MaterialSelbstbau eines Pool-Billardtisches

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Selbstbau eines Pool-Billardtisches

Beitragvon treffgarnix » 20.01.20 10:43

Hallo zusammen,

meine anfänglichen Überlegungen waren der Kauf eines 8-Fuß Pollbillardtisches, aber in der Länge ist das ein bisschen zu eng. Die weitere Überlegung war dann, einen 7-Fuß zu kaufen, der aber dann insgesamt wieder fast zu klein ist. Beim Durchstöbern der Angebote sah ich u. a., dass es in diesem Bereich der "kleineren " Tische recht viele gibt, die anstelle Schiefer als Spielfläche Holzwerkstoffe haben. Spontan bin ich da eher skeptisch, ob das dann auch dauerhaft solide Kontruktionen sind mit der nötigen Planparallelität und Schlagfestigkeit.

Aber andererseits reift gerade der Gedanke, dass ich mir einen Tische ja eigentlich selbst bauen könnte, rein von der Herstellungstechnik sicherlich keine Herausforderung. Außerdem könnte ich dann einen Tisch bauen, der ein unübliches Verhältnis Länge/Breite hat, aber genau so groß wie es der Raum erlaubt (ca. 2 m x 2 m).

Dreh- und Angelpunkt der Kontruktion wäre erstmal die Konstruktion der Spielfläche, und hier würde ich mal gerne in die Runde fragen, um Ideen zu bekommen. On top der Spielfläche kann ich mir sehr gut einen Melamin-Schichtstoff vorstellen, darunter dann eine MDF, darunter dann wiederum eine Stahlkonstruktion, welche die nötige Planparallität und Steifigkeit aufweist. Auf jeden Fall muss die Spielfläche sehr schlagresistenz sein, planparallel und auch vomn Klang her schön satt, dumpf.

Any kind of ideas are very welcome! Danke im voraus


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Re: Selbstbau eines Pool-Billardtisches

Beitragvon treffgarnix » 20.01.20 16:49

Als Deckmaterial (direkt unter dem Tuch als Ersatz für Schiefer), könnte ich mir sowas vorstellen:

https://hplplattenshop.de/product/weiss ... -ral-9016/


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Re: Selbstbau eines Pool-Billardtisches

Beitragvon meharis » 20.01.20 18:02

Also ich weiß nicht; ein wesentliches Qualitätskriterium ist doch, dass das Schiefer exakt und plan geschliffen ist, da nur dann die Kugeln auch wirklich geradeaus rollen.
Ich kann mir gerade nicht vorstellen, dass solche Platten auch nur annähernd den Anforderungen entsprechen können.
Das ist aber keine qualifizierte Meinung, sondern eher nur ein Gefühl...


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Re: Selbstbau eines Pool-Billardtisches

Beitragvon willy » 20.01.20 18:06

und wenn Du den Tisch selber konstruierst und Dir die passenden Schieferplatten machen lässt? Könnte mir vorstellen das Sivissidis so etwas machen würde, müsstest Du mal den Eddie anschreiben...



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Re: Selbstbau eines Pool-Billardtisches

Beitragvon Breakfoul » 20.01.20 18:36

willy hat geschrieben:und wenn Du den Tisch selber konstruierst und Dir die passenden Schieferplatten machen lässt?

Bin da vollkommen einer Meinung mit meharis und willy, sofern das Gewicht des Tisches aus statischen Gründen keine Rolle spielt. Wenn der Tisch 2 mal 2 Meter groß werden soll, kann man zum Beispiel vier Platten mit je 1 mal 1 Meter planen, so dass die einzelnen Teile von Grösse und Gewicht her für zwei Personen noch handhabbar sind.

willy hat geschrieben:Könnte mir vorstellen das Sivissidis so etwas machen würde, müsstest Du mal den Eddie anschreiben...

Dies wiederum würde ich nicht empfehlen wegen der Frachtkosten. Sivissidis werden ihre Schieferplatten ja vermutlich nicht selbst anfertigen, sondern sich vom Steinmetz ihres Vertrauens auf Maß schneiden und liefern lassen. Das kann auch jeder Steinmetz, der bei Treffgarnix in der Nähe des Wohnortes ansässig ist. Einfach mal anrufen oder eine Mail schreiben und nach Kosten und Gewicht fragen. Dann kann er sich die Platten bequem nach Hause liefern lassen (ohne, dass es wesentlich teurer wird oder am besten gleich den Preis inklusive Lieferung anfragen) und braucht dann nur noch jemanden, der ihm nachher beim Aufbau hilft.



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Re: Selbstbau eines Pool-Billardtisches

Beitragvon 1291 » 20.01.20 21:56

Ist beim HPL das Overlay in einer glatten Struktur, zum Beispiel Glanz, ist die sicher sehr geeignet für ein ruhiges laufen der Kugeln.

Jedoch ist die Konstruktion entscheidend, da bei vielen Modellen der Bandenrahmen mit der Platte verbaut ist. Da könnte die HPL Platte langfristig leiden.

Dazu kommt, HPL besteht aus Melamin, was ein hoher Zellulose Anteil hat und so schwindet und quillt durch Wasser/Klima.

Ich würde keine HPL nehmen ;-)

Gruss aus der Schweiz

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Re: Selbstbau eines Pool-Billardtisches

Beitragvon treffgarnix » 21.01.20 08:03

:ac:
1291 hat geschrieben:Ist beim HPL das Overlay in einer glatten Struktur, zum Beispiel Glanz, ist die sicher sehr geeignet für ein ruhiges laufen der Kugeln.

