MaterialQueues und ihre aktuelle Entwicklung/"Innovationen"

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Fitchner
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Queues und ihre aktuelle Entwicklung/"Innovationen"

Beitragvon Fitchner » 19.11.20 18:19

Hallo zusammen,

erstmal eins vorweg: der Thread steht im Material-Forum, weil es mir hierbei um Materialien, Spielbarkeit und auch Erfahrungen geht. Ich habe Predator als Marke jetzt mal gewählt, weil die meisten sie kennen und ich persönlich ein zwiespältiges Verhältnis zu denen habe.

! Prinzipiell geht es mir aber darum, was insbesondere die Hersteller von Serienqueues inzwischen alles an Neuigkeiten und Innovationen einführen !

Beispiel:
https://www.predatorcues.com/int/predat ... tions=cart

Finde ich jetzt vom Design her ansprechend, vom Preis her erstaunlich angemessen, ohne die Qualität jetzt groß beurteilen zu können. Da stehen aber auch noch Dinge, die ich eher zweifelhaft finde:

SOLID
FEEL

► STRONG AND STABLE CONSTRUCTION
Phenolic is one of the strongest and most stable materials available for cue-making. Our Snekay Pete cues feature a phenolic core encasing the Uni-Loc® pin and Phenolic also replaces other wooden components on the backside for greater stability and lifetime concentricity.
► REDUCED WOOD MOVEMENT
Added strength from the Phenolic drastically reduces moving parts, eliminating that negative “buzz”.

Sprich, die Konstruktion um den Pin herum beinhaltet Phenolic, und der Butt ebenfalls. Ich weiß nicht wie Predator normal Queues baut, aber ich persönlich kann mir auch unter "Reduzierter Holz-Bewegung" nix vorstellen. Warum gibt Phenolic da größere Stabilität?
16 Spliced Points bei einem Queue sind schon eine Menge...auch mit den Veneers etc. Genau genommen ist es so viel, dass ich mich wundere, wie handwerklich gut da gearbeitet wird, wenn man noch Gewinnmarge und Marketingkosten berücksichtigt.

Ich habe z. B. auch von OB jetzt "Torrefied" Oberteile gesehen, bei denen anscheinend durch einen bestimmten Trocknungsprozess die Oberteile "geröstet" werden und dann nochmal weniger Wasseranteil haben. Die sind dann halt braun und werden auch als "Kielwood" bezeichnet...und 0,5 bis eine ganze Unze leichter.
(wer schauen will: https://www.obcues.com/the-torrefaction-process/ )

Aus meiner Sicht bewegt man sich damit halt nur weiter und weiter von dem gewohnten Holz weg. Gleichzeitig wird das Marketing im Billard immer mehr und suggeriert, dass das alles ganz revolutionär und toll ist. Auch wenn Phenolic und auch dieser Trocknungsprozess eigentlich nichts Neues sind. Also das Marketing zumindest funktioniert prächtig ;)

Ich habe ein Mezz ACE und ein Exceed Queue, und die habe ich, weil auch bei mir als zweifelndem Menschen bei dieser Marke nie ernsthafte Zweifel an der Qualität aufkamen (abseits der ExPro-Ferrule). Die Preisgestaltung stand dem jetzt nicht im Weg und nach etwas Gewöhnungszeit bin ich auch sehr zufrieden mit meinem Spiel, egal welches der beiden Queues ich spiele.
Mezz/Exceed ist ja auch ein einigermaßen innovativer Hersteller mit seinen Carbon-OTs und den Gewichts-Ringen z. B. Die verstärkten Customizing-Möglichkeiten sehe ich prinzipiell positiv...allerdings lenkt es in der Menge, wenn man mehrere Hersteller betrachtet, auch ab und verwirrt.

Wie seht ihr diese Material-Entwicklung? Und besonders an jene, die auch vom Queuebau was verstehen: Seid ihr da neugierig, bewegt ihr euch gerne und freiwillig von Holz weg und auf neue Materialien zu?

Und wie lässt sich das noch gut mit dem Queuebau als Handwerk verbinden?

