MaterialOberteilaufbau

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DerPiekser
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Re: Oberteilaufbau

Beitragvon DerPiekser » 28.06.19 12:12

treffgarnix hat geschrieben:Er hat dem Andy ja nur einen guten Rat geben wollen, und außerdem hat er ihn gelobt ob seiner guten Spielqualitäten, ich bin mir sicher dass Piekser das gut gemeint hat und hier keinem einen Maulkorb verhängen will. Bitte weiter machen, selbst wenn ich im Moment glaube, dass man die Performance eines Oberteils nicht ohne Unterteil und Leder beschreiben sollte.


So ist es!

Andy und ich kennen uns auch. Zumindest ein wenig.

Gruß Stecher



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Schmatzinger
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Re: Oberteilaufbau

Beitragvon Schmatzinger » 28.06.19 12:44

kalleleo hat geschrieben:.....
ON TOPIC: Ich bin auch schon gespannt zu lernen, welchen Einfluss die unterschiedlichen Bauweisen auf die Eigenschaften haben. Aber noch vermute ich, dass es zu viele Parameter gibt und man viele Charakteristiken mit unterschiedlichen Bauweisen hinbekommt.

Added in 11 minutes 3 seconds:
Umgekehrt wird es beim gleiche Modell eines Herstellers Streuungen geben, so dass kein OT wie das andere ist.

Entschuldige, aber welche VERSCHIEDENEN Bauweisen?? Es ist idR ein Stück Holz (meist Bergahorn) runter und rundgedreht, hinten ein Gewinde (bei Metall eine Buchse) und vorne eine Ferrule mit Leder drauf. Da ist nichts verschraubt, nur verklebt. Also allzuviele verschiedene Bauweisen gibt es da wohl nicht. (von den laminierten OTs mal abgesehem).

@treffgarnix
Klar spielt ALLES eine Rolle! Das sehe ich genauso. Und ich behaupte mal, das UT macht bestimmt 30-40% vom Spielverhalten aus. Ebenso spielt das Leder eine große Rolle.

Aber der TE wollte ja nur die Unterschiede vom Taper wissen, wenn alles andere gleich bleibt. In dem Fall wäre nur der Taper in der Gleichung eine Variable, alles andere eine Konstante.

Und unterm Strich: Piekser hat recht, wenn er sagt: bei deiner Spielstärke solltest du dir das selbst beantworten können.

Ich bin davon ausgegangen, daß Andy ein Anfänger ist, noch nicht so gut spielt und unerfahren ist, wenn er nach so etwas fragt.

Ab einer gewissen Spielstärke und entsprechend länger Erfahrung sollte man sich sowas schon selbst beantworten können.



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Re: Oberteilaufbau

Beitragvon DerPiekser » 28.06.19 15:18

Schmatzinger hat geschrieben:Ich bin davon ausgegangen, daß Andy ein Anfänger ist, noch nicht so gut spielt und unerfahren ist, wenn er nach so etwas fragt.


Nö, er spielt Bundesliga :coo: , und das auch relativ erfolgreich. Deswegen mein Kommentar bzw. Verwunderung.



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Re: Oberteilaufbau

Beitragvon AndyD » 29.06.19 12:21

@Stecher

Klar. Ich bin mir bewusst, dass diese Frage hier nichts mit meinem persönlichen Stil oder Weiterkommen zu tun hat. Darauf habe ich gar nicht abgezielt. MIr ging es eigentlich viel mehr um die Thematik an sich.
Es gibt so viele unterschiedliche Oberteile und ich habe davon auch schon wirklich sehr viele gespielt. Aus diesem Punkt heraus denke ich, eine Beurteilung was mir liegt oder eben auch nicht, schon ganz gut treffen zu können.

