MaterialKaufberatung Pool Queue

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Unfreakable
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Kaufberatung Pool Queue

Beitragvon Unfreakable » 04.08.19 23:02

Servus zusammen,

ich bräuchte ein paar Leute für ein kleines Brainstorming.

Vor 20 Jahren habe ich aktiv im Verein Billard gespielt. Ich nahm an allem Teil, was man sich so vorstellen kann (Ligen, Turniere, Meisterschaften etc.) und konnte relativ schnell erste Erfolge (höhere Platzierungen und Pokale) erzielen. Leider zwang mich mein gesundheitlicher Zustand den Sport aufzugeben. Zu allem Überfluss wurde mir damals mein geliebtes Queue gestohlen. Es handelte sich um ein Meucci im Plain Jane Style. Um welches Modell es sich handelte kann ich gar nicht mehr sagen. Ist auch nicht so wichtig.

Jedenfalls geht es mir gesundheitlich deutlich besser und ich würde gerne wieder regelmäßig spielen. Vielleicht irgendwann sogar wieder in einem Verein. Vielleicht auch erstmal alleine. Hauptsache regelmäßig. Und natürlich möchte ich wieder einen tollen Queue haben. Mein Trainer sagte zwar immer, dass ein guter Spieler auch mit einem Besen gut spielt, aber ... nein. Die Hausqueues reichen mir einfach nicht. Ich möchte ja auch ernsthaft trainieren (dazu gibt es dann mal einen extra Faden, zu geeigneter Zeit) und da hilft, so meine Überzeugung, ein konsistentes Spielverhalten enorm.

Mein Traumqueue wäre ein Naturals 2 Triple-A Cocobolo Queue von Cuechanger. Ob ich damit klar käme steht auf einem anderen Blatt. Ich nehme aber an, dass ich nach einer so lange Pause als "unbeleckt" durchgehe und mich durchaus an ein neues Material gewöhnen kann. Meucci sind ja eher weich. Diskussionen, was besser zu einem Anfänger passt, gibt es genug. Da finde ich sicherlich genügend Antworten zu allen möglichen und unmöglichen Fragen.

Ich bin gerade aus Aachen in den Großraum Stuttgart gezogen, bin aber noch öfter in der alten Heimat (wenigstens alle 3 Monate) und könnte sicher mal in Köln vorbeischauen und ein paar Queues probespielen. Ich weiß ja grundsätzlich, dass da kein Weg dran vorbeiführt.

Leider steht an einem Traumqueue auch meist ein Traumpreis. Etwa 700€ ist eine Hausnummer und ich muss schon eine zeitlang dafür sparen. Und die Anfertigung dauert ja auch eine ganze Weile. Da ist also Geduld gefragt.

Die Fragen, die sich mir stellen, sind folgende: Sollte ich mir erstmal ein solides Serienqueue oder ein gutes gebrauchtes anschaffen? Sollte ich im Rahmen realistischer Möglichkeiten (selbst 2 identische Queues spielen sich nicht völlig gleich, das ist klar) ein Queue aussuchen, was zumindest ähnliche Spieleigenschaften besitzt wie mein Wunschqueue? Macht das, meine Einlassung in Klammern betrachtend, überhaupt Sinn? Und was wäre ein geeigneter preislicher Rahmen, um dann echt "gutes" (wir reden hier von möglichst objektiven Kriterien, nicht persönlichen Präferenzen) Material in der Hand zu halten? Bin ich da mit 300-400€ schon dabei? Nach einer Marke frage ich lieber gar nicht erst. Ich sehe ein, dass das zu keinem hilfreichen Ergebnis führen würde.

Tja, viele Fragen. Ich möchte halt nichts falsch machen, weil das so oder so ein paar finanzielle Einschnitte bedeutet. Deswegen versuche ich auf Nummer sicher zu gehen, obwohl es am Ende doch irgendwie ein Glücksspiel ist, wenn man keine 20 oder mehr Queues zur Probe spielt.

Müsste ich einen bevorzugten Spielstil angeben, könnte ich dazu nichts sagen. Ich hatte seit 20 Jahren immer nur Hausqueues in der Hand. Und die fühlten sich nie ... "richtig" an, versteht ihr?

