung mit der Bedienung dieser Geräte hättest, würden vermutlich 5 Jahre beim Cuemaking zuschauen reichen, um dir einen Eindruck zu verschaffen, wie das geht. Aber mehr halt auch nicht. Du musst schon mit dem Anfang anfangen.

Cuemaking, das ist Kunsthandwerk. Ein lebenslanger Lernprozess. Mein Sohn lernt gerade Schreiner, das dauert 3 Jahre. Und, weiss er danach alles über Holz und seine Bearbeitung? Mitnichten. Auch da stelle ich auf meiner Drechselbank oft ganz erstaunliche Dinge fest. Holz ist in meinen Augen das schönste Material, um etwas draus herzustellen. Aber gerade beim Bearbeiten mit Dreh- bzw. Drechselback kommt mir manchmal der Gedanke: du Stück Holz, du bist ja mal eine richtige Sau.....


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Re: Grundlagen des Cuemackings

Beitragvon ChDaHa » 19.03.18 12:07

Hi Lupo

danke für deine ausführliche Antwort.

Wenn du zu mir kämst und fragtest

"wie ist eine Box grundsätzlich aufgebaut" (weiss es nicht genau also nicht festnageln)

wieso sollte ich dran sterben zu sagen

Sie hat ein Hoch / Mittelfrequenz Lautsprecher. Man kann auch den Bass in der Box verbauen. Verschrauben ist besser als verkleben. Evtl. nimmst das xy Holz für eine besser Resonanz. Man kann den Verstärker in der Box integrieren. Die Kunst ist es die kHz/Hz aufeinander abzustimmen, den Richtigen Resonanzraum /Volumen zu finden usw.

Habe ich jetzt mein 20 Jahr angesammeltes wissen Preisgegeben (Wenn ich die hätte)?

Du bist selfmade, wie viele andere auch. Aber das Rad hab ihr nicht erfunden. Ihr hattet auch eure Quellen, Informanten, usw.

Bitte beurteile nicht welche Fähigkeiten ich habe oder auch nicht. Das geht am Thema vorbei.

Ich frage nur Höfflich nach einer Starthilfe. Mehr nicht.

MFG



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Re: Grundlagen des Cuemackings

Beitragvon Oma » 19.03.18 13:34

Hallo,

wenn Du in der Suchfunktion "Kanteln" eingibst, stösst Du (unter anderem) auf einen Thread von 2010, in dem ein User "Cueslammer32" von seinen Erfahrungen berichtet. Er dankt Heino Klosek für die vielen Tips ...

Grüße



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Re: Grundlagen des Cuemackings

Beitragvon ChDaHa » 19.03.18 14:53

Danke für die Info Oma.
Da konnte ich einiges rauslesen. Der Heino Klosek war bereit einem Anfänger ein paar TIpps an die Hand zu geben. Leider sind beide Zeit 2015 nicht mehr aktiv gewesen ;(



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Re: Grundlagen des Cuemackings

Beitragvon brennpunkt-lupo » 19.03.18 15:32

ChDaHa hat geschrieben:Hi Lupo

danke für deine ausführliche Antwort.

Wenn du zu mir kämst und fragtest

"wie ist eine Box grundsätzlich aufgebaut" (weiss es nicht genau also nicht festnageln)

wieso sollte ich dran sterben zu sagen

Sie hat ein Hoch / Mittelfrequenz Lautsprecher. Man kann auch den Bass in der Box verbauen. Verschrauben ist besser als verkleben. Evtl. nimmst das xy Holz für eine besser Resonanz. Man kann den Verstärker in der Box integrieren. Die Kunst ist es die kHz/Hz aufeinander abzustimmen, den Richtigen Resonanzraum /Volumen zu finden usw.

Habe ich jetzt mein 20 Jahr angesammeltes wissen Preisgegeben (Wenn ich die hätte)?

Du bist selfmade, wie viele andere auch. Aber das Rad hab ihr nicht erfunden. Ihr hattet auch eure Quellen, Informanten, usw.

