MaterialQueue für Einsteiger - Kaufempfehlung und sonstige Fragen

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LochNess
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Queue für Einsteiger - Kaufempfehlung und sonstige Fragen

Beitragvon LochNess » 28.01.18 19:36

Tag zusammen,

die Zeit is reif für eigenes Queue!
Ich spiele regelmäßig, aber nicht im Verein. Also auch keine Turniere oder ähnliches.
Da ich aber die krummen Hausqueues satt habe, möchte ich endlich ein eigenes.
Budget bis 130-150 Euro

Was könnt ihr mir empfehlen? Ich habe mir vorab mal ein paar rausgepickt nachdem ich schon einiges über Queues gelesen habe. Totaler Schrott oder kann man mit den Dingern was anfangen?

https://www.doubledavecues.com/lucky-l7 ... -5840.html
https://www.billard-beckmann.de/de/shop ... r-true-loc
https://www.dynamic-billard.de/billardq ... nt?c=21800
https://www.buschbillards.de/players-queue-g-3372-763
https://www.dynamic-billard.de/billardq ... x18?c=2000

sicherlich muss ich die demächst mal alle live probespielen um zu sehen, wie sind in der hand liegen, aber viell kann ich mir das bei dem ein oder anderen ja direkt sparen, weil es nix taugt oder ihr habt noch nen anderen heißen tipp für mich?

und dann hab ich generell noch ein paar Fragen:
Griffband: Irish Linen, Leder, Kunstleder, Gummi oder gar keins? Nur zur Deko da oder erfüllt es wirklich ne extrem vorteilhafte Funktion? Wie oft muss man so ein Griffband wechseln?
Leder: Hart oder weich? LePro, Kamui, Tiger, ...? 12,75mm oder 13mm? Wir lange hält so ein Leder? Und wie schwierig ist es, es selbst zu wechseln, wenns mal abgespielt ist oder beschädigt?
Gewicht: 18,19,20 oz?



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C.L.
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Re: Queue für Einsteiger - Kaufempfehlung und sonstige Fragen

Beitragvon C.L. » 28.01.18 20:34

Sodele hallo erstmal
nunja zu deinen Fragen

was das Gewicht betrifft ehm ich sage aus meiner Erfahrung fährste mit 18,5-19,5 OZ am besten das ist allerdings nur eine waage Einschätzung da es in beide Richtungen sehr erfolgreiche Abweichungen gibt zb gibt's es Profis die auf über 23 OZ schwören andere lassen die Finger von dem Stock wenn er über 17 OZ hat sehr persönliches empfinden also.

Also ja das Thema Leder hat ebenfalls sehr viel mit persönlichem empfinden und deiner Spielweise zu tun.
Ich geb dir mal ein Paar Eckpunkte mit denen du vlt was anfangen kannst

Deflection
Härtere Leder haben weniger Abweichung als Weiche und das merkt man sehr so meine Erfahrung
Effet
weichere Leder haben einen deutlich höheren Output an Effet was allerdings nicht unbedingt schlimm ist da man das meist kompensieren kann (mit der richtigen Technik)
Langlebigkeit
Härtere Leder nutzen sich deutlich langsamer ab und Pilzen meist auch nicht

und jetzt kommt der Punkt wo ich wahrscheinlich wieder gesteinigt werde
also welches Leder ist so gut wie die Frage das Huhn oder das Ei zuerst da gibt es keine wirklich eindeutige Antwort
ich kann dir allerdings sagen ich habe bereits über 25 verschiedene Leder und Härtegrade getestet und meiner Empfindung nach folgende Einschätzung

Top Leder (leider auch im Preis)
Predator Victory Hard/Med/Soft, Pechauer Hard/Med/Soft
Top Leder (Preis Leistung)
Ultraskin alle Härtegrade
Gute Alternative
Kamui Braun eventuell Kamui Black ist haber geschmacksache
Zan leder
Moori
Fuji
Wovon ich abrate
Navigator Alpha sehr schlechte Verarbeitung zumindest bei den 3 die ich Hatte
Elkmaster sind Billig und genau so spielen sie sich auch

Ich selbst bin mittlerweile bei nem C.Bocklage Minimal Deflection Shaft in 12,75mm und einem Predator Victory Hard hängen geblieben

Wobei wir auch schon beim Durchmesser sind, auch hier gilt wieder sehr persönliches empfinden
aber es gibt natürlich auch wieder fakten mit breiteren Ledern sind besonders lange gerade einfach zu spielen allerdings nimmt die Abweichung wegen der zunehmenden Front end Masse zu. Ebenso bekommst du zwar mehr druck aber weniger zug und Effet raus.