Was ich mir erwarte sind keine definitiven Antworten, kein "das ist richtig" und "das ist falsch". Dafür ist das alles zu individuell. Schön wären aber ein paar Denkanstöße. Dinge, die ich vielleicht nicht in Erwägung gezogen habe bisher.

Hoffentlich liest sich das nicht wie der übliche "Was soll ich kaufen"-Faden. :lac:

Liebe Grüße,
Mike



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Re: Kaufberatung Pool Queue

Beitragvon helmot » 04.08.19 23:34

Hallo Mike,
im Raum Stuttgart gibt es etliche Spiellokale von Vereinen. Geh doch da mal hin und rede mit den Leuten. Sag ihnen um was es dir geht und es wird genug Spieler, die dich mal ihren Queue testen lassen. Das kostet dich bestenfalls einen Drink und du lernt neue Menschen kennen.



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Re: Kaufberatung Pool Queue

Beitragvon mimi-gp » 05.08.19 00:40

Hallo,

komme aus dem Großraum Stuttgart. Bin zwar kein so großer Händler wie Cuechanger, aber habe durchaus ein paar Queues die du, natürlich ganz unverbindlich- mal testen und anspielen kannst. Vielleicht stellst sich dadurch ja eine gewisse Tendenz fest, und eine Richtung, in die es dich zieht.

Grüßle



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Re: Kaufberatung Pool Queue

Beitragvon SINCERITAS » 05.08.19 01:00

also die Naturals vom Markus sind ja bekannt für das Vollholz-Feeling, satten Hit und dafür, dass jedes Holz anders schwingt und das auch so gewollt ist - also kein Core des Forearms, damit sich alle mehr oder weniger ähnlich spielen, sondern jedes Holz soll sich bewusst anders anfühlen. Da wird es schwer sein, etwas in diese Richtung bei den Serienherstellern zu finden, da alle ihre Queues ja eher darauf trimmen, dass sie möglich homogen und gleich sind. Aus demselben Grund wird es wohl nicht so einfach sein, das passende Holz im Naturals selbst auszusuchen und man wird probieren müssen, welches für einen am besten passt - wer weiß, ob Coco am Ende das Feeling gibt, mit dem du dich am wohlsten fühlst, oder ob Ebony sich doch etwas geiler anfühlt, oder Kingwood, oder oder...

und für die Zwischenzeit: wenn es mehr in diese Vollholz-Richtung gehen soll, dann würde ich vllt. zu Mezz tendieren (oder auch zu den Vollholz von Peri) - neben der Tatsache, dass die sowieso qualitativ absolut top sind, hat Mezz in meinen Augen mit das beste Vollholz-OT von allen Serienherstellern (wie gesagt, Peri vllt. auch, nie selber probiert, nur die positiven rumors gehört). Damit wird man sicher nicht viel falsch machen, aber Mezz ist dagegen auch nicht wirklich günstig.... kein Ahnung, ob man das als "Queue bis ich mir mein Traumqueue leisten kann" empfehlen sollte...;)

Wenn du von Meucci kommst, schau mal, ob du die Cuetec R360 Serie mal irgendwo probespielen kannst - die kriegst du für knapp über 200 oder so - das ist so von den modernen LD-mäßigen Queues noch am nächsten dran, denke ich: insgesamt recht soft im Stoß, langer Protaper und insgesamt recht entspannt zu spielen. Ich war selber erstaunt, ich spiele sonst eher harte konische OTs, aber als ich ein R360 mal in den Händen hatte: echt leicht sich daran zu gewöhnen (obwohl hier wieder: subjektiv...)


kind regards,
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Re: Kaufberatung Pool Queue

Beitragvon cuechanger » 05.08.19 09:13

Hi Mike,
schön das Du wieder anfängst und auch schön, das einer meiner Stecken Dein Traumcue wäre. :-)
Ich hätte da mehrere Ideen. Zum einen im Raum Stuttgart mal testen, so wie hier ja auch schon empfohlen.
Zum anderen bekomme ich diesen Sommer noch 5 oder 6 Naturals um die 580 rein, die werden demnächst fertig. Kein AAA, aber trotzdem schön und spielerisch sehr fein.
Sollte ein günstigereres Seriencue eine Zeit überbrücken, bis Du erstmal mehr weist und Dich orientiert hast, dann hätte ich zwei Vorschläge:
Zum einen ein Basis-Lucasi, die sind eher etwas softer und bieten so ein mittel-gutes LD, was zum Eingewöhnen nicht das verkehrteste ist, wenn man von früher noch auf Meucci geeicht ist. Zum anderen Mezz, da kommt ein Basis EC7 mit WX700 auch nicht sooo teuer und bietet ebenfalls einen guten Einstieg. Das WX700 ist ein sehr ordentliches OT und das Mezz ein Top-Cue, dass man später auch noch mit anderen OTs bestücken kann, die brachialer arbeiten und mehr können, wenn man denn will.
Grüße
Markus