Die Frage kam mir eigentlich auf, weil ich vor 3 Monaten auf ein neues Oberteil gewechselt habe (welches mir spielerisch sehr gut liegt). Der Taper war für mich anfangs allerdings mehr als nur ein wenig gewöhnungsbedürftig und so stellte sich mir die Frage, wie wurde dieses Oberteil entwickelt. Einen persönlichen Kontakt zum Hersteller / Entwickler habe ich leider nicht.

Da ich es ähnlich sehe, dass es meiner Meinung nach eigentlich nicht so viele Faktoren gibt, die man beim Bau eines Oberteiles variieren kann und ich jetzt nicht aufgrund einer These anfangen möchte an diesem Oberteil rum zu experimentieren, hatte ich mir hier doch erhofft, das jemand technisches Know-How hat um mir hier Unterschiede erläutert.

Das von mir jetzt gespielte Oberteil ist recht konisch und besitzt 2 Karbonkerne. Einer vorne, einer hinten. Um eine richtig spezifische Frage zu stellen...mich würde echt interessieren wie sich der Versatz, die Rückmeldung und Kraftübertragung denn ändert, wenn ich den Taper vom 314er auf diese Oberteil übertragen lassen würde. Wenn einmal das Material runter ist und mir das Endprodukt dann nicht zusagt, dann müsste ich ja für 300 Euro mir ein neues Oberteil holen. Irgendwas muss der Hersteller sich ja bei der Entwicklung gedacht haben, so hoffe ich...

Rein aus diesem Gesichtspunkt hätte ich es interessant gefunden wenn hier jemand mit so richtig Ahnung einsteigt...

Ich werde wohl aber so weiter spielen und hoffen mich bis zur kommenden Saison komplett an den Taper gewöhnt zu haben.

Grüße aus der Pfalz
Andy


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Re: Oberteilaufbau

Beitragvon kalleleo » 02.07.19 11:14

Schmatzinger hat geschrieben:Entschuldige, aber welche VERSCHIEDENEN Bauweisen?? Es ist idR ein Stück Holz (meist Bergahorn) runter und rundgedreht, hinten ein Gewinde (bei Metall eine Buchse) und vorne eine Ferrule mit Leder drauf. Da ist nichts verschraubt, nur verklebt. Also allzuviele verschiedene Bauweisen gibt es da wohl nicht. (von den laminierten OTs mal abgesehem).

Mit unterschiedlichen Bauweisen hatte ich all die Variationen im Hinterkopf, die mir so allein bei Holzoberteilen im Laufe der Zeit begegnet sind:
    * Vollholz in einem Stück, laminiert "Torte" (z.B. 314), laminiert "Eierschneider" (Meucci), laminiert geviertelt mit Kunststoff dazwischen (Viking ExactShot)
    * mit oder ohne Carbonkern, Hohlraum oder sonst einem genialen "Bumper" oder Gewichtsreduzierer hinter der Ferrule
    * kurze, lange oder gar keine Ferrule
    * mit oder ohne Gewichtssystem
    * Taper
Sowas halt. Dachte es ginge um solche Unterschiede in der Bauweise, sorry wenn ich mich geirrt habe.



