Off TopicHallo aus Coronistan!

Alles was nicht unbedingt mit Billard zu tun hat

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Hallo aus Coronistan!

Beitragvon cuechanger » 02.05.20 01:09

Hallo liebe Forenmitglieder, Freunde und stillen Mitleser!

Erneut war ich wieder lange weg... Dabei hatte ich mir fest vorgenommen, sowas nicht mehr zu machen. Aber wie das so ist, die Kraft ist endlich, die Zeit begrenzt und die Liste mit den Dingen, die zu erledigen sind ist immer unendlich lang. Und so war ich wieder lange offline. Ein großes Sorry für alle, die sich in dieser Zeit vergeblich mit Nachrichten an mich gewandt haben. Es tut mir sehr leid.

Und ganz zu Beginn noch einmal ein dickes "Sorry" direkt im Voraus, dafür, dass ich mich mit einem sehr kontroversen Post zurückmelden werde. Vermutlich der längste, den ich je geschrieben habe und der, der mir am meisten am Herzen liegt. Es betrifft das Thema, dass derzeit die Welt bewegt oder besser stilllegt und teils auch tief spaltet. Das Thema, dass in einer Art Emotionen hervorruft, wie ich es in meinem Leben -und da habe ich verdammt viel gesehen- noch nicht erlebt habe. Und das, weil sich hier zwei höchst emotionale Dinge fast diametral gegenüberstehen:

Die Angst vor dem physischen Tod

gegen

Die Angst vor der Vernichtung der wirtschaftlichen und sozialen Existenz und dem Verlust der persönlichen Freiheit

Ein Showdown, wie ihn kein Krimi-Autor sich ausdenken könnte. Ein Niveau von Angst, dass sachliche Diskussionen enorm erschwert. Ein Thema, bei dem Du damit rechnen musst, auch von Menschen angefeindet zu werden, die Dich vorher noch gemocht haben... Aber ein Thema, was genau deshalb auch so wichtig ist, dass es den Diskurs lohnt, ja ihn unausweichlich macht, egal wie viel blutige Nasen ich mir dabei hole.
Deshalb und natürlich auch, weil ich als direkt Betroffener eine Menge Zeit und Motivation habe, aus der Versenkung heraus diesen Thread zu verfassen!
Vorweg: Ich habe keinen natürlich-neutralen Standpunkt. Ich bin wirtschaftlich direkt enorm betroffen und in großer Gefahr, im fortgeschrittenen Alter all das zu verlieren, was ich in den letzten zwei Jahrzehnten aufgebaut habe. Meine Kneipe verdient seit 6 Wochen kein Geld mehr und mein Billardhandel verliert Umsatz von Woche zu Woche, weil niemand mehr Billard spielen kann, der nicht zufällig einen Heimtisch hat. ABER: Ich versuche trotzdem die Dinge so umfassend wie möglich zu betrachten und wenn ich mich zu gesellschaftlichen Themen äußere, tue ich das stets aus Überzeugung und nicht aus Egoismus. Diejenigen die mich besser kennen, werden das wissen. Für andere wird dies eine bloße Behauptung sein, damit werde ich leben müssen.

Die Situation:
Seit Mitte März leben wir in einem Shutdown, in welchem ganze Branchen stillgelegt wurden, persönliche Freiheiten eingeschränkt sind und hastig durchgewinkte Gesetze Möglichkeiten schaffen, weite Bereiche des öffentlichen Lebens Zwangsmaßnahmen zu unterwerfen und zu unterbinden. Das Recht zur persönlichen Entscheidung, welches Risiko der Mensch in seinem täglichen Leben einzugehen bereit ist, wurde den Menschen entzogen und in eine Allgemeinverfügung überführt.

Begründet wird dies mit der andauernden Corona-Pandemie und der hieraus resultierenden Gefahr, sich zu infizieren und ggf. daran schwer zu erkranken oder gar zu sterben. Die längere Inkubationszeit sorgt für eine schnellere Ausbreitung des Virus, da Menschen länger ohne Wissen der Infektion weiter ebenjenes verbreiten können. Daraus leitet sich ein mögliches exponentielles Wachstum ab, das zu einer schnellen Durchseuchung der Bevölkerung führen könnte und damit verbundenen sehr hohen Todesfallzahlen.

Die Situation scheint also eine Wahl zwischen "Pest und Cholera" zu sein. Macht man alles auf, hat man unglaublich viele Tote, lässt man zu, vernichtet man auf andere Weise massenhaft Existenzen. Allein die Abwägung von Menschenleben gegen wirtschaftliche Interessen erscheint schon unanständig und menschenverachtend und klingt verdächtig nach Christian Lindner und den entsprechenden Neoliberalen Vollpfosten, weshalb Diskussionen in diese Richtung äußerst schwierig sind.

Daher sind mir genau 2 Dinge wichtig, einmal genau zu untersuchen:

1. Über wieviel Gefährdungspotential reden wir überhaupt? Reden wir hier wirklich von Ausmaßen, die mit einem "Kriegszustand" vergleichbar sind oder ist es am Ende ein Sterberisiko, dass eigentlich "überschaubar" ist und welches zum normalen, fast alltäglichen Lebensrisiko dazugehört, ebenso wie die Wahrscheinlichkeit an Infarkt, Krebs oder im Straßenverkehr zu sterben? Ich finde, diskutiert man über Maßnahmen, die derart weitreichend sind, dann sollte eben dieser Punkt so transparent und umfassend wie möglich geklärt werden.

2. Reden wir bei der Gegenüberstellung von möglichen Opferzahlen zu "Anderem Schaden" wirklich nur von schnödem Mammon oder haben wir hier auf der "Kostenseite" nicht viel mehr stehen, für dass wir möglicherweise Generationen lang gekämpft haben und was wir nun riskieren, hier zu opfern? Auch diese Seite sollte man bei der Abwägung genau betrachten, denn sinnvoll entscheiden kann man am Ende nur, wenn man weiß, womit man es auf beiden Seiten zu tun hat.

Fangen wir mit Punkt 1. an...
Die Zahl, die am meisten beunruhigt und die letztlich jeder Extrapolation zu erwartender Opferzahlen zu Grunde liegt, ist der Letalitätsquotient. Also das Verhältnis von Toten zu Infizierten oder andersherum, die Wahrscheinlichkeit, mit welcher man an einer Infektion versterben kann. Das, was man hierzu in den Medien über RKI oder JHU mitgeteilt bekommt liegt etwa bei 3%. Das ist recht furchteinflößend. Ebola liegt bei etwa 10%. Die "normale" Grippe etwa bei 0,1 bis 0,2%. Nur um das mal einzuordnen. Von den Zahlen her also näher an Ebola (das dreifache) als an der Grippe (ein Zwanzigstel).

