TrainingBillard und die Psychologie - Techniken?!

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Sharivari
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Re: Billard und die Psychologie - Techniken?!

Beitragvon Sharivari » 18.07.18 00:09

LochNess hat geschrieben:also...
beim letzten Turnier lief es besser.
Hab zum Einspielen 3 Bretter Equal Offense weggespielt. aber nicht einfach locker drauf los gespielt, sondern schon hochkonzentriert als wäre das auch schon das Turnier. Danach noch 9 Ball gegen mich selbst. Das hat dazu geführt, dass ich von Anfang an schon im Turniermodus war und das erste Spiel auch direkt viel besser lief und ich voll da war. Hab am Ende zwar verloren, aber das lag eher daran, dass ich gegen nen viel, viel stärkeren Gegner gespielt hab, weniger an meinem Spiel.
Die restlichen Spiele liefen auch sehr gut. Hab auch ein wenig mein System (Stellung zum Tisch und Haltung des Queues) justiert. und ganz generell merke ich auch (das hat sich im Training schon angedeutet), dass ich wieder nen Tacken besser geworden bin. Jedenfalls werde ich diese Art von Warmspielen auch das nächste Mal versuchen, letztes mal hat es geklappt, daher bilde ich mir mal ein, dass es auch in Zukunft so klappen wird.


Gern geschehen :zun:



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Yasokool
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Re: Billard und die Psychologie - Techniken?!

Beitragvon Yasokool » 18.07.18 08:31

@lochness...

Freut mich für dich, dass es geklappt hat und du was gefunden hast, dass dich schneller "ins spiel" bringt...
Jetzt brauchst du nur noch dein festes Ablaufchema zusammenstellen und es ritualisieren und dem nächsten Turniersieg steht nichts mehr im Wege... :zuf: :bin: :sie:


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LochNess
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Re: Billard und die Psychologie - Techniken?!

Beitragvon LochNess » 18.07.18 09:21

Yasokool hat geschrieben:@lochness...

Freut mich für dich, dass es geklappt hat und du was gefunden hast, dass dich schneller "ins spiel" bringt...
Jetzt brauchst du nur noch dein festes Ablaufchema zusammenstellen und es ritualisieren und dem nächsten Turniersieg steht nichts mehr im Wege... :zuf: :bin: :sie:


immer schön realistisch bleiben :D

Added in 4 minutes 13 seconds:
Sharivari hat geschrieben:
LochNess hat geschrieben:also...
beim letzten Turnier lief es besser.
Hab zum Einspielen 3 Bretter Equal Offense weggespielt. aber nicht einfach locker drauf los gespielt, sondern schon hochkonzentriert als wäre das auch schon das Turnier. Danach noch 9 Ball gegen mich selbst. Das hat dazu geführt, dass ich von Anfang an schon im Turniermodus war und das erste Spiel auch direkt viel besser lief und ich voll da war. Hab am Ende zwar verloren, aber das lag eher daran, dass ich gegen nen viel, viel stärkeren Gegner gespielt hab, weniger an meinem Spiel.
Die restlichen Spiele liefen auch sehr gut. Hab auch ein wenig mein System (Stellung zum Tisch und Haltung des Queues) justiert. und ganz generell merke ich auch (das hat sich im Training schon angedeutet), dass ich wieder nen Tacken besser geworden bin. Jedenfalls werde ich diese Art von Warmspielen auch das nächste Mal versuchen, letztes mal hat es geklappt, daher bilde ich mir mal ein, dass es auch in Zukunft so klappen wird.


Gern geschehen :zun:


habs dir ja schon via PN geschrieben, aber auch hier noch mal: vielen dank für die tipps
außerdem warte ich schon gespannt auf die nächste podcast folge :)



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Re: Billard und die Psychologie - Techniken?!

Beitragvon Titleist » 18.07.18 09:39

Vor einem möglichen Trugschluß möchte ich warnen: Es ist nicht gesagt, dass es das nächste Mal trotz Einspielen genauso verläuft. Bekanntlich ist es ja immer sehr abhängig von der Tagesform. Ich habe (wenige) Tage, wo alles läuft. Dann habe ich Tage, wo es normal läuft (die meisten). Und dann noch die ganz schlechten Tage.

Nur mal so zur Vorwarnung, um eventuellen Enttäuschungen vorzubeugen.

Es ist sicher besser, wenn man sich vor einem Turnier einspielt. Und ich bin davon überzeugt, dass das langfristig eine Verbesserung bringt. Aber vielleicht nicht ganz so dramatisch und nur graduell.