Nun zu den stengeln ganz schwer ist die Frage willst du Liga spielen oder was sind deine Ziele willst du was optisch schönes oder soll es sich nur gut spielen lieber Vollholz etwas mehr Abweichung aber besseres spielgefühl oder low deflection geringere Abweichung was das Zielen ungemein erleichtert weil du kein 2 kugelbreiten neben dem Objektball anzielen muss um ihn zu Treffen ( bei viel Effet )
Generell rate ich dir zum Anfang wenn du dir noch nicht sicher bist wohin du willst zu nem Players Queue mit LD Oberteil hier mal ein Beispiel sehr gutes Preis Leistungsverhältnis
https://www.doubledavecues.com/players- ... -4037.html
solltest du dich doch entscheiden etwas mehr ausgeben zu wollen für was besseres Rate ich dir mal zu Pechauer die gehen bei 285 Euro los sind aber echt klasse made in USA oder eben Lucasi/Universal machst au nix falsch

Ohje Ohje Lederwechseln also son Leder hält dir im schnitt wenn du viel spielst 6 Monate - 1 Saison
eventuell auch länger aber du solltest dein Leder eigentlich während einer Saison nicht wechseln wirkt sich negativ auf dein Selbstvertrauen aus besonders in Drucksituationen

Jetzt hätt ich doch beinahe das Griffband vergessen, ehm ja auch sehr persönliches Empfinden allerdings kommts hier auch auf deinen Griff an offener / geschlossener schwitzt du stark besonders an den Händen
auf jedenfall sind alle Varianten durchaus gut ich persönlich schwöre allerdings auf Leder-Griffband da Pflegeleicht langlebig und ist angenehm in der Hand.

so das machen ehm gibt's auf YouTube wunderbare tutorials allerdings brauchs etwas Werkzeug und ein wenig Übung
ich für meinen Teil brauche zum wechseln von so nem Leder ca 1-1,5h je nach dem wie zickig das alte Leder ist
Wichtigste Utensilien
Cuttermesser schmal
Lederformer Willard/Cuetec Bowtie
Schleiflade Sandman
Schleifpapier ich nehm immer 60, 100, 800 und 1500 Körnung
Kleber da empfehle ich dir Uhu oder Pattex sekundenkleber oder Flex Repair gel kann ich dir auf wunsch auch en link schicken
Isolierband schmal

so hoffe das hilft dir erstmal weiter wenn du noch speziell fragen hast nicht zögern fragen ^^

Lg Chris


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Re: Queue für Einsteiger - Kaufempfehlung und sonstige Fragen

Beitragvon Mitec » 28.01.18 22:44

Gewicht, Leder, Griffband ist alles sehr subjektiv. Ich habe einigen Bekannten die eher unregelmäßig spielen, aber sich an ein Queue gewöhnen möchten die Players HXT empfohlen. Gutes LD, Kamui S Leder und lassen sich angenehm spielen. Preis-/Leistung ist da sehr gut und alle bisher zufrieden. Da macht man nicht viel verkehrt!



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Re: Queue für Einsteiger - Kaufempfehlung und sonstige Fragen

Beitragvon Fitchner » 28.01.18 22:47

Prinzipiell stimme ich mit meinem Vorredner in einigen Punkten überein. Ich versuche mal deine Fragen der Reihe nach zu beantworten, so als zweite Meinung.

(OT: Ich bin auch etwas beeindruckt davon, wie man bei einem solch langen Text mit ganzen drei Punkten als Satzzeichen auskommt.)

LochNess hat geschrieben:(...) Budget bis 130-150 Euro
Was könnt ihr mir empfehlen?


Ein Players aus der HXT-Serie wie es von C.L. schon verlinkt wurde bietet vermutlich das beste Preis-Leistungsverhältnis, da es ein Low Deflection-Oberteil besitzt und ordentlich verarbeitet sein sollte. Probespielen ist trotzdem nur zu empfehlen. Ich persönlich habe keine guten Erfahrungen mit McDermott gemacht und würde daher das Lucky nicht kaufen. Fury habe ich schon gespielt (2 Queues) und die finde ich gut. Aber trotzdem denke ich dass ein Players HXT besser ist.

LochNess hat geschrieben:Griffband: Irish Linen, Leder, Kunstleder, Gummi oder gar keins? Nur zur Deko da oder erfüllt es wirklich ne extrem vorteilhafte Funktion? Wie oft muss man so ein Griffband wechseln?

Je nachdem wie es dir liegt. Ich habe Irish Linen und Wrapless gespielt, nun bin ich beim Ledergriffband.
Irish Linen soll bei feuchten Händen ein bisschen die Feuchtigkeit absorbieren habe ich gelesen...Ich weiß nicht ob ich das gut finden soll wenn Feuchtigkeit ans Queue kommt. Hab's gespielt und fand es okay. Wrapless fand ich auch okay, aus Designgründen etwas schicker. Leder ist meiner Meinung nach angenehmer und bietet mehr Grip. Queues mit Ledergriffband sind aber in deinem Budget wohl nicht zu bekommen. Trotzdem wirst du da nix falsch machen.

LochNess hat geschrieben:Leder: Hart oder weich? LePro, Kamui, Tiger, ...? 12,75mm oder 13mm? Wir lange hält so ein Leder? Und wie schwierig ist es, es selbst zu wechseln, wenns mal abgespielt ist oder beschädigt?
Gewicht: 18,19,20 oz?


Beim Leder kann dir keiner helfen, das musst du selbst herausfinden. Ja man kann es selbst wechseln wenn man entsprechend dafür gerüstet ist. Ich mache das nicht selbst, sondern gebe es mal jemandem mit wenns nötig ist und bezahle halt den Wechsel vom Fachmann, das ist immer top. Die Frage 12,75 oder 13mm stellt sich vermutlich nicht, da die meisten OTs am Leder bzw. der Ferrule 12,75 mm haben. Dazu würde ich dir raten, aber 13 mm ist auch völlig okay.

