MaterialTaschenbreite Diskusion

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fast-eddie
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Taschenbreite Diskusion

Beitragvon fast-eddie » 05.06.19 18:30

Hallo meine lieben...
nach vielen bestellungen von zumindest unseren sivissidis Tischen gibt es einiges was mir aufgefallen ist hierzulande und will mich etwas belehren lassen...
Bei uns als einzigen hersteller sind die Taschenbreiten OHNE aufpreis zu realisieren.. Maschinel an der Herstellung ist es auch kein problem was man bei der CNC maschine eingibt...
Allerdings nach einigen Tischbezügen in ganz Deutschland fällt mir auf das bei über die hälfte der Billardtische nicht mehr die Materialnorm der DBU erfüllen....selbst bei wichtigen Meisterschaften...
Ist die Materialnorm nicht mehr gültig??? oder wieso werden 2-3 Facings lieblos draufgeklebt damit die Tasche enger werden???? Hier ein Apell an meine lieben Kollegen (Tablefitter) BITTE BITTE nicht die Facings doppeln und noch ein NO-GO...nicht mit einem Messer neue Bandengummis schneiden und mit dem Facing den schlechten schnitt verdecken...
Das Problem dabei ist das wenn ich bei einem Kunden mit 4 Tische die Bandengummis wechseln soll und das vor ort mache mit messer oder klinge ..nach viel viel arbeit ich jede Tasche der 24 anderes maß haben werde wenn ich genau nachmeßen würde..
Bei der Materialnorm der DBU steht 125mm mindesmaß beim Tascheneinlauf (tolleranz 5%) also 119mm in etwa... 2 kugeln a 57,2 ergeben 114,4 mm.... also der allerengste Tisch MUSS erlauben das 2 nebenander liegende Kugeln durchpassenim Tascheneinlauf....die geschichte mit der innenkante und den schieferausschnitt lasse ich bewusst weg.. da kann ich schon bücher schreiben was da alles falsch gemacht wird weil viele Hersteller den schiefer nicht schleifen können oder wollen...oder schlicht, denen das egal ist...
Bei der Mutwillige verengund egeben sich facingbreiten von (selbst gesehen ) 8mm pro seite...!!!! das wenn eine kugel die dort im spiel press anliegt ganz anders abspringt als von einer regulären Bande liegt auf der Hand..Facinggummi ist nun mal kein bandengummi....
Würde mich freuen von euch zu hören und sogar kollegen können gerne nachfragen bei mir jederzeit..ich behandel diese themen streng vertraulich und stelle keinen bloß ...es ist wie beim billardspielen... es ist keine schande nicht alles zu wissen aber eine schande sich nicht zu informieren wenn man etwas nicht weiß und es immer wieder falsch macht.
Und wenn die DBU etwas hilfestellung braucht diesbezüglich erkläre mich gerne bereit etwas auszuarbeiten was die materialnorm betrifft,da der billardsport sich weiter entwickelt hat und die Spieler incl. sonstiges Material viel besser als früher sind..



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Re: Taschenbreite Diskusion

Beitragvon oroeleke » 05.06.19 20:25

Ebenfalls wird die Mindesthöhe von 750mm gerne unterschritten, was ich ärgerlich finde. Das laut DBU-Norm bis 850mm erlaubt sind finde ich krass. Alleine 800mm sind schon grenzwertig hoch!


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Re: Taschenbreite Diskusion

Beitragvon afx » 05.06.19 22:05

oroeleke hat geschrieben: Alleine 800mm sind schon grenzwertig hoch!

Nee, das ist verdammt niedrig.
Die 75-85 cm stammen aus Zeiten der Zwerge. Die Durchschnittslänge der Menschen ist seit dem das festlegt wurde deutlich gestiegen.

cheers
afx



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Re: Taschenbreite Diskusion

Beitragvon willy » 05.06.19 22:14

also ich habe einen Sivvisidis und es ist tatsächlich so, das einem die Taschen im Vergleich sehr großzügig vorkommen. Das liegt daran, das die Banden nicht der Tasche folgen, sondern aufgehen, sodass eben zwei Kugeln nebeneinander rein passen. Die Löcher bis zu dem Bereich wo die Banden beginnen entsprechen den Richtlinien ohne diese auszunutzen, aber ab der Stelle wo die Bandengummis beginnen geht der Einlauf eben auf.



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Re: Taschenbreite Diskusion

Beitragvon fast-eddie » 05.06.19 23:14

Added in 18 minutes 22 seconds:
brunswick GC3 umbau auf artemis Banden..und neues Bandenholz..hier sehr gut zu erkennen die gewünschte verengung durch das Holz..nicht durch facinggummis..



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Re: Taschenbreite Diskusion

Beitragvon oroeleke » 06.06.19 08:01

afx hat geschrieben:Die 75-85 cm stammen aus Zeiten der Zwerge. Die Durchschnittslänge der Menschen ist seit dem das festlegt wurde deutlich gestiegen.


Dann messe mal nach. Gemessen wird bis zur Platte - nicht bis zur Oberkante Bande! Ich kenne einen Verein, der 80cm hat. Und die wollen ihn mehrheitlich wieder etwas runter haben. Wie gesagt, viele kommen gar nicht auf die 75cm. Das ist eher das Problem!

http://files.billard-union.de/handbuch/16-Materialnormen-Pool-12-2007.pdf


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Re: Taschenbreite Diskusion

Beitragvon cuechanger » 06.06.19 09:23

Moijn Eddie,
folgende 2 Dinge: a) Kritik an einem Problem ist ok. Schleichwerbung für Deine Tischmarke hat dabei aber wenig zu suchen. b) Das Problem, welches Du hier ansprichst ist durchaus präsent und ein Ärgernis. Zu b) würde ich mich dann auch wie folgt äußern:

