MaterialRevo Oberteile Vor und Nachteile

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Gramgebeugt
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Re: Revo Oberteile Vor und Nachteile

Beitragvon Gramgebeugt » 31.01.18 09:01

Ich habe es vor allem wegen der geringen Deflektion und der hohen Spinnlevel bestellt.

Added in 20 seconds:



Schwarzfischer
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Re: Revo Oberteile Vor und Nachteile

Beitragvon Schwarzfischer » 31.01.18 11:37

Wer meint, das ein Revo (oder jedes andere Carbonoberteil) komplett unempfindlich gegen Umwelteinflüsse ist, der täuscht sich.
Carbonfasern sind Matten, die nicht aneinander haften. Die müssen irgendwie verbunden werden. Höchstwahrscheinlich passiert das mit Phenolharzen oä. Und diese Harze sind sehr wohl UV- und Temperaturanfällig.
Aus anderen Einsatzgebieten ist eine "Aufweichung" der Struktur bekannt, die allerdings so schleichend vor sich geht, das der Nutzer das überhaupt nicht mitbekommt. Und natürlich hängt diese "Aufweichnung" auch davon ab, wie häufig das Material belastet wird und wie hoch der Harzanteil ist. Ein Tag im Auto bei 60° macht rein gar nichts! Aber 200 Tage? Wer weiß...

Ob ein Carbonoberteil die Zukunft ist? Schwer zu sagen...
DAS perfekte Material ist es sicher nicht! Aber Holz auch nicht!
Wichtig ist, das es Inovation gibt. Stillstand ist Rückschritt. Vor allem in der Nanotechnik liegen große Chancen.
Ob es jemand kauft/spielt muß jeder selber entscheiden. Besser macht es wohl kaum einen Spieler. Der Preis sollte keine Rolle spielen. Ein Cue/OT ist immer so viel wert, wie jemand bereit ist, dafür zu zahlen. Wem es zu teuer ist - Finger weg! Allen anderen viel Spaß damit.



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Re: Revo Oberteile Vor und Nachteile

Beitragvon Fitchner » 31.01.18 12:06

Gramgebeugt hat geschrieben:Ich habe es vor allem wegen der geringen Deflektion und der hohen Spinnlevel bestellt.


Ich auch^^

Ich sage mal: Wenn es kein Revo gäbe, wäre ich entweder beim WX700 geblieben oder hätte mir das Vantage geholt, weil es ebenfalls über hohe Steifigkeit, geringe Deflection und hohe Spinlevels verfügt, so wie man hört.
Ich finde das klingt wirklich gut, allerdings ist das Teil so unpopulär, dass ich mich frage ob es nicht irgendeinen Nachteil gibt, den Billardspieler da empfinden. Außerdem fühle ich mich mit den 12.5 bzw. 12.4 mm des WX700 und meines Revos zu wohl um einfach so auf 12.9 zu gehen.

Für das Revo habe ich mich entschlossen, nachdem man in einer gewissen Zeitspanne nicht viel substantiell negatives darüber gehört hat, obwohl es einige Skeptiker gab. Das investierte Geld habe ich trotzdem gedanklich abgeschrieben, da keiner sicher weiß wie genau es nun konstruiert ist (die erwähnten Verbindungen der Carbonstrukturen und die Versiegelung z. B.) und sich über längere Zeit verhält. Wie jinzo in einem anderen Thread hier geschrieben hat, ist das OT aber nicht notwendigerweise "unreparierbar". Also bitte keine übermäßige Schwarzseherei.
Eine pflegliche Behandlung ist natürlich trotz der angepriesenen Robustheit angebracht...

Am meisten stört mich persönlich übrigens dass es das Ding nur in zwei Gewindevarianten gibt und man so gezwungen wird, was anderes von Predator zu kaufen (da ich das aktuelle Sortiment nicht schön und auch nicht günstig finde, habe ich das nicht getan) oder es sich von einem Queuebauer anpassen lässt (habe ich getan, so weit so gut :zuf: ).
War für mich doppelt schlecht, weil ich kein Uni-loc möchte. Die Auswahl an Queues mit Radial-Gewinde ist darüber hinaus ziemlich klein.

Die geringe Deflection und gute Wirkung sind auch im Spiel bemerkbar und einfach sehr angenehm. Man kann mit einem geringeren Aufwand das gleiche Ziel erreichen...und auch viel Unsinn anstellen^^
Zuletzt geändert von Fitchner am 31.01.18 12:10, insgesamt 1-mal geändert.


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Re: Revo Oberteile Vor und Nachteile

Beitragvon Fitchner » 31.01.18 12:14

^ Das deckt sich 1:1 mit meiner Erfahrung :D
Welches Leder spielst du wenn ich fragen darf, noch das Victory?