Meiner Meinung nach kann man Leder länger als 6-12 Monate spielen, aber das hängt natürlich von der Spielintensität ab. Mein Tiger Onyx auf der Z2 hab ich zweieinhalb Jahre drauf und das ist immer noch im Top Zustand. Ist halt sau teuer mit um die 25 €, ein Sniper Leder von Tiger wäre da eine etwas günstigere Alternative. Ansonsten Ultraskin M oder Tiger Emerald, wenn du's grün magst.

Gewicht und Schwerpunkt musst du auch selbst herausfinden, ich würde erstmal 18.5 oder 19 Unzen nehmen wenn sich nichts konkreteres von deiner Seite ergibt.

Ich hoffe das hat geholfen, noch mehr hoffe ich aber dass du dir mit ein paar probegespielten Queues eine genauere Meinung bilden kannst :)


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Re: Queue für Einsteiger - Kaufempfehlung und sonstige Fragen

Beitragvon davozv » 29.01.18 00:11

Ich finde es mitlerweile sehr Wichtig, auf zwei weitere Faktoren zu achten wenn man sich ein neues Queue anschafft:

Gewindetyp und Zubehör.

Wie bereits erwähnt ist das Queue etwas sehr individuelles. Oftmals wird das Queue schon nach kurzer Zeit modifiziert, z.B. durch ein anderes Oberteil oder durch Zubehör wie eine Extension (aufschraubbare Queueverlängerung).

Die Players Queues haben ein Feingewinde. Hierfür ist auf dem Gebrauchtmarkt relativ wenig Oberteilauswahl im höheren Qualitätsbereich erhältlich.

Optimalerweise würde ich für Anfänger auf ein 5/16x14 Gewinde setzen. Dies bietet mehrere Vorteile:

1. Ersatzoberteile gibt es von nahezu allen Herstellern, daher ist auch der Gebrauchtmarkt reichlich damit gefüllt

2. Die Standartoberteile haben meist deutliche Abweichung beim Effetspiel

Aber wieso finde ich Abweichung sinnvoll?

Man versteht die Physik eher, da sie deutlich sichtbar wird. Effetspiel wird "unangenehmer", aber nicht unmöglich. Somit vermeidet man wohlmöglich starkes Seiteneffet größtenteils.

Und da sind wir uns hier im Forum vermutlich alle einig wenn wir ehrlich zu uns sind: Effet ist in vielen Situationen überflüssig und wird dennoch inflationär verwendet.

Mit einem Vollholz lässt sich massig Wirkung erzielen. Somit ist das Erlernen von "Grundfunktionen" wie Rücklauf und Nachlauf imho leichter.

Zubehör wie Extensions gibt es nicht von allen Herstellern, jedoch ist das kein großes Problem für einen Queuebauer. Extensions für Serienqueues liegen preislich meistens zwischen 60 - 150 Euro. Für diesen Preisaufwand baut einem jedoch auch nahezu jeder Queuebauer eine auf das Queue angepasste Verlängerung.

Wenn ich eine Materialempfehlung abgeben sollte wäre es z.B. dieses Stück:

http://www.pool-position.de/Pool-Queues ... :1309.html

Ja, es liegt über dem Budget. Aber es hat ein grundsolides Unterteil und ein absolut gut spielbares Vollholzoberteil mit einem mittelharten Schichtleder. Dieses Queue hält auch Breaks problemlos aus. Habe ein ähnliches Modell fast 2 Jahre lang zum Spielen und auch breaken genutzt. Montiert war ein Kamui Black M.

Ich würde mich anstelle des TEs mal nach einem ähnlichen Modell auf dem Gebrauchtmarkt umschauen, da sollte man um die 100 bis 120€ in einem sehr guten Zustand als realistisch ansehen!

Just my 2 Cents.



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Re: Queue für Einsteiger - Kaufempfehlung und sonstige Fragen

Beitragvon Flukinator » 29.01.18 01:18

Hallo erst mal,

Einiges wurde von meinen Vorschreibern erwähnt.

Die erste Frage die Du Dir stellen musst, was will ich in diesem Sport sein? Wo will ich hin? Wieviel Zeit will ich einsetzen?


Gelegentlicher Hobbyspieler :Du spielst vielleicht 1 bis maximal 2 mal im Monat für ein 1-2 Stunden
Dann kommst Du sicher mit einem Low-Budget Queue in der Gegend 80-120 Euro aus.
Fury, Mc-Dermot, aber auch nicht zu vergessen Cuetec sowie Players bauen hier sicher
Queuesmit ausgewogenem Preisleistungsverhältnis. Du warst dann schon mal auf den
richtigen Seiten.
Hauptaugenmerk bei dieses Queues sind mehr das Design, weniger die Technik.
In der Regel sind die Designs geprintet, d.h. gedruckt. Standard Unter und Oberteil und ein
sagen wir mal zweckmäßiges Leder.
Zur Aufbewahrung des Queues reicht hier in der Regel eine Billardtasche.
Hier kommt Du mit Standardkreide im Billardcafé sicher aus.