Wir haben eine Materialnorm der WPA, der EPBF und der DBU, die im Wesentlichen alle gleich sind, zumindest bei Taschenbreiten und Einlaufwinkeln.
Fakt ist, dass man irgendwann auf den großen Turnieren zu dem Schluss gekommen ist, dass das Spiel zu langweilig werden würde, wenn man am laufenden band Partien ausschießen kann und dann hat man angefangen, einige "Sonderregeln" für diese Turniere einzuführen, wie z.B. verengte Taschen, hoher Aufbau, Kitchen-Rule usw... Ob das wirklich Publikumswirksamer ist... nun darüber ließe sich streiten. Jedenfalls resultierte kurze Zeit später hieraus ein Trend, der bei höherklassig spielenden Vereinen, bei denen auch entsprechend Topspieler unterwegs waren, dort ebenfalls die Taschen zu verengen, die DBU-Ligen haben auch mit Kitchen-Rule angefangen, usw. undsofort, alles im Sinne der Erhaltung der internationalen Konkurrenzfähigkeit unserer heimischen Topspieler.
Während "Spielregeln" in den unteren Klassen direkt wieder einfach geändert werden können, ist das bei Material am Tisch nicht möglich.
Man findet dann auf einmal bei den großen Vereinen die entsprechend verengten Tische, auf denen nun auf einmal auch die Landes- Bezirks- oder Kreisliga spielen muss. Was dann passiert ist klar. Die heimischen Mannschaften gewöhnen sich an dieses andere Spiel (Du musst ja in der Tat nicht nur genauer spielen, sondern auch anderen Spielaufbau betreiben, weil bestimmte Bälle nicht mehr ohne weiteres machbar sind) und haben plötzlich einen immensen Heimvorteil gegenüber Mannschaften, die heimisch auf der Norm entsprechenden Tischen spielen. Und weil das so ist, haben mittlerweile auch ganz viele andere Vereine auf enge Taschen umgestellt, die Herr über ihre Tische sind. Die Leidtragenden sind alle anderen Vereine, die sich nun einer vollkommen unfairen Wettbewerbsverzerrung gegenübersehen und unter die Räder kommen, mal ganz abgesehen davon, dass es nicht sinnvoll sein kann, flächendeckend auf zwei gänzlich unterschiedlich zu spielenden Tischarten spielen zu müssen. Ich persönlich hätte da auch überhaupt keinen Spaß dran. Ich bin 47, meine Augen sind nicht mehr so doll und generell war ich noch nie allzu stark als Spieler. Ich kann mal 3, 4 Partien ausschießen oder ne Serie über 50. Das sind dann aber Ausnahmefälle, die mir eher selten passieren und dementsprechend freue ich mich darüber. Auf Taschen, die nicht mehr 11.5 sondern 9.5cm haben, passiert mir das aber nie mehr. Das würde mir absolut den Spaß nehmen. Auch nicht vergessen darf man, dass viele Vereine in öffentlichen Billardcafes ansässig sind und die dort gar keine Taschenverengungen vornehmen können, um ihre Konkurrenzfähigkeit zu erhalten. Das würden die Cafebetreiber in aller Regel nicht zulassen, außer es ist ein wirklich, wirklich großes Cafe, wo der Verein eigene Tische hat. Ist aber nicht die Regel. Wenn wir also nicht wollen, dass diese absolut unsportliche Wettbewerbsverzerrung anhält, dann haben wir hier schon seit längerem akuten Handlungsbedarf seitens der DBU, die mit ihrer Tolerierung dieser Zustände mal wieder nicht zu Ende gedacht hat und dieses Chaos jetzt bewältigen muss. Bringt man WPA und EPBF nicht dazu die Materialnorm zu ändern und damit zigtausend öffentliche Tische als nicht mehr Sportkonform zu erklären, muss man eben anfangen, die Norm im Ligabetrieb wieder durchzusetzen. Ich für meinen Teil habe bei einer Vielzahl von Auswärtsspielen überhaupt keinen Bock mehr, da hinzufahren, weil ich genau weiß, dass ich mich auf deren Tischen stundenlang einschießen müsste, um mich ansatzweise an das andere Spiel (und genau das ist es) dort zu gewöhnen und da dies unrealistisch ist, weiß ich, dass ich da den Arsch voll kriege. Das motiviert tierisch, nächste Saison wieder zu spielen. Ich kenne allein in unserem kleinen Verein 4 Leute, die aufgehört haben und sagen, wenn sie mal einspringen sollten, dann nur zu Hause. Das wäre ne komplette Mannschaft.
So sorgt man nicht für gleiche und faire Bedingungen, die Voraussetzung für jeden seriösen Sport und so tut man auch sicher nichts gegen den anhaltenden Spielerschwund.