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Re: Kaufberatung Pool Queue

Beitragvon mikkes » 05.08.19 09:16

SINCERITAS hat geschrieben:
Damit wird man sicher nicht viel falsch machen, aber Mezz ist dagegen auch nicht wirklich günstig.... kein Ahnung, ob man das als "Queue bis ich mir mein Traumqueue leisten kann" empfehlen sollte...;)



Es müssen ja nicht die Mezz aus den hochpreisigen Serien sein. Da kann man recht gut die Plain Janes der Mezz EC7 Serie empfehlen. Neupreis zwischen 420 und 500 € (je nach Holzsorte). Gute Gebrauchte von denen bekommt man dann natürlich noch deutlich günstiger.


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Re: Kaufberatung Pool Queue

Beitragvon treffgarnix » 05.08.19 09:27

Unfreakable hat geschrieben:Servus zusammen,

ich bräuchte ein paar Leute für ein kleines Brainstorming.

Vor 20 Jahren habe ich aktiv im Verein Billard gespielt. Ich nahm an allem Teil, was man sich so vorstellen kann (Ligen, Turniere, Meisterschaften etc.) und konnte relativ schnell erste Erfolge (höhere Platzierungen und Pokale) erzielen. Leider zwang mich mein gesundheitlicher Zustand den Sport aufzugeben. Zu allem Überfluss wurde mir damals mein geliebtes Queue gestohlen. Es handelte sich um ein Meucci im Plain Jane Style. Um welches Modell es sich handelte kann ich gar nicht mehr sagen. Ist auch nicht so wichtig.

Jedenfalls geht es mir gesundheitlich deutlich besser und ich würde gerne wieder regelmäßig spielen. Vielleicht irgendwann sogar wieder in einem Verein. Vielleicht auch erstmal alleine. Hauptsache regelmäßig. Und natürlich möchte ich wieder einen tollen Queue haben. Mein Trainer sagte zwar immer, dass ein guter Spieler auch mit einem Besen gut spielt, aber ... nein. Die Hausqueues reichen mir einfach nicht. Ich möchte ja auch ernsthaft trainieren (dazu gibt es dann mal einen extra Faden, zu geeigneter Zeit) und da hilft, so meine Überzeugung, ein konsistentes Spielverhalten enorm.

Mein Traumqueue wäre ein Naturals 2 Triple-A Cocobolo Queue von Cuechanger. Ob ich damit klar käme steht auf einem anderen Blatt. Ich nehme aber an, dass ich nach einer so lange Pause als "unbeleckt" durchgehe und mich durchaus an ein neues Material gewöhnen kann. Meucci sind ja eher weich. Diskussionen, was besser zu einem Anfänger passt, gibt es genug. Da finde ich sicherlich genügend Antworten zu allen möglichen und unmöglichen Fragen.

Ich bin gerade aus Aachen in den Großraum Stuttgart gezogen, bin aber noch öfter in der alten Heimat (wenigstens alle 3 Monate) und könnte sicher mal in Köln vorbeischauen und ein paar Queues probespielen. Ich weiß ja grundsätzlich, dass da kein Weg dran vorbeiführt.

Leider steht an einem Traumqueue auch meist ein Traumpreis. Etwa 700€ ist eine Hausnummer und ich muss schon eine zeitlang dafür sparen. Und die Anfertigung dauert ja auch eine ganze Weile. Da ist also Geduld gefragt.

