Billard isoliert als Sport zu betrachten stößt bei einigen auf Unverständnis. Auf rein körperlicher Ebene kann ich einige gymnastische Komponenten erkennen, die den muskuloskeletalen Apparat durchaus etwas kräftigen. Auge-Hand-Koordination steht im Vordergrund. Kompetitives Billard bedarf einer ordentlichen Vorbereitung, die auch die körperliche Fitness einschließen sollte, um die Ausdauer sowohl körperlich als auch geistig zu verbessern.
Gibt es bei euch körperliches Ergänzungstraining? Generell (auch für den Alltag) mache ich regelmäßig Krafttraining und gehe laufen (etwas längere Strecken). Krafttraining hat den Nachteil ab einer gewissen Intensität, dass der Muskeltonus passager steigt und leichte dysbalancierende Verspannungen auftreten können, die den sauberen Stoß behindern sowie das Stoßgefühl verändern können. Mit Massagen sowie ausreichender Regenerationsphasen lässt sich dem z,B. begegnen.
Welche Erfahrung habt ihr diesbezüglich gemacht und wo seht ihr die Grenzen des Nutzens bzw. wann hat es eher Nachteile für die Billardbiomechanik, wenn die Schwerpunkte kontraproduktiv ambitioniert sind?
Ausgleichs-/Ergänzungstraining zum Billard (und die Grenzen)
Moderator: Moderatoren
- OscarTheFish(p@k)
- Traumsenker

- Beiträge: 1700
- Registriert: 21.03.19 11:41
- Reputation: 352
- Name: P
- Playing cue: Lucasi LHT76 mit Predator REVO 11,8 mm sowie Cuetec Cynergy 10,5 mm
- Tip: Kamikaze Elite S
- Break Cue: Predator BK Rush / Bilston Knickerbockerglory Cue / Dark Horse pink/schwarz Custom
- Jump Cue: Lucasi Air Hog modifiz. / Meucci Pogo Jump / Dark Horse pink/schwarz Custom / Mammoth CF
- Wohnort: Berlin
- Kontaktdaten:
-
chrislill
- Kreideholer

- Beiträge: 8
- Registriert: 26.05.26 11:22
- Reputation: 3
- Name: Christian Lill-Rastern
- Playing cue: Sonderanfertigung 100%%Vollkarbon
- Tip: Miniserie eines US Amerikaners
- Break Cue: XTREME mit Sonderanfertigung Carbon Vorderteil
Re: Ausgleichs-/Ergänzungstraining zum Billard (und die Grenzen)
Körperliche Fitness ist inzwischen auch in Billard entscheidend (siehe Albin und Jasmin Ouschan aber auch früher: Earl Strickland, Thorsten Homann,...). Krafttraining ist gegenüber Ausdauertraining sicher eher ein Nachteil (Gründe hast Du ja genannt). Ich habe daneben mit Atemtechnik nach Wim Hof experimentiert (als Instruktor) und Teil unserer Trainingseinheiten insbesondere bei den Jugendlichen sind auch Dehnungsübungen und diverse Koordinationsübungen.
- Billard-Praxis
- Cupteilnehmer

- Beiträge: 2295
- Registriert: 06.05.10 00:00
- Reputation: 1100
- Name: Alter Hase
- Playing cue: Meucci 97-27
- Tip: Kamui Brown Soft by Michi
- Break Cue: Audrick / Philipinnes
- Jump Cue: Sold
Re: Ausgleichs-/Ergänzungstraining zum Billard (und die Grenzen)
Wie z.B. Tische absaugen, Kugeln polieren, Müll raustragen, Leergut sammeln etc.??
Oder vor Spielbeginn erstmal zum Boxtraining schicken.
Und lass Earl und Toastie aus dem Spiel!
( ====Meucci===Originals==--------------------------
- joshua70
- * BA-Ikone *