Die Seriencue-Hersteller werden ja auch im hochpreisigen Bereich immer transparenter was ihre Konstruktion betrifft. Schaut man sich da mal was ab? Gibt es da Punkte, an denen man ungläubig den Kopf schüttelt?

Beispiel: Mein Setup, das ich am liebsten spiele ist das ACE, mit zusätzlichem Gewicht (Mezz Gewichtschraube), einem 2 Inch Exceed Extender und einem CueTec Cynergy Oberteil. Also vier Teile von zwei unterschiedlichen Marken, weit weg von dem was man einfach so im Laden kaufen würde. Sowas hätte es früher nicht gegeben :D und ich komme damit auch wieder mit wenig Training auf mein bestes bisher dagewesenes Billard-Level. Was aus meiner Sicht darauf hinweist, dass das Customizing schon hilfreich sein kann.

Viele Fragen, die man nun abseits von Corona mal diskutieren kann :)


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Re: Queues und ihre aktuelle Entwicklung/"Innovationen"

Beitragvon _Phong_ » 20.11.20 09:14

Warum gibt Phenolic da größere Stabilität?
Phenolic , Phenolharz oder auch Polymerharz an sich ist ein 2 Komponentiges Material welches aus einem 60% Harz und 40% Härtzer besteht! Mit Zugabe von Fasern kann man die Stabilität und flexibilität erhöhen!
Bspw. ist Carbon oder CFK, GFK!

Zu den Thema Holzrösten dieser prozess existiert bereits schon seit ettlichen Jahren und wird im Instrumentenbau (Gittare/Geige...etc.) verwendet. Damit wird bei dem Prozess wie du schon genannt hast der Wasseranteil und alle etherischen Öle und Harze aus dem Holz getrieben und verdichtet!

Und wie lässt sich das noch gut mit dem Queuebau als Handwerk verbinden?
Innovationen oder Neuerrungen bieten einem Queuebauer natürliche eine weiterentwicklung und auch zukunftsbassierenden Erfolg! steigt auf den Zug auf bleibt man im Game! Aber das Material alleine macht noch keinen Weltmeister aus einem Hobby-> Enthusiatischen Spieler! "Es ist immer Kundenabhängig und Kundenorientiert" Heutzutage gibt es in jedem Bereich Neuerungen! aber ein Queuebauer hat weder eine Marketingabteilung noch ein Forschung- & Entwicklungsabteilung!
Oldschool bleibt Oldschool (Drehen / Fräsen / Verkleben)

Serienqueuehersteller wiederum Stellen Queues auf basiereden bzw- Basisteilen her! (Rollinge), Gegenfrage in dem Fall ist sind die Inlays Points etc. nicht tief eingearbeitet oder als Fullpointer /veneers etc. gefräst sonder eher als einlegearbeit! CNC macht natürlich die Herstellung effizienter und senkt auf masse die Herstellzeit und auf dauer auch die kosten!

Ein Queuebauer baut im Jahr bestimmt keine 1000 Queues! und wir dürfen an dieser STelle Handwerkskunst nicht mit Serienproduktionen vergleichen

Die Seriencue-Hersteller werden ja auch im hochpreisigen Bereich immer transparenter was ihre Konstruktion betrifft. Schaut man sich da mal was ab? Natürlich wenn wir das Thema Konkurentzdenken in Augenschein betrachten gibt es seit es Carbon Oberteile und LD Oberteile auf dem Markt gibt Schwimmen alle Forellen im Tecih mit und wollen übder das Marketing Ihre Produkte an den Mann bringen! Und dem Kunden einen Eindruck oder die Vorteile gegenüberzustellen werden eben die schönen Dinge im Leben bis zum mond gelobt und transparents bietet dem Endverbraucher die möglichkeit seine Kafuentscheidung gezielter zu Treffen!

Gibt es da Punkte, an denen man ungläubig den Kopf schüttelt?
Versuchen wir im 21 Jhd. das Rad neu zu erfinden? ich denke nicht! Es kommt immer auf den Nutzer an! Kommt man damit zurecht kann man sich gerne für viel Geld viel kaufen! Ob es eine Besserung mit sich bietet muss man als Endverbraucher selbst für sich entscheiden!

Zum Abschluss möchte ich darauf hinweisen das das meine Meinungen und Ansichten sind! ;aterial hin oder her ich sehe es allgemein nicht als Vor- oder Nachteil, es ist in jedem Bereich so das es Neurungen und Innovationen, Weiterentwiscklungen gibt davon lebt auch unser Sport und unser Hobby. Kann man auch 1:1 aus der Automobilindustrie ableiten!

LG :-)



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Re: Queues und ihre aktuelle Entwicklung/"Innovationen"

Beitragvon kalleleo » 20.11.20 09:28

Mein spontaner Impuls als materialunempfindlicher Mensch, der Queues als relativ austauschbares Sportgerät sieht, ist der folgende: Vernünftigerweise sollte die Materialentwicklung in Richtung Sportgerät gehen, wo die Materialqualität, Reproduzierbarkeit und die Herstellungskosten optimiert werden. Aber Queuekäufer möchten lieber Individualität, traditionelle Bauweisen und Optiken (Points... ich meine wozu?). Angenommen es stellt sich heraus, dass irgendein Kunststoff genau die Eigenschaften hat, dass ein daraus komplett aus einem Guss ins wenigen Sekunden maschinell gefertigter Queue eine genau definierte Gewichtsverteilung, Schwingungsverhalten, Wirkung, Deflection etc. aufweist, und das sehr kontrollierbar und reproduzierbar, dann würde das sicher von vielen hier abgelehnt werden. Aber eben nicht von vielen Spielern, die aber hier nicht vertreten sind. Fazit: Serienqueue Hersteller müssen immer abwägen zwischen Innovation und Tradition.



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Re: Queues und ihre aktuelle Entwicklung/"Innovationen"

Beitragvon willy » 20.11.20 09:39

ich persönlich möchte gerne genau das was Du hier beschreibst, einen cue den ich nach meinen Vorlieben konfigurieren kann, also Gewicht, Gewichtsverteilung, wie weich/hart (Schwingungsverhalten), Deflection usw. . er sollte gut spielen und möglichst konstant sein bei jeder Bedingung und für lange Zeit. Auf Points und anderen Verschönerungen pfeife ich.
Mein jetziger cue mit UT und OT aus carbon, den ich bzgl. Gewichtsverteilung optimiert habe (sehr frontlastig) kommt dem am nächsten.



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Re: Queues und ihre aktuelle Entwicklung/"Innovationen"

Beitragvon Fitchner » 20.11.20 11:36

kalleleo hat geschrieben:Mein spontaner Impuls als materialunempfindlicher Mensch, der Queues als relativ austauschbares Sportgerät sieht, ist der folgende: Vernünftigerweise sollte die Materialentwicklung in Richtung Sportgerät gehen, wo die Materialqualität, Reproduzierbarkeit und die Herstellungskosten optimiert werden. Aber Queuekäufer möchten lieber Individualität, traditionelle Bauweisen und Optiken (Points... ich meine wozu?)


Hallo Kalleleo, ewig nichts von dir gelesen :)
Also da stimme ich dir zu, aber grade bei diesem letzten Satz möchte ich was anmerken: Dieses entweder-oder-denken habe ich auch schon festgestellt in den Designs und Bauweisen die mir untergekommen sind. Und ehrlichgesagt verstehe ich es nicht ganz, viele "moderne" Aspekte bei Queues schließen die "traditionellen" Aspekte gar nicht aus.
Also ich persönlich habe nichts gegen traditionelle Bauweise, wenn sie mich überzeugt, und auch nichts gegen eine moderne. Und Optiken...sollten stimmig sein, und viele Serienqueues sehen meiner Meinung nach entweder nicht gut oder insgesamt ordentlich, aber unstimmig aus. Die Farbgebung bei den Predator BLAK4 z. B. finde ich der pure Horror. Warmes Ebenholz und Ahorn und dazu...weiß und Silber. Widerlich, nach meinem Empfinden.

Danke auch an _Phong_ für die ausführliche Antwort!
Teilweise wundert es mich halt, wie "langsam" Billard bei den Neuerungen ist. Damit meine ich jetzt speziell die Kielwood/ torrefied-Thematik.
Aber auch bei Mezz habe ich wieder was, was dazu passt. Ich ging bis vorhin davon aus, dass der Wavy Pin meines ACE anodisiertes Titanium ist. Das hatte ich mal so gelesen aber zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr gefunden.

Nun lese ich auf einer neuseeländischen Seite und der englsichen Version von Ortmann billards, dass es ein "Gunmetal almite coated joint pin" ist. Also wohl ein Aluminium-Pin mit einer Almit/Alumit/wie auch immer genannten Legierung, die einen zusätzlichen Korrosionsschutz bietet. Denn für bestimmte Korrosionsarten ist Aluminium tatsächlich anfällig.
Das ist jetzt wohl auch nicht der neuste Schrei bei der Metallverarbeitung, aber schon ein wenn auch kleiner Mehrwert bzgl. Langlebigkeit. Und kam jetzt soweit ich weiß bisher nur bei der 2018er ACE Serie von Mezz zum Einsatz.

Ob der Pin selbst jetzt Stahl, Titan oder Aluminium ist, weiß ich aber jetzt nicht...da bin ich grade verwirrt. Genau genommen steht da nur, welche Legierung benutzt wurde.


Und noch eine Frage zum Schluss: Wie ist euer Eindruck über die Kommunikation zu "traditionellen Bauweisen"? man liest halt bei vielen Queuebauern sowas wie "baut seit 20 Jahren Queues", bis zu "baut seit den 70ern Queues". Aber das ist jetzt an sich nur bedingt ein Qualitätsmerkmal für mich. Das macht Bob Meucci auch und von dem will ich auch nix kaufen.
Also tauschen sich Queuebauer untereinander auch aus, ist das so ein kleine und exklusive Community? Oder ist man eher drauf bedacht sich von den anderen abzuheben?


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Re: Queues und ihre aktuelle Entwicklung/"Innovationen"

Beitragvon _Phong_ » 20.11.20 14:24

Es ist ganz klar du deklarieren wie die Queuebauer sich spezifisch auf ihr Does and Don°t beschränken! Basic wie coren des Holzes oder interasien, einlegearbieten etc. und Balance kann man an sich ja nihct viel erneuern! aber zumal ist Holz eine Material das selbst nach dem Fällen und ablagern immernoch ein Material ist welches trotz Umwelteinflüsse wie Temperaturschwankungen oder Sonnenlicht noch lebt! Queuebauer hin oder her! Jeder hat so seine Kniffel oder auch seine arten und weisen geschweige den von Meinungen oder auch Einstellungen! Ich sehe es eher als Handwerkliche Dienstleistung! Du als Endverbraucher kannst dein design/balance/länge/durchmesser bestimmen! Die Tarditionellebausweise ist meines Erachtens eben die Handwerkskunst! Man darf Birnen nicht mit Äpfel vergleichen! Custom Queues sind Handwerkkunst / Serienqueues sind in Massen gefertigte Queues! die arbeitsschritte sind Optimiert und die einzige handarbeit bei Serienqueues sind nun mal das einlegen der Materialien und der rest geschieht wo man keine Menschliche Hand benötigt eben Automatisiert!

Bei einem Custommade werden alle Einzelnenschritte eben von Hand ausgeübt! Drehen Fräsen verkleben einlegen!

Logisch das die Queuebauer aus den USA seit den 70igern auch eine Vereinigung gegründet haben nennt sich ACA!
Wer lange im Geschäft ist hat die evolution und Technik mitverfolgt und hat diese in seine Produkte übernommen!

Aber gehen wir mal von den Hobbyspielern aus welche sich ein Serienqueue kaufen! dem ist zu Anfang nicht mal bewusst was er da überhauot kauft und warum die Preisspannen unterschiedlich sind! Zumal fehlt da ein wenig das hintergrund wissen!

Hier passt oft der Spruch! Wer nicht Fragt, bekommt auch ekien Antwort!

Dort sind alle Queuabauer gelistet! welche sich auch so schümpfen dürfen! Wobei Deutschland das Queue building sich in einem Nieschen Business aufhält!