Ich habe bei mir selbst auch festgestellt, dass an einem durchschnittlichen Tag eine Einspielzeit von ca. 15-45 Minuten optimal ist. Weniger ist definitiv schlecht. Deutlich mehr kann aber bei mir auch zu einem Abfall der Leistung während des eigentlichen Spiels führen. Das beobachte ich jetzt schon lange, wobei ich auch meine ca. 3-stündigen Übungssessions in Excel notiere. Nicht jeder Tag ist gleich, aber mein Peak ist meist so ca. 30 Minuten nachdem ich beginne und hält dann ca. 1-2 Std. an. Ist auch nicht immer gleich, aber das ist in doch deutlichen statistischen Mehrheiten der Fall. Und "Peak" heisst jetzt auch nicht, dass ich fantastisch spiele. Nur eben besser als in der restlichen Session.



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Re: Billard und die Psychologie - Techniken?!

Beitragvon lcaa » 04.03.19 20:20

LochNess hat geschrieben:Hab zum Einspielen 3 Bretter Equal Offense weggespielt. aber nicht einfach locker drauf los gespielt, sondern schon hochkonzentriert als wäre das auch schon das Turnier.


Welche SKS??



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Re: Billard und die Psychologie - Techniken?!

Beitragvon LochNess » 02.04.19 14:11

ich habe am wochenende das pool masters gesehen und eine interessante aussage von alex lely gehört.
der hat auf die frage, was er macht, wenn es so gar nicht läuft im spiel, gesagt, dass er sich für die nächsten 5 minuten vornimmt, alles was bisher war, vor allem das negative, auszublenden. er sagt zu sich selbst, "komm, die nächsten 5 minuten werden wieder gut, da spielst du jetzt mal gut, nur 5 minuten lang". und aus diesen 5 minuten können dann eben 10 werden, 20, .... und so ziehe er sich aus einem temporären tief wieder raus.
ich dachte mir, das probierst du mal im nächsten turnier aus, vor allem, weil ich schon auch so ein mensch bin, der sich schnell ärgert, wenn ich nicht das abrufe, was ich eigentlich kann...

also, noch am sonntag direkt ein turnier gespielt. erstes spiel lief super. zweites spiel ging gut los, aber durch ein paar dumme eigene fehler hab ich meinen gleichstarken gegner wieder rankommen lassen. die führung hab ich aus der hand gegeben und ich drohte mich wieder kaputt zu ärgern und dadurch den fokus zu verlieren.
dann hab ich mich an lelys worte erinnert und beim stand von 3-4 aus meiner sicht zu mir gesagt: ok, also die nächsten 5 minuten positiv, egal, was war. und siehe da... es hat funktioniert. ich hab ausgeglichen. und am ende das spiel auch noch gewonnen.

vielleicht war die lely-methode auch nur ein placebo. aber mir hat es in diesem moment geholfen. habs dann noch richtig weit im turnier geschafft. mal sehen, wie es in zukünftigen turnieren so ist. muss sicherlich nicht immer funktionieren. aber am sonntag hat es funktioniert.
habt ihr schon mal ähnliche methoden durchgeführt?



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Re: Billard und die Psychologie - Techniken?!

Beitragvon Christoph62 » 28.09.19 10:31

Hallo Kollegen,

ich ha da auch eine Frage/Anmerkung/Problem, daß mich echt fertig macht.
Ich spiele erste Saison Bezirk und spiele oft im Verein, wie auch andere von Euch.

Mein Problem ist, daß ich die Qualität in einem "Tunier" nicht mehr abrufen kann,
"obwohl" ich, wie gestern, 10 min vorher einen Landeslegisten 5:1 geschlagen habe.
Das Vereins-Turnier beginnt und ich treffe nicht mehr die einfachsten Bälle.
Ich kann nur noch 20% abrufen, wobei ich vorher bei 90% war.
Erster Satz gegen einen Regionallegisten verloren.....wie immer.
Dann den 2. Satz gegen Landesliga zwar 4:3 "gewonnen", aber so einen Müll gespielt, daß zusammengepackt hab und heimgegangen bin.
In der Liga mach ich das natürlich nicht ! Da muß ich durch,....aber privat...
Ich weiß, daß das falsch ist, aber ich bin dann so gefrustet und hilflos, daß ich nicht mehr spielen will/kann. Ich komm da nicht mehr raus, außer ich höre auf.
"Das" macht mich fertig.... :wan: :wan:
Nächser Tag, kein Tunier......und ich spiele wieder gut.

Was ratet Ihr mir......?