Die Fragen, die sich mir stellen, sind folgende: Sollte ich mir erstmal ein solides Serienqueue oder ein gutes gebrauchtes anschaffen? Sollte ich im Rahmen realistischer Möglichkeiten (selbst 2 identische Queues spielen sich nicht völlig gleich, das ist klar) ein Queue aussuchen, was zumindest ähnliche Spieleigenschaften besitzt wie mein Wunschqueue? Macht das, meine Einlassung in Klammern betrachtend, überhaupt Sinn? Und was wäre ein geeigneter preislicher Rahmen, um dann echt "gutes" (wir reden hier von möglichst objektiven Kriterien, nicht persönlichen Präferenzen) Material in der Hand zu halten? Bin ich da mit 300-400€ schon dabei? Nach einer Marke frage ich lieber gar nicht erst. Ich sehe ein, dass das zu keinem hilfreichen Ergebnis führen würde.

Tja, viele Fragen. Ich möchte halt nichts falsch machen, weil das so oder so ein paar finanzielle Einschnitte bedeutet. Deswegen versuche ich auf Nummer sicher zu gehen, obwohl es am Ende doch irgendwie ein Glücksspiel ist, wenn man keine 20 oder mehr Queues zur Probe spielt.

Müsste ich einen bevorzugten Spielstil angeben, könnte ich dazu nichts sagen. Ich hatte seit 20 Jahren immer nur Hausqueues in der Hand. Und die fühlten sich nie ... "richtig" an, versteht ihr?

Was ich mir erwarte sind keine definitiven Antworten, kein "das ist richtig" und "das ist falsch". Dafür ist das alles zu individuell. Schön wären aber ein paar Denkanstöße. Dinge, die ich vielleicht nicht in Erwägung gezogen habe bisher.

Hoffentlich liest sich das nicht wie der übliche "Was soll ich kaufen"-Faden. :lac:

Liebe Grüße,
Mike


Bei den Naturals und vor allem in Cocobolo hast Du ein sehr geringes Widerverkaufsrisiko, sofern Dir das nicht liegen sollte. Aber die Chance ist groß dass Du gut damit zurecht kommst, die Naturals liegen gut in der Hand und lassen sich sehr gut dosieren, eines der besten Custom-Konzepte das ich bisher hatte. Und für den Preis unschlagbar im Preis-Leistungsverhältnis!

Je mehr Du anfängst zu testen desto unsicherer wirst Du vielleicht. Ich würde bestellen und warten, und im worst case kriegst Du es mit minimalem Abschlag wieder weiterverkaufst. Und beachte dass Cocobolo immer rarer wird ..


Als Einstein Examina abnahm, fragte ihn einmal ein Student: "Sie stellen in diesem Semester ja genau die gleichen Fragen wie beim letzten Mal." Darauf Einstein: "Das ist wahr. Nur die Antworten sind diesmal anders."

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Re: Kaufberatung Pool Queue

Beitragvon Unfreakable » 05.08.19 17:41

@helmot
Ich muss zugeben, dass es mir schwer fallen würden, im privaten Rahmen einfach in Vereinen aufzutauchen um die Queues von geneigten Spielern zu testen. Nicht, dass ich annehmen würde, dass das negativ aufgenommen würde. Ich erinnere mich zumindest, dass Spieler damalstm eine ziemlich eingeschworene Gemeinschaft und sehr hilfsbereit waren.
Unter solchen Rahmenbedingungen bin ich einfach ein wenig, hm ... "socially awkward".

@mimi-gp
Oh, das klingt gut. Da würde ich dich glatt mal beim Wort nehmen. Wo findet man dich denn ungefähr? Ich wohne in Markgröningen (Kreis Ludwigsburg, 15-20 Min von Stuttgart entfernt).

@SINCERITAS
Vollholz-Feeling und satter Hit klingt toll. Kann ich mir zwar nicht (mehr) so arg viel drunter vorstellen, aber es klingt ziemlich anziehend.

Okay, ja. Das verstehe ich mit dem Vollholz. Einerseits macht es das für Anfänger natürlich etwas schwieriger, andererseits finde ich die Individualität dann auch wieder anziehend. Das Einzigartige übte schon immer eine gewisse Faszination auf mich aus.
Das bedeutet dann aber so oder so Queue-Lotto. Der Queue wird ja erst gebaut, wenn ich ich bestelle, nehme ich an. Dann würde probespielen nicht arg viel bringen, außer ich möchte ausloten, ob ich nun eher hartes oder weiches Material bevorzuge.