Jeder muss für sich Entscheiden was er gerne möchte! bei Herstellen eines Queues bei deinem Queuebauer des Vertrauens gehört auch sympathie und Wissen dazu! Jeder hat as bestreben seinen Kunden gerecht zu werden!

Zum Thema Joints und legierungen! in der tat gibt es hier und dort Änderungen oder auch anpassungen innerhalb einer Serie! ob nun Titan liegierung AluminiumMagnesium silicium etc an liegierungen verändern nicht die Spieleigenschaft eher den Schutz vor schmutz und Rost! ICh selbst Spiele eine Modified 3/8x11 Joint aus Messing und habe weder Korossion nocht abnutzung!

Aber wie gesagt wenn du dir ein Queue bspw. von einem Namenhaften Queuebauer bauen lässt hast du ein absolutes Einzelstück! welches auf deine Bedürfnisse angepasst ist!

Ich zu meinen Teil kann auf dauer belegen das sich ein Custom lohnt! und ich habe schon sehr viel mit Queuebauern geschnachselt! Und hatte immer ein gutes gewissen und erfreue mich jedesmal über meinen Custom!



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Re: Queues und ihre aktuelle Entwicklung/"Innovationen"

Beitragvon brückenangler » 22.11.20 18:32

Hallo und guten Abend,
ich möchte etwas zu dem Thema beitragen.....?
Vorab ist es die Frage: Wer hat da was von wem übersetzt.
Hat da jemand englischsprachig aufgewachsen von einem englischsprachigen Ingenieur/Fachmann
gewählte Worte übersetzt ?
„Gunmetal“ ist nach „Maschinenbau“ English Bronze (Kanonenbronze historisch).
Welche genaue Legierung da Status Quo oder State of the Art ist, weiß ich nicht.
Es gibt etliche......Möglichkeiten.
Almit coated deutet auf eine Eloxierung (oder Pulverbeschichtung) hin.
Habe Alu, Titan, Edelstahl und Gunmetal Wavy Pins ausprobiert.
Jedesmal war es ein „anderes“ Queue; für mich!

Zum Thema Core Technology:

Wenn der größte Teil eines Butts aus „Hainbuche“ (vielleicht auch Maple) oder einem Stück „Mr. Gardener“ Gerätestiel besteht, sollte man über Mezz und Ähnliches nachdenken.
Allerdings, wenn „ES“ gut spielt und man sich gut fühlt (für 500€ +xxxx),...dann
ist doch alles LD, ach ‚ne OK.

Viele Grüße,



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Re: Queues und ihre aktuelle Entwicklung/"Innovationen"

Beitragvon 1291 » 22.11.20 18:53

Ich möchte ja nicht frech sein, aber Holz reagiert auf Wasser, nicht auf Temperatur oder Sonnenlicht ;-)


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Re: Queues und ihre aktuelle Entwicklung/"Innovationen"

Beitragvon treffgarnix » 23.11.20 08:49

Einige interessante Fragen, der Einfach heit halber kommentiere ich in Deinem Text..

Fitchner hat geschrieben:Hallo zusammen,

erstmal eins vorweg: der Thread steht im Material-Forum, weil es mir hierbei um Materialien, Spielbarkeit und auch Erfahrungen geht. Ich habe Predator als Marke jetzt mal gewählt, weil die meisten sie kennen und ich persönlich ein zwiespältiges Verhältnis zu denen habe. Also ich sehe Predator als eine der innovativsten Firmen im Queuebau über die letzten 20Jahre +/-, ab da wo sie halt die Pizzakonstruktion für die Oberteile auf den Markt brachten. Die Verarbeitungsqualität ist over alle sehr gut, wenngleich z. B. die Pizzakonstruktion der 2.Generation eine etwas unzuverlässige Verklebung der Pizzasegmente aufwies. Rein vom Spielen her und was man mit den Queues machen kann, gibt es nichts auszusetzen, persönlich mochte ich aber den Hit keines der Predator das ich bisher hatte. Soviel mal zu meiner allgemeinen Sichtweise hinsichtlich Predator. Summa summarum bin ich sehr froh dass es Predator gibt weil sie oft einen Schritt voraus waren und imteressante Neuerungen ausprobiert haben.