Regelmäßiger Hobbyspieler: Du spielst regelmäßig mit Freunden 1mal die Woche zu festen Zeiten mit Freunden
Dann empfehle ich schon mal die Preislinie 100-150 Euro ins Auge zu fassen.
Auch hier finden sich unter den oben genannten Herstellern gute Queues.
Hier fängt es an mit etwas aufwändigeren Designs.. Eventuell ein besseres Oberteil und Leder.
Hier reicht immer noch eine Tasche.

Ambitionierter Hobbyspieler: Du spielst schon sehr regelmäßig 1 - 2 mal die Woche und hast so richtig Spaß an diesem Sport
Dann darf man schon mal ein wenig sparen und 150 - 250 Euro ins Auge fassen.
Hier fangen die Queues an richtig hochwertig zu werden. Die Griffbänder variieren sowie
im Bereich der Oberteile geht es schon in die erwähnten Low-Deflection (geringe Abweichung)
Die Leder fangen an Schichtleder bis hochwertige Vollleder... auch von Soft bis Hart sind
unterschiedliche Ausstattungen möglich
Da darfst Du auch schon mal über eine eigenen Köcher mit Zubehör wie Kreide und Material
zum Reinigen des Oberteils nachdenken. Du wirst feststellen dass sich hier mit der Zeit der
Kreidestaub im Oberteil festsetzt (Es wird blau) und dass es dann nicht mehr so gut gleitet.
Ein reinigen und feines Schleifen des Oberteils wirkt dann schon Wunder.

Inaktiver Vereinspieler: Ja Du wirst feststellen, nicht nur der Kauf des Queues, sondern auch das regelmäßige Spielen
belastet die Kriegskasse im Monat merklich. Örtliche Vereine heißen immer wieder gerne Spieler
willkommen die sich für dieses Sportareal interessieren. Die Beiträge zwischen 15-25 Euro im Monat
sind wirklich überschaubar.
Für den Anfang kommst Du sicher mit dem Queue von der letzten Kategorie noch gut klar.
Du wirst dann aber schnell feststellen dass ein sogenannten Breakqueue durchaus sinnvoll ist.
Gute bekommt man auch hier schon zwischen 80-120 Euro zu kaufen. Hier ist eine andere Ferule
und ein deutlich härteres Leder verbaut. Gute Spieler machen in der Regel kein Break mit ihrem
Spielqueue, da viele sehr weiche Leder spielen dass dann mit der Zeit Schaden nehmen kann.
Ab hier wird ein Köcher mit der Möglichkeit 2 Queues mit Zubehör unterzubringen langsam Pflicht.

Aktiver Vereinsspieler: Du hast so richtig Spaß an der Sache und schon gute Fortschritte gemacht, so dass Dich eventuell
andere Vereinskameraden fragen ob Du Interesse hast in einer Mannschaft mitzuspielen.
Dann sollte man noch über ein Jump-Queue nachdenken, sofern dein Break-Queue nicht schon ein
kombiniertes Break-Jump-Queue ist.
Ab hier fängst Du an über diverse Kreidetypen nachzudenken, Handschuhe, Brückenaufsätze,
Reinigungsmaterial usw. Glaub mir ....man kann sehr viel kaufen.
Ab hier macht es durchaus Sinn wieder über eine neue Investition in Sachen Queue nachzudenken.
hier fängt die Kategorie 400-700 Euro an.... In dieser Klasse bewegt sich ein Großteil der aktiven
Vereinsspieler. Ich weiß das hört sich viel an...aber auch hier macht das Queue in Sachen Technik,
Design, Verarbeitung, Qualität und Spielgefühl schon gewaltige Sprünge. Andererseits macht sich
das gute Material auch bemerkbar in ein in Rückmeldung und Spielverhalten immer wieder
abrufbares gleichbleibendes Ergebniss bemerkbar. Du wirst auch hier deutliche Unterschiede in
den Bereichen Leder und Oberteile in Verbindung mit experimentieren usw. spüren.

Es gibt dann noch Preiskategorien die weitaus höher gehen, hier höre ich aber auch auf, da selbst langjährige Spieler oft
nicht bereit dazu sind so viel Geld in ein Hobby zu investieren. Und ob sich die Qualität und Technik in diesen Regionen
so stark verändert wage ich selbst zu bezweifeln. Hier ist der Aufwand und Preisunterschied vorallem in aufwändig
gearbeitete Unterteile, teuere Holzarten, und Edelmaterialien wie Silber Perlmutt und Elfenbein zu begründen.

