SnookerJohn Higgins gewinnt hochdramatisches Finale

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Klaus
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John Higgins gewinnt hochdramatisches Finale

Beitragvon Klaus » 24.01.06 02:13

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Um 0:45 Uhr MESZ konnte der 30-jährige Schotte John Higgins die Faust des Siegers in die Höhe recken. Nach einem enorm spannenden Finale auf absoluten Weltklasseniveau hatte Higgins seinen Kontrahenten, den Lokalmatador Ronnie O’Sullivan, mit 10-9 geschlagen und sich somit den Platz in den Geschichtsbüchern gesichert, denn Higgins ist der letzte Masters-Champion, der im Wembley Conference Centre zu London gekrönt wurde, da die Spielstätte demnächst abgerissen wird.
Für John Higgins war es nach 1999 der zweite Masters-Sieg in der 32.Auflage des tradionsreichen Turniers, zugleich konnte sich der Schotte für die Finalniederlage im Vorjahr gegen O’Sullivan revanchieren. Auch finanziell war die Nachtschicht ertragreich, 125.000 englische Pfund brachte der Finalsieg.


Zu Beginn wurde Ronnie O’Sullivan seinem Spitznamen mehr als gerecht. “The Rocket” zündete die Triebwerke, lag nach zwei vernichtenden Century-Breaks (139 und 138 Punkte) bereits mit 3-0 Frames in Front. Doch Higgins nahm den Fehdehandschuh auf, kämpfte sich in die Partie zurück und lag seinerseits nach der ersten Session mit 5-3 in Front. Anschließend verlief das Spiel in gleichen Bahnen, jeder holte zwei Frames am Stück, bis es 7-7 stand. Danach stieg die Spannung und Dramatik mit jedem neuen Frame ein Stückchen weiter an, im 16.Frame vergab John Higgins die Riesenchance auf das vielleicht vorentscheidende 9-7. O’Sullivan ließ sich nicht zweimal bitten, zog zum 8-8 gleich und ging wenig später mit 9-8 erstmals seit dem fünften Frame wieder in Führung. Aber der Schotte, auch “Wizard of Wishaw” genannt, konnte erneut ausgleichen und es ging in den alles entscheidenden, letzten 19.Frame. Und der Titelverteidiger legte eindrucksvoll vor, 60-0 stand es, ehe Higgins zum ersten Mal an den Tisch kam. Aber er hatte seine Nerven voll im Griff, spielte unter anderem zwei absolute Wahnsinnsbälle auf die Mitteltaschen und schaffte mit einer sog. Clearence (so wird das Abräumen des Tisches genannt) den Frame- und somit auch verdient den Match-Erfolg.


2700 Zuschauer im Wembley Conference Centre feierten anschließend beide Spieler mit Standing Ovations und das auch völlig zurecht, denn dieses Finale war allerbeste Werbung für den Snooker-Sport. Das Masters scheint indes das Turnier schlechthin für Finalspiele über die volle Distanz zu sein, denn das Duell Higgins-O’Sullivan war das fünfte Finale seit 1998, das über die komplette Anzahl an Frames ging.


Wo in Zukunft nun das Masters ausgestragen wird, ist völlig offen. Der gesamte Bereich um das neue Wembley-Stadion in London wird neu bebaut, insofern musste auch das Conference Centre weichen. [fussball-forum]

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