MaterialOberteile Unterschied

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lstya
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Oberteile Unterschied

Beitragvon lstya » 19.10.16 18:17

hallo,
vielleicht kann mir jemand eine seite hier im forum empfehlen, wo die unterschieden zwischen den ot erklärt werden, vollholz, weiche ot, harte ot, hd, ld oberteile usw.
habe leider nichts gefunden.
dank vorab!
lstya



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Schmatzinger
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Re: Oberteile Unterschied

Beitragvon Schmatzinger » 19.10.16 20:14

Hallo Istya,

was genau und warum willst Du es wissen?
Willst Du die einzelnen Eigenschaften der Oberteile kennen, um ein entsprechendes Oberteil für Dich zu finden?

Ich habe jetzt auch nicht nach einem Thread gesucht, der die ganze Beschreibung liefert.
Aber ich versuchs mal hier kurz zusammenzufassen (vielleicht hilft Dir das ja schon weiter!).

Vollholz:
Wie der Name schon sagt, ist das ein Oberteil das voll aus Holz besteht, also nicht aufgebohrt und kein Carbon-Kern drin. Und auch nicht laminiert.

LD-Oberteil:
Es ist ein Oberbegriff für die Bezeichnung für Oberteile mit geringerer Abweichung (als z. B. Vollholz-Oberteile).
LD -> low Deflection auf deutsch: geringe Abweichung. Spielt man seitliches Effet mit mehr Druck, driftet die Weisse (physikalisch bedingt) ab. Bei Rechts-Effet nach links und bei Links-Effet nach rechts.
Maßgeblich an dieser Eigenschaft beteiligt sind
- das Gewicht im vordersten Viertel (gleich hinter der Ferrule). Je leichter, desto geringere
Abweichung,
- die Ferrule selbst (Gewicht und Material, hart oder weich) und
- der Taper (Schliff) des Oberteils.
- Manche arbeiten auch noch mit einem Carbon-Kern (geringeres Gewicht und Steifheit).

hartes / weiches Oberteil:
Ob sich ein Oberteil härter oder weicher spielt, hat mit verschiedenen Eigenschaften zu tun.
- ist das Holz dichter / schwerer, biegt es sich nicht so stark wie leichteres Holz mit geringerer Dichte.
- Ferrule: Die Ferrule kann aus verschiedenen Materialien bestehen, die ebenso härter oder weicher sein können. Juma ist z. B. ein Kunststoff, der sich "mittelweich" spielt. Hingegen z. B. Elfenbein, das sich härter spielt.
- Der Schliff: ein paralleler Taper spielt sich weicher als ein konischer Taper
- Das Leder: gibt es als Einschicht oder Mehrschicht-Leder, von "super-soft" bis "steinhart" (je nach Vorliebe)
- ist noch ein Carbon-Kern verbaut, spielt es sich in der Regel härter als ohne Carbon-Kern.

Der Taper (Schliff) des Oberteils:
Es gibt zwei grundlegende Arten vom Taper (Schliff).
- der parallele Schliff, auch Pro-Taper oder Professional-Taper genannt und
- der konische Schliff, auch European-Taper genannt.
Heute findet man jedoch bei den Pool-Oberteilen meist eine Mischung der 2 Taper.
Die Snooker-Cues hingegen haben normalerweise durchgängig nur den konischen Taper.

Laminierte Oberteile:
Da Holz ein Natur-Produkt ist und die Oberteile eine Maserung aufweisen, biegen sich die Oberteile unterschiedlich stark durch, je nachdem in welcher Position (0°-360°) man das Oberteil momentan hält. Dreht man es eine viertel Umdrehung weiter, verhält es sich wieder (fast unmerklich) anders.
Dem entgegenzuwirken sind Hersteller auf die Idee gekommen, einzelne Holzstücke (meist Keile) miteinander zu verleimen. Dadurch bleibt die Biegsamkeit des Oberteils in jeder Stellung gleich (so zumindest der Grundgedanke!)

Ich hoffe, ich habe Dir damit die meisten Deiner Fragen beantwortet.
Ansonsten vielleicht nochmal eine genauere Frage in die Runde werfen.