Beste Grüße........Christoph
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Re: Billard und die Psychologie - Techniken?!

Beitragvon Fitchner » 28.09.19 12:23

Christoph62 hat geschrieben:Hallo Kollegen,

ich ha da auch eine Frage/Anmerkung/Problem, daß mich echt fertig macht.
Ich spiele erste Saison Bezirk und spiele oft im Verein, wie auch andere von Euch.

Mein Problem ist, daß ich die Qualität in einem "Tunier" nicht mehr abrufen kann,
"obwohl" ich, wie gestern, 10 min vorher einen Landeslegisten 5:1 geschlagen habe.
Das Vereins-Turnier beginnt und ich treffe nicht mehr die einfachsten Bälle.
Ich kann nur noch 20% abrufen, wobei ich vorher bei 90% war.
Erster Satz gegen einen Regionallegisten verloren.....wie immer.
Dann den 2. Satz gegen Landesliga zwar 4:3 "gewonnen", aber so einen Müll gespielt, daß zusammengepackt hab und heimgegangen bin.
In der Liga mach ich das natürlich nicht ! Da muß ich durch,....aber privat...
Ich weiß, daß das falsch ist, aber ich bin dann so gefrustet und hilflos, daß ich nicht mehr spielen will/kann. Ich komm da nicht mehr raus, außer ich höre auf.
"Das" macht mich fertig.... :wan: :wan:
Nächser Tag, kein Tunier......und ich spiele wieder gut.

Was ratet Ihr mir......?


Ich hab bei deiner Beschreibung an ein Zitat denken müssen, von Rudolf Nurejew:
"Besessenheit ist der Motor - Verbissenheit ist die Bremse."
Eigentlich sagt das schon alles aus, aber lass mich noch ergänzen, dass es auch wichtig ist sich Fehler selbst zu verzeihen, wenn sie im Spiel passieren. Es kam jetzt so ein bisschen so rüber als würdest du es "normal" finden, wenn du gut spielst (und Landesligisten schlägst). Mal abgesehen davon dass es nicht auf die Liga und einzelne Spieler daraus ankommt, legt das nahe, dass du zuviel von dir erwartest und dich dann nach und nach selber schlägst.
Das ist natürlich nicht ganz einfach und hängt viel von dir als Person ab, wie du mit Druck von außen und innen umgehst, aber da scheinst du nicht so gefestigt und in Balance zu sein.

Außerdem, was meinst du mit "vorher einen Landesligisten 5-1 geschlagen"? Solche Erfolgserlebnisse sollte man auch nicht zu hoch hängen um keine unrealistischen Erwartungen zu wecken. Weil "vorher" ist halt nicht nur für dich, sondern auch für den Gegner was ganz anderes.


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Re: Billard und die Psychologie - Techniken?!

Beitragvon Christoph62 » 28.09.19 13:19

Hallo Fitchner,

nun ja,.....natürlich möchte ich das abrufen, was ich eben 10min vorher, gegen den LL gespielt habe. Möchte ja jeder, ne...... :zwi:
Und auf einmal geht nix mehr......oder fast nix.
Was nicht stimmt, ist, daß ich immer gut spielen muß.
Klar.....es ist immer gut, wenn man gut spielt und ich nehm auch Rückschläge in Kauf, was Trainingspiele angeht.
Ich nehme stoisch Niederlagen hin, auch wenns wie am Mittwoch, ein 30:3 gegen einen Verbandslegisten geht.
Spielen und wenn ich nicht treffe, hinsetzen und nicht aufregen....2 Stunden lang.
Ruhig bleiben......funktioniert.... :zwi:
Bis zum Turnier.
Du hast sicher Recht damit, daß ich mir "dann" selbst Druck aufbaue, wenn auch nur unterbewußt......weil ich ja schon im Tunier bestehen möchte.
Ich versuche das zu realisieren, was ich kann und voher gespielt habe.
Es wird daran liegen, daß ich gut spielen "muß", um im Turnier weiterzukommen.
Damit komm ich nicht zurecht, weil, wie Du sagst, nicht gefestigt und in Balance bin.
Die Fehler die ich mache, versuche ich mir zu verzeihen.
Wenn es dann aber jeder zweite Ball ist, den ich nicht treffe, dann summiert sich das und es fängt an in mir zu kochen, bis es eben bis zur Aufgabe des Turniers geht......aber ohne mich aufzuregen. Zumindestens das klappt.
Das "Nichttreffen" macht mir Schwierigkeiten, mit dem ich nicht zurechtkomm.