! Prinzipiell geht es mir aber darum, was insbesondere die Hersteller von Serienqueues inzwischen alles an Neuigkeiten und Innovationen einführen !

Beispiel:
https://www.predatorcues.com/int/predat ... tions=cart

Finde ich jetzt vom Design her ansprechend, vom Preis her erstaunlich angemessen, ohne die Qualität jetzt groß beurteilen zu können. Da stehen aber auch noch Dinge, die ich eher zweifelhaft finde:

SOLID
FEEL
Für mich prinzipiell nicht mehr als subjektive Floskeln, Wörter für Werbung.

► STRONG AND STABLE CONSTRUCTION
Phenolic is one of the strongest and most stable materials available for cue-making. Our Snekay Pete cues feature a phenolic core encasing the Uni-Loc® pin and Phenolic also replaces other wooden components on the backside for greater stability and lifetime concentricity.
► REDUCED WOOD MOVEMENT
Added strength from the Phenolic drastically reduces moving parts, eliminating that negative “buzz”.

Sprich, die Konstruktion um den Pin herum beinhaltet Phenolic, und der Butt ebenfalls. Ich weiß nicht wie Predator normal Queues baut, aber ich persönlich kann mir auch unter "Reduzierter Holz-Bewegung" nix vorstellen. Warum gibt Phenolic da größere Stabilität? Vermutlich ist hier ein Phenol-Fasermix eingesetzt, vermutlich ähnlich oder identisch zu Canvas. Diese Materialien haben eine höhere Dichte als Holz, reagieren nicht auf Feuchtigkeitsveränderung und haben deutlich höhere Biegesteifigkeiten als Holz. Hölzer werden aus verschiedenen Gründen gecored: Gewicht, Schwingungsverhalten, Stabilisierung rissempfindlicher Hölzer, höhere Formstabilität bei Feuchteschwankungen. Phenol-Gewebe hat hier bzgl. den stabiliesierenden Funktionen Vorteile gegenüber Holz. Negativ (subjektiv betrachtet) könnte sich ein Pehonol-Gewebe-Kern auf den Hit auswirken.
16 Spliced Points bei einem Queue sind schon eine Menge...auch mit den Veneers etc. Genau genommen ist es so viel, dass ich mich wundere, wie handwerklich gut da gearbeitet wird, wenn man noch Gewinnmarge und Marketingkosten berücksichtigt.

Ich habe z. B. auch von OB jetzt "Torrefied" Oberteile gesehen, bei denen anscheinend durch einen bestimmten Trocknungsprozess die Oberteile "geröstet" werden und dann nochmal weniger Wasseranteil haben. Die sind dann halt braun und werden auch als "Kielwood" bezeichnet...und 0,5 bis eine ganze Unze leichter.
(wer schauen will: https://www.obcues.com/the-torrefaction-process/ ) Das sehe ich prinzipiell auch als Innovation, aber wer dieses auch sog. „Kielwood“ als erstes im Queuebau verwendet hat, weiß ich nicht. Soll die Anfälligkeit gegen Verzug reduzieren. Ich persönlich finde die Farbe cool.

Aus meiner Sicht bewegt man sich damit halt nur weiter und weiter von dem gewohnten Holz weg. Gleichzeitig wird das Marketing im Billard immer mehr und suggeriert, dass das alles ganz revolutionär und toll ist. Auch wenn Phenolic und auch dieser Trocknungsprozess eigentlich nichts Neues sind. Also das Marketing zumindest funktioniert prächtig ;) Man kann den Begriff der Innovation unterschiedlich verwenden. Ein Unternehmen, das etwas Neues in sein Produktportfolio aufnimmt, kann allein dies für sich als Innovation bezeichnen, selbst wenn das andere schon haben, und damit natürlich werbetechnisch eine gewisse Erwartungshaltung erzeugen, neugierig machen. Ein Außenstehender mag dies aber nicht als Innovation sehen. Eine Frage des Standpunkts. Mich beeindrucken Werbefloskeln eher weniger, weil ich sachlich das Prinzip so gut wie möglich verstehen will um abzuschätzen, was evtl. für meine Ziele Vorteile bringt oder nicht. Ich finde aber Werbung legitim, soll jeder schreiben und anpreisen was er will und wie er es will, solange kein anderer dadurch geschädigt wird oder Unwahrheiten behauptet werden, was oft sehr hart an der Grenze ist. Aber das ist ja ein generelles Thema und nicht nur für Queues zutreffend.

