Pinguin Übungen

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t-rex
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Pinguin Übungen

Beitrag von t-rex »

Hallo zusammen,

ich bin ein Anfänger und habe jetzt mehrmals von der Pinguin Übung von den PAT DVD's gehört. Ich habe diese DVD nicht und werde sie auch nicht kaufen, ich habe nicht mal einen DVD Player. Dafür habe ich aber "Sportliches Pool Billard 1" von Ralph Eckert, wo er nur kurz über die Übung spricht und dann auf die DVD verweist.

Was ich gefunden habe, war etwas Ähnliches von Bert Kinister


Diese Variante finde ich etwas merkwürdig, der Griff ist ja viel zu weit vorne. Er sagt, man soll 10 Mal nacheinander lochen können, dann ist das Ziel erreicht. Mein erster Versuch ging daneben, die nächsten 10 waren mittig und gut getroffen. Ist das die Pinguin Übung? Dann wird sie mir wohl eher nichts brinigen, das Ziel habe ich sofort erreichen können.

Eine für mich viel sinnvollere Variante war die von Christian Reimering


Diese Variante habe ich jetzt jeden Tag seit mehr als einem Monat geübt und ich glaube, es bringt mir nicht mehr viel und ich habe das Meiste davon mitgenommen.

Auch die Pinguin 2 (beidhändig ohne Objektball lochen) habe ich jeden Tag geübt. Das bringt mich auch nicht mehr weiter, glaube ich. Das ist zu einfach und die Konzentration lässt schnell nach.

Als die einfachste Technik-Grundlagen-Übung (ich mach natürlich auch andere Übungen, aber ich fange immer mit den Basics an und der Rest kommt, wenn Zeit übrig bleibt) übe ich nun statt dessen gerade Stoppbälle, über unterschiedliche Entfernungen. Da kann ich mich definitiv noch verbessern und würde lieber die knappe Zeit in diese Übung stecken.
Meinen Stand habe ich soweit gefunden und bei dieser Übung sehe ich besser, ob ich den Ball gut oder schlecht getroffen habe und da muss ich mich auch stets gut konzentrieren.

Verpasse ich durch das Weglassen der Pinguin Übungen (also lochen ohne Objektball) etwas? Kann ich weiter an den Stoppbällen arbeiten?
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tintin
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Re: Pinguin Übungen

Beitrag von tintin »

Ich sage mal "42".

Oder mit ein paar Worten mehr, da gibt es kaum eine vernünftige Antwort. Ich selber glaube nicht daran, dass man Billard mit Büchern und Videos lernen kann. Das Problem ist, man kann seine eigenen Fehler nicht sehen, man sieht bestenfalls ein gewünschtes Ergebnis und fühlt das ein oder andere. Um mal an dieser Stelle etwas abzuschweifen, ich sah mal jemanden mit einem technisch schrecklichen Stoß, der mir dann Stolz sagte wie gerade sein Stoß doch sei....

Wenn du mal eine gute Übung machen willst, dann lege die Weiße auf den Kopfpunkt, einen Objektball auf den Fußpunkt und spiele einen Stoppball. Wenn nun verlässlich der Objektball von der Fußbande wieder voll auf den Spielball trifft, ist dein Stoß sehr gerade. Wenn das verlässlich nicht klappt, dann gibt es eigentlich bloß fünf technische Gründe wo du wohl etwas falsch machst. Da steckt also viel Arbeit drin.

Ach ja, die Pinguin Übung. Ich persönlich finde die unnütz. Es gibt viele verschiedene Spieltechniken, nicht alle davon sind gut aber viele davon sind auch nicht schlecht und die Pinguin Übung möchte gerne alles auf eine richtige Haltung reduzieren.

Ansonsten empfehle ich dir neben Reputationen auch viele spielerische Übungen. Gerne mal etwas hinterfragen und dann noch ein paarmal wiederholen. Aber immer dasselbe machen? Um es mal zu vergleichen, wenn man ein guter Maler werden will, hilft es viele Bilder zu malen aber eine halbe Stunde lang 2cm lange Striche von halb links oben nach halb rechts unten nebeneinander zu ziehen, hilft das wirklich? Der ein oder andere wird jetzt ja sagen. :scw:
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joshua70
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Re: Pinguin Übungen

Beitrag von joshua70 »