Dumm ist nur, dass man diese Zahlen so nicht so einfach gegenüberstellen kann...
Diese Zahlen kommen nämlich höchst unterschiedlich zu Stande. Grippetote werden i.d.R. nicht mittels eines Test ermittelt, während die Epidemie andauert, sondern erst wenn diese bereits vorbei ist, im Nachhinein, durch mathematische Methoden, welche die Gesamtmortalität eines Jahres in Beziehung zu anderen Letalitätszahlen setzen, bzw. hieraus Infektionszahlen hochrechnen.
Bei SARS COV2 wird diese Zahl aber mittels eines Tests ermittelt und somit besteht diese Statistik nur aus Zahlen getesteter Infizierter. Die deutlich höhere Dunkelziffer ist hier nicht enthalten. Man kann sich dieser Dunkelziffer aber grob annähern:
Etwa 80% der Infizierten entwickelt keine oder nur leichte Symptome. Hiervon wird i.d.R. niemand getestet, es sei denn, er befindet sich zufällig in einer Infektionsketten-Nachverfolgung. Mit dem Überschreiten der Fallzahlen der Grenze zum sechsstelligen Bereich ist dies aber nur noch selten der Fall. Von den 20% die mittlere bis starke Symptome entwickeln geht jeder vierte etwa in die Klinik. 3 von 4 schwitzen das zu Hause aus und meist bleibt nach dem telefonischen Kontakt mit dem Hausarzt die Empfehlung bloß nicht in die Praxis zu kommen, sondern sich warm einzupacken, Paracetamol und Vitamine zu schlucken, sich fern von anderen zu halten und den Rettungsdienst zu rufen, wenn es zu schlimm werden sollte. Auch hier werden also 3 von 4 nicht getestet. Man hätte also eine Dunkelziffer, die um den Faktor 20 höher liegen würde. Jetzt rechnen wir aber noch diejenigen raus, die im Zuge der Infektionskettenverfolgung doch noch getestet werden, wo der Hausarzt weniger ängstlich reagiert hat oder wo in Systemrelevanten Berufen doch noch häufiger getestet wird. Aber sicher wird der Faktor 10 bleiben.
Das führt nun aber nicht mehr zu einer Letalität von um die 3%, sondern, da die linke Seite der Division nun um den Faktor 10 höher liegt, nur noch bei 0,3%. Und dies liegt schlagartig wieder näher an der Grippe, als an Ebola. Dazu passt auch die Schätzung der Universität Bonn auf Grundlage der Heinsbergstudie, die davon ausgeht, dass derzeit bis 1,8 Millionen Deutsche infiziert sein könnten. Das wäre ein Dunkelzifferfaktor von knapp 11.

Zwei weitere Unterscheidungen sind aber ebenfalls noch zu treffen. Sie betreffen die Unterscheidung der Toten in Risikopatienten und Menschen ohne Vorerkrankung und/oder betagtem Alter.
Hierzu sollte man sich einmal mit dem auseinandersetzen, was der Hamburger Rechtsmediziner Klaus Püschel zu sagen hat. Herr Püschel hat in seiner Pathologie entschieden, die Empfehlung des RKI -Obduktionen bei CoVid19-Opfern zu unterlassen, da dies für das Personal zu gefährlich sei- in den Wind zu schlagen und hat inzwischen um die 100 Tote obduziert. Seine Aussage ist klar. Kein einziger Fall war ohne Vorerkrankung. Einige haben es womöglich zu Lebzeiten nicht gewusst, aber am Ende seien sämtliche Opfer durch Vorerkrankungen geschwächt gewesen und bei einigen sei auch ein Versterben ohne das Virus wahrscheinlich gewesen.
Nun sind 100 Obduktionen noch nicht repräsentativ, aber auch nicht irrelevant. Während offizielle Zahlen -die mangels Obduktion nur auf vorher bekannten Vorerkrankungen basieren- von etwa 85% der Verstorbenen ausgehen, die zur Risikogruppe gehören, sagt die Erfahrung des Rechtsmediziners, der alle Opfer nun definitiv post mortem gründlich untersuchen konnte, dass es 100% sind. Vermutlich liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte. Sicher und unstrittig dürfte jedoch sein, dass weit über 90% der Opfer zur Risikogruppe mit Vorerkrankungen zählen und dass eine nicht unbeträchtliche Anzahl auch ohne das Virus unmittelbar oder in naher Zukunft verstorben wären.

Daraus lassen sich zwei weitere Schlussfolgerungen ableiten:
a) Die Letalität der Gruppe gesunder, nicht Vorerkrankter Menschen liegt wiederum mindestens um den Faktor 10 niedriger, also bei 0,03%, während das Sterberisiko für die Risikogruppe in der Tat höher liegt.
b) Es ist wahrscheinlich, dass nicht alle Toten, die derzeit in der Statistik CoVid19 zugerechnet werden, auch wirklich ursächlich hieran verstorben sind. Da anzunehmen ist, dass auch in früheren Jahren andere SARS-Stämme immer mal wieder in Grippewellen unerkannt Huckepack mitgereist sind, weil man diese nicht getestet hat, ist ebenso unklar, wieviel Tote in vergangenen Statistiken evtl auf SARS zurückgehen, ohne dass dies überhaupt bekannt ist. Wie hoch diese Zahl ist, kann aber seriöser Weise nicht gesagt werden, das wäre unverantwortlich spekulativ. Aber dennoch ein paar Zahlen, nur um ein leises Gefühl für Größenordnungen zu bekommen. Wir reden aktuell von gut 6000 Toten in 2 Monaten. Die Gesamtmortalität in Deutschland pro Jahr liegt grob bei etwa 900.000. Also 75.000 pro Monat bzw. 150.000 in zwei Monaten. Wären die 6000 Toten alle zusätzliche Tote, dann wäre die Gesamtmortalität in dieser Zeit um 4% gestiegen. Werden wir aber 2021/2022, wenn Zahlen ordentlich verdichtet wurden, feststellen, dass es eher weniger waren, wird wahrscheinlich werden, dass der Corona-Test einfach eine Menge Fälle aus anderen Letalitätsfeldern herausgehoben hat. Ein Beispiel hierfür sind die Zahlen des statistischen Bundesamtes für 2017. 2017 war ein Jahr ohne besondere Grippewelle (anders als 2018, da wären die Zahlen echt interessant). Aber auch in diesem Jahr gab es schon ca. 18.500 Tote in der Altersklasse 65+, die an Lungenentzündung verstorben sind. Auf den Monat verteilt also gut 1500. Lungenentzündung ist ebenfalls die Haupttodesursache nach CoVid19. Interessant wird sein, wie hoch eben dieser Wert in der Rückschau auf 2020 sein wird.

Wir können also zusammenfassen: Die Letalität liegt im Durchschnitt nicht bei hohen 3%, sondern bei eher niedrigen 0,3% und für Gesunde, nicht Vorerkrankte Menschen gar bei sehr niedrigen 0,03%. Die Sterbewahrscheinlichkeit für Risikopatienten ist deutlich größer als die für alle anderen. Dies ist schon mal eine deutlich andere und vor allem differenziertere Risiko-Bewertung, als derzeit öffentlich vermittelt wird, finde ich.

Punkt 2 ist deutlich schwieriger, als die bloße Zahlenakrobatik und Recherche-Fleißarbeit aus Punkt 1.
Hier geht es eben nicht nur um materielle Werte, wie man gerne annehmen würde, sondern eben vor allem um viel Immaterielles.