Bitte beurteile nicht welche Fähigkeiten ich habe oder auch nicht. Das geht am Thema vorbei.

Ich frage nur Höfflich nach einer Starthilfe. Mehr nicht.

MFG


Es geht sicher nicht am Thema vorbei, wenn ich aus deinen Aussage schließe, das es schon an den Basics der Holzverarbeitung mangelt. Das Problem an dem oben aufgeführten Beispiel ist: egal wieviel ich dir erkläre, du wirst weiterfragen. Weil es dir nichts bringt, wenn ich dir erkläre, das das benötigte Volumen davon abhängt, wie weit der Frequenzgang nach unten gehen soll, welches VAS das Chassis hat und welche Resonanzfrequenz, ob du ein geschlossenens Gehäuse bauen möchtes oder Reflex oder ein Horn oder eine Kombination aus diesen beiden und warum dieses Chassis für das was du vorhast überhaupt nicht geeignet ist und und und und. Man kommt vom hundertsten ins tausendste und ich weiss ja von dir gar nicht, was du schonmal für Voraussetzungen mitbringst. Anhand deiner Aussagen vermute ich eben schwer, dass du noch keinen Kelch gedrechselt hast oder etwas konisches gedreht. Ergo ist es Unsinn, dir zu erklären, wie du den Schwerpunkt des Cues verlegen kannst. So als Beispiel.


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Re: Grundlagen des Cuemackings

Beitragvon Fitchner » 19.03.18 15:47

Der Herr Klosek baut soweit ich weiß noch Queues, ich hatte ihn vor ungefähr einem Jahr mal angeschrieben und auch Antwort bekommen (nicht sofort, aber Cuemaker und Erreichbarkeit...ähem..)
Die Anfertigungszeit war mir zu lang, aber er hat einen netten Eindruck gemacht und du willst dir ja eh nichts bauen lassen.

http://www.jk-queue.de/ ist seine Homepage.

Was Youtube angeht: Ich selbst hab keine Ambitionen was Queuebau angeht, aber trotzdem den Kanal von Bob Dzuricky abonniert, weil es mich prinzipiell interessiert und mir da ein paar Videos gefallen haben. Kann ich auch empfehlen.

Meine Eindrücke des Handwerks waren wie folgt:
- Es dauert z. T. SEHR lange, eine gute Qualität reproduzieren zu können
- man macht es nicht des Geldes wegen, weil man da nicht wirklich viel verdient. Wenn überhaupt.
- Die Konkurrenz ist nicht so klein wie man das vllt. gerne hätte und man muss schon etwas investieren wenn man's richtig gut machen will. Falls es warum auch immer NICHT richtig gut wird, geht man eh unter.
- Als Hobby scheint es mir daher relativ ungeeignet, aber nicht unmöglich

(Ich will dich ja nicht demotivieren, aber prinzipiell seh ich das so wie Lupo. Das hat nix mit deiner Person zu tun und ich denke er hat da auch nix persönlich gemeint)

P.S.: Du kannst es ja wie Michelangelo und fast alle Wissenschaftler machen und erstmal das Objekt des Interesses sehr genau zerlegen...schnapp dir ein schickes Queue und schau was drin ist, wo es drin ist, wie es verbunden ist... ;)


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Re: Grundlagen des Cuemackings

Beitragvon tintin » 19.03.18 18:59

Nun hat ChDaHa gesagt, dass er sich sein eigenes Queue bauen möchte, von einer Produktion ist ja nicht die Rede.
Das ist in der Tat auch sehr schwierig, denn auch ich kenne ein paar Queuebauer in D, die mehr oder weniger unbekannt sind und die keine auskömmlichen Preise für Ihre Produkte nehmen können.

Das sich jemand mit ein wenig Geschick sein eigenes Queue zusammen baut habe ich auch schon mitbekommen. Spricht auch nichts gegen.

Wenn du tiefer einsteigen willst, solltest du dir die Einzelteile kaufen und selbst zusammen setzen und so nach und nach dazulernen. Ist aber kostenintensiv.

Gruß, tintin.