Die Pinguin- Übung macht dann Sinn, wenn man noch nicht lange dabei ist und keine nennenswerte Erfahrungswerte hat. Oder man kommt wegen der eigenen Technik so gar nicht auf einen grünen Zweig und hinterfragt alles. Letztlich geht es dabei darum, sich so zu stellen, dass der Arm auf natürliche Weise in die Stoßrichtung zeigt.
Es kommt aber letztlich darauf an, zum richtigen Zeitpunkt gerade zu sein. Was davor und danach üassiert ist an sich irrelevant. Auch das "Durchgehen" ist nur ein Hilfsmittel fürs Hirn, den Stoß nicht schon vor Kontakt abzubremsen und sich dadurch zu limitieren. Auch hier kommt es aufs Timing an.
Es fphren unzählige Wege nach Rom. Welcher der nachhaltigste, kürzeste oder schnellste ist, muß jeder für sich entscheiden. Schulbuchwissen dient im Wesentlichen als Leitfaden. Meist kürzt es aber die Entwicklung ab, wenn man sich grob an diese Leitlinien hält.
Wer wie schnell auf welches Level will und mit welchem Investment,entscheidet aber immer der Spieler.
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Re: Pinguin Übungen

Beitrag von LastrisOrt »

Woher weiß denn Christian, wie weit er seinen Körper "hineindrehen" muss?
Queue und Hüfte bilden ja einen Winkel, der bei jedem Menschen ein wenig verschieden ist, je nach Ausprägung der Unterarmmuskulatur und Handgelenkstellung. Das Ganze nennt sich dann "Anatomische Nullstellung", die gibt es übrigens nicht nur beim Billard.
Dass Bert das Queue so weit vorne greift liegt übrigens daran, dass er es am Schwerpunkt greift, das Queue ausbalanciert ist und er es deshalb nicht auflegen braucht.

Letztlich möchte ich noch ein Zitat von Bruce Lee einbringen: "Ich fürchte nicht den Mann, der 10000 Kicks einmal geübt hat, aber ich fürchte mich vor dem, der einen Kick 10000 mal geübt hat". Damit möchte ich dir sagen: Schade, dass dir langweilig ist und die Konzentration nachlässt, wenn du mehrere Male ohne Objektkugel gespielt hast. Worauf lag denn dein Fokus bei dieser Übung?
Antwort A: Die Kugel in die Tasche versenken
Antwort B: Auf eine immer gleiche Pre-Shot-Routine inklusive Kreiden, sowie einen technisch bis zum anatomischen Ende ausgeführten Stoß zu achten.

Ach Mann... Ich wollte hier im Billard-Aktuell nichts mehr schreiben, und doch ist es wieder passiert...
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Re: Pinguin Übungen

Beitrag von sneaky_peter »

Die einhändige Pinguinübung aus PAT 1 ist meiner Meinung nach eine der besten Übungen für Anfänger, weil dabei viele Dinge auf einmal vermittelt werden können (Nullstellung, Stand, Fokus, Stoßablauf).
Ich bin kein Anfänger, aber wenn ich mal wie einer spielen sollte, was leider immer mal passiert, baue ich mir immer so 20 oder 30 Bälle auf. Je fünf auf beiden Seiten des Tischs abwechselnd gespielt, sodass ich dabei auch gleich Rhythmus und den kompletten Stoßablauf trainiere. Ich kann die Übung noch weiter ausbauen, indem ich das Tempo variiere, den Fokus anders setze oder die Taschen wechsle. Mir hilft es meistens dabei, mein Körpergefühl zu verbessern und so wieder in die Spur zu finden.
Vielleicht gibt es in deiner Gegend ja jemanden, der dir die korrekte Durchführung dieser Übung zeigt. Ich glaube, dann verstündest du, warum es Sinn macht, diese Übung als Anfänger möglichst oft zu spielen.
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tintin
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Re: Pinguin Übungen

Beitrag von tintin »

Die vielleicht sinnvollste Übung ist One Ball. Dazu spottest du einen Objektball auf den Fußpunkt und startest mit Weiße Ball in Hand, lochst die Kugel und baust wieder einen Objektball auf dem Fußpunkt auf und spielst mit der Weißen weiter, wo sie liegen geblieben ist usw. Das trainiert zum Einen das Positionsspiel und zum Zweiten das Lochen der Kugeln im Bereich des Fußpunktes. Das ist insofern von großem Vorteil, da durch den Aufbau mittels Folie die entscheidenden Kugeln, also die 9 im 9-Ball, 10 im 10-Ball und 8 im 8-Ball oft genau dort liegen. Und wenn du dir auf solche Kugeln auch aus schwierigeren Lagen der Weißen relativ sicher wirst hilft das dann auch dabei Punkte zu machen.

Diese Übung sollte dann noch variiert werden mit einem Objektball auf dem Mittelpunkt des Tisches, das trainiert das Lochen in die Mitteltaschen und einer Übung mit je einem Objektball am Fußpunkt und einem am Kopfpunkt und man muss die Weiße immer hin und her bewegen.

Diese drei Übungen helfen schon mal richtig viel.