- Beiträge: 5296
- Registriert: 20.08.07 00:00
- Reputation: 608
- Playing cue: McWorter 1883, Cem Cocobolo 1/1 Sixpointer
- Tip: Wizard
- Break Cue: Cuechanger
- Jump Cue: Cuechanger Concept Jumper
- Wohnort: Baden
Re: Ausgleichs-/Ergänzungstraining zum Billard (und die Grenzen)
Ein Ausgleichssport zum Ausgleichssport?
Die Bereitschaft hierfür habe ich jeden Tag um 25 Uhr
Die Bereitschaft hierfür habe ich jeden Tag um 25 Uhr
Alles eine Frage des Glaubens. Ich glaube... ich nehm noch n Bier...
- treffgarnix
- Billardidol

- Beiträge: 3831
- Registriert: 09.11.11 00:00
- Reputation: 980
- Name: Michael
- Playing cue: IQ
- Tip: Spielqueues: Triangel oder Elkmaster Breakqueue: Bulletproof
- Break Cue: IQ
- Jump Cue: McDermott "Flower Power"
Re: Ausgleichs-/Ergänzungstraining zum Billard (und die Grenzen)
Ich bin kein Trainingsexperte, aber stelle vermehrt in den letzten Monaten fest, dass ein möglichst spannungsfreies Mindsetting stark mit guter Leistung am Tisch korreliert. Von daher möchte ich als allgemeinen Begriff für eine Trainigsmethode "mentale Fokusierung" nennen.
Als Einstein Examina abnahm, fragte ihn einmal ein Student: "Sie stellen in diesem Semester ja genau die gleichen Fragen wie beim letzten Mal." Darauf Einstein: "Das ist wahr. Nur die Antworten sind diesmal anders."
- nussbaumer1990
- Ausschießer

- Beiträge: 1246
- Registriert: 09.04.11 00:00
- Reputation: 162
- Name: Daniel Nussbaumer
- Playing cue: Cuechanger Naturals II Bocote
- Tip: G2 M
- Break Cue: Cuechanger Concept Breaker Wenge
- Jump Cue: Cuechanger Concept Jumper Granadillo & Burmese Blackwood
- Wohnort: Wien, Österreich
Re: Ausgleichs-/Ergänzungstraining zum Billard (und die Grenzen)
Ich habe letztes Jahr im September die Diagnose Bandscheibenvorfall erhalten. Nach Rücksprache und intensiver Therapie mit einem Physiotherapeuten war keine Operation nötig und gegen Ende der Therapie haben wir manche Übungen auch speziell für den Billardsport adaptiert.
Grundsätzlich ist eine allgemeine körperliche Fitness und Ausdauer immer von Vorteil, da man länger körperlich und in Folge auch mental fokussierter agieren kann.
Mir persönlich ist aufgefallen, dass vor allem das Training der unteren Rumpfmuskulatur sehr förderlich ist, um über einen längeren Zeitraum am Tisch die körperliche Stabilität zu gewährleisten. Yoga und Pilates kommen hier in den Sinn, weiters kommt man um regelmäßige Dehn- und Regenerationsübungen nicht herum.
Bei Krafttraining würde ich Beintraining zwar wichtiger einordnen als Oberkörpertraining, allerdings ist zumindest für das Break eine gewisse Power nötig, was man widerum nur bis zu einem gewissen Grad mit Technik und Material kompensieren kann.
Grundsätzlich ist eine allgemeine körperliche Fitness und Ausdauer immer von Vorteil, da man länger körperlich und in Folge auch mental fokussierter agieren kann.
Mir persönlich ist aufgefallen, dass vor allem das Training der unteren Rumpfmuskulatur sehr förderlich ist, um über einen längeren Zeitraum am Tisch die körperliche Stabilität zu gewährleisten. Yoga und Pilates kommen hier in den Sinn, weiters kommt man um regelmäßige Dehn- und Regenerationsübungen nicht herum.
Bei Krafttraining würde ich Beintraining zwar wichtiger einordnen als Oberkörpertraining, allerdings ist zumindest für das Break eine gewisse Power nötig, was man widerum nur bis zu einem gewissen Grad mit Technik und Material kompensieren kann.
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten.