Verband at its best

Alles rund um Poolbillard

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joshua70
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Verband at its best

Beitrag von joshua70 »

Und wieder mal bestätigt sich der Eindruck, dass viele Funktionäre Regeln, aber nicht den gesunden Menschenverstand (falls vorhanden) anwenden können- dafür scheint es einfach privat und beruflich nicht zu reichen.

Da wird eine Mannschaft Meister und qualifiziert sich für die nächst höhere Liga. Ein neuer Sportwart des Vereins hat versehens gedacht, Stichtag für die Mannschaftsmeldung sei der 31.7.- das ist natürlich falsch! Ergo hat er den Stichtag verpasst. Es ist aber noch nichts Unwiderbringliches passiert, was aber völlig egal ist, weil Regel ist Regel! Auch eine erhöhte Strafe hätte der Verein in Kauf genommen, wenn er dafür hätte ganz regulär spielen dürfen. Unwichtig- der Verband scheint ja genug Kohle zu haben und falls nicht, holt er sich einfach mehr von den Mitgliedern.

Also muss der Verein mit 3 Mannschaften wieder ganz unten Anfangen (statt in der Verbandsliga, in der sie vermutlich zu den Aufstiegskandidaten gehört hätte). Freut Euch ihr Bezirksligisten (Kreislliga gibt es wegen Mitgliederüberschuss nicht mehr). Aber nicht nur das- da hat eine Tagung ergeben, dass der Verein auch den Sportkreis wechseln muss, was natürlich viel einfacher ist, wenn alle Mannschaften unten anfangen müssen. Der neue Sportkreis zieht abartige Fahrtstrecken nach sich und gewährleistet nicht mal eine volle Runde (die Mitgliedergebühren werden natürlich trotzdem voll berechnet). Der Verein will das nicht, wurde aber vom Landessportwart vor vollendete Tatsachen gestellt.

Lustige Nebengeschichte: Der Landessportwart spielt in der Liga, in der die betroffene Mannschaft nächste Saison gespielt hätte- so kann man sich seiner Wettbewerber auch entledigen.

Natürlich ist jedem bewußt, dass hier ein Fehlverhalten vorlag (nicht rechtzeitig gemeldet). Deswegen war der Verein auch bereit dafür einzustehen. Aber wegen einer kleinen Unachtsamkeit nicht nur die Mannschaft, sondern auch die Einzelsportler (müssen bei Einzelmannschaften vermutlich wieder von unten anfangen) und eine ganze Liga zu bestrafen, weil jedes Spiel zu 1 oder 2 ausgeht (nimmt doch denen komplett die Freude am Spieltag), halte ich für unverhältnismäßig hart. Zusätzlich wird der Verein bestraft, indem er in einen wirklich blöden Sportkreis umziehen muss, der unverhältnismäßig viel Fahrerei (km und Zeit) nach sich zieht. Kann der Verband das einfach bestimmen, ohne nachzufragen? Und faktisch ist mit Sicherheit noch gar nix passiert, so schnell wie die Funktionäre sind.

Ich bin gottseidank nicht mehr aktiv und bin deswegen nciht persönlich betroffen. Mir tut es aber um die Leute leid und es ärgert mich, mit was für einem arroganten Selbstverständnis Regeln, die dem Sport helfen und ihm nicht schaden sollten, durchgeboxt werden, nur weil man kann und es für niemanden einen Schaden bedeuten würde, den Härtefall anzuerkennen. Da wundern sich die Verbände über Matchroom und den Mitgliederschwund- nur öffentlich natürlich, weil solche Verhaltensweise niemand an den Tag legen würde, der im Interesse des Sports handelt. Da pocht man nicht auf die Regeln, sondern überlegt, wie man die Kuh vom Eis bekommt- notfalls, indem man die Wettbewersvereine fragt.

Aber Unfähigkeit kann auch Titel(chen) tragen- in diesem Fall Landesportwart
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logitech
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Re: Verband at its best

Beitrag von logitech »

Das ist mal eine unschöne Geschichte.
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joshua70
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Re: Verband at its best

Beitrag von joshua70 »

Kleine Ergänzung: Ich handle und schreibe weder im Wissen noch im Auftrag des betroffenen Vereins! Dummheit muss bestraft werden- das sieht der Verein auch so! Aber die Strafe muss angemessen sein. Hier geht es nur um das stuoide Durchsetzen von Regeln, die für den Sport gemacht sind, aber gegen ihn angewendet werden. Wenn ich überlege, wie sich der Landesverband daneben benommen hat, als es um die Zahlungsunfähigkeit der DBU ging und sich an nichts gehalten hat, was er versprochen hatte- und dann sowas! Ich hätte noch Verständnis, wenn da schon irgendwas passiert wäre. Aber der Kasperleladen schaffts ja nicht mal zeitnah Protokolle zu veröffentlichen. Und natürlich ist das auch eine Werbung fürs Ehrenamt! Da überlegt man es sich noch besser, ob man sich zur Wahl stellt, wenn hier schlimmer geahndet wird, als bei wichtigeren Dingen! Wie hat das Martin Kind (Ex- Präsident von Hannover 96) gesagt: Das Schlimmste an ehrenamtlichen Funktionären ist, dass man sie bei Unfähigkeit nicht feuern kann!
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klikr
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Re: Verband at its best