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Re: Oberteilaufbau

Beitragvon Rallepralle » 02.07.19 20:37

@ AndyD
Nun, ich bin kein Queuebauer oder Ingenieur bei Mezz. Aber ich würde das wie folgt sehen.
Sehr entscheidend für den Taper/Bauweise ist auch erstmal der Durchmesser der Spitze. Bei 11,75 bis ca. 12,2 kann man seriös kein Oberteil mit langem Pro Taper bauen. Vielleicht aus Carbon. Aber das wäre dann auch ein Stäbchen... Deshalb kommt hier ein konischer Taper zum tragen um ein gutes Oberteil zu kreieren. Andersherum ginge es auch nicht. Konisch bei 13 mm Start würde einen Brocken ergeben. Insbesondere Customizing Oberteil Bauer setzen deshalb auch oft auf einen Mischtaper um das beste aus allen Wellen zu bekommen. Hohlbohrung noch bei 11,75 ist sicher auch tricki und einen harten Kern brauche ich bei konisch nicht da die Härte und Steifigkeit diesbezüglich auch eher zu hoch als zu niedrig ist. LD bei dünner Spitze mit konischem Schliff aus hartem Holz ist dann schon garantiert und gegeben.
Ob ich dann die LD Fähigkeiten bei Pro Taper und 12,75 bis 13 mm mit Kunstoffkern oder Hohlbohrung oder Laminiert erreiche, ist dann sicher auch die Sichtweise der Hersteller plus Marketing und Chancen am Markt. Mezz z.B. hat ja mittlerweile alles für jeden Geschmack am Start außer Laminiert vielleicht. Sprich sie müssen auch immer sehr gutes Holz hochwertig verarbeiten. Beim laminieren kann ich sicher auch mit anderen Qualitäten arbeiten aber würde sicher keiner sagen oder zu geben. Am Ende des Tages gilt es einfach, sein persönlich bestes Oberteil zu finden und trainieren und dazu lernen oder Qualität halten. Vom ständigen rum probieren und lamentieren ist sicher noch Niemand besser geworden.
Ist so meine Sichtweise.



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Re: Oberteilaufbau

Beitragvon AndyD » 03.07.19 12:11

kalleleo hat geschrieben:
Schmatzinger hat geschrieben:Entschuldige, aber welche VERSCHIEDENEN Bauweisen?? Es ist idR ein Stück Holz (meist Bergahorn) runter und rundgedreht, hinten ein Gewinde (bei Metall eine Buchse) und vorne eine Ferrule mit Leder drauf. Da ist nichts verschraubt, nur verklebt. Also allzuviele verschiedene Bauweisen gibt es da wohl nicht. (von den laminierten OTs mal abgesehem).

Mit unterschiedlichen Bauweisen hatte ich all die Variationen im Hinterkopf, die mir so allein bei Holzoberteilen im Laufe der Zeit begegnet sind:
    * Vollholz in einem Stück, laminiert "Torte" (z.B. 314), laminiert "Eierschneider" (Meucci), laminiert geviertelt mit Kunststoff dazwischen (Viking ExactShot)
    * mit oder ohne Carbonkern, Hohlraum oder sonst einem genialen "Bumper" oder Gewichtsreduzierer hinter der Ferrule
    * kurze, lange oder gar keine Ferrule
    * mit oder ohne Gewichtssystem
    * Taper
Sowas halt. Dachte es ginge um solche Unterschiede in der Bauweise, sorry wenn ich mich geirrt habe.


Hi.

Nein. Genau darum ging es mir ursprünglich. All die von Dir genannten Faktoren machen ebenfalls meiner Meinung nach ein Gesamtpaket aus.
Ich frage mich einfach liegen da wirklich Rechenformeln dahinter oder ist es letztlich, für mich dann doch etwas enttäuschend, eine try and error Methodik die angewandt wird, wenn ein neues Oberteil entwickelt wird. Ich meine irgendwie muss man ja eine Idee haben warum gerade das gebaute Oberteil bessere "LD" Eigenschaften haben sollte als ein Vollholz oder eines anderen LD Oberteiles...

