MaterialEinfluss des Unterteils auf das Spielverhalten des Cues

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Re: Einfluss des Unterteils auf das Spielverhalten des Cues

Beitragvon kalleleo » 27.11.17 12:19

Stimmt, offensichtlich ist die Abstimmung dieser Custom-Order gründlich in die Hose gegangen.

Was aber zu Denken gibt ist, dass auch ein anderer Spieler mit diesem UT den Rückläufer nicht mehr so wirkungsvoll hinbekommt. Vielleicht gibt es ja Spieler, die mit diesem "schlechten" UT sehr gut zurechtkommen, einfach weil ihre Technik eine andere ist.

Interessant wäre folgende Frage, um festzustellen, dass es tatsächlich ein schlechtes Unterteil ist:
- Gibt es wirklich keinen Spieler, der mit dem Unterteil und dem Oberteil seiner Wahl gut zurecht kommt?

(Ob es so gesehen überhaupt schlechte Unterteile gibt? Abgesehen von Verarbeitung...)



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Re: Einfluss des Unterteils auf das Spielverhalten des Cues

Beitragvon Schmatzinger » 27.11.17 12:21

@treffgarnix
Am Gewicht liegts nicht! Hatte ich auch erst gedacht, deshalb eine 2 oz Schraube hinten rein! Hat aber auch nichts gebracht. Genau das Gleiche. Die anderen Unterteile sind leichter und schwerer.

@Rallepralle
Bei dem Unterteil ist definitiv was völlig schief gelaufen, das ist mir bewußt! Holzsorte(n) und/oder Verarbeitung, sei mal dahingestellt.
In meiner über 20 jährigen Spielpraxis ist mir sowas auch noch nicht untergekommen. Deshalb war ich ja auch so erstaunt und wollte mal andere Meinungen dazu hören!


@Schopi68
Laß mich es mal mit einer Metapher ausdrücken:
Wir haben ein Audi A8 und ein Fiat 500. Mit dem Audi schaffe ich die 220 locker, nur mit dem Fiat leider nicht.
Dein Kommentar dazu wäre wahrscheinlich: Hast Dich an den Fiat noch nicht so gewöhnt! Wenn Du nur das Gaspedal weitgenung durchtrittst, schaffst Du auch mit dem Fiat die 220 (auf ebener Strecke, nicht im freien Fall!)
Entschuldige wenn ich es so krass ausdrücke, aber das UT ist und bleibt nunmal scheiße!


Ach ja, wer interesse hat: Großraum Stuttgart oder ich schicke es Demjenigen gerne gegen eine Kaution zum Testen zu.. Gewinde wäre 3/8x10 flat.

In diesem Sinne: muß zur Arbeit.

Gruß Matthias



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Re: Einfluss des Unterteils auf das Spielverhalten des Cues

Beitragvon kalleleo » 27.11.17 12:27

Au ja, mach mal ne Testaktion!!!

Mir war bis dato nicht bewusst, dass eine Custom-Order so dermaßen schiefgehen kann. Entweder die Spezifikation war falsch (kann ja auch daran liegen dass dir gar nicht bewusst war was dabei hinsichtlich Spielbarkeit so alles rauskommen kann), oder der Cuemaker hat deine Vorlieben nicht richtig erfragt/verstanden. Dass er ein prinzipiell schlechtes Unterteil herstellt wäre schon krass, aber wie du siehst glauben das hier die meisten nicht.



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Re: Einfluss des Unterteils auf das Spielverhalten des Cues

Beitragvon meharis » 27.11.17 16:20

Wenn das custom UT schlecht verklebt/verleimt ist, kann ich mir durchaus vorstellen, dass es "tot" ist.