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Re: Taschenbreite Diskusion

Beitragvon fast-eddie » 06.06.19 09:49

Hallo mein Freund und danke für deine Meinung die ich fast mit dir teile.. Eine schleichwerbung war nicht mein Ziel..wollte nur sagen das ich mich mit der Materie Tasche und Taschengeometrie incl. Schieferschnitt sehr lange befasst habe und unzählige Stunden beim experimentieren mit leien UND absolute Weltelitespieler ausgetauscht habe diesbezüglich..
Die problematik ist das alles hingenommen wird leider seitens aller beteiligten..ich stelle mir vor wenn nach jedem spieltag BUNDESWEIT in allen Ligen die verlorene Mannschaft einen protest einlegt weil die Tische nicht die Materialnorm entsprechen die DBU reagieren müsste..
Die mode begann als man top Spieler fragte wie die Taschen sein müssen ...Der top spieler sagte natürlich so eng wie möglich weil er so einen vorteil gegenüber nicht so begnadete spieler hätte... einen satz konnte auch jeder oberliga spieler mit gute form und etwas guten lauf gegen einen elitespieler gewinnen.....aber bei engen Tischen sinken seine chanchen nun mal....
international hat man dann immer enger gemacht und alle vereinsrepresentanten haben gesehen das die Taschen viel enger sind und haben das in den vereinsheimen nachgemacht....auf dem ersten Blick ist es ok aber hier beginnt das eigentliche problem.
Bei diesen grossen veranstaltungen sind die tücher immer neu und so rutscht auch viel mehr drin auch beim engen Tisch.. in den vereinsheimen wo in der regel 2 jahre das Tuch drauf ist sind die Tische mit etwas ungünstigere luftfeuchtigkeit etc. das 2e Jahr die Tische unbespielbar....wenn die press breakbälle nicht gehen beim 14.1 dann würde ich mich fragen warum man da noch pool spielt und nicht snookern geht.
Snooker ist übrigens wiedermal lichtjahre dem pool im vorraus.. es gibt eine offizielle Taschenschablone die JEDER Tisch weltweit erfüllen muss... egal ob in england oder in alaska... gleiche taschen...pool hat mit seine Materialnorm mit extremste abweichungen von-bis dringenden nachholbedarf...und das sind nur die Taschen.. wenn ich bandengummisvergleiche dazu nehme dann schreiben wir in 5 jahren noch in diesem Beitrag..
am besten wir machen die gleich eine kugelbreite weit damit die Pyramidespieler zum pool wechseln oder ganz zu und dann hätten wir die karamboler auch ...lol..
pool muss pool bleiben ist meine meinung.. und pool muss wie in der vergangenheit die masse anziehen...nicht die klasse...wenn die breite masse da ist dann kommen die Gelder...und wenn die gelder da sind dann kommt auch die klasse ganz von alleine....



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Re: Taschenbreite Diskusion

Beitragvon cuechanger » 06.06.19 10:27

Ja, so ne Taschenschablone wär schon sinnvoll. Vorausgesetzt natürlich, unser geschätzter Dachverband würde sich dazu durchringen, einheitliche Standards durchsetzen zu wollen. Aber genau da liegt wohl das Problem...
Besonders widerlich zu spielen sind die Tische auch noch dann, wenn -wie oben beschrieben das Tuch alt- oder dreckig oder generell langsam ist und dann in Verbindung mit diesen unsäglichen China-Superspeed-Banden und zu engen Taschen versehen sind, bei denen am Besten auch noch der Einlaufwinkel verschlankt wurde. Das sind Tische, bei denen Du nach 2 Brettern so verunsichert bist, dass Du keine 3 Ball mehr machst. Du weißt nicht mehr wie Du stellen sollst, weil Du voll reinbuttern musst, solange Du die Stellung frei auf dem Tisch spielst, gleichzeitig aber anfangen musst zu lutschen, sobald ne Bande ins Spiel kommt, weil das Ding da rausflippert, als häts ne Weltreise vor. Diese Mischung aus grottenlangsamen Tuch mit super schnellen Banden ist der blanke Horror. Und dann klappert auf solchen Taschen auch noch jeder, aber wirklich absolut jeder Ball, der nicht exakt Lochmitte gespielt wird, weil das Bandengummi beim Einlauf wie ein Flipper reagiert und womöglich noch der Einlaufwinkel der Taschen so steht, dass Bälle die man die Bande lang spielt kaum noch fallen können, mit Druck für ne Folgestellung schon gar nicht. Und das greift um sich. Jeder Vereins-Alpha-Honk entwickelt seine eigene Vorstellung davon, was er gut finden würde und die Tablefitter bauen das, was der Verein will. Und am Ende kommst Du eben als Gastmannschaft da rein und musst auf nem Tisch ran, der mit dem, was Du eigentlich kennst, nix mehr zu tun hat.