Added in 1 minute 44 seconds:
Rallepralle hat geschrieben:@ AndyD
Nun, ich bin kein Queuebauer oder Ingenieur bei Mezz. Aber ich würde das wie folgt sehen.
Sehr entscheidend für den Taper/Bauweise ist auch erstmal der Durchmesser der Spitze. Bei 11,75 bis ca. 12,2 kann man seriös kein Oberteil mit langem Pro Taper bauen. Vielleicht aus Carbon. Aber das wäre dann auch ein Stäbchen... Deshalb kommt hier ein konischer Taper zum tragen um ein gutes Oberteil zu kreieren. Andersherum ginge es auch nicht. Konisch bei 13 mm Start würde einen Brocken ergeben. Insbesondere Customizing Oberteil Bauer setzen deshalb auch oft auf einen Mischtaper um das beste aus allen Wellen zu bekommen. Hohlbohrung noch bei 11,75 ist sicher auch tricki und einen harten Kern brauche ich bei konisch nicht da die Härte und Steifigkeit diesbezüglich auch eher zu hoch als zu niedrig ist. LD bei dünner Spitze mit konischem Schliff aus hartem Holz ist dann schon garantiert und gegeben.
Ob ich dann die LD Fähigkeiten bei Pro Taper und 12,75 bis 13 mm mit Kunstoffkern oder Hohlbohrung oder Laminiert erreiche, ist dann sicher auch die Sichtweise der Hersteller plus Marketing und Chancen am Markt. Mezz z.B. hat ja mittlerweile alles für jeden Geschmack am Start außer Laminiert vielleicht. Sprich sie müssen auch immer sehr gutes Holz hochwertig verarbeiten. Beim laminieren kann ich sicher auch mit anderen Qualitäten arbeiten aber würde sicher keiner sagen oder zu geben. Am Ende des Tages gilt es einfach, sein persönlich bestes Oberteil zu finden und trainieren und dazu lernen oder Qualität halten. Vom ständigen rum probieren und lamentieren ist sicher noch Niemand besser geworden.
Ist so meine Sichtweise.


Ja, ein Frontend-Durchmesser wird da auch entscheidend sein. Auch ergibt das alles Sinn was Du da geschrieben hast.
Meinst Du also bei Mezz oder anderen Herstellern sitzen da wirklich Ingenieure und rechnen zuvor in der Theorie etwas aus bevor ein Prototyp gebaut und getestet wird?


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Re: Oberteilaufbau

Beitragvon nussbaumer1990 » 03.07.19 12:36

Ich vermute, was für mich Sinn machen würde, dass es hauptsächlich trial and error ist. Logisch, dass die Hersteller bereits wissen, dass weniger Gewicht im Frontend LD zuträglich ist, aber alles andere wird sicherlich probiert, getestet und bei Bedarf geändert.
Theoretisches Beispiel: Was bringt es denn, wenn du ein Oberteil "errechnest", das eine Ferrule mit einem Zehntel Millimeter Wandstärke, 11mm Durchmesser und eine große Hohlbohrung hätte (weil es dann Ultra LD wäre), das Oberteil aber beim ersten harten Stoß zerbröselt?
Bei jedem Hersteller werden Prototypen gebaut und von Maschinen und Spielern getestet. Haltbarkeit (nicht unbedingt Qualität) steht an erster Stelle, da sonst Reklamationen drohen. LD ist zwar maschinell mess- und auswertbar, hängt aber in der Praxis wiederum stark von der Technik des Benutzers ab.
Rückmeldung, Wirkung, etc. wird von Testpersonen bewertet (z.B. gesponserte Profis) und dann wird bei Bedarf weiterentwickelt und angepasst.


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Re: Oberteilaufbau

Beitragvon SINCERITAS » 10.07.19 15:59

Mezz hat auch Laminat - aber nur bei den Snooker-OTs;)


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Re: Oberteilaufbau

Beitragvon AndyD » 10.07.19 16:06

SINCERITAS hat geschrieben:Mezz hat auch Laminat - aber nur bei den Snooker-OTs;)


Mezz bietet auch originale Z und 314er an....also z³ und 314³....kann man alles so direkt bestellen.
Aber was Mezz im Sortiment hat ist mir hier eigentlich ziemlich egal...

Und bisher kamen auch nur Vermutungen...Schade eigentlich...