Das meine Wahl auf das Cocobolo fällt liegt natürlich bisher rein an der Optik. Das ist einfach eines der schönsten Hölzer. Und gerade in das Cocobolo-Queue auf der Webseite (da gibt es ein Foto mit mehreren Naturals 2) habe ich mich gleich verliebt. Auch farblich erinnert es mich an "Lucille" (ja, mein Meucci hatte einen Namen :lac: ).

Wenn Markus also Vollholz verbaut, ist das die Richtung, in die ich mich orientieren würde, was ein Übergangsqueue (falls ich es denn über's Herz bringe, mich davon zu trennen. Ihr kennt das Problem bestimmt)

@cuechanger
Ich muss zugeben, dass mir der Unterschied zwischen AA und AAA-Holz nicht geläufig ist. Intuitiv würde ich vermuten, dass AAA-Holz länger gelagert/getrocknet wurde und dadurch weniger arbeitet und formstabiler ist. Vielleicht auch weniger "Astlöcher". Vielleicht auch eine besonders schöne Maserung? Vielleicht klärst du mich da in ein oder zwei Sätzen auf.

Ja. Deine Queues haben es mir auf den ersten Blick angetan. Tolles Holz und gute Verarbeitung, da brauche ich keine Points und Inlays. Dazu ein schönes Griffleder und ich bin glücklich. Je aufwändiger die Points und Inlays sind, desto mehr finde ich, was mich stört. Nur Details vielleicht, aber dennoch. Ich müsste ein solches Queue also von 0 selbst gestalten und anfertigen lassen, und das ist defintiv nicht machbar.

Ob ich noch "geeicht" bin, weiß ich nicht. 20 Jahre und eine handvoll Gelegenheiten mit einem Hausqueue dürfte mir das ausgetrieben haben. Vielleicht irre ich mich aber.
Das tolle an meinem Meucci war, dass ich ohne Anstrengung die weiße quer über den Tisch und wieder zurückziehen konnte. Die beigebbare Menge an Effet war einfach unnormal. Allerdings, wenn man präzise spielt, und das sollte das Ziel sein, kommt man bestenfalls nicht in solche Situationen. Deswegen möchte ich mich jetzt direkt gegenteilig orientieren und ein Material, was mich ein wenig fordert, was das Spielvermögen angeht, dies aber mit meinem Wachstum als Spieler belohnt. Ist das ansatzweise nachvollziehbar? :lac:

Das Mezz EC7 klingt gut. Findet man ab 403€. Das läge am oberen Ende der Schmerzgrenze für ein Übergangsqueue. Durchaus eine bedenkenswerte Option.
Lucasi schaue ich mir aber auch noch an, obwohl "mittel-gutes LD" nicht sehr anziehend klingt. Andererseits ist mein Spiel gerade so unpräzise, dass ich wohl kaum einen Unterschied merken würde.

@mikkes
Noch eine Empfehlung für das EC7. Ich schaue mir die nochmal genauer an.

@treffgarnix
Ah, schön. Jemand der mich versteht und zu einem Spontankauf rät. :zuf: :zuf:

Tatsächlich neige ich dazu, mich schnell verunsichern zu lassen. So sehr, dass ich unter Umständen am Ende nichts kaufe aus Sorge, dass ich die falsche Wahl treffe. Was natürlich total Banane ist.

Nein, ich denke 700€ rechtfertigen eine persönliche Auseinandersetzung mit dem Material. Und wie gesagt, zur Not wird man ein gutes Queue mit wenig Verlust wieder los. 100%ige Sicherheit gibt es halt nie im Leben.

Danke derweil für die Antworten. Da ist viel Bedenkenswertes bei.



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Re: Kaufberatung Pool Queue

Beitragvon SINCERITAS » 06.08.19 10:11

leider bedeutet "satter Hit" für jeden auch was anderes, weil jeder das Feedback vom Queue durch die Hand zum Arm nun mal anders empfindet... aber Fakt bleibt, dass die Queues von Markus mehr auf die Schönheit der einzelnen Holzsorten und deren individuelles Schwingungsverhalten abzielen.