Generell gilt natürlich immer, dass man versucht das Spielqueue seiner Wahl probespielen zu können.
Hier fängt aber das Problem an...Viele Geschäft erlauben aber so ein richtiges Probespielen des Wunschqueues gar nicht.
Thema hier, kreiden des neuen Oberteils, dass dem Queue einen Gebraucht-Touch verleiht.
Der Händler befürchtet das angespielte Queue dann nicht mehr verkaufen zu können, wenn Du Dich nicht dafür entscheidest und ein weiteres Probespielen möchtest. Mach Dich erst mal schlau was für Probequeues er zu Verfügung stellt, und ob davon eines überhaupt in Dein erst gesetztes Budget passt, wie hoch dieses auch immer ausfällt.
Bedeutet aber dass hier Deine Möglichkeiten äusserst begrenzt sind.
Das finde ich ist eins der größten Mankos der sogenannten PROFI-Läden... Dazu zählen zumindest 2 Deiner in den Links geführten Händler auch dazu... Allenfalls können die ganz teueren Oberteile wie das 314 von Predator oder G-Core von McDermott probegespielt werden.
Mein REVO Queue durfte ich bei Dynamic noch nicht mal vorm Kauf sehen ...zumindest nicht bei ihm.
Das bei einem Queue im Kaufpreis von 850 Euro! Ich hatte es aber woanders schon gesehen und probegespielt, so dass
der Kauf eine reine Formsache war.
Aber hier bitte nicht verzweifeln... ich glaube dass es in den Anfängen gar nicht so sehr darauf ankommt.
Ich denke dass Du hier erst mal zu Deinem Spiel finden musst, sowie erst mal herauszufinden was für ein Spieltyp Du bist.
Kommt der Spaß, kommt die Experimentierfreudigkeit, oft auch das Interesse ganz schnell ein besseres Queue zu kaufen.
Glaub mir ich rede hier von Erfahrung. Wenn es dann ganz schlimm kommt, hast Du wie ich einen eigenen Tisch zu Hause, und verbringst fast jede freie Minute am Tisch, im Verein etc und bist infiziert.... Dann herzlichen Glückwunsch und gut Stoß!



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Spielqueue: Meucci, Cuetec, Cem
Leder: Kamui, Ultraskin, Triangel
Breaker: Mc Dermott Spielqueue aus den 90er Jahren, 13,5 mm
Jumper: Dufferin
Wohnort: Rosenheim

Re: Queue für Einsteiger - Kaufempfehlung und sonstige Fragen

Beitragvon treffgarnix » 29.01.18 07:06

LochNess hat geschrieben:Tag zusammen,

die Zeit is reif für eigenes Queue!
Ich spiele regelmäßig, aber nicht im Verein. Also auch keine Turniere oder ähnliches.
Da ich aber die krummen Hausqueues satt habe, möchte ich endlich ein eigenes.
Budget bis 130-150 Euro

Was könnt ihr mir empfehlen? Ich habe mir vorab mal ein paar rausgepickt nachdem ich schon einiges über Queues gelesen habe. Totaler Schrott oder kann man mit den Dingern was anfangen?

https://www.doubledavecues.com/lucky-l7 ... -5840.html
https://www.billard-beckmann.de/de/shop ... r-true-loc
https://www.dynamic-billard.de/billardq ... nt?c=21800
https://www.buschbillards.de/players-queue-g-3372-763
https://www.dynamic-billard.de/billardq ... x18?c=2000

sicherlich muss ich die demächst mal alle live probespielen um zu sehen, wie sind in der hand liegen, aber viell kann ich mir das bei dem ein oder anderen ja direkt sparen, weil es nix taugt oder ihr habt noch nen anderen heißen tipp für mich?

und dann hab ich generell noch ein paar Fragen:
Griffband: Irish Linen, Leder, Kunstleder, Gummi oder gar keins? Nur zur Deko da oder erfüllt es wirklich ne extrem vorteilhafte Funktion? Wie oft muss man so ein Griffband wechseln?
Leder: Hart oder weich? LePro, Kamui, Tiger, ...? 12,75mm oder 13mm? Wir lange hält so ein Leder? Und wie schwierig ist es, es selbst zu wechseln, wenns mal abgespielt ist oder beschädigt?
Gewicht: 18,19,20 oz?


Bei neuen Queues, die Du bei Fachhändlern kaufst, kannst Du in der Regel gute Ware erwarten, Ausnahmefälle bei denen es kleinere Mänfel gibt, treten aber immer wieder auf.

In den allermeisten Fällen gibt es Unterschiede darin, ob man sich mit einem Queue wohlfühlt oder nicht und ob das gewünschte Resultat bei der Weißen erzeugt werden kann oder nicht.

Aus beiden Gründen empfehle ich Dir, Queues vor der Bestellung zu testen. Also hin zu einem Händler, wo Du Queues probespielen kannst. Wenn Du ohne einen Test bestellst, dann ist Gefahr sehr groß, dass Du entweder sofort oder nach einiger Zeit unzufrieden bist und das Ding wieder verkaufst oder in die Ecke stellst.


Als Einstein Examina abnahm, fragte ihn einmal ein Student: "Sie stellen in diesem Semester ja genau die gleichen Fragen wie beim letzten Mal." Darauf Einstein: "Das ist wahr. Nur die Antworten sind diesmal anders."

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Re: Queue für Einsteiger - Kaufempfehlung und sonstige Fragen

Beitragvon M.Galabant » 29.01.18 08:35

Tue nichts unüberlegtes.
LD-Eigenschaften sind auch für einen Anfänger wichtig (oder gerade für einen, damit er sich sauberes Spielen angewöhnt).