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Re: Oberteilaufbau

Beitragvon treffgarnix » 10.07.19 16:14

nussbaumer1990 hat geschrieben: ... Haltbarkeit (nicht unbedingt Qualität) steht an erster Stelle, da sonst Reklamationen drohen. LD ist zwar maschinell mess- und auswertbar, hängt aber in der Praxis wiederum stark von der Technik des Benutzers ab.
Rückmeldung, Wirkung, etc. wird von Testpersonen bewertet (z.B. gesponserte Profis) und dann wird bei Bedarf weiterentwickelt und angepasst.


Oh, da hab ich aber so meine Zweifel, zumindest sollten wir da genauer wissen was Du mit Haltbarkeit meinst. Ich verstehe darunter viel mehr als die Vermeidung massiver Schäden. Haltbarkeit heißt für mich z. B.:

* Wie emfindlich geschwächt wird ein Oberteil, wenn ich es ein oder mehrere Zehntel abschleife. Beispiel Z2: Das Ding ist im Bereich der Ferrule derart filigran konstruiert, dass da schon ein Zehntel Abschliff eine erhebliche Schwächung bewirkt.

* Beispiel Ferrulen: Die Ferrule des 314/3 ist extremst veschmutzungsanfällig aufgrund ihrer Vielzahl an kleinen Poren, in denen sich die Kreide ablagert und sich selbst mit intensiver Reinigung kaum mehr entfernen lassen. Schnelles bzw. starkes Verschmutzen ist im erweiterten Sinne für mich ebenso ein Aspekt der Haltbarkeit.

* Ebenso ein erweiterter Aspekt sehe ich in der Qualität der Oberflächenbehandlung. Mezz arbeitet hier mit einer Art Imprägnierung, die relativ tief in die obere Holzschicht eindringt, und vermutlich auch etwas zur Härte der Oberteile beiträgt. Im Gegensatz dazu ist das bei Predator mit ihrer konsequent auf Massenfertigung ausgelegten Konstruktion mit den Pizzastückchen eine absolute Katastrophe. Die Oberteile sind extrem anfällig gegenüber Verschmutzung.

* Beispiel Revo: Wie "haltbar" ist denn das Oberteil, wenn ich mehrmals das Leder gewechselt habe. Lederwechsel ohne jeglichen Abschliff des Deckplättchens geht nicht. Das Deckplättchen ist eh schon filigran gebaut und da darunter gleich das Carbonrohr mit schaumgefüllter Hohlbohrung sitzt, etxrem bruchanfällig sofern das Deckplättchen dünner ist. "Haltbarkeit" drückt sich auch darin aus, wie viel Abschliff die Ferrule erlaubt bzw. das Deckplättchen, das die Ferrule ersetzt.

Wenn ich mir diese Beispiele vor Augen halte, dann mag vielleicht der Gedanke der Haltbarkeit auch im erweiterten Sinn ein Thema gewesen sein, aber man hat dann evtl. die Grenzen zum kritischen Bereich sehr eng gesetzt. Für mich sind das eher Beipiele von geringer Haltbarkeit.

Mal abgesehen davon dass die Hersteller sicherlich viele Testspieler nutzen, bezweifle ich dass echte technische Dauerbelastungsversuche gemacht werden, wie z. B. Test der Biegewechselbeanspruchung in einer technischen Prüfvorrichtung. Ist aber nur meine persönliche Vermutung, vielleicht weiß das jemand konkret wie z. B. Predator die Haltbarkeit unter Belastung simuliert. Ich lasse mich da gerne überraschen :-)


Als Einstein Examina abnahm, fragte ihn einmal ein Student: "Sie stellen in diesem Semester ja genau die gleichen Fragen wie beim letzten Mal." Darauf Einstein: "Das ist wahr. Nur die Antworten sind diesmal anders."

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Re: Oberteilaufbau

Beitragvon SINCERITAS » 10.07.19 16:35

AndyD hat geschrieben:Mezz bietet auch originale Z und 314er an....also z³ und 314³....kann man alles so direkt bestellen.
Aber was Mezz im Sortiment hat ist mir hier eigentlich ziemlich egal...