Ich würde aber auf jeden Fall mal einen Cuechanger in der Hand haben wollen, bevor ich an Abzug auf eine Bestellung drücken würde: ich habe selber mal einen von einem Vereinskollegen probiert und ja: der hatte eins in Kingwood, lag schön in der Hand, besonders der schlanke Butt. Auch sehr nicer Hit, konnte auf Anhieb verstehen, wieso Markus selber den Kingwood spielt. Aber die standard 12.75 mm am OT waren z.B. für mich persönlich nicht super bequem. Also wenn es langfristig das Ziel ist, einen Naturals zu haben: irgendwo auf jeden Fall mal testen und ausloten, was dir da gut gefällt und was angepasst werden sollte an deine Bedürfnisse.

die WX Oberteile von Mezz sind schon ziemlich Effet-stark, da kriegt man mit wenig Mühe viel Wirkung rein (aber natürlich auch mit dem Nachteil, das es auch leichter ist, ungewollt Effet zu geben...) - wenn man das aber eher nicht möglich und mit mehr Deflection klarkommt, dann das Vollholz-OT von Mezz (das heißt "Mezz Standard OT").


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Re: Kaufberatung Pool Queue

Beitragvon Unfreakable » 06.08.19 17:15

Kannst du das "nicht super bequem" irgendwie für mich übersetzen oder erläutern?

Zur deflection kann ich wirklich gar nichts sagen. Intuitiv würde ich ein low deflection Oberteil wählen. Aber da ist man ganz schnell am Ende dessen angelangt, was sich durch Lesen von Forenbeiträgen erschließen lässt. Ich befürchte, dass ich mit meinem aktuellen Spielvermögen nur wenig Unterschied bemerken würde. Das ganze Finetuning ist ja weg. Deswegen bezeichnete ich mich weiter oben als "unbeleckt".

Damals kam ein Händler zu uns in den Verein mit ein paar Queues. Ich nahm ein paar in die Hand und die waren eher so "Meh!". Als ich dann meinen in der Hand hielt, war das wie eine Offenbarung. Es fühlte sich an wie eine Verlängerung meiner selbst. Es fühlte sich richtig an. Hatte was von Harry Potter. "Der Queue sucht sich den Spieler." :lac: Okay, ist juetzt arg mystifiziert, aber der geneigte Spieler versteht mich schon.

Ich werde definitiv das Angebot von mimi-gp annehmen und versuchen, ganz unvoreigenommen und losgelöst von "Mimimi! Ich will aber den Queue!!! *aufstampf*" ein paar Queues auszuprobieren. Und dann hoffe ich halt, dass ich mit dem Naturals 2 klarkomme.

Aktuell bin ich sehr davon überzeugt, dass es auf das Mezz EC7 hinauslaufen wird, und zwar in der Padouk-Variante. Das ist das günstigste und sollte mir gute Dienste leisten.

Hach, braucht es nur noch den eigenen Tisch. Man würde mich nicht mehr arg oft zu Gesicht bekommen. :lac: Damals habe ich auch teilweise 3, 4 oder 5 Stunden am Tag trainiert. Die beste Zeit meines Lebens.



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Re: Kaufberatung Pool Queue

Beitragvon SINCERITAS » 07.08.19 18:48

mir persönlich waren die 12.75mm in Kombination mit dem speziellen Taper zu dick - definitiv noch gut spielbar, aber für mich persönlich wäre halt ein dünnerer Durchmesser viel bequemer... aber wie gesagt: ist sehr subjektiv, da ich eher dünne Oberteile zwischen 12.0 und 12.5 mm und konisches Taper spiele. Kann sein, dass die 12.75mm für die meisten Leute, die noch an oldschool 13mm Protaper gewohnt sind, genau richtig ist.
Ist nur als Beispiel gedacht gewesen, dass halt etwas bei den "Standard" Parametern der Naturals durchaus mal für einen persönlich nicht so passen könnte und man aber von vornherein schwer feststellen könnte, ohne es wirklich in der Hand gehabt zu haben.

Mezz EC7 ist auf jeden Fall eine solide Wahl - welches Holz du da nimmst, ist wahrscheinlich nicht sooo entscheidend, weil alle Mezz Queues, bis auf 1-2 Serien, gecored sind und die EC7 Serie auch einen Steel pin hat (der United Joint) - die Spieleigenshaften innerhalb der EC7 Serie sollten also wirklich sehr sehr nahe beieinander liegen zwischen allen Modellen. Also Padouk wird schon passen;) - - und Mezz hat auch eine super Auswahl an Oberteilen, für jeden Geschmack was dabei - wenn du also irgendwann doch noch experimentieren wollen würdest und andere OTs testen - alles easy.