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Re: Taschenbreite Diskusion

Beitragvon treffgarnix » 06.06.19 11:03

cuechanger hat geschrieben: ... Das motiviert tierisch, nächste Saison wieder zu spielen. Ich kenne allein in unserem kleinen Verein 4 Leute, die aufgehört haben und sagen, wenn sie mal einspringen sollten, dann nur zu Hause ...


So ist es bei mir. Nachdem ich vor einigen Jahren eine Saison fix in ner Mannschaft spielte, gings dann danach wie auch schon davor weiter als Springer. Da ich unter der Woche nicht selten unterwegs bin und auch häufig im Ausland, wo ich keine Spielmöglichkeiten habe, begrenzte ich bisher mein Engagement auf 1-2 Einsätze pro Saison. Das letzte Mal vor einigen Wochen war das der Fall, auswärts, und zwar in einem extrem beengten Raum und mit unterdurchschnittlicher Beleuchtung. Natürlich liegt es primär an mir dass ich insgesamt schlecht spielte und jammere auch nicht, das war schnell abgehakt. Aber es ist hier auch der Fall ähnlich wie bei dem Taschenthema, dass ich die wenige Zeit nicht damit verplempern möchte, auf Tischen bzw. unter Bedingungen zu spielen, an die ich mich erst nach vielen Spielstunden gewöhnen kann. Der Spaßfaktor ist da ruck zuck mal weg..

Was ich damit sagen möchte: Taschen sind nur einer von EINIGEN Gründen, wo das Thema Heimvorteil eine nicht unbedeutende Rolle spielt. Von daher würde ich das sogar noch weitertreiben und fordern wollen, dass im Ligabetrieb nicht nur Taschen und andere Tischdetails genau vorgeschrieben werden sollten, sondern auch Umgebungsbedingungen.

So, und das Gegenteil dieser wohl kaum durchzusetzenden fiktiven Forderung wäre: Heimvorteil-Effekt hinnehmen oder nicht hinnehmen, das kann nur jeder für sich selbst entscheiden. Ich vermute aber dass rein wegen verschiedenen Taschengrößen der Ligabetrieb nicht essentiell leiden wird, die Summe der Heimvorteilfaktoren ist vielleicht eher ein Grund. Ich habe mich hierzu entsprechend neu ausgerichtet..


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Re: Taschenbreite Diskusion

Beitragvon nussbaumer1990 » 06.06.19 11:53

Mal von den Tascheneinläufen abgesehen, ist es für viele Vereine/Lokalbetreiber doch auch eine Frage des Geldes. In unserem Verein wurden vor kurzem die Tücher neu gemacht, nachdem mitunter meinerseits schon massiv protestiert wurde (der letzte Tuchwechsel lag ca. 3 Jahre zurück). Die Tische werden/wurden vom Betreiber nicht wirklich gepflegt und so spielen sich die Tücher natürlich noch schneller ab. Wir haben auch dazu geraten, die Bandengummis zu tauschen, weil die vom Gefühl her ebenfalls schon durch sind. Was ist passiert?
Es wurden billige Tücher, wie oben beschrieben, gekauft und bezogen wurden die Tische in Eigenregie von einem Spieler unter Anleitung eines Carambolspielers, der im Carambolverein schon "ein paar Tische" bezogen hat. Die Gummis, die großteils noch dieselben sind wie vor 15 Jahren, wurden nicht getauscht und auch die Tascheneinläufe wurden nicht gemacht, weil das Know-how einfach nicht vorhanden war.
Jetzt haben wir zwar an sich gute Tische, aber mit alten Banden, schlechten Einläufen und einem Tuch, das maximal ein paar Monate gut spielbar bleibt.


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Re: Taschenbreite Diskusion

Beitragvon treffgarnix » 06.06.19 12:13

Oh je das hört sich nach Frustration an... habt Ihr denn nicht genug Spieler und Enthusiasten, um einen eigenen Verein zu betreiben mit eigenem Vereinsheim?