Ich habe ein Mezz ACE und ein Exceed Queue, und die habe ich, weil auch bei mir als zweifelndem Menschen bei dieser Marke nie ernsthafte Zweifel an der Qualität aufkamen (abseits der ExPro-Ferrule). Die Preisgestaltung stand dem jetzt nicht im Weg und nach etwas Gewöhnungszeit bin ich auch sehr zufrieden mit meinem Spiel, egal welches der beiden Queues ich spiele.
Mezz/Exceed ist ja auch ein einigermaßen innovativer Hersteller mit seinen Carbon-OTs und den Gewichts-Ringen z. B. Die verstärkten Customizing-Möglichkeiten sehe ich prinzipiell positiv...allerdings lenkt es in der Menge, wenn man mehrere Hersteller betrachtet, auch ab und verwirrt.

Wie seht ihr diese Material-Entwicklung? Und besonders an jene, die auch vom Queuebau was verstehen: Seid ihr da neugierig, bewegt ihr euch gerne und freiwillig von Holz weg und auf neue Materialien zu? Carbon finde ich zum Beispiel sehr interssant, und auch die verschiedenen Ansätze der LD Konstruktionen. Konkurrenz belebt das Geschäft, Neues auf dem Markt sehe ich als was Positives und vor allem Firmen, die Neuerungen pushen, sehe ich als Faktoren die Poolbillard beleben und versuchen, interessanter zu gestalten, also daher stehe ich Innovationen jeder Art hier grundsätzlich positiv entgegen. Ich hab für mich z. B. die Vorteile von Carbon erkannt und bin sehr froh darüber, dass ich mit meinem Mezz Axi und Cynergy eine richtig klasse Kombination gefunden habe. Nichts desto trotz spiele ich das aktuell nicht, aber vielleicht mal wieder zu späterer Zeit, wer weiß.

Und wie lässt sich das noch gut mit dem Queuebau als Handwerk verbinden?

Die Seriencue-Hersteller werden ja auch im hochpreisigen Bereich immer transparenter was ihre Konstruktion betrifft. Schaut man sich da mal was ab? Gibt es da Punkte, an denen man ungläubig den Kopf schüttelt?

Beispiel: Mein Setup, das ich am liebsten spiele ist das ACE, mit zusätzlichem Gewicht (Mezz Gewichtschraube), einem 2 Inch Exceed Extender und einem CueTec Cynergy Oberteil. Also vier Teile von zwei unterschiedlichen Marken, weit weg von dem was man einfach so im Laden kaufen würde. Sowas hätte es früher nicht gegeben :D und ich komme damit auch wieder mit wenig Training auf mein bestes bisher dagewesenes Billard-Level. Was aus meiner Sicht darauf hinweist, dass das Customizing schon hilfreich sein kann.

:abo: Also ich glaube man muss einfach erkennen, dass das eigene Spielvermögen weniger von einer Innovation oder einem Zaubermaterial abhängt, sondern primär von den Skills. Ich finde beides OK: Spieler die NIE ihr Material wechseln und Spieler, die jede Woche ein neuen Queue ausprobieren. Und alles dazwischen und drum herum.

Viele Fragen, die man nun abseits von Corona mal diskutieren kann :)


Als Einstein Examina abnahm, fragte ihn einmal ein Student: "Sie stellen in diesem Semester ja genau die gleichen Fragen wie beim letzten Mal." Darauf Einstein: "Das ist wahr. Nur die Antworten sind diesmal anders."

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Re: Queues und ihre aktuelle Entwicklung/"Innovationen"

Beitragvon Fitchner » 23.11.20 13:27

Danke für die vielen tollen Antworten, das ist schon sehr interessant zu lesen :)

Ich adressiere jetzt mal die Verfasser, anstatt alles zu zitieren.