Selber bemerkt habe ich sowas aber nicht, da ich stets mit dem gleichen Queue spiele... :zwi:


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Re: Einfluss des Unterteils auf das Spielverhalten des Cues

Beitragvon Yasin » 28.11.17 12:25

Zumindest von Markus gibt es ein schönes :vor: Interview auf Sixpockets.de


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Re: Einfluss des Unterteils auf das Spielverhalten des Cues

Beitragvon kalleleo » 28.11.17 13:12

Da steht es doch: Der "Skill" des Queues kommt aus dem Kern des Forearm. Matthias, lass dein Unterteil coren, dann geht's besser! :zwi:
Vielleicht macht der Cuemaker das kostenlos als Nachbesserung infolge deiner Reklamation. Sonst bleibt nur noch der Verkauf. Allerdings, mit der Vorgeschichte, da glaube ich nicht dass du noch jemals Freude an diesem Unterteil haben wirst. Was hast du damit vor?



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Re: Einfluss des Unterteils auf das Spielverhalten des Cues

Beitragvon treffgarnix » 28.11.17 13:58

Ich würde das Unterteil jetzt nicht vorschnell verteufeln. Es scheint ja so dass das Unterteil wirklich ne Brechstange ist, und mit relativ harten Oberteilen UND harten Ledern nicht gut harmoniert. Das heißt aber noch lange nicht dass dies mit allen Oberteilen der Fall ist. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird das deutlich besser harmonieren mit einem etwas flexibleren OT und/oder Leder. Und wie Markus auch schrieb, das ganze ist extrem abhängig von den eigenen Gewohnheiten. Wenn man halt auf was eingeschossen ist dann tut man sich ofr schwer, sich auf was anderes zu kalibrieren.

Unter anderem wegen ähnlichen Erfahrungen bin ich mittlerweile geläutert was Custom-Bestellungen anbelangt. Armer Schmatzinger, Du hast mein Mitgefühl, ehrlich.

Übergeordnet ist es immer ein Risiko, ein Queue ungetestet zu kaufen. Ich hab überhaupt nichst gegen Custom, wenn ichs vor dem Kauf testen und bei Nichtgefallen zurückgeben kann, absolut OK. Aber ungetestet verbindlich kaufen, und das auch noch mit Vorkasse: das dürfen gerne andere tun, für mich ist das nicht mehr relevant..


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Re: Einfluss des Unterteils auf das Spielverhalten des Cues

Beitragvon Fitchner » 28.11.17 14:44

Denke auch dass man mit einem "weichen" OT und einem Soft oder vll auch Medium Leder da bessere Chancen hat.

Wenn das Schwingungsverhalten des gar nicht so harten UT so "schlecht" bzw. minimal ist, kann man ein OT nehmen das richtig vibriert, oder? ^^

Wenn es sich tatsächlich um einen Verarbeitungsfehler handelt, wäre das natärlich dann auch keine Lösung...dann hast du die Arschkarte. Aber ich denke, das will sich kein Cuebauer leisten, einen vermutlich während des Konstruktionsprozesses sichtbaren Fehler dann trotzdem in dem Custom Endprodukt zu belassen...

Ich habe mich selbst recht intensiv nach Custom Queues umgeschaut in letzter Zeit, nur um mich dann für ein Serien Queue zu entscheiden...weil ich bei keinem Queuebauer die richtige Mischung aus Preis, Transparenz, Nähe, up-to-date Kontaktmöglichkeiten und Fähigkeiten/Designumsetzung gefunden habe. Meistens ist es allerdings nur knapp an einem der genannten Punkte gescheitert, aber da möchte ich keine großen Kompromisse machen müssen.

Back to Anfangstopic: Ich hatte noch keine große Anzahl an UTs auf dem gleichen OT gespielt, und bisher nur ein Queue in der Hand - von einem renommierten Queuebauer, der bei anderen Queues gute oder zu mir passende Arbeit abgeliefert hat - das ich absolut beschissen fand. Kam damit ums verrecken nicht klar, was Abweichung, Gewichtsverteilung und allgemein Spielbarkeit anging. Also denke ich es ist möglich, dass jemand anders mit deinem UT bessere Erfahrungen macht.