Anderes Beispiel.....
Letzten Sonntag hab ich mit nem Kollegen gespielt.
Ich war gut drauf, keine schlechte Laune, ausgeglichen und ruhig.
Wir haben auf 7 gespielt. Er hat mich 7:2 geschlagen, weil.....
.....er mich mit seinen unfreiwilligen Saves wahnsinnig gemacht hat.
Ich kam nicht mehr aus dieser Lage raus, hab mich selbst geschlagen und hab aufgehört.
Beim Turnier wars das selbe, nur anderer Beweggrund.


Beste Grüße........Christoph
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Re: Billard und die Psychologie - Techniken?!

Beitragvon Fitchner » 28.09.19 13:46

Was Turniere angeht, kann ich dir nur bedingt Tipps geben, weil ich nicht so viele davon spiele - aber wenn, dann gerne und auch für meine Verhältnisse erfolgreich.

Unfreiwillige Saves gehören zu den Dingen, die mich auch manchmal rausbringen. Aber das war früher schlimmer, und mir hilft es sehr, dann nicht zu reagieren, es maximal mit einem Kopfschütteln abzuhaken, und dann wieder in den "Normal-Modus" zu gehen, der da ist: Wie kann ich jetzt den besten verfügbaren Ball spielen und Druck auf meinen Gegner aufbauen?

Ich bewege mich so an der Grenze vom durchschnittlichen zum einigermaßen guten Spieler und den Schritt dahin habe ich gemacht, weil ich gerade nicht immer versuche auszuschießen. Ich spiele so, dass ich meinen Gegner unter Druck setze. Lochen und nicht verstellen, klar, aber wenn das mal nicht drin ist, dann mit Save raus, lange Bälle hinlegen, ne Kugel zu ner andern legen etc.
Wenn du sagst "jeder zweite Ball" - ich würde in manchen Spielen auch jeden zweiten Ball verschießen, wenn ich versuchen würde den zu lochen und dabei zu stellen. Darum mach ich das dann nicht, sondern manage mein Risiko anders. Und wenn auch das Save spielen nicht mehr geht, dann muss man im Training an Spielballkontrolle und Objektballkonktrolle arbeiten. Hilft auch um aus Saves des Gegners rauszukommen und dem auch mal kontrolliert dann was schlechtes liegen zu lassen.

Das Spiel testet dich und deinen Gegner auf eure Lösungen hin. Und da muss man nicht perfekt sein, sondern nur besser als der Gegner - aber wenn man dauernd abräumen will, müsste man perfekt sein.

Wenn es gegen bessere Spieler geht, nehme ich auch 5 Stunden am Stück Niederlagen hin. "Schon mal" gegen einen besseren Spieler gewinnen, "passiert" quasi jedem - die spielen nämlich nicht immer ernst, auch vor Turnieren ist es so, dass manche einfach ihr Limit beim Lochspiel testen und dann eigentlich Mist zusammenspielen weil sie verschießen. Ich sage bewusst, das "passiert" einem, weil es nicht unbedingt die eigene Herrlichkeit ist auf der dieser Sieg dann zurückzuführen ist. Auch wenn es einfach ist das zu glauben.

Was ist für Dich denn Erfolg? Also auch in der Turniersituation...du hast oben geschrieben, Niederlage gegen einen deutlich besseren Spieler, dann knappen Sieg gegen Landesligisten, der ja über dir ist...aber das hat dich fertig gemacht. Die meisten die ich kenne würden das unter fast allen Umständen als Erfolg für sich werten, und ich würde sagen: zurecht. Du allerdings warst trotz des Sieges frustriert, bist gegangen.

Und, ohne Dir jetzt persönlich zu nahe treten zu wollen, aber: Das was man kann, ist nunmal nicht das was man durschnittlich spielt und auf die Platte bringt. Es kommt jetzt so bei mir an, dass deine Erwartungen an dich selbst deinen Eindruck vom eigenen Spiel ins Negative ziehen. Damit bringst du dich selbst um Erfolgserlebnisse und eine gesunde Motivation, die zum Besserwerden deutlich hilfreicher ist, als hohe Erwartungshaltungen.


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Re: Billard und die Psychologie - Techniken?!

Beitragvon Titleist » 28.09.19 16:33

Ich kann nur immer wieder empfehlen, die DrDave Exams durchzuspielen. Warum? Weil man dann eine realistische Einschätzung vom eigenen Können bekommt - wenn man das Gesamtergebnis der Exams 1+2 dann mit Daves Bewertungsliste vergleicht, weiß man, wo man steht. Da gibt es dann weder ein geschöntes Selbstbild noch ein zu schlechtes Bild von einem selber. Und wenn man diese Exams immer mal wieder wiederholt, sieht man auch den möglichen Fortschritt.