Beitrag von klikr »

Unfassbar... Beschwerde bei der DBU? Dauert aber vermutlich auch wieder 6 bis drölf Wochen, bis dahin ist der Käs verloffen. Ob hier eigentlich Verbandsmenschen mitlesen...?
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joshua70
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Re: Verband at its best

Beitrag von joshua70 »

Warum sollte eine Krähe der anderen die Augen aushacken??? Da habe ich gar kein Vertrauen, weil man sich so für den Fall der Fälle Stimmen oder Rückhalt sichert. So funktioniert der/ die Verbände schon seit Jahrzehnten. das Einzige was helfen könnte, wäre öffentlicher Druck, den es aber auch nicht geben wird, weil die Menschen zu bequem sind, wenn es sie nicht unmittelbar selbst betrifft. Das gilt bei der Arbeit genau so wie im Privatleben- erst recht bei so einer unwichtigen Sache wie Billard.
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Re: Verband at its best

Beitrag von framajakob1 »

zum Glück haben wir in der Schweiz keine solchen Probleme
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Re: Verband at its best

Beitrag von holli »

Welcher Landesverband?
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Re: Verband at its best

Beitrag von joshua70 »

:zwi: südlich von Dir :zwi:
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Re: Verband at its best

Beitrag von OscarTheFish(p@k) »

In der Haut des neuen Vereinsportwarts möchte ich nicht stecken. Aber warum wurde der in seinem Handeln allein gelassen? Erfahrene Vereinsmitglieder hätten das mit ihm zusammen abstecken müssen, wann und wie die Meldung zu erfolgen hat.
Mich wundert es, wenn und dass der zuständige Verband nicht aktiv auf die Vereine zugeht, insbesondere nach einem Ligaaufstieg.
Sprechen die nicht kollegial miteinander?
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Re: Verband at its best

Beitrag von joshua70 »

Naaja- es gibt Vereine, da treten die Ämter an, die wenig zu denken und viel Zeit haben. In diesem Verein ist das halt jemand, der wirklich Pathos hat und an sich auch superzuverlässig ist. Er hatte halt einen Denkfehler, keine Erfahrung und weil er ist, wie er ist, haben sich die anderen darauf verlassen, dass das schon alles passen wird.
Der Verein steht trotzdem geschlossen hinter ihm, weil jedem Fehler unterlaufen können. Dem LV unterlaufen regelmäßig deutlich größere Fehler, die aber nicht ahnbar, weil regelkonform sind. Die Erkenntnis, dass die Regeln den Sport fördern und nicht schaden sollen, man mit ein wenig Hirn und logischem Denkvermögen Härtesituationen beurteilen und entsprechende Ausnahmen machen kann, sitzt bei den Akteueren (Funktionäre) aber nicht besonders tief.
Das hat ein bisschen was von Dorfsheriff- zur richtigen Polizei hat es nicht gereicht, aber hier hat man auch Macht über andere, die man direkt demonstrieren muss. Wenn man dann auch noch einen direkten Konkurrenten los wird, umso besser. Und damit es nicht peinlich wird, schiebt man den verein direkt noch woanders hin. Ist bestimmt zu weit hergeholt, aber so viel konstruieren muss man da auch nicht.
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Re: Verband at its best

Beitrag von Schopi68 »

Der Verein wird doch gar nicht bestraft. Es wird einfach nur nach der Regel gehandelt - wieso wird heutzutage immer gleich eine persönlich ausgerichtete Boshaftigkeit unterstellt sobald etwas nicht so läuft wie man es sich persönlich wünscht?

Im Regelwerk ist ja klar geschildert: Meldung bis 30.6...
"Bei Fristversäumnis ist eine Nachmeldung noch bis max. zum 07.07. (24.00 Uhr) bei einem Strafgeld von 150.- € auf Landesebene und 50.- € auf Sportkreisebene möglich.
Sollte auch diese Frist versäumt werden, so ist eine Nachmeldung nur noch in der untersten Ebene der Sportkreise möglich. Diese kann dann ohne Strafgeld erfolgen."