Und bisher kamen auch nur Vermutungen...Schade eigentlich...


Hmm, ich glaube diese 314-3/Z-3 sind dann aber von Predator gemacht - die haben doch extra diese Pred-Mezz Kooperation und hauen die Pred-OTs für absolut kranke Preise raus, nur weil die dann Mezz-Joints dranmachen...
Ich glaube aber nicht, dass Mezz die Oberteile wirklich selber macht; die machen, glaube ich, wirklich nur ihre Joints drauf und teilen sich dann den massiven Profit mit der Katze;)

Das Snooker-OT ist wenigsten von Mezz selbst entwickelt und aus irgendeinem Grund ist es ein 4-piece Laminat, obwohl Mezz sonst nur Vollholz verbaut und das immer sozusagen ein Statement an ihre exzellente Holzauslese war und sie sich früher, wie ich meine, sogar einfach gegen Laminate ausgesprochen haben - genau deswegen verstehe ich nicht, wieso es beim Snooker-OT ein Laminar ist....?


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Re: Oberteilaufbau

Beitragvon nussbaumer1990 » 10.07.19 21:54

treffgarnix hat geschrieben:
nussbaumer1990 hat geschrieben: ... Haltbarkeit (nicht unbedingt Qualität) steht an erster Stelle, da sonst Reklamationen drohen. LD ist zwar maschinell mess- und auswertbar, hängt aber in der Praxis wiederum stark von der Technik des Benutzers ab.
Rückmeldung, Wirkung, etc. wird von Testpersonen bewertet (z.B. gesponserte Profis) und dann wird bei Bedarf weiterentwickelt und angepasst.


Oh, da hab ich aber so meine Zweifel, zumindest sollten wir da genauer wissen was Du mit Haltbarkeit meinst. Ich verstehe darunter viel mehr als die Vermeidung massiver Schäden. Haltbarkeit heißt für mich z. B.:

* Wie emfindlich geschwächt wird ein Oberteil, wenn ich es ein oder mehrere Zehntel abschleife. Beispiel Z2: Das Ding ist im Bereich der Ferrule derart filigran konstruiert, dass da schon ein Zehntel Abschliff eine erhebliche Schwächung bewirkt.

* Beispiel Ferrulen: Die Ferrule des 314/3 ist extremst veschmutzungsanfällig aufgrund ihrer Vielzahl an kleinen Poren, in denen sich die Kreide ablagert und sich selbst mit intensiver Reinigung kaum mehr entfernen lassen. Schnelles bzw. starkes Verschmutzen ist im erweiterten Sinne für mich ebenso ein Aspekt der Haltbarkeit.

* Ebenso ein erweiterter Aspekt sehe ich in der Qualität der Oberflächenbehandlung. Mezz arbeitet hier mit einer Art Imprägnierung, die relativ tief in die obere Holzschicht eindringt, und vermutlich auch etwas zur Härte der Oberteile beiträgt. Im Gegensatz dazu ist das bei Predator mit ihrer konsequent auf Massenfertigung ausgelegten Konstruktion mit den Pizzastückchen eine absolute Katastrophe. Die Oberteile sind extrem anfällig gegenüber Verschmutzung.

* Beispiel Revo: Wie "haltbar" ist denn das Oberteil, wenn ich mehrmals das Leder gewechselt habe. Lederwechsel ohne jeglichen Abschliff des Deckplättchens geht nicht. Das Deckplättchen ist eh schon filigran gebaut und da darunter gleich das Carbonrohr mit schaumgefüllter Hohlbohrung sitzt, etxrem bruchanfällig sofern das Deckplättchen dünner ist. "Haltbarkeit" drückt sich auch darin aus, wie viel Abschliff die Ferrule erlaubt bzw. das Deckplättchen, das die Ferrule ersetzt.