Was riskieren wir nun eigentlich alles?
Fangen wir mit dem Materiellen an, das ist einfacher und führt schließlich auch zu Teilen des Immateriellen: sehr viele Jobs, sehr viele selbstständige Existenzen, Lebenswerke, Rentenabsicherungen, hoch belastete Staatshaushalte, kommende Steuerdefizite in enormer Höhe, Inflation, also auch wahrscheinlich reale Kaufkraftverluste bei den Menschen, die aufgrund der Krise eh schon weniger hatten. Kurz gesagt: globale Rezession und glaubt man den Wirtschaftsforschungsinstituten, in einem Ausmaß wie seit dem zweiten Weltkrieg nicht mehr, bzw. der großen Depression der Zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts.

Die Folgen hiervon sind so mannigfaltig, dass es hier anfängt, echt schwer zu werden. Jetzt begeben wir uns in den soziokulturellen Bereich:

- Kurzfristig politisch:
Jede derartige Krise hat in der Vergangenheit gelehrt, dass vor allem die radikalen Parteien mit wenig Skrupel, einfache, wenngleich unhaltbare Lösungen zu versprechen, hiervon am stärksten profitieren. Auf Deutschland gemünzt prognostiziere ich ab dem Moment, wenn die Depression einige wenige Branchen verlässt und auch in der Breite einschlägt (das dauert immer ein paar Monate) eine AfD als stärkste politische Kraft in Deutschland. Ist der Katzenjammer erst in der Breite da, werden sich die kurzzeitigen Umfrage-Höhen der Union schneller verflüchtigen als ne Flasche Korn in nem Obdachlosenasyl. Analoges gilt für andere extremistische Parteien in anderen Ländern. Ein Europa, dominiert von den Höckes, LePenns, Johnsons, Orbans, Kaczynskis, Fortuyns, Salvinis, Straches und Jensens. Das allein ist schon auf so vielen Ebenen gruselig, dass mir jede Pandamie dagegen als Kindergeburtstag erscheint.

- Folgen für unsere Freiheitsrechte und das Grundgesetz:
Wir haben im Eilverfahren ein Infektionsschutzgesetz durchgewinkt, dass derart viele Möglichkeiten zur Aushebelung unserer demokratischen Grundordnung bietet, dass da im Ernstfall nicht mehr viel übrig bleibt. Und vor allem ist es eine Blaupause für den künftigen Umgang mit künftigen Pandemien. Und angesichts einer immer vernetzteren Welt, ist es keine Frage ob, sondern nur wann diese kommen. Ordnet man dem Schutz eines jeden Lebens konsequent alles andere unter, dann wird man mit dieser Begründung und den richtigen Expertenempfehlungen auch künftig alles beliebig hier einbauen können. Das sollte man mal nicht unterschätzen, denn wo sich Mißbrauchsmöglichkeiten auftun, werden diese i.d.R. auch genutzt werden. Wenn nicht von dieser Regierung, dann vielleicht von der nächsten... Man sollte sich ernsthaft fragen, ob der Schutz des Lebens auf Kosten der Würde des Menschen ein guter Tausch ist. Allein die Gewohnheit, die heute eingeübte Bereitschaft, derart leicht auf Grundrechte zu verzichten, halte ich für eine brandgefährliche Übung. Für die Erringung dieser Rechte sind deutlich mehr Menschen gestorben, als Corona je töten wird. Da mutet es schon einigermaßen surreal an, mit wachem Verstand zu beobachten, wie man der Politik dabei zujubelt, während diese uns genommen werden.

- Der Verlust freier und unabhängiger Existenzen von Künstlern, Freischaffenden, Kleinselbstständigen in sozio-kultureller Hinsicht:
Menschen, die sich nicht in fremdbestimmte und abhängige Arbeitsverhältnisse begeben, sondern stattdessen das Risiko auf sich nehmen, als Selbstständige und Freischaffende zu leben, sind mitunter schon ein besonderer Menschenschlag. Natürlich nicht pauschal, aber gewisse Tendenzen sind kaum zu leugnen. Attribute wie Kreativität, Risikobereitschaft, Selbstdisziplin, hoher Bildungsgrad und ein gewisser Hang zur Unabhängigkeit und Freiheitsliebe sind dort sehr weit verbreitet. Werden diese Existenzen vernichtet, verliert die Gesellschaft ein Rückgrat, dass sie dringend braucht. Ein hoher Prozentsatz wirtschaftlich und geistig unabhängiger Menschen, die nicht nur ein "Nein" denken, sondern es sich auch leisten können, dieses laut auszusprechen, ist eine Art fünfte Gewalt im Staat.

- Die Verselbstständigung der vierten Gewalt:
Was mir bei dem ganzen Szenario noch am meisten Angst macht, ist der Umstand, dass mittels einer nahezu unheimlichen Einigkeit aller Massenmedien eine Stimmung geschaffen wurde, in der man von der propagierten Meinung öffentlich kaum mehr abweichen kann, ohne dabei ein mir bislang unbekanntes Maß an sozialer Ächtung zu erfahren. Ich erinnere mich gut daran, wie dieses Thema sehr früh sehr hoch in den Medien aufgehängt wurde und wie ganz zu Anfang schnell eine Stimmung erzeugt wurde, in der kaum ein Politiker überhaupt noch die Möglichkeit gehabt hätte, irgendeine andere Maßnahme, außer dem Lockdown ernsthaft öffentlich in Erwägung zu ziehen, ohne dass man diesen sofort medial hingerichtet hätte. Ein paar zaghafte Versuche hat es gegeben, aber die wurden schnell auf eine Weise abgewatscht, dass sehr klar gewesen ist, dies nicht weiter zu verfolgen, möchte man seine politische Karriere nicht umgehend beenden. Dies habe ich als eine -äußerst eindrucksvolle- Machtdemonstration empfunden. Dummerweise befinden sich 90% der heutigen Massenmedien in privatwirtschaftlicher Hand und die öffentlich-rechtlichen werden immer noch über Rundfunkräte mit Parteibuch besetzt in den Führungsgremien. Wer Meinung derart beeinflussen kann, hat in einer Demokratie, in der Meinung Wählerstimmen bedeutet, eine faktische Allmacht. Und nachdem ich erleben musste, wie auch vermeintlich intelligente und integere Menschen auf einmal aufgehört haben, kritische Fragen zu stellen und sogar aggressiv auf jene reagierten, die dies trotzdem noch tun wollten, hat mich das zutiefst erschreckt. Das ist keine direkte Folge der Pandemie, aber es ist eine Entwicklung die während dieser aufgetreten und sichtbar geworden ist und die nachdenklich machen sollte.

Wie sich die Suizidrate und die Zahl der Fälle von Depressionen und Häuslicher Gewalt gegen Frauen und Kinder entwickeln wird, wissen wir noch nicht. Besser wird es sicher nicht werden. Nur, um nochmal einen kurzen Ausflug in die persönlich-psychologischen Schadensmöglichkeiten gemacht zu haben... Physiologisch wird der Bewegungsmangel für viele Heimverbliebene sicher auch noch mal Folgen haben, aber gut, die hätten in vielen Fällen, die Möglichkeit, sich Ersatzbewegung zu suchen, wenn dies auch meist nicht passieren wird. Die Lebenserwartung von Langzeitarbeitslosen liegt statistisch übrigens etwa 10 Jahre unter Schnitt. Nun, davon werden wir vermutlich auch recht viele Neuzugänge haben. Wer das mal in Lebenszeit umrechnen möchte, bitte, aber das finde ich schon eher grenzwertig.

Jetzt haben wir Punkt 1 und Punkt 2 mal etwas näher und abseits der alltäglichen Berichterstattung betrachtet. Nun ergeben sich weitere Fragen...

Die erste ist, wie kann es sein, dass wir überhaupt in dieser Lage sind, wenn es nun doch möglicherweise nicht ganz so schlimm ist, wie es bei näherer Betrachtung scheint? Sind alle verrückt? Sind alle skrupellos oder korrupt? Haben wir eine globale Verschwörung? Wo ist der Aluhut?

Eine weitere wäre, warum stehen alle Experten (Virologen) scheinbar geschlossen hinter den Shutdown-Maßnahmen?

Und schließlich, was kann man nun tun? Welche Strategie wäre am sinnvollsten?

Zur ersten Frage kann ich sagen, dass ich nicht an eine klassische Verschwörung glaube. Das würde bei der Vielzahl der Staaten unmöglich vorstellbar sein. Das überlassen wir mal den Trumps oder Putin-Bots oder den sonstigen Aluhut-Trägern...
Ich glaube vielmehr an einen Selbstläufer von Ursache und Wirkung, der in Zwangslagen geführt hat.
Am Anfang stand eine gute Story. Unheimlicher Virus möglicherweise aus chinesischem Labor entfleucht und diktatorische Regierung betreibt offensichtlich Verschleierung... Super-Story, von allen Medien global schnell aufgenommen.
Dann tauchte auf einmal blitzschnell ein Test auf dem Markt auf, entwickelt von der Berliner Charite um unseren Lieblingsvirologen Herrn Drosten. Bemerkenswert schnell für ein Virus, dass bis dahin in Europa noch kaum aufgetreten war. Nun, ob man dies kritisch hinterfragen sollte oder nicht, lasse ich mal dahingestellt, das habe ich nicht hinreichend recherchiert. Fakt ist, ab diesem Ereignis wurde das Virus nachverfolgbar und man bekam zeitnah ausgewiesene Fallzahlen.
Schnell war klar, dass sich das Virus in Sachen Letalität nicht allzu sehr von Grippe unterschied -was man anfänglich noch gut beobachten konnte, als die Fallzahlen noch so klein waren, dass es kaum eine Dunkelziffer gab und wo auch die offiziellen Letalitätszahlen noch in dem von mir oben errechneten Bereich gelegen haben- es aber im Gegensatz zu dieser eine deutlich höhere Ausbreitungsgeschwindigkeit wegen einer längeren Inkubationszeit aufweist. Und dies macht es gefährlich, weil schnell.
Je mehr Fallzahlen man bekam, umso größer wurde die Medienpräsens. Wie das so ist bei einer guten Story, da springen alle auf, sonst bist du draußen. Als sich Anfang März die Verbreitungsgeschwindigkeit deutlich erhöhte, bestand bereits eine sehr einheitliche mediale Stimmung, nahe an der Hysterie, die es der Politik kaum mehr ermöglichte, anders zu entscheiden, als den totalen Lockdown zu verfügen, denn hätte man dies nicht getan, wäre jeder einzelne Tote dem entsprechend verantwortlichen Politiker medial als Kerbe auf der Stirn eingebrannt worden. Bodycounting. Vielleicht hat auch der Umstand eine Rolle gespielt, dass die meisten politischen Entscheidungsträger selbst zur Risikogruppe der besonders Anfälligen zählen. Ein Virus, das gerne alte weiße Männer befällt, kann in bestimmten Kreisen schon große Ängste auslösen... Ganz sicher aber hat es eine Rolle gespielt, dass sich schnell abzeichnete, dass ein Einschlagen dieses Weges und das damit verbundene kurzfristige Befriedigen des Sicherheitsbedürfnisses der Bevölkerung, sich in steigenden Umfragewerten widerspiegeln würde. Etwas, was die Koalition schon sehr lange nicht mehr für sich verbuchen konnte. Es war dieser Moment, der die Strategie in eine Richtung determinierte, die die Politik nun nicht mehr verlassen kann, will sie sich nicht den Vorwurf gefallen lassen, alles Vorhergegangene sei völlig sinnlos gewesen, der ganze Scherbenhaufen für nix... Was natürlich politischer Selbstmord wäre. Freilich können sie auch nicht ewig so weitermachen, denn die Stimmung wird irgendwann umschlagen und die Profiteure werden dann andere sein. Und spätestens wenn die Rezession so gewaltig wird, dass eine Depression für alle unübersehbar sein wird, ist der Weg zu Ende. Ich denke, die Politik hat sich sehr leichtfertig in eine Lage manövriert, aus der sie grade nicht mehr rauskommt. Natürlich wird am Ende jeder sagen, man habe ja nur den Expertenrat befolgt... Prinzipiell finde ich die Einstellung von Politikern, sich von Experten beraten zu lassen ja sehr löblich. Es kommt halt immer nur drauf an, wie unabhängig diese sind. Und es gehört leider zu den politischen Unsitten, die sich in den letzten 2 Jahrzehnten nicht nur etabliert, sondern quasi zementiert haben, dass sich die Abgeordneten und Regierungen mit Lobbyexperten umgeben. Das gilt leider auch für den Gesundheitssektor. Und dies ist kein rein deutsches Phänomen, sondern zieht sich durch die komplette westliche Hemisphäre. Dies führt uns zu Frage zwei.

Warum stehen alle Experten (Virologen) scheinbar geschlossen hinter den Shutdown-Maßnahmen?