Drehen wir es mal um: Dem Ansinnen der Vereins wird stattgegeben. Was wäre die Folge? Nächste Saison können andere Vereine sich auch auf das Recht berufen, bei einer "versehentlichen" zu späten Meldung noch angenommen zu werden - schließlich gilt ja der Grundsatz der Gleichbehandlung!
Da kann der Verband dann gleich vorsehen, seine Ligaplanung erst zwei Monate nach dem offiziellen Meldeschluß vorzunehmen..
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Re: Verband at its best

Beitrag von klikr »

Wie die Regeln sind, haben alle verstanden, denke ich. Man hätte aber z.B. erwarten können, dass am letzten Tag ohne Anmeldung - bei jeder Mannschaft ansich, aber insbesondere bei einer aufgestiegenen - nachgefragt wird, ob man tatsächlich nächste Saison nicht antreten wolle - kann ja durchaus sein. Die Meldung ansich ist ein Einweg-Prozess, das sportliche Miteinander aber nicht, und Kommunikation kostet meist nichts - außer guten Willen und Zeit.

Was meinst Du, wie happy die Beteiligten gewesen wären, "gerettet" worden zu sein. Stattdessen steht jetzt dieses Geschmäckle im Raum.
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Re: Verband at its best

Beitrag von joshua70 »

Am Ende geht es um die kleinkarierte und nicht im Verhältnis stehenden Anwendung einer Regel, mangelnde Eigeninitiative und die daraus resultierenden Konsequenzen, die am Ende allen Beteiligten (Verband, Verein, Mitbewerbern) schaden. In der Konsequenz ist das ein Beleg dafür, dass der Landessportwart keinesfalls für dieses Amt qualifiziert ist und keine Ahnung hat, wie man so ein Amt ausüben sollte. Wer hier so wenig Fingerspitzengefühl hat, sollte sich ein anderes Betätigungsfeld suchen. Wenn ein Chef wegen eines einmaligen Zuspätkommens eine Abmahnung ausspricht, zöge das weniger Konsequenzen nach sich und das würde vermutlich Jeder für überzogen halten. Und dabei ginge es um existentielle Dinge!
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Re: Verband at its best

Beitrag von treffgarnix »

joshua70 hat geschrieben:Und wieder mal bestätigt sich der Eindruck, dass viele Funktionäre Regeln, aber nicht den gesunden Menschenverstand (falls vorhanden) anwenden können- dafür scheint es einfach privat und beruflich nicht zu reichen.

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Ich bin gottseidank nicht mehr aktiv und bin deswegen nciht persönlich betroffen. Mir tut es aber um die Leute leid und es ärgert mich, mit was für einem arroganten Selbstverständnis Regeln, die dem Sport helfen und ihm nicht schaden sollten, durchgeboxt werden, nur weil man kann und es für niemanden einen Schaden bedeuten würde, den Härtefall anzuerkennen. Da wundern sich die Verbände über Matchroom und den Mitgliederschwund- nur öffentlich natürlich, weil solche Verhaltensweise niemand an den Tag legen würde, der im Interesse des Sports handelt. Da pocht man nicht auf die Regeln, sondern überlegt, wie man die Kuh vom Eis bekommt- notfalls, indem man die Wettbewersvereine fragt.

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Da gibst nur eins für mich: Nicht mehr an dem Scheiß teilnehmen den der Verband organisiert. Selber was auf die Beine stellen, verbieten kann uns niemand dass wir ohne den Verband was anderes parallel aufziehen. Jammern bringt uns da nicht weiter. Scheiß auf den Verband. Sorry aber das musste mal raus.
Als Einstein Examina abnahm, fragte ihn einmal ein Student: "Sie stellen in diesem Semester ja genau die gleichen Fragen wie beim letzten Mal." Darauf Einstein: "Das ist wahr. Nur die Antworten sind diesmal anders."
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Re: Verband at its best

Beitrag von joshua70 »

Jaaaaaa... so einen Versuch habe ich in dunkler Erinnerung. Und ich weiß, wie er ausging (war hautnah dabei). Du bist physikalisch genug gebildet, dass Du Dich mit träger Masse auskennst. Es wäre nicht kompliziert, recht detaillierte Ansätze gibt es dafür und es umzusetzen ist kein großes Hexenwerk. Die Verbände auszuhebeln wäre nicht problematisch- dafür gibt es da zu wenige wirkliche Gegner, die dazu im Zweifelsfall ganz schnell die Schwänze einziehen (s. die Sache mit Matchroom). Aber so lange die Spieler das als Verlust sehen, vor dem sie Angst haben, gesteht man den Verbänden Macht zu. Es scheitert also nicht an den Verbänden, sondern an den Spielern. Und tote Pferde trägt man nicht zur Rennbahn.
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