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Re: Revo Oberteile Vor und Nachteile

Beitragvon Robby11 » 31.01.18 12:55

Also ich habe meine Revos bei CEM umbauen lassen auf Wavy Joint....

Ich sag mal von daher kann man eine Revo auf (beinahe) jeden Joint/Pin umbauen, derjenige muß nur wissen was auf ihn zukommt wie das Revo in dem Bereich aufgebaut ist.

Added in 4 minutes 41 seconds:
Zu demThema Low Deflection:

Mir konnte noch niemand erklären warum es sinnvoll ist oder sein soll mit einem Nicht Low Deflection Oberteil an dem eigentlichen Zielpunkt z.b. beim Effetspiel noch mehr "daneben" zu zielen als mit einem Low Deflection Oberteil.



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Re: Revo Oberteile Vor und Nachteile

Beitragvon Schopi68 » 31.01.18 12:58

Robby11 hat geschrieben:Mir konnte noch niemand erklären warum es sinnvoll ist oder sein soll mit einem Nicht Low Deflection Oberteil an dem eigentlichen Zielpunkt z.b. beim Effetspiel noch mehr "daneben" zu zielen als mit einem Low Deflection Oberteil.


falsche Fragestellung. ;)
Die richtige Fragestellung wäre: was für Nachteile haben LD-OTs gegenüber normalen. (Ist z.B. das Stoßverhalten extrapolierbar - was nicht immer der Fall ist?)



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Re: Revo Oberteile Vor und Nachteile

Beitragvon Robby11 » 31.01.18 13:17

das passt natürlich auch !
Danke



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Re: Revo Oberteile Vor und Nachteile

Beitragvon treffgarnix » 31.01.18 17:09

treffgarnix hat geschrieben:
...

Hier zur Info die Textkopie meiner heutigen Anfrage an Predator:

Your request (2224) has been received.

Our office is closed right now, but we'll get back to you as soon as we reopen.

The Predator Group Team

To add additional comments, you can simply reply to this email.


Dear all,

somebody told me that it is not allowed that water gets into contact with the Revo shaft. As I do not understand the reson why, can you please explain this water issue more detailled?

Many thanks in advance and best regards

This email is a service from Predator Group.



... und hier die heutige Antwort von Predator:

Your request (2224) has been updated. To add additional comments, reply to this email.

Brett Gars
Brett Garson (Predator Group)
Jan 31, 09:11 EST

Hello Michael,

Thank you for your email to the Predator Group.

This is a very good question. We recommend that you use Alcohol on Revo because it dries quickly and completely. Water will leave trace elements on the Revo's outer walls that will make the shafts finish not play to its full potential and restrict the fluidity through your bridge.

With long term exposure to water, the Revo's fibers can slightly swell and it will change some of the dynamic playing properties of the shaft.

Thanks for your support,

Brett Garson
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Re: Revo Oberteile Vor und Nachteile

Beitragvon Gramgebeugt » 31.01.18 20:04

Ich hab eigentlich gar nicht vor mein Queue zu wässern. Reinigung mi den Alkoholtüchern geht doch wunderbar. Zudem ist es sehr unempfindlich und benötigt eher selten Pflege.



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Re: Revo Oberteile Vor und Nachteile

Beitragvon treffgarnix » 01.02.18 08:01

OK das was Predator schreibt kann ich nachvollziehen. Die Antwort interpretiere ich so:

- Entgegen einem Holzoberteil, das Feuchtigkeit beim Reinigen absorbiert, kann beim Revo nichts eindringen. Die mineralischen Anteile des Wassers und etwaigen Hautfettanteile bilden dann unter Umständen einen leichten Belag / Schleier, der optisch oder auch haptisch stören könnte. Also auf jeden Fall absolut unkritisch zu sehen. Ich behaupte mal dass man auch ohne Alkohol das Revo mit wässrigen Reinigungsmitteln perfekt sauber kriegt ohne Schlieren und dass das keinen Schaden in irgendeiner Weise anrichtet.

- Längere und intensivere Wassereinwirkung kann die Carbonfasern (oder die Bindemittel) anquellen. Das hätte ich so nicht erwartet. Aber vermutlich muss mans da schon extremst übertreiben um Schaden anzurichten..


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Re: Revo Oberteile Vor und Nachteile

Beitragvon Titleist » 01.02.18 08:26

Tja, ich bin ja nun kein Fan von Carbon. Trotzdem kommt mir die Begründung von Predator etwas merkwürdig vor. Wieso Carbonfasern quellen sollten erschließt sich mir nicht wirklich. Selbige Fasern kommen in Fahrrädern, Golfschlägern usw. vor. Die kommen durchaus mit mehr Nässe in Kontakt als Poolcues.