Naja, zunächstmal sind das Ärzte. Die unterliegen dem Hypokratischen Eid, der Schutz von Menschenleben hat uneingeschränkt oberste Priorität. Es sind Ärzte und keine Sozialethiker. Und auch keine politisch Verantwortlichen, die nachher die Gesamtlage rechtfertigen müssen. Die haben nur einen Job und der ist klar umrissen. Aber es gibt auch noch andere Umstände, die eine Rolle spielen dürften..
Fangen wir mal mit der WHO an... Gegründet als eine Organisation der UNO zur Koordination der globalen gesundheitlichen Belange. Eine Art Weltgesundheitsbehörde. Erstmal sicher ne gute Sache. Leider hat sich die Finanzierung der WHO seit den 70ziger Jahren mehr und mehr Richtung Pharma-gestützte Stiftungen verlagert und der Anteil der Beitragsfinanzierung durch die Staaten geht stetig zurück. Dementsprechend steigt der Einfluss von Big Pharma auch hier kontinuierlich.
Ein Beispiel, dass sich zur Veranschaulichung lohnt zu betrachten, ist der letzte Ausbruch der Vogelgrippe 2015. Die WHO hat alle Mitgliedsstaaten eindringlich vor einer drohenden Pandemie gewarnt und ein Schreckensszenario von bis zu 7 Millionen Toten weltweit skizziert. Daraufhin haben alle Staaten weltweit Milliarden an Impfstoffdosen (die dankenswerter Weise bereitstanden) gekauft und Big Pharma machte ein erhebliches Milliardengeschäft. Am Ende hatten wir weltweit ein paar Hundert Infizierte mit Vogelgrippe, was nicht an den in der Praxis kaum vorgenommenen Impfungen lag.
Analog zur globalen Organisation gibt es in fast allen westlichen Staaten nationale Äquivalente. In Deutschland ist es das RKI, laut Definition -und das finde ich schon einen Anachronismus in sich- eine sog. "selbstständige Bundesbehörde". Also ein zwar staatlich gefördertes aber in sich selbstständiges Unternehmen, dem der Status einer Bundesbehörde verliehen wurde. Die Verstrickungen des RKI in intransparente Mittelzuwendungen aus der Pharmaindustrie sind in Deutschland mehr als einmal auffällig gewesen.
Und am Ende der Kette kommen wir zu den forschenden Instituten, wie z.B. auch der Charite... In einer Zeit in der wir politisch gewollt immer mehr Verantwortung in Forschung und Lehre von der staatlichen Finanzierung in die Hände der privatwirtschaftlichen Unterstützung legen, kann auch dies nicht ohne Folgen bleiben. Es gibt kaum noch ein forschendes Institut, dessen Finanzierung so unabhängig ist, dass es ohne Mittelzuwendungen aus der Pharmaindustrie auskommen würde.
Und nun fragen wir uns zwei Dinge:
Erstens, was hat die Pharmaindustrie von einer schnellen Ausbreitung und einer natürlichen Durchseuchung? Nix. Was hat sie von einer Verlangsamung der Pandemie und der Bereitstellung eines Impfstoffes in höchster Not? Viele Milliarden.
Zweitens: kann eine Industrie derart skrupellos sein? Muss ich leider in diesem Fall uneingeschränkt mit ja beantworten. Wenn es eine Industrie gegeben hat, die schon immer im Zweifel für Profite auch über Leichen gegangen ist, dann war es die Pharmaindustrie. Angesichts der eigentlich menschenrettenden Funktion derselben fast schon grotesk... Verbotene Medikamententests in Drittweltländern mit vielen Opfern, Produktzertifizierungen an dubiosen Prüfstellen trotz hoher Bedenklichkeit, unverantwortliche Preistreiberei für noch Patentgeschützte Wirkstoffe, auch mit dem Ergebnis, dass sich dies viele Leute, vor allem in Drittweltländern nicht mehr leisten können, mißbräuchliche Patentmodifizierungen, damit der Patentschutz verlängert werden kann, auch wenn die Veränderung unwirksam oder gar zur Verschlechterung des Medikaments führt, Bestechung von Ärzten und Klinikleitungen im großen Stil um eigene Medikamente vorrangig verschreiben zu lassen, auch wenn dies medizinisch nicht indiziert wäre... Die Liste ist endlos. Also ja. Zuzutrauen wäre es der Industrie. Sicher nicht das Inszenieren dieser ganzen Pandemie, wohl aber das Erkennen einer Gelegenheit und den Willen, diese zugunsten des eigenen Profits auszunutzen.
Ein Land, in dem die Regierung sich tatsächlich nicht von Experten beraten lässt, deren Unabhängigkeit fraglich ist, ist übrigens Schweden. Die haben einen Staatsepidemiologen. Umso heftiger und teils undifferenzierter ist unsere Berichterstattung über Schweden. Man führt gerne an, dass es hier unverhältnismäßig viele Tote gäbe. Aber auch hier fragt sich immer - im Verhältnis zu was? Zu den Fallzahlen der offiziell Infizierten? Das ist aber kompletter Blödsinn, denn diese Zahlen hängen nicht davon ab, wie viel Infizierte Du tatsächlich hast, sondern nur davon, wie viele Du testest. Und es liegt auf der Hand, dass in Schweden, in einem Land, in dem das Leben weitestgehend normal weiterläuft, deutlich mehr Menschen infiziert sein müssen, als in Ländern, die seit 6 Wochen strengen Lockdown haben. Ebenso klar ist es, dass SARS COV2 in Schweden nicht zu etwas gefährlicherem mutiert ist, wie das SARS COV2 wie es in Deutschland vorkommt. Es ist das gleiche Virus mit der gleichen Sterbewahrscheinlichkeit und die Schweden sind im Schnitt nicht mehr und nicht weniger anfällig als wir und es wird auch nicht gefährlicher, wen man es sich in einer Kneipe zuzieht statt beim Anhusten im Supermarkt. Auch haben wir in Schweden keine Extremsituation von hoffnungslos überlasteten Intensivstationen, welche eine Übersterblichkeit erklären könnte. Nein, es ist schlicht die Zahl der Testungen, die diesen hohen Quotienten erklärt. Die offiziellen Zahlen weisen für Schweden 204 Infizierte pro 100.000 Einwohner aus, für Deutschland 196 pro 100.000. Also fast identisch. Aber angesichts unseres 6-wöchigen Lockdowns und der Schwedischen Buisiness as usual Variante kann dies ja kaum sein. Eher wahrscheinlich ist es, dass bei uns die Dunkelziffer um den Faktor 10, in Schweden aber etwa um den Faktor 50 höher sein dürfte, was angesichts der sicher unbestreitbaren These, dass sich das ungebremste Wachstum exponentiell entwickelt, auch glaubhaft sein dürfte. Schweden hat eben deshalb "schon" 2500 Tote, also einen je 4000 Einwohner, weil die vermutlich schon 10% der Gesellschaft infiziert haben, während wir in Deutschland "nur" 6500 Tote, also einen Toten je 12700 Einwohnern, weil wir vermutlich erst bei einer Quote von knapp 2% Infizierter sind.
Abgesehen davon hatte Schweden unbestreitbare Versäumnisse beim Schutz der Patienten in den Alten- und Pflegeheimen, dort sind etwa die Hälfte der 2500 schwedischen Todesopfer zu beklagen. Dieses Problem hatten wir in Deutschland auch, aber längst nicht mit dieser Quote. Das bedeutet aber auch, Schweden wird in einigen Monaten eine Herdenimmunität hergestellt haben und zwar ganz ohne das Land in Schutt und Asche zu legen, während wir, was das epidemiologische Risiko angeht noch genau da sind, wo wir Anfang März waren und keinen Stein auf dem anderen gelassen haben werden. Bei uns ist kein Ende der Gefährdungslage abzusehen, bis eben der Impfstoff kommt. Und dies wird auch im besten Fall nicht in ausreichender Menge produziert, durchgetestet und zugelassen vor Mitte 2021 stattfinden, in schlechteren Fällen auch später. Und wer jetzt einwenden mag, das mit der Immunität nach überstandener Infektion sei keineswegs sicher, der muss das gleiche Argument für den Impfstoff gelten lassen, denn der arbeitet nach dem gleichen Prinzip.