@Ivo: Wo hast du denn das mit dem Holz hier im Thread gelesen? O.o
Meinst du das im Bezug auf das Kielwood? Wasser und Temperatur können sich ja schon gegenseitig beeinflussen ;)
"The torrefaction process involves baking wood in an oxygen free environment at temperatures higher than conventional timber seasoning kilns. Taken to its logical conclusion you would end up with charcoal but stopped short, the wood merely darkens depending on how long it has been roasted.

This colour change occurs due to chemical reactions between the wood’s proteins and its natural sugars, and torrefied maple can range from soft amber to a deep reddish brown that is closer to cherry or even walnut.
" (von der OB Themenseite)
Hältst du das für unstimmig?

@brückenangler: Also das "Gunmetal" scheint in diesem Zusammenhang eine Farbe zu sein...
Wenn man einen für Billard möglichst haltbaren Pin möchte, macht es da einen Unterschied ob man Alu, Titan oder Stainless Steel nimmt?
Und bzgl. des ACE-Wavy Pin mit der Gunmetal Beschichtung...weiß zufällig jemand ob es den zu kaufen gibt? Die drei anderen Varianten finde ich alle auf Elforyn z. B.
Außerdem: Wenn man diese Almite-Legierung verwendet, bringt man sie zwangsläufig auf Aluminium auf? Oder sagt das nichts aus über das eigentliche Matieral des Pins?

@Phong und auch generell:
Der Spruch, "Wer nicht fragt, bekommt keien Antwort" ist leider zum Großteil wahr. Selbst wenn ich zu 100% wüsste was ich will, bzw. perfekt für mich ist, habe ich doch den Eindruck, dass 80% der Verkäufer von Queues mir da nicht weiter helfen können. Und die andern 20% sind Leute, die einerseits verkaufen und andererseits selbst spielen.

Einerseits stimme ich auch zu, dass Custom Cues Handwerkskunst sind und Seriencues nicht. Allerdings haben grade auch die teureren Seriencues inzwischen einen Standard erreicht, an dem einige, wenn nicht sogar viele Custom Cuemaker richtig zu knabbern haben!
Ich würde mein Mezz jetzt z. B. niemals gegen ein Custom tauschen, das mir jemand anbietet. Selbst ein Custom bauen lassen...ja, das bringt wieder einige Vorteile, wie von _Phong_ schon angesprochen. Aber nur dem, der weiß, was er braucht und will. Und nicht, weil es Custom vs. Serie ist.

Achja, mit der ACA hast du natürlich recht, die kam mir auch schon unter und ist prinzipiell auch eine Antwort auf meine Frage. GIbt es vergleichbare Organisationen aber auch außerhalb der USA oder international?


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Re: Queues und ihre aktuelle Entwicklung/"Innovationen"

Beitragvon brückenangler » 23.11.20 16:48

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Rotguss

Bitte das selbst zu lesen und zu interpretieren.

Für eine Werkstoffanalyse könnte man das Elastizitätsmodul, Dichte.....etc....etc, betrachten.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Elastizitätsmodul

Dann käme der Vergleich mit Aluminium, Titan (Grade1-4, teilw. unterschiedlich), Edelstahl
und verschiedenen Messinglegierungen.

Almite
Soll in Japan als Wort für Anodisieren (z.B. mit Aluminium/-oxid) gebräuchlich sein.
Macht wenn es stimmt Sinn, denn Bronze kann, je nach Legierung, anlaufen.

https://www.seida.co.jp/en/

„Gunmetal“ als Farbbezeichnung gibt es auch, z.B. Automobile, -Zubehör und
vieles mehr.

Aluminium mit Aluminium eloxieren oder irgendwie zu beschichten und
es dann Gunmetal (z.B. bezgl.. der Racer-/Felgenfarbe) zu nennen
wäre auch möglich. Top Merchandising.

Einen ACE pin würde auch gern kaufen, wenn aus Bronze....
Antwort Mezz D: nöööööö......etc.
Antwort Mezz USA: We Unfortunately do not sell.....

Vielleicht hat hier jemand eine Möglichkeit ?

VG




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