Ich denke, so etwas bringt einen auf den Boden der Tatsachen zurück und lässt auch die eigenen Schwächen gut erkennen, die man dann gezielt durch die Dave-Übungen oder auch andere in diesem Bereich gezielt trainieren kann.

Ein einzelner Gewinn gegen einen vermeintlich viel besseren Spieler kann eben - wie bei Dir - völlig falsche Erwartungen hervorrufen. Und ja, ein Turnier ist natürlich noch mal stressiger als eine Übung alleine. Trotzdem, so eine umfangreiche und vielseitige Übung wird jetzt kaum von einem auf den anderen Tag um 2 Spielstärken besser ausfallen, bloß weil man einen glorreichen Tag hat.



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Re: Billard und die Psychologie - Techniken?!

Beitragvon willy » 29.09.19 09:44

warum DrDave Exams und nicht PAT, ist doch bei uns in D eigentlich gebräuchlicher oder nicht?



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Re: Billard und die Psychologie - Techniken?!

Beitragvon Titleist » 29.09.19 10:19

willy hat geschrieben:warum DrDave Exams und nicht PAT, ist doch bei uns in D eigentlich gebräuchlicher oder nicht?


Ich kenne PAT nicht. Bin halt mit Amerikanern aufgewachsen. Ist aber egal, solange PAT ebenfalls umfangreich, alle relevanten Dinge bis hin zu Saves, Jumps, Banks usw. inklusive sind und es ebenfalls kostenlos ist. (?)

Gegen Gebühr gibt es noch viel mehr - wie z.B. Tor Lowrys Übungen usw. DrDaves Übungen empfehle ich halt immer, weil es kostenlos kaum etwas Umfassendes gibt und das gut durchdacht ist. Hat mir enorm geholfen.



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Re: Billard und die Psychologie - Techniken?!

Beitragvon Christoph62 » 29.09.19 19:32

Hallo Fitchner,

also erstmal eins.....:
Ich habe den Post gesetzt, um Hilfe zu bekommen, also tritt mir hier keiner zu Nahe, weil ich ja eine Lösung meines Problems suche :zwi:
Ich werde Deine/Eure Tips und Ratschläge ernst nehmen und auch damit arbeiten.

Die zufälligen Saves werde ich natürlich versuchen so zu umgehen.
Vielleicht ist es auch Tagesform und Laune, Ausgeglichenheit, Balance.
Werde mich daran erinnern, wenns wieder soweit ist :zwi:

Letztendlich hast Du natürlich Recht, daß meine Erwartungen zu hoch an mich sind, da ich in deiser 5er Gruppe der unterste Legist war.
Regional, Verband, 2 Landes und ich als Bezirkslegist.
Und ja.......ich war dermaßen unzufrieden, daß der Erfolg gegen Matze nichts
für mich bedeutete, weil ich der Meinung war, daß ich es nicht verdient habe,
da ich so schlecht gespielt hab.
Es ist im Nachhinein natürlich sehr schlecht, so drüber zu denken, weil es der erste
Sieg gegen Matze war. Und ich hab ja auch 3 Spiele, durch wegschießen gewonnen.
Ich konnte mich nicht drüber freuen, sondern bin gegangen.
Deshalb werde ich in Zukunft Eure Ratschläge benutzen, um einfach entspannter und in meinem Ermessen gut zu spielen, ruhig zu bleiben und mich über jeden Erfolg zu freuen, egal gegen wen :coo:
Und wenn ich nicht gut spiele.......egal, nächstes Spiel, nächster Tag/Woche.... :zwi:

Noch was......wie finde ich diese Übungen des Dr.Dave ?


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Re: Billard und die Psychologie - Techniken?!

Beitragvon Fitchner » 29.09.19 19:53

Gut, nur Geduld beim Besserwerden, aber imm dran bleiben :)

Christoph62 hat geschrieben: (...)
Noch was......wie finde ich diese Übungen des Dr.Dave ?


Link zu den BU exams: https://billiarduniversity.org/testing/exams/

Musst ein bisschen scrollen, dann siehst du die ganzen Exams. Und wenn du kein Englisch kannst vllt. auch Google zum übersetzen nutzen.

PAT kannst du auch nutzen, in den meisten Vereinen hat das jemand zur Verfügung. Kannst es dir natürlich auch kaufen.


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