Und dies führt eigentlich zur letzten Frage, was kann man tun? Welche Handlungsalternative haben wir?

Ich sehe das sehr einfach. Die Beibehaltung der Maßnahmen unter dem Diktat der nicht steigenden Reproduktionszahl ist nicht möglich. Erstens ist es völlig weltfremd anzunehmen, die Zahlen würden stabil bleiben, lockert man die Maßnahmen nun. Jeder Experte prognostiziert hier das Gegenteil. Nimmt man aber ernst, was man da sagt, muss man ja anschließend wieder alles dicht machen. Und das halten wir so lange nicht durch. Weder Gesellschaftlich, noch finanziell, noch politisch, noch psychologisch. Sollte nun ein Wunder geschehen und die Reproduktionsrate trotz Öffnung vieler Einrichtungen stabil bleiben, würde ich erstmal auf weniger Testung tippen. Schönt die Zahlen natürlich. Dann wäre aber irgendwann ein signifikanter Anstieg des Letalitätsquotienten erkennbar, denn die Toten werden schwer zu verstecken sein. Es sei denn natürlich, man fängt dann doch noch an in großem Stil zu obduzieren und die essentiell Vorerkrankten wieder rauszurechnen, dann würde auch diese Zahl wieder im Rahmen bleiben. Naja, aber davon sollte man was mitkriegen, wenn man genau genug hinsieht. Damit dürfte aber auch das Szenario "Warten auf den Impfstoff" wegfallen. Was bleibt ist die natürliche Durchseuchung. Mit 3% Letalität undenkbar. Mit 0.3% immer noch verdammt viele Tote. Mit 0.03% langsam in einem erwägbaren Bereich. Das würde aber bedeuten, für einen überschaubaren Zeitraum die Risikogruppe zu isolieren, bis eine Herdenimmunität beim Rest der Bevölkerung hergestellt ist. Das darf meinetwegen auch auf freiwilliger Basis sein. Ich bin kein Freund von Zwang und ebenso wie ich mir meine Rechte nicht nehmen lassen will, will ich keinem Risikopatienten vorschreiben, ob er es vorzieht, sich in Gefahr zu bringen oder nicht. Dort jedoch, wo Risikogruppen dies nicht mehr oder kaum noch selbst entscheiden können, in Alten- und Pflegeheimen, dort muss man gut vorbereitete, durchdachte und umfangreiche Schutzmaßnahmen einleiten und sicherstellen. Und dann Augen zu und durch. Dann würden wir am Ende mit schätzungsweise 25.000 Toten hier rauskommen. Vielleicht 30.000. Das wäre vergleichbar mit der Grippewelle von 2018. Auch der derzeitige Kurs mit einer Reproduktionszahl von 1 kostet noch jeden Monat locker 2000 Tote. Dies bis Mitte 2021 durchzuziehen, kommt auch nicht wirklich besser. Ich weiß, das ist keine gute Lösung. Aber es gibt keine gute Lösung. Alle anderen Lösungen erscheinen mir jedoch überhaupt keine Lösungen zu sein, mit weitaus mehr Schaden.
Ich erinnere auch nochmal, die Gesamtmortalität in Deutschland bewegt sich jährlich bei 900.000 und ob es dann wirklich 930.000 werden oder ob wir später in der Rückschau sehen werden, dass es weniger waren, weil andere Letalitätsarten hier rausextrapoliert wurden, kann jetzt noch keiner sagen.
Nötig für diese Entscheidung ist aber vor allem mal der Verzicht auf unsere Hybris, jeden Tod verhindern zu können. Der Tod gehört zum allgemeinen Lebensrisiko. 340.000 Menschen sterben an Herz-Kreislauferkrankungen jedes Jahr in Deutschland. Vorzugsweise wegen Fettleibigkeit oder Rauchen. Verbieten wir Zigaretten, zu Zucker- oder Fetthaltige Speisen? Nein. Warum nicht? Weils Spaß macht und wir das Risiko bitte in der eigenen Entscheidung belassen wollen. Viele Zehntausend Menschen sterben an Atemwegserkrankungen in Folge von Feinstaub und noch mal einige Tausend im Straßenverkehr. Wie intensiv sind die Bemühungen unserer Regierung im Kampf für emissionsfreies Fahren oder in den Ausbau des ÖPNV? Der Klimawandel bedroht die gesamte Existenz der Menschheit. Und wie konsequent sind wir hier? Das Virus hat mehr dafür getan, als jede Regierung in den letzten 10 Jahren... Nein, unsere Anstrengungen sind offensichtlich sehr selektiv und sehr bestimmt vom medialen Diskurs.
Es muss uns auch klar sein, dass dies nicht das letzte bösartige Virus sein wird, das sich rasend global verbreiten wird. Über Flugverkehr haben wir einen blitzschnellen, Millionenfachen Austausch täglich quer über den Globus. Natürlich weil wir unsere Waren in China oder Bangladesh produzieren lassen müssen, unser Rindfleisch aus Südamerika kommen soll oder ein Urlaub in Übersee zwingend notwendig ist und shoppen in New York oder ein Selfie auf dem hippen Dachrestaurant des neuesten Skyscrapers in Singapore einfach sooo cool sind. Nein, solange wir dies als normalen Lebensstil betrachten, wird uns dieses Thema dauerhaft begleiten und dann werden wir mit den Folgen leben müssen und diese Folgen dürfen keinesfalls darin bestehen, dauerhaft in einer sog. "neuen Normalität" leben zu müssen, in der wir willkürlich Maßnahmen ausgesetzt sind, die unsere Grundrechte massiv einschränken und soziale Nähe zum potentiell tödlichen Tabu erklärt.
DAS IST ES NICHT WERT! Das ist nicht die Welt, wie wir sie wollen und für die Generationen von Menschen gekämpft haben.

Ich danke für Eure Geduld, wenn Ihr das alles gelesen habt. Passt auf Euch auf und vielleicht bis bald mal wieder!

Markus



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Re: Hallo aus Coronistan!

Beitragvon Shotmaker » 02.05.20 12:17

Du bist einer der am schlimmsten Betroffenen und kann deine Stimmung nachvollziehen und habe ähnliche Gedanken.

Ich kann z. B. nicht nachvollziehen, wie dieser s. g. RO innerhalb eines Tages von über 1 auf 0,75 fallen kann, nur um die Maske Pflicht zu rechtfertigen. Meine Schwestern sind OP-Swestern und können das nicht nachvollziehen, da OP-Maske eigentlich nur den Patienten nur von Bakterien schützen sollen und nach 20 min. gewechselt werden, aber kein Wirkung bei Viren haben und ich sie nicht verstehen können, was diese selbst gebastelte bewirken sollen. Können wir den Zahlen, die uns präsentiert werden überhaupt vertrauen?

Angesicht der vielen Toten in USA, England, Italien usw. möchte ich darauf vertrauen, daß alles seine richtigkeit hat und alle Maßnahmen richtig sind. Die aber auch auf deren wirklich sehr schlechtes bzw. nur auf die reichen Menschen ausgelegte Gesundheitssystem beruht.