Kaufe Players, nur die HXT wegen der Deflection.
Oder Cuetec R360 (und nur R360!), dann musst Du Dein Budget etwas updaten (ich glaube, im Moment 190EUR).
Etwas solider als die Players, hat auch exzellente Deflection-Eigenschaften.

Beim Gewicht ists nicht so schlimm, das kann man bei den guten mittels Gewichtsschrauben anpassen.
Die meisten wiegen leer ca. 18 Unzen und voll 21 oder 22. Lass sie Dir einfach mit 21 Uz liefern, dann kannst Du Schrauben nach Lust und Laune raus oder reintun und Dein Wunschgewicht ausprobieren.

Finger weg von regulären Queues (Lucky, McDermott, etc, ...) - die haben eine Abweichung, daß Du ein Auto durchbekommst.

Außerdem: Du wirst Dir bestimmt nochmal eine Queue kaufen, wenn Du mehr und länger gespielt hast. Oder das Skinny Oberteil von Players.

Gruß,
M



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Breaker: Mezz Powerbreak PBI-R
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Re: Queue für Einsteiger - Kaufempfehlung und sonstige Fragen

Beitragvon SINCERITAS » 29.01.18 09:31

Ich habe damals mit einem Joss 104 angefangen, dass ich immer noch habe - ich fand das Teil schon immer super, aber das ist halt eher "oldschool", was für die Vollholzspieler... (außerdem kostet es mittlerweile knapp 300)

McDermott würde ich auch jetzt nicht unbedingt empfehlen - auch dem dem G Core fand ich nicht wirklich ein update zu meinem Joss 104 damals - McD sind halt eher wirklich hübsche Queues, aber vom Spiel her es so mittel.

Players nur mal ein paar in der Hand gehabt und für das Geld spielen die sich wirklich nicht schlecht.

wirklich empfehlen könnte ich wahrscheinlich nur die R360 Serie von Cuetec. Für ein <200 EUR Queue spielt es sich wirklich super und es macht tatsächlich auch Spaß damit zu spielen (was ich bei vielen den <200 EUR Queues nicht unbedingt mitbestätigen kann). Das Everest, was drauf ist, das könnte man vllt. noch wechseln, je nachdem, ob man es eher softer oder härter mag - aber ansonsten sind die R360 in Wirkung und Balance echt super - ich kann persönlich Deflection echt schlecht einschätzen und deswegen da nicht viel sagen: es ist sicherlich nicht auf dem abnormalen LD Level eines Revos, aber auch deutlich besser als so die Standard-Vollholz-OTs. Also es ist insgesamt ziemlich gut und man gewöhnt sich schnell an das setup (wie ich finde...)

Eigentlich ist es aber nicht so super wichtig, womit man anfängt - hauptsache, man hat immer Spaß am Spiel und den Anreiz, sich kontinuierlich zu verbessern. Und man kann sich da so gut an sein Queue gewöhnen und es so gut kennen, dass es mit fast jedem möglich ist - gut, mit manchen geht es natürlich einfacher als mit anderen - aber prinzipiell setzt das verwendete Queue erstmal keine Grenzen. Welches Queue man genau spielt, ist dann später vllt. eher relevant, wenn man an dem Thema "Material" genauso viel Spaß wie an dem Thema "Spiel" hat. Und dann ist es auch keine Frage nach dem Level des Spiels, sondern wie sehr einem ein bestimmtes Queue gefällt oder nicht. Ich bin ja eigentlich auch ein schlechter Spieler, aber ich spiele meine custom Komarovs, weil sie mir Spaß machen.

Wenn ich aber komplett ohne die Komarovs neu anfangen müsste, dann würde ich wohl das R360 spielen (wenn ich on budget wäre) oder eben einen Mezz mit Wavy Pin (wenn ich mir irgendein Serienqueue aussuchen könnte und budget nicht so knapp wäre).

-> Leder: es gibt mittlerweile echt zuu viel auf dem Markt - nach einer Weile stellt man für sich selber fest, ob man eher softe oder mediums oder harte Leder mag und dann gibt es immer noch eine ganze Palette - da kann man sich dann durchtasten oder einfach bei irgendwas bleiben, womit man im Prinzip klarkommt - und man kommt mit vielen Ledern vieler Hersteller ganz gut klar (aber es gibt natürlich für jeden von uns auch Leder, mit denen man absolut nicht klarkommt). - - - irgendein einfaches Schichtleder, wie ein Ultraskin oder SIB oder Tiger Emerald ist sicher keine schlechte Option - aber selbst das billige Elkmaster kann auch noch gut sein (sorry Leute, von allen Einschichtledern hat mit Elkmaster immer am meisten gefallen, die können sich auch wirklich gut spielen!) - das muss man einfach mal testen...

Leder kann man ohne Probleme selber wechseln - wenn es kein billiges Leder ist und es gut aussehen soll und man lieber nichts riskieren will, sollte man es aber schon lieber von jemanden wechseln lassen, der Ahnung hat.
Wie oft man ein Leder wechselt ist sehr individuell: manche wechseln aller paar Monate, manche spielen es konsequent runter und welchseln vllt. aller 2 Jahre

-> Tip-Durchmesser: zu individuell - manche spielen lieber dünner, manch breiter - aber ist an sich eine Gewöhnungssache und nicht so entscheidend, mit was man genau anfängt - - aber die Breite, mit der man anfängt, kann einen dann eben auch prägen, da man sich eben so daran gewöhnt. Ich würde sagen: alles, was nicht kleiner als 12.5 mm ist, ist für den Anfang ok - die dünneren Sachen kann man dann später eventuell auch mal probieren, aber vllt. noch nicht ganz am Anfang.