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Re: Einfluss des Unterteils auf das Spielverhalten des Cues

Beitragvon Tattoo-Ralf » 28.11.17 15:49

Ich denke vllt ist der core zu dünn geraten, eventuell noch mit Ahorn gecored anstatt mit PH oder ist eine Klebung nicht richtig fest. Bocote ist sehr sehr gut und hart genauso wie eines meiner Lieblings Hölzer KINGWOOD. Wie gesagt schlecht zusagen aus der Ferne(leider).



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Re: Einfluss des Unterteils auf das Spielverhalten des Cues

Beitragvon Schopi68 » 28.11.17 16:15

Fitchner hat geschrieben:Wenn das Schwingungsverhalten des gar nicht so harten UT so "schlecht" bzw. minimal ist, kann man ein OT nehmen das richtig vibriert, oder? ^^


Du hast beim Stoß mit Effet Längs- (Logitudinal-) und Quer- (Transversal-)Schwingungen.

Für den Hit und die Energieübertragung verantwortlich sind vor allem die Längsschwingungen.

Die Querschwingungen haben eine sehr geringe Ausbreitungsgeschwindigkeit, so daß sich Änderungen am Unterteil hier gar nicht auf das Spielverhalten auswirken können.

Zum Vergleich: Die Kontaktzeit des Leders mit der Weißen bei mittlerer Lederhärte liegt bei ca. 1 ms.

Die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Längsschwingungen im Holz beträgt je nach Holzart längs zur Faser etwa 4-5 m/ms.

In Querrichtung hingegen beträgt die Ausbreitungsgeschwindigkeit lediglich grob geschätzt um die 1-2 cm/ms.

Nicht nur beim Queue, sondern ganz allgemein bewirken Änderungen in der Materialhärte auf dem Weg der Schwingungsausbreitung eine Reflektion der Schwingung. Je größer der Härteunterschied, desto größer ist auch die entstehende Reflektion. Deswegen Ist auch die Holz auf Holz-Verschraubung so geeignet - es gibt weniger Reflektionen (=zusätzliche Schwingungen) am Joint.



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Re: Einfluss des Unterteils auf das Spielverhalten des Cues

Beitragvon Schmatzinger » 29.11.17 00:15

Hausmeister hat geschrieben:Es wäre interessant was unsere Fachleute aus dem Forum dazu zu sagen haben.
Dave, Markus und die Queueschnitzer sind gefragt.
Gebt doch mal bitte eure Meinung dazu ab.

DAS habe ich mir auch gedacht! Deshalb geht das Cue morgen Richtung Köln, damit Dave und Markus es begutachten können.
Dann denke ich mal, das Dave oder/und Markus auch noch was dazu sagen werden (hier im Thread).

treffgarnix hat geschrieben:Ich würde das Unterteil jetzt nicht vorschnell verteufeln. Es scheint ja so dass das Unterteil wirklich ne Brechstange ist, und mit relativ harten Oberteilen UND harten Ledern nicht gut harmoniert.

Hast da etwas verwechselt Michael. Die "Brechstange" (Naturals II Kingwood) spiele ich gerade und die funktioniert auch recht gut. Was nicht gut funktioniert ist das neue Cue, das weicher ist aber ein sehr schlechtes Schwingungsverhalten hat.


Ansonsten warte ich jetzt mal ab, was Markus und Dave zu dem Teil sagen! Denn die beiden haben jetzt wirklich schon viele Cues (Serie UND Custom) in der Hand gehabt.



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Re: Einfluss des Unterteils auf das Spielverhalten des Cues

Beitragvon treffgarnix » 29.11.17 06:23

Ich will das gerne nachvollziehen: Wie genau stellst Du fest dass es "weicher" ist?


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Re: Einfluss des Unterteils auf das Spielverhalten des Cues

Beitragvon Schmatzinger » 29.11.17 09:46

treffgarnix hat geschrieben:Ich will das gerne nachvollziehen: Wie genau stellst Du fest dass es "weicher" ist?