Nur schreiben sie ja was von "long term exposure". Was immer das heissen mag - wenn man das Revo in einen Teich schmeisst und über Nacht drin lässt, wenn man es mit einem nassen Lappen abwischt und nicht abtrocknet oder was auch immer ... hmm.

Irgendwie glaube ich eher, dass es höchstens mit dem Resin bzw. Kleber zu tun haben könnte, der die Carbonfasern zusammenhält. Dass die Fasern selbst quellen finde ich schon merkwürdig. Vielleicht nur falsch formuliert von Predator, wie auch immer.

Ich bin mal gespannt, welche Berichte es über die Revos in so 3, 5 oder 10 Jahren gibt.

Ich hätte jetzt wirklich mehr Angst davor, dass das OT splittert bei unglücklichen, harten Schlägen/Umfallern als bei minimal Nässe durch abreiben mit einem nassen Lappen. Wie auch immer, wir haben ja genug Beta-Tester für Predator und Co. :-)



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Re: Revo Oberteile Vor und Nachteile

Beitragvon treffgarnix » 01.02.18 15:49

@Capullo: Das glaub ich jetzt eher nicht. Sonst wäre doch bei meinem neuen Predator mit 314/3, das ich Ende letztes Jahr kaufte, auch ein Beipackzettel dabei. Oder?

Added in 25 minutes 48 seconds:
Schwarzfischer hat geschrieben:Wer meint, das ein Revo (oder jedes andere Carbonoberteil) komplett unempfindlich gegen Umwelteinflüsse ist, der täuscht sich.
Carbonfasern sind Matten, die nicht aneinander haften. Die müssen irgendwie verbunden werden. Höchstwahrscheinlich passiert das mit Phenolharzen oä. Und diese Harze sind sehr wohl UV- und Temperaturanfällig.
Aus anderen Einsatzgebieten ist eine "Aufweichung" der Struktur bekannt, die allerdings so schleichend vor sich geht, das der Nutzer das überhaupt nicht mitbekommt. Und natürlich hängt diese "Aufweichnung" auch davon ab, wie häufig das Material belastet wird und wie hoch der Harzanteil ist. Ein Tag im Auto bei 60° macht rein gar nichts! Aber 200 Tage? Wer weiß...

Ob ein Carbonoberteil die Zukunft ist? Schwer zu sagen...
DAS perfekte Material ist es sicher nicht! Aber Holz auch nicht!
Wichtig ist, das es Inovation gibt. Stillstand ist Rückschritt. Vor allem in der Nanotechnik liegen große Chancen.
Ob es jemand kauft/spielt muß jeder selber entscheiden. Besser macht es wohl kaum einen Spieler. Der Preis sollte keine Rolle spielen. Ein Cue/OT ist immer so viel wert, wie jemand bereit ist, dafür zu zahlen. Wem es zu teuer ist - Finger weg! Allen anderen viel Spaß damit.


Epoxydharze könnten evtl. auch in Frage kommen. Ich greife diesen Post aber wegen dem Thema der "Aufweichung" nochmal auf, denn das ist ein durchaus interessanter Aspekt, wo mir so einige Gedanken durch den Kopf gehen.

Bei Holzoberteilen ist es ja so: Je länger abgelagert desto besser. Ich weiß, das ist jetzt sehr pauschalisiert, denn es gibt sicherlich auch viele sehr gute Oberteile mit Hölzern, die nach dem Einschnitt kammergetrocknet wurden, ohne lange Liegezeiten. Aber es ist ja in der Tat so, dass Holz sog. innere Spannungen haben KANN, die sich durch längere Lagerung mit der Zeit auflösen bzw. "abbauen" (oder durch andere industrielle Prozesse wie z. B. dem Kochen). Dieser Abbau der inneren Spannungen kann z. B. zu unerwünschten Verformungen führen. Es kann aber auch dazu führen, dass das Oberteil "freier" bzw. ungedämpfter schwingt. Spürbar evtl. im Feedback oder im Klang, vielleicht auch sogar im Spielverhalten. Vom Instrumentenbau weiß man ja sehr alte Instrumente zu schätzen.

Aber wie ist es mit der Biegewechselbeanspruchung? Das Oberteil wird ja bei jedem Stoß, der nicht zentrisch die Weiße trifft, auf Biegung beansprucht, also seitlich weggedrückt, und nach dem Kontakt schwingt es noch kurze Zeit nach. Die Belastung die dabei entsteht, ist sicherlich weit entfernt davon, dass es zu Rissen oder Brüchen kommen könnte. Aber Holz kann ja auch "Kriechen". Was ich jetzt bei dieser Thematik nicht genau einschätzen kann: Verändert sich die Eigenschaft eines Oberteils mit der Zeit rein durch die Biegewechselbeanspruchung oder nicht? Wird die innere Spannung dadurch lediglich schneller abgebaut und es wäre damit ein positiver Effekt zu erwarten? Oder ergibt sich ein negativer Effekt dahingehend, dass die Festigkeit leicht abnimmt, oder dass die Eigenfrequenz reduziert, sprich dass das Oberteil mit der Zeit "langsamer" schwingt?