-> Griffband: da kommt es einfach nur darauf an, was sich für einen selbst gut anfühlt. Ich musste auch durch Irish Linen, Leder und wrapless, um festzustellen, dass mir wrapless am meisten liegt. Einfach das, was sich am besten in der Hand anfühlt - und zwar insbesondere nach längerem spielen, wenn die Hände bei noch eventuell dreckig werden von der Kreide oder schwitzen etc.

-> Gewicht: auch alles eigentlich nur persönlich Vorliebe. Ein schwereres Queue liegt dann vllt. einen stabileren Lauf und ist etwas schwerer zu kontrollieren, dafür bei langen Bällen sicherer oder so. Aber am Ende ist das alles persönliche Vorliebe. Schadet auf jeden Fall nicht, in diesem "normalen" Bereich von 19oz anzufangen und dann über längere Zeit zu schauen, ob schwerer oder leichter sich besser anfühlen würde.


kind regards,
SINCERITAS

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Re: Queue für Einsteiger - Kaufempfehlung und sonstige Fragen

Beitragvon kalleleo » 29.01.18 09:33

Ich stimme den Empfehlungen der Vorredner zu, dass ein HXT-Modell von Players oder ein Cuetec mit R360 Oberteil das beste Preis-Leistungsverhältnis haben. Leider war keines davon in deiner Auflistung, aber andere haben ja schon Links gepostet. Ich denke mit einem Players HXT bleibst du sogar im Budget. Beide Lösungen haben ein gängiges Gewinde im Joint, so dass du leicht Teile austauschen kannst. Den Trick mit dem "möglichst die schwerste Variante wählen" finde ich gut, weil du ja noch nicht weißt, welche Gewichtsverteilung du bevorzugst und du daher mittels der Schraube unter dem Bumper noch was verändern kannst.

Noch etwas zum Leder: Es hat seine Vorteile, sich an ein härteres Mehrschichtleder zu gewöhnen: sie halten länger als weiche Leder, du gewöhnst dir von Anfang an eine saubere Technik an und sie neigen weniger zu unerwünscht übertriebenem Effet. Ich habe seit längerem ein günstiges Talisman Pro H drauf und bin sehr zufrieden. (Abrutschen tut man übrigens auch mit einem härteren Leder nicht, da muss der Stoß schon sehr unsauber sein.)

Und nun zum Griffbereich: Irish Linen ist am verbreitetsten und das hat seinen Grund: Ist am besten bei feuchten Händen (es wird ja mal wieder irgendwann Sommer). Von allen Varianten haben sie am wenigsten "Grip", aber ich habe noch nie gehört, dass Abrutschen ein Problem ist. Man hält ja das Queue locker und greift im Moment des Stoßes etwas fester. Am meisten Grip hat ein Gummigriffband, aber ich zweifle die Haltbarkeit an. Ein Kompromiss ist Leder, das aber bei wenigen etwas teureren Modellen zu haben ist. Ohne Griffband (Wrapless) ist gut für Spieler, die nicht zum Schwitzen neigen oder die öfter mal ihr Queue abwischen, ein solches Queue ist am leichtesten sauber zu halten. Probiere diese 4 Varianten mal aus!

Zuletzt möchte ich noch den Beitrag von C.L. ergänzen: ,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,
:lac:



Laurence82
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Re: Queue für Einsteiger - Kaufempfehlung und sonstige Fragen

Beitragvon Laurence82 » 29.01.18 14:15

Ich hab vor nem halben Jahr auch vor der gleichen Entscheidung gestanden.
Nach deutlicher Empfehlung von meinem Billardshop hab ich mich nach der HXT-Serie von Players informiert.

Er hat mir neben Players noch einige andere Firmen mitgebracht im Preisrahmen von 100 bis 250euro.
Am Ende ist es für mich ein Queue mit Gummigriffband geworden. Irisch Leinen hatte mir schon von vorherigen Versuchen nie zugesagt. Eher noch ein lackierter Griffbereich.
Das Kamui Black S haben ja eh alle HXT Oberteile drauf. Und das finde ich super.



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Re: Queue für Einsteiger - Kaufempfehlung und sonstige Fragen

Beitragvon Titleist » 29.01.18 20:30

Tja, es wurde viel gesagt und die Meinungen sind auch vielfältig. Ich spiele begeistert Meucci, würde das aber einem Anfänger höchstens gebraucht empfehlen, da auch über Deinem Budget. Andererseits ist "gebraucht" immer ein Risiko, wenn Du Dich nicht so gut auskennst - dann kannst Du leicht eine Gurke angedreht bekommen. Also lieber nicht gebraucht kaufen, wenn Du Dich nur unzureichend auskennst und auch keinen Kenner mitnehmen kannst.