Du hast doch auch schon einige Cues durch. Da wirst Du bestimmt härtere und weichere Cues gehabt haben. Wie hast Du für Dich das festgestellt? Oder ist Dir da nie was aufgefallen?

Das Naturals Kingwood xon mir ist wie alle Naturals ungecored und vergleichbar mit Ebony. Es gibt nicht viele Cues die gleich hart oder härter sind. Die meisten sind weicher.

Ich habe es durchs Spielen und den Hit festgestellt. Ich hoffe, daß Dir diese subjektive Einschätzung reicht. Ansonsten mal warten, was das DoubleDave-Team sagt.



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Re: Einfluss des Unterteils auf das Spielverhalten des Cues

Beitragvon treffgarnix » 29.11.17 10:28

Ja hab ich hab viele Queues durch, aber mir ist eben auch bewusst das die Einteilung in hart und weich vor allem beim Unterteil höchst subjektiv ist, und insbesondere dann wenn die gefühlsmäßige Einschätzung das alleinige Kriterium ist.

Das was Du an Hit spürst und an Vibrationen in der Griffhand fühlst, hat nicht im Entferntesten mit der Thematik hart oder weich zu tun.

Nach physikalischer Definition dreht es sich bei Härte in dem Zusammenhang der wirkungsrelevanten Schwingungen mehr um das Thema der Biegesteifigkeit und Schwingverhalten (Eigenfrequenz und Dämpfung). Obwohl ich schon viele Queues hatte, traue ich mir nicht zu, diese in Härte bei den Unterteilen einzustufen. On top kommt hier noch der Einfluss des Gewichts und der Gewichtsverteilung. Alles zusammen ergibt eine "Dynamik", wie es Markus in dem Interview benennt.

Dass du mit Deinem neuen Unterteil keine Wirkung reinkriegst steht außer Frage. Aber mit Deiner Meinung das Unterteil sei zu weich könntest Du auf dem Holzweg sein, und ich glaube auch dass Markus sich zu so einer oberflächlichen Aussage Richtung hart oder weich nicht hinreißen lässt. Schauen wir mal.

Auf jeden Fall wäre ich aus reine Neugier daran interessiert, das Teilchen auch mal zu testen, allerdings nur im Verbund mit einem Deiner Oberteile, da ich mein letztes 3/8x10 Spieloberteil gerade auf 5/16x18 umbauen ließ.


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Re: Einfluss des Unterteils auf das Spielverhalten des Cues

Beitragvon Schmatzinger » 29.11.17 12:20

treffgarnix hat geschrieben:---
Das was Du an Hit spürst und an Vibrationen in der Griffhand fühlst, hat nicht im Entferntesten mit der Thematik hart oder weich zu tun.
----
Dass du mit Deinem neuen Unterteil keine Wirkung reinkriegst steht außer Frage. Aber mit Deiner Meinung das Unterteil sei zu weich könntest Du auf dem Holzweg sein, und ich glaube auch dass Markus sich zu so einer oberflächlichen Aussage Richtung hart oder weich nicht hinreißen lässt. Schauen wir mal.
....

Das mit der Härte merkt man vor allem wenn man auf dem Oterteil ein hartes Leder hat und es mit dem einen Unterteil (härter) schlecht (vor allem weit entfernte Rückläufer) spielbar ist. Mit einem weicheren schon. Das ist hier auch der Fall. Nur bekommt man mit einem weicheren Untertei bzw. komplettes Setup und einem harten Leder eigentlich mehr Wirkung auf die Weiße, was mit diesem Unterteil aber definitiv nicht der Fall ist. (mit anderen schon!)

Zum 2. Absatz:
Lies Dir mal mein ersten Post durch. Da beschreibe ich es eigentlich recht gut. Ich komme aus der Richtung "weiches Cue - hartes Leder", was sonst auch sehr gut funktioniert (zumindest bei mir).
Also, mir ist das Unterteil nicht zu weich! Für mich hat es nur ein schlechtes Schwingungsverhalten!
Im Gegenteil, "etwas" weicher wär mir momentan sogar lieber!




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