Gruß Matthias



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Re: Oberteile Unterschied

Beitragvon lstya » 20.10.16 00:31

Ja, super, danke :)
lg lstya

Added in 4 minutes 22 seconds:
"was genau und warum willst Du es wissen?
Willst Du die einzelnen Eigenschaften der Oberteile kennen, um ein entsprechendes Oberteil für Dich zu finden?"

ja, das wollte ich wissen, gruß lstya


Schmatzinger hat geschrieben:Hallo Istya,

was genau und warum willst Du es wissen?
Willst Du die einzelnen Eigenschaften der Oberteile kennen, um ein entsprechendes Oberteil für Dich zu finden?

Ich habe jetzt auch nicht nach einem Thread gesucht, der die ganze Beschreibung liefert.
Aber ich versuchs mal hier kurz zusammenzufassen (vielleicht hilft Dir das ja schon weiter!).

Vollholz:
Wie der Name schon sagt, ist das ein Oberteil das voll aus Holz besteht, also nicht aufgebohrt und kein Carbon-Kern drin. Und auch nicht laminiert.

LD-Oberteil:
Es ist ein Oberbegriff für die Bezeichnung für Oberteile mit geringerer Abweichung (als z. B. Vollholz-Oberteile).
LD -> low Deflection auf deutsch: geringe Abweichung. Spielt man seitliches Effet mit mehr Druck, driftet die Weisse (physikalisch bedingt) ab. Bei Rechts-Effet nach links und bei Links-Effet nach rechts.
Maßgeblich an dieser Eigenschaft beteiligt sind
- das Gewicht im vordersten Viertel (gleich hinter der Ferrule). Je leichter, desto geringere
Abweichung,
- die Ferrule selbst (Gewicht und Material, hart oder weich) und
- der Taper (Schliff) des Oberteils.
- Manche arbeiten auch noch mit einem Carbon-Kern (geringeres Gewicht und Steifheit).

hartes / weiches Oberteil:
Ob sich ein Oberteil härter oder weicher spielt, hat mit verschiedenen Eigenschaften zu tun.
- ist das Holz dichter / schwerer, biegt es sich nicht so stark wie leichteres Holz mit geringerer Dichte.
- Ferrule: Die Ferrule kann aus verschiedenen Materialien bestehen, die ebenso härter oder weicher sein können. Juma ist z. B. ein Kunststoff, der sich "mittelweich" spielt. Hingegen z. B. Elfenbein, das sich härter spielt.
- Der Schliff: ein paralleler Taper spielt sich weicher als ein konischer Taper
- Das Leder: gibt es als Einschicht oder Mehrschicht-Leder, von "super-soft" bis "steinhart" (je nach Vorliebe)
- ist noch ein Carbon-Kern verbaut, spielt es sich in der Regel härter als ohne Carbon-Kern.

Der Taper (Schliff) des Oberteils:
Es gibt zwei grundlegende Arten vom Taper (Schliff).
- der parallele Schliff, auch Pro-Taper oder Professional-Taper genannt und
- der konische Schliff, auch European-Taper genannt.
Heute findet man jedoch bei den Pool-Oberteilen meist eine Mischung der 2 Taper.
Die Snooker-Cues hingegen haben normalerweise durchgängig nur den konischen Taper.

Laminierte Oberteile:
Da Holz ein Natur-Produkt ist und die Oberteile eine Maserung aufweisen, biegen sich die Oberteile unterschiedlich stark durch, je nachdem in welcher Position (0°-360°) man das Oberteil momentan hält. Dreht man es eine viertel Umdrehung weiter, verhält es sich wieder (fast unmerklich) anders.
Dem entgegenzuwirken sind Hersteller auf die Idee gekommen, einzelne Holzstücke (meist Keile) miteinander zu verleimen. Dadurch bleibt die Biegsamkeit des Oberteils in jeder Stellung gleich (so zumindest der Grundgedanke!)

Ich hoffe, ich habe Dir damit die meisten Deiner Fragen beantwortet.
Ansonsten vielleicht nochmal eine genauere Frage in die Runde werfen.

Gruß Matthias




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