Wenn ich mir diese Beispiele vor Augen halte, dann mag vielleicht der Gedanke der Haltbarkeit auch im erweiterten Sinn ein Thema gewesen sein, aber man hat dann evtl. die Grenzen zum kritischen Bereich sehr eng gesetzt. Für mich sind das eher Beipiele von geringer Haltbarkeit.

Mal abgesehen davon dass die Hersteller sicherlich viele Testspieler nutzen, bezweifle ich dass echte technische Dauerbelastungsversuche gemacht werden, wie z. B. Test der Biegewechselbeanspruchung in einer technischen Prüfvorrichtung. Ist aber nur meine persönliche Vermutung, vielleicht weiß das jemand konkret wie z. B. Predator die Haltbarkeit unter Belastung simuliert. Ich lasse mich da gerne überraschen :-)


Einige Punkte, die du hier ansprichst, hätte bzw. habe ich für mich unter Qualität eingeordnet. In diesem Kontext steht Haltbarkeit für mich lediglich dafür, dass bei normaler Nutzung keine konstruktiven Mängel auftreten, die ein Oberteil nutzlos machen. Für mich schließt das auch ein Abdrehen oder Modifizieren des Oberteils aus.
Die Auswahl an Holz, Ferrulenmaterial, Kostruktion, etc. fällt für mich dann definitiv in den Bereich Qualität bzw. Qualitätsanspruch des Herstellers an sein Produkt, und dieser Anspruch kann, wie wir wissen, je nach Hersteller stark variieren.


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Re: Oberteilaufbau

Beitragvon willy » 10.07.19 22:17

also was Empfindlichkeit von Predator OTs angeht kann ich sagen dass ich ca. 10 Jahre das erste 314er gespielt habe und nicht gerade vorsichtig damit umgegangen bin und es weder verschmutzungsabfällig noch filigran ist. Ich habe es noch und es ist immernoch einwandfrei. Vielleicht war die Verarbeitungsqualität damals noch eine andere. Was die dünnen Plättchen bei Carbon OTs angeht und die Stabilität der Ferulen bzw. Spitzen kann ich sagen dass ich bei zwei solcher OTs bestimmt fünf Mal ein neues Leder drauf gemacht habe und die OTs auch mit groben und feinem Sandpapier geschliffen habe. Ich stoße auch an mit einem solchen OT mit 11,6mm und die halten das aus (BeCue). Unglaublich wie unempfindlich diese Carbon OTs sind



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Re: Oberteilaufbau

Beitragvon AndyD » 11.07.19 12:49

SINCERITAS hat geschrieben:Hmm, ich glaube diese 314-3/Z-3 sind dann aber von Predator gemacht - die haben doch extra diese Pred-Mezz Kooperation und hauen die Pred-OTs für absolut kranke Preise raus, nur weil die dann Mezz-Joints dranmachen...
Ich glaube aber nicht, dass Mezz die Oberteile wirklich selber macht; die machen, glaube ich, wirklich nur ihre Joints drauf und teilen sich dann den massiven Profit mit der Katze;)

Das Snooker-OT ist wenigsten von Mezz selbst entwickelt und aus irgendeinem Grund ist es ein 4-piece Laminat, obwohl Mezz sonst nur Vollholz verbaut und das immer sozusagen ein Statement an ihre exzellente Holzauslese war und sie sich früher, wie ich meine, sogar einfach gegen Laminate ausgesprochen haben - genau deswegen verstehe ich nicht, wieso es beim Snooker-OT ein Laminar ist....?


Zum Snooker Oberteil kann ich nichts sagen.....ich hatte viele 314² von Mezz und auch sehr viele 314² und 314³ von Predator.
Alle mit einer Gewindebuchse und die Mezz OT´s hatten im Schnitt 15Gramm mehr Gewicht. Also meiner Meinung nach auch andere Hölzer. Laminiert baut fast jeder...Also ich denke eher Mezz hat die gebaut... Aber mehr mag ich dazu hier nicht schreiben. Gerne per PN und nicht hier...


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