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Re: Taschenbreite Diskusion

Beitragvon tintin » 06.06.19 12:22

Auch in einem eigenen Vereinsheim ist das eine Kostenfrage. Nur ist man dann selber der Betreiber, der Kosten sparen muss, man lernt allerdings dann, dass so manch ein Billard Cafe Betreiber vielleicht gar nicht zu Unrecht über Kostenersparnis nachdenkt.
Im eigenen Vereinsheim kommt dann aber auch noch dazu, dass viele Spieler ihre eigenen Vorstellungen über Tuch, Banden und Taschen haben, ebenso wie Beleuchtung, Tischhöhe und Tischstandort .....

Kurzum, wenn vieles in der Entscheidung der Besitzer ist, wird es immer zu diversen verschiedenen Lösungen kommen, insofern wäre mir auch eine striktere Vorgabe seitens der Verbände lieber.



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Re: Taschenbreite Diskusion

Beitragvon nussbaumer1990 » 06.06.19 12:25

Leider nein. Unser Poolverein (http://www.bsv-pegasus.at) umfasst derzeit ca. 20 zahlende Mitglieder und läuft in einer Gemeinschaft mit einem kleinen Snooker- und einem Carambolverein mit. Die Lokalität ist recht groß, wir haben insgesamt 4 Carambol-, 3 Snooker- und 9 Pooltische. Ich bin nicht in die Finanzen eingebunden, allerdings dürften laut Aussage der Betreiber Raummiete und Betriebskosten nicht unerheblich sein. Wir sind auch ein öffentliches Lokal und auf Laufkundschaft angewiesen. In unserer Gegend bzw. allgemein in ganz Ost-Österreich ist die Begeisterung an Billard sehr gering und somit bleibt die große Masse an Laufkundschaft aus. Logischerweise sind dadurch auch die finanziellen Mittel begrenzt.


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Re: Taschenbreite Diskusion

Beitragvon fast-eddie » 06.06.19 12:48

nussbaumer1990 hat geschrieben:Leider nein. Unser Poolverein (http://www.bsv-pegasus.at) umfasst derzeit ca. 20 zahlende Mitglieder und läuft in einer Gemeinschaft mit einem kleinen Snooker- und einem Carambolverein mit. Die Lokalität ist recht groß, wir haben insgesamt 4 Carambol-, 3 Snooker- und 9 Pooltische. Ich bin nicht in die Finanzen eingebunden, allerdings dürften laut Aussage der Betreiber Raummiete und Betriebskosten nicht unerheblich sein. Wir sind auch ein öffentliches Lokal und auf Laufkundschaft angewiesen. In unserer Gegend bzw. allgemein in ganz Ost-Österreich ist die Begeisterung an Billard sehr gering und somit bleibt die große Masse an Laufkundschaft aus. Logischerweise sind dadurch auch die finanziellen Mittel begrenzt.



und solche sachen kann man umgehen..Ich rate mal alle Vereine trotz beiträge und feste strukturen einfach 50 CENT pro stunde pro mitglied zu nehmen...spielen 2 leute sind es 1€ pro stunde...
bei 75 spielstunden insgesammt die jeder Verein haben sollte für alle mitglieder sind es 75€ im monat , 900,-€ im jahr also 1800,-€ in 2 Jahren...was übrig bleibt kann zur seite gelegt werden und da sind locker alle 8 oder 10 Jahren die Bandengummis auch zu erneuern...
die vielspieler zahlen natürlich mehr ein..dafür benutzen die auch das gute material öfters und der wenigspieler anders rum...und in zeiten wo eine kreide anstatt 0,30cent über 20€ kostet und eine pommeranze anstatt 0,50 Cent mit einbau 35,-€ sollten die 0,50€ respektabel sein...oder??

4 Tische mit top Tuch kosten etwa 1500,-€ und dann geht die rechnung immer auf...keiner wird die 50 CENT merken und jeder im verein weiß wofür das geld da ist....
nur mal als idee.....




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