Corey Deuel Breaks

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8ballpool
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Corey Deuel Breaks

Beitrag von 8ballpool »

Hallo zusammen,
ich habe in letzter Zeit aus unerfindlichen Gründen Probleme beim 8 Ball Break, und zwar fällt viel zu oft nix. Wenn auch eher in unteren Ligen unterwegs, ist das für mich natürlich ein erheblicher Nachteil wenn man dem Gegner den Tisch schön aufschießt und der dann übernehmen kann. Bin noch nicht ganz dahinter gekommen, woran das auf einmal liegt, aber habe mich dann etwas mit Breaks bei Youtube beschäftigt und da ist ja Corey Deuel eine gute Adresse, der gerne mal mit eher ungewöhnlichen Ansätzen experimentiert.

Hier hat mir besonders dieses Break gut gefallen:
https://www.facebook.com/share/r/17gx6VQiC2/

Leider wird es nicht so richtig erklärt, vielleicht kann mir jemand mit etwas mehr Sachverstand die Physik dahinter erklären. Also wenn ich es richtig verstehe, sollte man die erste Kugel (entgegen der eigentlichen Grundregel "so voll wie möglich treffen" eher seitlich rechts treffen, damit sie nach links gedrückt wird und Richtung Mitteltasche läuft. Die zweite Kugel läuft ebenfalls Richtung Mitteltasche, so wie es auch beim "normalen" 8 Ball Break sein sollte. Wenn ich das richtig verstehe, hat man also eine verbesserte Chance, dass sowohl die erste Kugel, als auch die dahinter, oder sogar beide, wie im Video, in die Mitteltasche fallen.
Was ich nur abschätzen kann, sind der Punkt von wo aus man die Weiße spielt, und die Stoßstärke.

Ich habe das Break selbst mal ausprobiert und es ist häufig tatsächlich die erste Kugel gefallen, dass die erste und die dahinter beide gefallen sind, habe ich nicht geschafft. Was mir aufgefallen ist, war dass das Dreieck allerdings oftmals nicht gut aufgeht und man sich danach oftmals in einer Art 14.1 Situation befindet, d.h. man muss die verfügbaren Kugeln nutzen, um beim Lochen das Dreieck weiter aufzuschießen, was natürlich immer ein Risiko darstellt. Vielleicht kann mir da einer bissl mehr dazu sagen, wie dieses Break zu verstehen ist.
Ein Vorteil wäre womöglich, dass der Tisch nicht ganz so offen ist, wenn beim Break mal nichts fällt und die Wahrscheinlichkeit dass der Gegner ausschießt, dann nicht so hoch ist. Ist ja eigentlich in den unteren Ligen gar keine so schlecht Idee, wenn man den Gegner erst mal ein paar Kugeln machen lässt und dann einen deutlich leereren Tisch übernimmt, wenn der irgendwann nicht weiterkommt (funktioniert auf hohem Spielnvieau nicht!)

grüße Tobias
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tintin
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Re: Corey Deuel Breaks

Beitrag von tintin »

Man darf dabei nicht außer :vol: lassen, das Corey ein absoluter Meister darin ist, schwierige und eng liegende Bilder abzuarbeiten. Nicht umsonst hat er das Softbreak im 9-Ball "erfunden", bei dem die Bälle meistens in der unteren Tischhälfte verbleiben und der Spieler ganz kurze aber enorm präzise Stöße machen muss.
Da der normalsterbliche Spieler aber mit solchen Bildern eher Probleme hat, denke ich, dass du nur eine klare 50/50 Gewinnchance mit dem soften 8-Ball Break produzierst, also rein rechnerisch würdest du dadurch deine Siegchancen eher verringern im Gegensatz zu einem Break mit mehr Dynamik bei dem du häufiger eine Kugel versenkst und dadurch den großen 8-Ball Vorteil erringen kannst, die bessere Farbgruppe zu wählen.
(Denn bei Coreys Break sind ja meistens nur zweite "schlechte" Ballgruppen am Tisch).

Anders ist es natürlich bei einem größeren Niveauunterschied, da sollte der bessere Spieler wenig Probleme haben sich erfolgreich durchzusetzen, wenn nach dem Break viele Probleme liegen. Probiere ich demnächst mal aus, allerdings nicht mit meinem Trainingspartner, der würde mich dafür vermutlich bestrafen. :ung:

Gruß, tintin.
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joshua70
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Re: Corey Deuel Breaks

Beitrag von joshua70 »

Mal davon abgesehen, dass ich nicht restlos davon überzeugt bin, dass es in "unteren" Ligen Sinn macht, den Tisch vorneweg zu spielen (kaum jemand kann da kontinuierlich An-/ Aus- Platten schießen, versucht es aber meist dennoch), sollte man sich vor allem weg fragen, was man denn gerne erreichen möchte mit dem Break. Will man einfach, dass was fällt oder sucht man bestimmte offene oder weniger offene Bilder (bei starken Gegnern, um sich eine Chance zu erhalten).