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Re: Grundlagen des Cuemackings

Beitragvon Oma » 19.03.18 19:22

Hallo,

in den einschlägigen Katalogen Billardzubehör sind diese ganzen Teile doch gar nicht so teuer?
Wenn man sich die Preise auf z.B. edelholzhandel.com, feinesholz.de, espen.de usw. für abgelagertes, trockenes Queue-Material anschaut: Das ist preislich nicht so schlimm.

Was ich NIE verwenden würde, sind Sachen, die unter Artenschutz stehen.
Aber diese Debatte ist hier ja schon rauf und runter dekliniert worden.

Und wie heißt es so schön:

Ein Queue vom Holz der Latschenkiefer
wird mit Gebrauch zusehends schiefer.

Zum Quälen einer Drehbank würde ich mir auch erst mal einen Baumarkt-Schaufelstil einspannen. Der schreit nicht so laut.



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Re: Grundlagen des Cuemackings

Beitragvon holli » 19.03.18 21:41

Laut Thread-Titel will er hier doch garnicht für Lau das Wissen erfahrener Queuebauer abstauben, um selbst ein „Cue zu maken“, sondern einfach nur wissen, wie er Macken in ein Queue bekommt...


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Re: Grundlagen des Cuemackings

Beitragvon ChDaHa » 20.03.18 07:38

tintin hat geschrieben:Nun hat ChDaHa gesagt, dass er sich sein eigenes Queue bauen möchte, von einer Produktion ist ja nicht die Rede.
Das ist in der Tat auch sehr schwierig, denn auch ich kenne ein paar Queuebauer in D, die mehr oder weniger unbekannt sind und die keine auskömmlichen Preise für Ihre Produkte nehmen können.

Das sich jemand mit ein wenig Geschick sein eigenes Queue zusammen baut habe ich auch schon mitbekommen. Spricht auch nichts gegen.

Gruß, tintin.



Danke. Hab ich mich wohl doch nicht falsch ausgedrückt.

brennpunkt-lupo hat geschrieben:
ChDaHa hat geschrieben:Hi Lupo

danke für deine ausführliche Antwort.

Wenn du zu mir kämst und fragtest

"wie ist eine Box grundsätzlich aufgebaut" (weiss es nicht genau also nicht festnageln)

wieso sollte ich dran sterben zu sagen

Sie hat ein Hoch / Mittelfrequenz Lautsprecher. Man kann auch den Bass in der Box verbauen. Verschrauben ist besser als verkleben. Evtl. nimmst das xy Holz für eine besser Resonanz. Man kann den Verstärker in der Box integrieren. Die Kunst ist es die kHz/Hz aufeinander abzustimmen, den Richtigen Resonanzraum /Volumen zu finden usw.

Habe ich jetzt mein 20 Jahr angesammeltes wissen Preisgegeben (Wenn ich die hätte)?

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Bitte beurteile nicht welche Fähigkeiten ich habe oder auch nicht. Das geht am Thema vorbei.

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Es geht sicher nicht am Thema vorbei, wenn ich aus deinen Aussage schließe, das es schon an den Basics der Holzverarbeitung mangelt. Das Problem an dem oben aufgeführten Beispiel ist: egal wieviel ich dir erkläre, du wirst weiterfragen. Weil es dir nichts bringt, wenn ich dir erkläre, das das benötigte Volumen davon abhängt, wie weit der Frequenzgang nach unten gehen soll, welches VAS das Chassis hat und welche Resonanzfrequenz, ob du ein geschlossenens Gehäuse bauen möchtes oder Reflex oder ein Horn oder eine Kombination aus diesen beiden und warum dieses Chassis für das was du vorhast überhaupt nicht geeignet ist und und und und. Man kommt vom hundertsten ins tausendste und ich weiss ja von dir gar nicht, was du schonmal für Voraussetzungen mitbringst. Anhand deiner Aussagen vermute ich eben schwer, dass du noch keinen Kelch gedrechselt hast oder etwas konisches gedreht. Ergo ist es Unsinn, dir zu erklären, wie du den Schwerpunkt des Cues verlegen kannst. So als Beispiel.