Ich hoffe das sich alles zum Guten wendet und sich alle Verschwörungstheorien nicht bestättigen und wir nicht auf dem Wege irgend eines Sience Fiction Buch/Film sind. Wo wenige versuchen die Massen zu kontrollieren.


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Re: Hallo aus Coronistan!

Beitragvon cuechanger » 02.05.20 12:24

Oh, nur um das kurz klarzustellen: Eine Verschwörungstheorie soll das hier grade nicht sein. Eher die Beschreibung eines selbstlaufenden Prozesses mit verschieden motivierten Entscheidungen, der uns in eine bestimmte Situation geführt hat.
Und was hohe Fallzahlen in anderen Ländern angeht, ja, Länder die spät dicht gemacht haben, hatten eine steilere Kurve. Ja, überlastete Gesundheitssysteme kosten Übersterblichkeit und ja, in Ballungsräumen mit extrem hoher Bevölkerungs-Dichte, gepaart mit traditionell schlechter und die Atemwege angreifende Luft, sind Auswirkungen besonders schlimm. Aber auch hier gilt, Zahlen im Gesamtzusammenhang zu betrachten. Die USA haben 300.000.000 Einwohner. Eine Mortalität von jährlich etwa 3,3 Millionen Menschen. Da sind 60.000 eine sehr relative Zahl.



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Re: Hallo aus Coronistan!

Beitragvon Shotmaker » 02.05.20 12:34

Das wollte ich dir nicht unterstellen.

Und auch um das klar zu stellen, wir sind entmündigt worden.


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Re: Hallo aus Coronistan!

Beitragvon Fitchner » 02.05.20 13:51

Sehe ich nicht alles genauso, aber du hast das gut nachvollziehbar dargestellt. Ich hoffe auch, dass sich die Situation bald bessert und es kein Massensterben kleiner Betriebe gibt. Politische, wurtschaftliche, virologische und psychologische Faktoren unter einen Hut zu bringen finde ich extrem schwierig. Auch für Dich persönlich alles Gute!

Der schwedische Weg ist leider hierzulande - vielleicht auch aufgrund wenig neutraler Berichterstattung - wenig populär und ich glaube auch dass die Schweden den sozialen und psychologischen Aspekt von Covid-19 besser meistern als wir.
Es ist anscheinend schon so, dass dieses Land klar kommuniziert, Kompetenzen anders verteilt hat und die Menschen dies auch bereitwilliger hinnehmen und bereit sind, sich so sinnvoll eigenverantwortlich anzupassen, dass eine EInschränkung von Seiten der Regierung nicht notwendig ist. Ich hätte mir auch gewünscht, dass wir es zumindest so versuchen...aber halte es für unmöglich, das den Deutschen beizubringen. (Hatten es die Holländer nicht versucht und sich dann zurückgerudert?)

Was ich hier in den ersten zwei Wochen des Shutdowns an Aktionen und Gedanken der Menschen mitbekommen habe, rechtfertigt diesen Schritt bei uns leider auch nicht. Der medialen Berichterstattung kann man sich kaum entziehen und ob das nun Panikmache ist oder nicht ist kaum zu sagen, weil man die Informationen nunmal von den Medien bekommt. Dass uns 2-3 Virologen öffentlichkeitswirksam durch die Krise begleiten finde ich etwas seltsam - es gibt Liveticker und ständige Vergleiche mit gefühlt allen anderen Ländern auf der Welt. Sprich, es gibt extrem viele Informationen, aber deren Qualität und Aussagekraft ist oft auch sehr gering. Aber die Regierung wird ja von einem ganzen Expertenkreis beraten.

Trotzdem gibt es in der Krise auch allerhand Unstimmigkeiten - wie die Maskenpflicht, obwohl das RKI selbst sagt, dass die Masken bestenfalls einen geringen Nutzen haben. Und das auch nur, wenn man sich richtig anwendet. Das nährt schon den Verdacht, dass nicht alles so entschieden wird, wie es sinnvoll wäre, sondern man eher darauf abzielt, die aufgescheuchte Bevölkerung stabil auf einem gewissen Level der Angst zu halten. Verlust der Freiheit fürchte ich da jetzt erstmal nicht...was die Gewinne der Pharmaindustrie angeht bin ich aber ganz bei Dir Markus.

Die Frage, die mich auch beschäftigt ist: Wie viele Betriebe und damit auch Menschen werden in dieser Zeit finanziell in den Ruin getrieben? Wird ihnen schon effektiv geholfen oder kommt die Hilfe zu spät? Und wie wird sich das mit 2 weiteren Wochen Lockdown ändern? Man hat das Gefühl, viele kämen noch gerade so zurecht, wenn es jetzt wieder zurück in die Normalität ginge.


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Re: Hallo aus Coronistan!

Beitragvon cuechanger » 02.05.20 14:32

Also um mal die "Perspektive" für eine Kneipe, Bar oder einen Club aufzuzeigen: Es gibt keine Perspektive.
Was auch immer derzeit an Öffnungsszenarien -auch für die Gastronomie- diskutiert wird, es betrifft nur Hotelerie und Speisegaststätten.
Hier kann man die als obligatorisch eingestuften Abstands- und Hygieneregeln einhalten. In einem Restaurant kannst Du Tische anders stellen, Gäste an zugewiesene Plätze setzen, dann bleiben Dir zwei Drittel Deiner Kapazität erhalten. Mit entsprechenden Einsparungen auf der Kostenseite und den reduzierten 7% auf Speisen (nutzt uns nix, denn gilt nicht für Getränke) in Gaststätten lässt sich das irgendwie überleben, auch wenn viele Betriebe kalkulatorisch auf Nutzung der vollen Kapazitäten ausgelegt sind. Aber da gibt es Möglichkeiten, es gibt Perspektiven. Nicht prall, aber etwas.
In Kneipen, Bars und Clubs ist das nicht möglich. Keine zugewiesenen Sitzplätze. Da bewegen sich die Leute frei im Raum. Spielen Billard, Kicker, stehen an der Bar, unterhalten sich am Stehtisch oder tanzen. Selbst wenn Du einem angeschickerten Gast nachts um 2 beibringen könntest, Abstand zu halten, was Du nicht kannst, ist der mögliche Füllgrad hier bei maximal 10-20% der sonstigen Möglichkeiten. Dafür, dass Du dann 80% Deiner Kapazität verlierst, bräuchte man dann aber zusätzlich zu dem sonst ausreichenden Mitarbeiter an der Theke noch einen an der Tür, der sonst nicht da ist. Vierteln der Umsätze und verdoppeln der Kosten kann nicht funktionieren. Unter diesen Voraussetzungen wäre jeder Öffnungstag ganz sicher ein Verlusttag. Mal ganz abgesehen davon, dass wir in erster Linie Atmosphäre verkaufen und ich nicht wüsste, wie das mit Abstand im leeren Laden und mit Mundschutz gehen sollte.