Die höchste Wahrscheinlichkeit hat vermutlich die 2.Reihe auf die Mitteltaschen. Das ist auch die Variante, die die meisten Pros unter normalen Umständen bevorzugen. Kommt das Break nicht so konstant, gehen viele auch zur Seite, was dann bei vollem Treffpunkt des vordersten Balls eine ungleichmäßige Verteilung ergibt- das widerum senkt die Wahrscheinlichkeit eines Aus- Tisches und schafft mehr Cluster, die man in Safes einbauen kann.

Ralph Eckert hat das 8- Ball Break mal gut beschrieben. Man fängt auf dem Mittelpunkt der KOpflinie mit gewohnter Stoßstärke an und beobachtet, was die zweite Reihe macht. Sind die Bälle z ukurz oder zu lang? Zu kurz, bekommen sie zu wenig Druck, zu lang bekommen sie zu viel.
Man könnte das nun über die Stoßstärke regulieren, wovon ich aber nicht so viel halte. Die gewohnte Stoßstärke ist die replizierbarste. Wenn man dann in vom Mittelpunkt in kleinen Schritten zur Seite weicht (immer die vorderste voll treffen), erhöht sich der Druck auf die eine Seite der zweiten Reihe, während sich der Druck auf die andere Seite reduziert. So kann man sozusagen mit immer gleicher Stoßstärke mehr oder weniger "Gas" geben.

Die Ergebnisse variieren natürlich von Tag zu Tag und Tisch zu Tisch. Man erhält aber eine Art Methodik, um sich dem Optimum anzunähern.
Ich bin kein 8- Ball- Freund, aber dennoch- wenn ich es mal spiele- bin ich nicht so dafür, mit maximaler Energie zu breaken. Die Kugel trennen sich, laufen aber in vielen Fällen auch wieder über die Banden zusammen, was unnötige Cluster ergibt.
Alles eine Frage des Glaubens. Ich glaube... ich nehm noch n Bier...
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Re: Corey Deuel Breaks

Beitrag von Oleg07 »

Den richtig guten Spielern, brache ich ja nicht zu sagen.
Allen anderen kann ich nur raten, mehr auf die Stoß und Treffqualität zu achten, als auf alles andere!
Maximal so fest, wie es sauber zu kontrollieren ist und immer zentral die erste Kugel treffen. Möglichst das Ganze ohne Effet und vor allem sauber. Auf dieser Basis, kann ich mich ran tasten und im besten Fall, fällt eine Kugel, ist alles gut verteilt und die Weiße ist mindestens nicht gefallen oder liegt irgendwo tot.
Auch für Leute, die nicht immer offene Bilder ausschießen, ist es auch ein Vorteil aussuchen zu können!
Deshalb schlechter anzustoßen ist, ist keine Option.

Auch wenn das alles sehr simpel erscheint, so ist es das nicht. Einen geraden und sauberen Stoß zu machen ist viel schwieriger, als die Meisten glauben.

Bei Deuel im Video, ist es übrigens ein 8 oder 7 Fuß Tisch, wenn mich meine Optik nicht täuscht. Da ist ein erfolgversprechendes Break wesentlich leichter!
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mikkes
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Re: Corey Deuel Breaks

Beitrag von mikkes »

joshua70 hat geschrieben: 17.11.25 10:25 Ralph Eckert hat das 8- Ball Break mal gut beschrieben. Man fängt auf dem Mittelpunkt der KOpflinie mit gewohnter Stoßstärke an und beobachtet, was die zweite Reihe macht. Sind die Bälle z ukurz oder zu lang? Zu kurz, bekommen sie zu wenig Druck, zu lang bekommen sie zu viel.
Man könnte das nun über die Stoßstärke regulieren, wovon ich aber nicht so viel halte. Die gewohnte Stoßstärke ist die replizierbarste. Wenn man dann in vom Mittelpunkt in kleinen Schritten zur Seite weicht (immer die vorderste voll treffen), erhöht sich der Druck auf die eine Seite der zweiten Reihe, während sich der Druck auf die andere Seite reduziert. So kann man sozusagen mit immer gleicher Stoßstärke mehr oder weniger "Gas" geben.
Das ist eine schöne Referenz, die ich auch erwähnt hätte.
Lässt sich übrigens auch sehr gut auf das 10-Ball Break replizieren, da auch dort die zwei Kugeln aus der zweiten Reihe die Kugeln mit der höchsten Fall-Wahrscheinlichkeit sind.
Great players make great shots and make them look easy.
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