Du hast recht, das sagt mir nicht ganz so viel. Aber ich hätte jetzt Schlagwörter wo ich mit arbeiten könnte. Ich will nichts auf den Silbertablett bekommen. Nur ein happen wo ich mit arbeiten kann. Den hat jeder von euch bekommen.

Ein Professor sagte immer: "Man muss nicht alles Wissen, man muss nur wissen wo es steht"

Du hast recht, ich habe noch nie gedrechselt. Aber Konuse gehobelt, möbel gebaut, Dächer usw. Ich will nicht mit einer CNC arbeiten. Ich will alles weitesgehend mit der Hand (Handcrafted) machen. Inlay , Points. Will auch weitesgehend alles aus Holz machen. Das ist ein Projekt das bestimmt mehrere Monate, Jahre geht bis es sitzt. Deswegen auch HOBBY

Ein Einfaches

But und Handel werden über Holz in Holz Verbindung gebaut (so Art Holzdübel). 50 mm Zapfen ist ratsam. Ebenso Handel Forarm. Je nach spezifischem Gewicht des Holzes kann man das Holz auch Coren um das Gewicht zu reduzieren. Dazu sollte man Holz xy als Kern nutzen. Für die Balance kann man zwischen But und Handel oder Handel und Forarm eine Schraube setzen. Je nach dem ob Kopf oder Hecklastig. Auch kann man im But eine schraube setzen die man variabel einstellen kann. Ich würde empfehlen mit xy Holz zu starten weil es sich gut bearbeiten lässt und nicht so anfällig ist.

Aber anscheinend ist das schon zuviel Preisgabe des Now Hows

mfg



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Re: Grundlagen des Cuemackings

Beitragvon brennpunkt-lupo » 20.03.18 09:10

Ich probier es nochmal. Wieder ein Beispiel aus dem Lautsprecherbau, weil ich noch nie ein ganzes Cue selbst gebaut habe.

Natürlich kann ich dir auf die Schnelle ein paar Eckdaten bzw. Vorgehensweisen erklären, das geht schon. Aber ich werde dir am Ende des Vortrags sagen: so geht es in der Theorie. Meine knapp 40 Jahre Praxis haben mir aber wieder und wieder gezeigt: In der Akustik ist vieles meßbar, aber unser Gehör ist unbetrügbar. Es gibt viel zu viele Variablen im echten Leben. Der Raum, in dem der Lautsprecher steht. Wo in dem Raum du die Lautsprecher hinstellst. Welche Elektronik dranhängt. Welche Musik du bevorzugst. Es gibt Modelle zu solchen Schwingungskörpern, wie sie Lautsprecher darstellen. Da muss man natürlich von idealen äußeren Bedingungen ausgehen. Allein die hast du schon in echt niemals oder nur durch extremen Zufall. Und bei einer Änderung kommen andere Ergebnisse zustande. Und man kann nicht berücksichtigen, das die Membran sich nicht ideal kolbenförmig bewegt, sondern diese Dinger verbiegen sich in sich. Wenn man sie so baut, dass sie sich nicht verbiegen, sind sie so schwer, dass sie zu langsam schwingen... Ergo: vergiss ganz viel (natürlich nicht alles) theoretisches.

Um zum Cuemaking zurückzukommen: wie Fitchner schon schreibt, kann man durch zerlegen eines Cues, das Spieleigenschaften hat, die einem liegen, schonmal viel lernen. Welches Gewicht hat das Teil, wo ist der Schwerpunkt etc. Dann such dir ein Holz aus, dass dir gefällt. Und dann leg los. Ich werde das irgendwann auch mal versuchen, weil ich ein Holz gefunden hab (Eibe), das so unfassbar genial ausschaut, dass ich keine points etc. und auch kein Griffband brauchen würde. Damit würde ich anfangen. Mit einem gecorten 6-Pointer anzufangen halte ich für.... äääh ambitioniert. Vor allem von Hand gehobelt (der musste jetzt sein bei der Vorlage...)


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