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Re: Kaufberatung Pool Queue

Beitragvon Breakfoul » 07.08.19 20:01

SINCERITAS hat geschrieben:mir persönlich waren die 12.75mm in Kombination mit dem speziellen Taper zu dick - definitiv noch gut spielbar, aber für mich persönlich wäre halt ein dünnerer Durchmesser viel bequemer... aber wie gesagt: ist sehr subjektiv, da ich eher dünne Oberteile zwischen 12.0 und 12.5 mm und konisches Taper spiele.

Wer sein Naturals mit anderem Durchmesser am OT haben möchte, braucht Markus nur anzusprechen. Ich habe mir damals auch mein Naturals I mit zwei OT und 12.0 mm bestellt. War kein Problem. :zwi:



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Re: Kaufberatung Pool Queue

Beitragvon SINCERITAS » 07.08.19 22:19

selbstverständlich ist das easy - es war ja nur ein Beispiel für einen Parameter aus der "Voreinstellung" (also so, wie sie auf der DoubleDave Webseite kommen, ohne selber Änderungen vorzunehmen), bei dem ich erst live - als ich es in der Hand hatte und ein paar Racks damit geschossen - gemerkt habe, dass es für mich persönlich nicht passen würde. Das Probespielen hätte also meine Wahl der Parameter schon verändert, würde ich mir denn ein Naturals gönnen. Man kann zwar neben der Holzsorte effektiv wirklich nur den Durchmesser des OT frei wählen, aber allein deswegen würde ich ein Naturals OT auf jeden Fall mal in der Hand haben wollen, um zu checken, welcher Durchmesser es eher sein sollte für mich.


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Re: Kaufberatung Pool Queue

Beitragvon Kazoom » 08.08.19 09:43

Das schöne an einem Serienqueue ist - Du kommt nicht damit zurecht, dann gibt es 14 Tage Umtausch (sofern Du es nicht kreidest natürlich).
Mezz wurde genannt und ist mit Deiner Vorerfahrung sicherlich eine gute Wahl und sieht auch sehr gut aus. Gepaart mit einem WX900 bist Du für die nächsten Jahre sehr gut gewappnet.
OB Cues war früher ja auch mal sehr gut, aber seit dem Tod eines Besitzers scheinen die wirklich stark schwankende Qualität und Lieferzeiten zu haben, das ist natürlich Risiko.
Bei Predator zahlst Du den Namen und die Qualität ist jetzt auch nicht soviel besser als bei anderen.

Du kannst natürlich auch einfach einen guten China-Stecken mit LD OT kaufen (Cuetec R360, Players HXT) und einfach ohne großes Nachdenken, Planen und mit geringer Investition loslegen. Die liegen um die 200EUR und sind sehr spielbar und verhauen Dir durch doch geringe Abweichung nicht gleich alles beim Effetspiel.

So als Randgeschichte zum Thema weich/hart/zurecht kommen: ich dachte immer, ich mag es knackig und direkt (konische Oberteile) und soooviel Unterschiede kann es ja garnicht geben. Und dann hatte ich mal ein Meucci in der Hand (schießen mit Lasso) und auf der anderen Seite ein Viking (?) mit dem Standard LD OT. Das war wie mit Eisenstange auf Beton stoßen, das ging durch Mark und Bein. Und dann nimmst Du auch mal ein einteiliges Snooker-Queue und wunderst Dich nochmal...

Und zu Deinem Trainer: Solche Aussagen machen mich persönlich immer sauer. Material ist immer ein begrenzender Faktor, der Können entsprechend fördern oder eben sich garnicht erst entwickeln lässt, sofern man nur den Funken von Feingefühl hat. Niemand tritt bei einer Rallye mit einem Smart an oder spielt als Anfänger ein verstimmtes Klavier, oder?

Viel Freude beim Raussuchen, genug Input hast Du nun ja von vielen Seiten.



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Re: Kaufberatung Pool Queue

Beitragvon nussbaumer1990 » 08.08.19 09:54

14 Tage Umtausch ist zwar nett, aber wenn das nur ungekreidet möglich ist, dann ist es völlig unnötig. Ein Cue ungekreidet zu testen ist schlichtweg sinnfrei und nicht möglich.


Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten.


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