Jedoch ist die Konstruktion entscheidend, da bei vielen Modellen der Bandenrahmen mit der Platte verbaut ist. Da könnte die HPL Platte langfristig leiden.

Dazu kommt, HPL besteht aus Melamin, was ein hoher Zellulose Anteil hat und so schwindet und quillt durch Wasser/Klima.

Ich würde keine HPL nehmen ;-)

Gruss aus der Schweiz

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Nachtrag: Melaminharzpapier :-) statt nur Melamin ;-)

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Das ist ein hilfreicher Hinweis, den Rahmen nicht direkt an der Platte zu fixieren. Das würde bedeuten, den Bandenrahmen am unteren Traggestell zu befestigen, das aus Stahl ist, und die Tischplatte wird nur von oben durch den Druck des Bandenrahmen auf die Tischplatte geklemmt.

Folgenden Aufbau im Querschnitt der Tischplatte schwebt mir vor: demontierbarer Stahlrahmen oder Alurahmen (evtl. einfach nur Item-Profile in Höhe 80 - 100 mm, darauf eine 2-teilige 40er Multiplexplatte, darüber die Deckschicht aus 4 mm HPL. Zur Geräuschdämmung auf den Multiplex unterseitig evtl. schwere Gummiplatten oder 2 Lagen Rigips.

Die HPL haben so wie ich es sehe zwar keine Hochglanzoberfläche, aber wahrscheinlich eine leicht strukturierte, wie man sie von vielen einfachen Küchenarbeitsplatten kennt. 4 mm HPL ist enorm schlagfest, bzgl. der mechanischen Festigkeit habe ich keinerlei Bedenken. HPL ist auch sehr stail bei klimatischen Schwankungen. Aber das darunterliegende Birkensperrholz nicht. Um sicher zu gehen dass sich bei Klimawechsel wirklich nicht verformt, müsste man halt das HPL beidseitig aufkleben, das machts etwas teurer aber wäre verschmerzbar.

HPL besteht meist nur auf der Sichtseite aus Melamin-Imprägnaten, darunter werden je nach Dicke mehrere Lagen von Phenolimprägnaten verwenden (ungebleichtes Papier mit Phenolharz imprägniert). Phenol ist sehr hart aber auch schlagzäh, die Canvas-Ferrulen z. B. bestehen ebensfalls aus Phenolharz, als Trägermaterial aber kein Papier sondern Leinengwebe.


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Re: Selbstbau eines Pool-Billardtisches

Beitragvon treffgarnix » 22.01.20 09:00

Gibt es eigentlich Billardtücher in Breiten GRÖßER als 165 cm??


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Re: Selbstbau eines Pool-Billardtisches

Beitragvon SINCERITAS » 22.01.20 15:39

Hmm - mal beim Klaus Zobrekis nachfragen, ob er einem auch custom zugeschnittenes Z9 verkaufen kann....?


kind regards,
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Re: Selbstbau eines Pool-Billardtisches

Beitragvon treffgarnix » 22.01.20 15:44

Wie erreich ich den denn?


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Re: Selbstbau eines Pool-Billardtisches

Beitragvon meharis » 22.01.20 16:16

Laut Simonis gibt es das Tuch entweder in der Breit 66" oder 78" (d.h. ca. 167 bzw. 198cm)
Siehe:
http://www.simoniscloth.com/simonis-styles


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Re: Selbstbau eines Pool-Billardtisches

Beitragvon SINCERITAS » 22.01.20 22:25

treffgarnix hat geschrieben:Wie erreich ich den denn?


von der Z9-Seite geklaut:

Klaus Zobrekis
Kontaktdaten:
Tel: +49 (172) 9413411
E-Mail: info@z9billiardcloth.com
f: https://www.facebook.com/klaus.zobrekis?fref=ts


kind regards,
SINCERITAS

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Re: Selbstbau eines Pool-Billardtisches

Beitragvon treffgarnix » 23.01.20 05:48

Danke? Hab ihn mal angeschrieben


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Re: Selbstbau eines Pool-Billardtisches

Beitragvon Schopi68 » 23.01.20 12:38

Nur mal so als Hinweis für die Platte:

Die BCA-Spezifikationen erlauben bei der Tischplatte eine max. Toleranz in der Ebenheit von +0,5mm in der Länge und +0,25mm in der Breite des Tisches. Bei mehrteiligen Platten darf der Unterschied am Übergang nach dem Leveln des Tisches 0,13mm nicht überschreiten (So genau müssen die Platten dort also gearbeitet sein).

Ich wage zu bezweifeln, daß eine HPL-Platte (oder sonst ein Kunststoff) auf Dauer diese Spezifikationen einhalten kann. Und ja, wenn es mehr ist, laufen bei den heutigen schnellen Tüchern meiner Erfahrung nach die Kugeln durchaus mal einen kleinen Bogen.



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Re: Selbstbau eines Pool-Billardtisches

Beitragvon treffgarnix » 23.01.20 12:59

Diese Toleranzen sind mit dem richtigen Unterbau und der richtigen Konstruktion und Bearbeitung machbar, aber sicherlich schwieriger zu schaffen als mit plangefrästen Steinplatten. Und ich bin da letztlich ja auch niemandem eine Leistungserfüllung schuldig.

Ich mach mir im Moment mehr Gedanken wie der Sound sein wird, der Tisch soll möglichst "satt" klingen. Aber da hab ich schon Ideen.

Die Rahmenkobstruktion fordert mich im Moment gedanklich am meisten, hier bin ich noch relativ unkonkret in der Ideenfindung. Das soll u. a auch mit standard Schreinrrausstattung realisierbar sein.


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