Und wie ist das beim Revo?? Da es sich hier um verklebte Materialien handeln würde ich rein aus dem Bauch raus mutmaßen, dass hier eher mit einer Art Gefügeschädigung zu rechnen ist durch die Biegewechselbeanspruchung.

Also zusammengefasst und pauschalisiert meine komprimierte Mutmaßung: Ein Holzoberteil wird mit zunehmender Benutzung / Alter vielleicht "besser", das Revo wird eher "schlechter".

Wenn jemand hierzu was genaueres weiß würde mich das doch sehr interessieren ...


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Re: Revo Oberteile Vor und Nachteile

Beitragvon Gramgebeugt » 01.02.18 16:18

Das wird beim Revo schwer mit den Langzeiterfahrungen. Vergleichbar wäre vielleicht meine Erfahrung mit Carbonräder und Golfschlägern. Bei beiden sind die Beanspruchung und vor allem die Krafteinwirkung wesentlich höher. Mein Carbonrad tut trotz regen Gebrauchs und mehrerer Stürzte seit 7 Jahren klaglos seinen Job und die Graphitgolfschläger sogar schon seit 8 Jahren. Ich habe keine Änderungen der Steifigkeit festgestellt.



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Re: Revo Oberteile Vor und Nachteile

Beitragvon Mezz 33 » 01.02.18 16:58

Abwarten heißt die Devise und ich bin mal gespannt wann andere Hersteller wie OB, mezz und wie sie alle heißen ihre Carbon Stangen raus bringen :D

Was viele hier als Vorteil sehen mit der extremen Wirkung bzw den hohen Spin werten ist für mich und einige sehr gute Spieler eher als Nachteil zu bewerten! Jeder hat sie seine Grundstösse und eine wohlfühlgeschwindigkeit und bei solchen wirkungsmonstern muss man gewisse Stöße teilweise schon verzögern, extra sachte oder sehr sehr weich spielen! Dies neigt in Druck Situation dazu das man des Öfteren solche Bälle mal verschießt weil man nicht mehr richtig durchzieht!
Sieht halt jeder anders, vielen hilft das mir eher nicht da ich mit Wirkung erzielen noch nie ein Problem hatte



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Re: Revo Oberteile Vor und Nachteile

Beitragvon sneaky_peter » 01.02.18 17:33

treffgarnix hat geschrieben:
Aber wie ist es mit der Biegewechselbeanspruchung? Das Oberteil wird ja bei jedem Stoß, der nicht zentrisch die Weiße trifft, auf Biegung beansprucht, also seitlich weggedrückt, und nach dem Kontakt schwingt es noch kurze Zeit nach. Die Belastung die dabei entsteht, ist sicherlich weit entfernt davon, dass es zu Rissen oder Brüchen kommen könnte. Aber Holz kann ja auch "Kriechen". Was ich jetzt bei dieser Thematik nicht genau einschätzen kann: Verändert sich die Eigenschaft eines Oberteils mit der Zeit rein durch die Biegewechselbeanspruchung oder nicht? Wird die innere Spannung dadurch lediglich schneller abgebaut und es wäre damit ein positiver Effekt zu erwarten? Oder ergibt sich ein negativer Effekt dahingehend, dass die Festigkeit leicht abnimmt, oder dass die Eigenfrequenz reduziert, sprich dass das Oberteil mit der Zeit "langsamer" schwingt?

Und wie ist das beim Revo?? Da es sich hier um verklebte Materialien handeln würde ich rein aus dem Bauch raus mutmaßen, dass hier eher mit einer Art Gefügeschädigung zu rechnen ist durch die Biegewechselbeanspruchung.

Also zusammengefasst und pauschalisiert meine komprimierte Mutmaßung: Ein Holzoberteil wird mit zunehmender Benutzung / Alter vielleicht "besser", das Revo wird eher "schlechter".

Wenn jemand hierzu was genaueres weiß würde mich das doch sehr interessieren ...


Ich besitze Angelruten aus Carbon, die sind über 35 Jahre alt. Die haben sich schon ziemlich oft gebogen. Von der rustikalen Behandlung, großen Temperaturschwankungen, Nässe (nein, nicht Feuchtigkeit) mal ganz abgesehen. Mit denen fische ich immer noch. Nein, was die Haltbarkeit angeht, habe ich da keine Bedenken.
Die Entwicklung im Billardbereich steht da aber noch ganz am Anfang, daher halte ich es wie Mezz33 und warte erstmal noch eine Weile ab. Ich muss nicht immer das Allerneueste haben.




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