Ein McDermott Lucky würde ich nicht nehmen, ich habe eins als Gästecue und bin mit der Verarbeitung unzufrieden.

Was das Leder angeht: Davon würde ich gerade als Anfänger nicht die Cue-Kaufentscheidung abhängig machen. Du weißt ja jetzt noch nicht, ob Du der "harten" oder "weichen" Fraktion später mal angehörst. Keinesfalls würde ich 30€ extra in irgendein teures "Schickimicki-Leder" investieren - die sind besser in einem besseren Cue angelegt. Das Leder wechselst Du eh später mal und dann hast Du hoffentlich auch bereits eine Ahnung, in welche Richtung es gehen soll. Ich habe jahrelang mit einem billigen LePro gespielt und das war gut genug für meine damaligen Künste. Heute bevorzuge ich Elkmaster Milk Duds - Efren Reyes kann nicht so daneben liegen :-) Auch viele Snookerspieler benutzen Elkmaster, also lass Dir nix einreden, nur weil das kein Vermögen kostet, ist es nicht schlecht. Es ist halt kein Mehrschichtleder und kostet kein Vermögen, ausserdem muss man aus einer Schachtel mit 10 Stück vielleicht 3 aussortieren. Die Schachtel kostet Dich aber immer noch weniger als ein einziges Kamui. Nix gegen die teuren Leder, aber kaufe so was erst, wenn Dein Spielverständnis auch hoch genug ist.

Ich habe sowohl wrapless, Irish Linen sowie Leder hier. Ich bevorzuge Leder inzwischen, aber das wäre für mich jetzt nicht kaufentscheidend, wenn es mein absolutes Lieblingscue nur wrapless gäbe. Reine Geschmacks- und Gefühlssache, auch da wirst Du vermutlich erst später eine dezidierte Meinung entwickeln.

Auf keinen Fall solltest Du einen zu schmalen Tip nehmen, schliesse mich den Vorrednern an - 12,5mm Minimum, eher sogar 13mm für den Anfang.

Man hört rundum nur Gutes über das Players HXT, ich kenne das zwar nicht, würde das aber auch in die engere Wahl ziehen.

Ein Freund von mir hat als Sonderangebot bei Ortmann ein Kruger KR-22G gekauft, war ein Schnäppchen für um die 100€. Gibt es aber wohl inzwischen dort nicht mehr.

Der Joint ist m.E. nicht so arg wichtig. Wenn Du wirklich dabei bleibst wirst Du Dir sowieso irgendwann was "Besseres" kaufen und dann wird dieses Cue sowieso Dein Gästecue oder Notfallcue. Bleibst Du mässig dabei, wirst Du wohl auch kaum teure Predator oder-was-auch-immer Oberteile dafür kaufen, denn wenn Du Dir die leisten kannst, möchtest Du wohl auch ein entsprechendes Unterteil.

Also: Lass Dich nicht verrückt machen, geh in den Laden und in den Club und probier so viel aus, wie Du kannst. Dann weißt Du wenigstens, was in etwa Dir liegt. Ich z.B. liebe eher schwerere Cues, andere mögen die nicht. Ich mag einen eher weicheren Stoß, andere nicht.



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Re: Queue für Einsteiger - Kaufempfehlung und sonstige Fragen

Beitragvon LochNess » 29.01.18 22:21

ok, wow! danke schon mal für die vielen, vielen Antworten. hilft schon mal ungemeim.
Es kristallisiert sich ja auch schon ein Favorit heraus. ^^

Zu meinem Ziel: ich will ein ambitionierter Hobbyspieler werden (1-2x die Woche trainieren, besser werden und Spaß haben), dann sehen wir weiter, daher is ein Budget bis 160 Euro für den Anfang gerade noch so ok, aber mehr solls dann auch erstmal nicht werden. Lieber dann dieses Cue jetzt lange spielen und dann den nächsten großen Schritt machen. aber dafür ist noch massig Zeit.

Added in 10 minutes 34 seconds:
ps. könnt ihr mir erklären, was mit abweichung genau gemeint ist und warum das players das genau verhindert oder minimiert?



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Re: Queue für Einsteiger - Kaufempfehlung und sonstige Fragen

Beitragvon davozv » 29.01.18 23:19

Beim spielen von Seiteneffet läuft die Weiße nicht auf den anvisierten Punkt sondern "versetzt" sich seitwärts. Um also die Objektkugel korrekt zu treffen muss man "vorhalten". Ein LD (Low Deflection) Oberteil wie das Players HXT reduzieren die Abweichung der weißen Kugel durch ihre spezielle Bauweise. Man muss also weniger "vorhalten"

Added in 14 minutes 13 seconds:
Hier ein Video, in welchem man die Auswirkungen der Abweichung sieht:

https://youtu.be/ke_Dnfko_Vs



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Re: Queue für Einsteiger - Kaufempfehlung und sonstige Fragen

Beitragvon LochNess » 29.01.18 23:25

noch ne Frage. macht es Sinn nach dem Probespielen das Queue online zu bestellen (weil es da vielleicht günstiger ist) oder ist die Gefahr eines Montagsmodells da zu hoch? Oder sind die alle gleich?




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