Ich fasse also zusammen: Niemand redet im Moment überhaupt über eine Mögliche Öffnung von Bars, Kneipen und Clubs. Und wenn, dann nur unter den Auflagen, die dort nicht umzusetzen sein werden. Nehme ich das ernst, was im Moment Stand des öffentlichen Diskurses ist, werden wir ohne Auflagen erst dann wieder aufmachen können, wenn der Impfstoff da ist, also irgendwann zweite Hälfte 2021. Bis dahin sind 90% nicht mehr da. Ein weiteres Ausfallkompensationspaket a la Soforthilfe ist nicht in Sicht und soll wohl auch nicht mehr kommen. Für uns heißt es im Moment einfach nur sterben.



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Re: Hallo aus Coronistan!

Beitragvon logitech » 02.05.20 18:30

Ich danke dir Markus, für den ausführlichen und sehr gut geschrieben Artikel .
Du sprichst mir damit aus der Seele.



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Re: Hallo aus Coronistan!

Beitragvon cuechanger » 03.05.20 09:44

Was mir auch gehörig auf den Keks geht, ist die Haltung der Politik zur finanziellen Kompensation. Die haben 1x ein Soforthilfeprogramm aufgelegt, was vollkommen grob und unzureichend war und dessen Gelder inzwischen längst aufgebraucht sind und denken, Ihr Job sei damit erledigt. Dafür lassen die sich dann auch noch feiern. Bazooka! Mal abgesehen davon, dass dies Steuergelder der Bürger sind und nicht aus deren Privatschatulle kommt...
Noch schlimmer: Man verweist auf KfW-Bürgschaftskredite, die Du aber über die Hausbank beantragen musst und die prüfen Dich nach Kriterien von Basel II und Basel III, obwohl sie nur 10% des Risikos tragen müssen und das führt im Fall von Gastros meist zur Ablehnung. Mal ganz davon abgesehen, dass ich nicht einsehe, warum ich mich verschulden soll, wegen einer Zwangsmaßnahme, die mir ohne eigenes Verschulden aufdoktriniert wurde!!! Wenn ich enteignet werde -und nichts anders ist diese Art von Berufsverbot- dann MUSS mich der Staat hierfür entschädigen! Man stelle sich vor, ich hätte ein Grundstück in schönster Stadtlage und man enteignet mich, um dort zum Wohle der Gemeinschaft ein neues Verwaltungsgebäude zu errichten. Dann ist die Frage, ob die Enteignung zu Recht oder zu Unrecht erfolgt für die Frage, ob ich für mein Grundstück zu entschädigen bin, vollkommen unerheblich, denn der Wert desselben ist mir zu zahlen! Aber genau das passiert hier nicht. Nein, hier wird so getan, als hätte man jedes Recht hier über unseren Besitzstand zu verfügen und als würden wir um Almosen betteln, wenn wir sagen, dass wir bitte, bitte, bitte nicht unsere Betriebe und Existenzen verlieren wollen!



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Re: Hallo aus Coronistan!

Beitragvon Billard-Praxis » 03.05.20 09:52

Hoffentlich siehst du so schnell wie möglich den Silberschweif am Himmel der dich wieder positiv antreibt. Ich jedenfalls drücke dir für deine Existenz beide Daumen und finde das auch alles PippikackaAA.


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Re: Hallo aus Coronistan!

Beitragvon cuechanger » 03.05.20 10:28

Danke Hans.



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Re: Hallo aus Coronistan!

Beitragvon Billard-Praxis » 03.05.20 11:12

Ja dann bestell ich hier an dieser Stelle verbindlich 3x das einfache Tip Pik bei dir. :zuf:


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Re: Hallo aus Coronistan!

Beitragvon Breakfoul » 03.05.20 11:45

Kannst mir 'n Pittermännchen per DHL schicken, gerne mit "Solidaritätszuschlag". Als in Bayern Aufgewachsener habe ich zwar eigentlich nur Verachtung für so eine Plörre übrig, aber man soll in harten Zeiten ja zusammenstehen... :zwi:
:pro:



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Re: Hallo aus Coronistan!

Beitragvon cuechanger » 03.05.20 12:28

Billard-Praxis hat geschrieben:Ja dann bestell ich hier an dieser Stelle verbindlich 3x das einfache Tip Pik bei dir. :zuf:

Dann schick ma Versandadresse. :zwi:

Added in 1 minute 31 seconds:
Breakfoul hat geschrieben:Kannst mir 'n Pittermännchen per DHL schicken, gerne mit "Solidaritätszuschlag". Als in Bayern Aufgewachsener habe ich zwar eigentlich nur Verachtung für so eine Plörre übrig, aber man soll in harten Zeiten ja zusammenstehen... :zwi:
:pro:

Als Bayer bist Du vermutlich gar nicht in der Lage, sowas fachgerecht anzuzapfen und ich will natürlich nicht für etwaig gefährliche Unfälle verantwortlich sein. :zun:



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Re: Hallo aus Coronistan!

Beitragvon Billard-Praxis » 03.05.20 12:34

oha, markus - da hab ich mich am frühen morgen vertippt. es sollte 2x statt 3x heissen :kra:
adresse - pn ok.erl.


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Re: Hallo aus Coronistan!

Beitragvon sneaky_peter » 03.05.20 14:05

Verständliche Sichtweise, Markus. Ich wünsche dir auch von Herzen, dass du deinen Laden bald wieder öffnen darfst!

Was mir in der jetzigen, für viele sehr schwierigen Situation und auch in deinem Statement etwas fehlt, ist die globale Bedeutung dieser Pandemie. Der Tellerrand ist bei vielen gerade die deutsche Außengrenze, manchmal sogar die Grenze des Bundeslandes. Welche weltweiten Auswirkungen und Verwerfungen die ganze Sache noch haben wird, ist noch gar nicht abzusehen. Die Leute, die gerade das Anwerfen der Wirtschaft fordern möchte ich fragen, wer die Exportgüter denn gerade abnehmen soll? Die Autos und Maschinen stehen doch jetzt schon auf Halde! Und das Virus ist mal gerade 5 Monate bei der Arbeit, auf anderen Kontinenten fängt es gerade erst an, richtig schlimm zu werden. Und auch wir sind noch nicht damit durch, auch wenn viele das schon glauben. Eine Grippe lässt sich daraus wirklich nicht mehr machen...

Zum Thema Sterblichkeit lässt sich auch höchstens ein Anfangs- oder Zwischenergebnis ablesen. Die Übersterblichkeit ist in vielen Ländern jedenfalls schon deutlich erhöht. Ende des Jahres hat man vielleicht mal verlässliche Zahlen, vorher macht es für mich gar keinen Sinn, sich irgendeiner Zahlenspielerei anzuschließen.

Ich muss zugeben, ich selbst befinde mich in einer komfortablen Situation. Meine Tätigkeit ist zwar auch gerade schwieriger als gewohnt, aber ich kann/muss arbeiten und verdiene mein Geld. Damit kann ich auch meine Frau durchbringen, die als Freiberuflerin auch gerade eine Zwangspause einlegen muss, die hoffentlich nicht mehr allzulange dauert. Sie ist einfach arg unterfordert und hat zuviel Zeit, mir ganz tolle Aufgaben zuzuteilen. Schön, dass ich heute eine 10-Stunden-Schicht machen darf. Danach lässt sie mich dann auch mal in Ruhe... :lac:




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