Sollten Snooker Spieler ebenso handhaben. 1. Nur die Schwarze, 2. nur die Pinke, 3. nur die Blaue, 4. Gelb, Grün, Braun, Gelb, Grün, Braun etc., 5. Braun und Pink im Wechsel. Das deckt so die meisten Sachen im Spiel ab.
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Re: Pinguin Übungen

Beitrag von t-rex »

tintin hat geschrieben: 06.01.26 18:49 Wenn du mal eine gute Übung machen willst, dann lege die Weiße auf den Kopfpunkt, einen Objektball auf den Fußpunkt und spiele einen Stoppball. Wenn nun verlässlich der Objektball von der Fußbande wieder voll auf den Spielball trifft, ist dein Stoß sehr gerade. Wenn das verlässlich nicht klappt, dann gibt es eigentlich bloß fünf technische Gründe wo du wohl etwas falsch machst. Da steckt also viel Arbeit drin.
Danke! Ich mache die Vorgänger Übung, dass die Weisse gerade zur Queue Spitze zurückläuft. Da muss ich noch viel üben. Das mit dem zusätzlichen Objektball ist viel schwerer, habe ich ausprobiert, ist wahrscheinlich noch zu früh - die beiden Kugeln berühren sich zwar zum zweiten Mall, aber versetzt und nicht mittig.
Ansonsten empfehle ich dir neben Reputationen auch viele spielerische Übungen. Gerne mal etwas hinterfragen und dann noch ein paarmal wiederholen. Aber immer dasselbe machen? Um es mal zu vergleichen, wenn man ein guter Maler werden will, hilft es viele Bilder zu malen aber eine halbe Stunde lang 2cm lange Striche von halb links oben nach halb rechts unten nebeneinander zu ziehen, hilft das wirklich? Der ein oder andere wird jetzt ja sagen. :scw:
Ich mache unterschiedliche Übungen, es steht ja viel Material zur Verfügung. Meine Basics sind aber noch nicht gut genug, deswegen übe ich am meisten die technischen Grundlagen.
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Re: Pinguin Übungen

Beitrag von t-rex »

LastrisOrt hat geschrieben: 06.01.26 22:37 Schade, dass dir langweilig ist und die Konzentration nachlässt, wenn du mehrere Male ohne Objektkugel gespielt hast. Worauf lag denn dein Fokus bei dieser Übung?
Antwort A: Die Kugel in die Tasche versenken
Antwort B: Auf eine immer gleiche Pre-Shot-Routine inklusive Kreiden, sowie einen technisch bis zum anatomischen Ende ausgeführten Stoß zu achten.
Danke!
Die Pinguin 1 in der Kinister Variante habe ich tatsächlich nur einmal ausprobiert. Er sagt ja, das sei so schwer und wenn man lange übt, dann schafft man das 10x in Folge und dann hat man den Zweck der Übung erreicht. Vielleicht habe ich das durch die anderen Varianten gelernt.

Die Variante von Reimering habe ich viel geübt, mehr als einen Monat, fast jeden Tag 3-5 Reihen und auch die Pinguin 2 3-5 Reihen, natürlich auch mit Beachtung der Pre-Shot Routine und rotierender Aufmerksamkeit - mal achte ich auf den Stand, mal auf den Griff, mal auf das Durchgehen etc. Ich komme da schon an ein Paar Tausend Wiederholungen und denke so langsam, dass ich das zumindest nicht jeden Tag mehr üben soll.

Es ging mir auch nicht um Langweilig, sondern um Effizienz. Beim Üben von Stoppbällen oder der Gerade-Gegen-Die-Bande-Und-Zurück Übung merke ich viel eher, wie gut ich den Ball treffe. Die Pinguin Sachen kann ich auch mit schlechtem Stoss treffen und habe weniger Feedback.
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Re: Pinguin Übungen

Beitrag von t-rex »

tintin hat geschrieben: 07.01.26 07:10
Diese Übung sollte dann noch variiert werden mit einem Objektball auf dem Mittelpunkt des Tisches, das trainiert das Lochen in die Mitteltaschen und einer Übung mit je einem Objektball am Fußpunkt und einem am Kopfpunkt und man muss die Weiße immer hin und her bewegen.

Diese drei Übungen helfen schon mal richtig viel.
Danke, werde ich ausprobieren. Mindestens die dritte ist für mich bestimmt noch zu schwer. :zuf:
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Re: Pinguin Übungen

Beitrag von Baldril »

Ich hab auch schon oft von der Pinguin-Übung gelesen, aber weiß/wusste bis heute nicht, was das sein soll. 😅

Ich habe mir aber mit Reimering einen sauberen Stand antrainiert und kontrolliere das ab und zu, indem ich die Bälle mit geschlossenen Augen spiele. Kurz nach dem Stoß Augen auf und Lauf kontrollieren. Hilft mir sehr. 😉

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