PoolbillardWiederaufnahme des Spielbetriebs nach DBU Hygienekonzept

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eckeneckepen
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Wiederaufnahme des Spielbetriebs nach DBU Hygienekonzept

Beitragvon eckeneckepen » 15.05.20 14:23

Die DBU hat ein Konzeptpapier entworfen, was die meisten von euch kennen werden.

Unter "strengen" Regeln ist die Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs und des Vereinslebens möglich.
Voraussetzung vor allem:
- regelmäßiges Desinfizieren allen Materials,
- Tragen eines Mundschutzes von Leuten, die gerade nicht spielen,
- Abstand von mindestens 2 m zwischen den Tischen und größtmöglicher Abstand zwischen den Spielern,
- Führen von Anwesenheitslisten.

Nun habe ich dieses Papier erst gestern gelesen, nachdem ich mitbekommen habe, dass im eigenen Verein der Betrieb wieder angelaufen ist. Und was soll man sagen? Keine der Regeln wurde eingehalten... Von keinem Spieler.

Niemand trug einen Mundschutz, Material wurde gereinigt wie immer (das ist nichts Gutes) und natürlich laufen alle Spieler kreuz und quer.
Mit gesundem Menschenverstand verstehe ich nicht, wie so ein Konzept abgewunken werden konnte. Wie kann man vor allem ausdrücklich erlauben, dass spielende Spieler keinerlei Mundschutz tragen müssen?
Aus Erfahrung sehe ich unseren Verein nicht in einer spezielleren Situation wie die anderen Vereine. Kaum ein Verein, den ich persönlich kenne, hat mehr als 2 m Abstand zwischen den Tischen. Dafür haben viele so viele Mitglieder, dass ein konsequentes Einhalten von Abstandsregeln nicht möglich ist. Manche haben kaum Möglichkeit, ordentlich zu lüften. Eine eingeschleppte Infektion in einem geschlossenen Raum würde sich an Tagen mit Hochbetrieb binnen kurzer Zeit bei uns verbreiten. Und man weiß auch, in einem Verein treffen so viele verschiedenen Meinungen und Charaktere aufeinander, dass einfach nicht alle an einem Strang ziehen und sich diesen Regeln unterwerfen. Teilweise Spieler mit dem Hang zu Verschwörungstheorien (eigene Erfahrung), die unter diesen Regeln eigentlich aus dem Spielbetrieb ausgeschlossen werden müssten. Hinzu kommt, dass Billard als Hobby ausgeübt wird von allen Altersgruppen. Manche bei uns sind über 80, manche haben ernste Vorerkrankungen etc. Alle finden sich dort ein.

Auf der anderen Seite werden diese Regeln effektiv natürlich nicht kontrolliert! Weder von extern, noch intern.
Meiner Meinung nach sind die Grundvoraussetzungen beim Billard denkbar schlecht für eine verfrühte Wiederaufnahme eines Hobbybetriebs. Manche werden argumentieren, dass Billard nun aufgrund der überschaubaren Popularität kaum eine neue Infektionswelle auslöst, aber wenn die DBU solch ein Konzept durch bekommt, wird es für die anderen Sportarten in geschlossenen Räumen kaum anders aussehen.

Nun frage ich euch: was haltet ihr davon? Wir handhabt ihr das in eurem Verein? Vielleicht hat jemand am Konzept mitgearbeitet oder hast nähere Infos?


Gruß


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Re: Wiederaufnahme des Spielbetriebs nach DBU Hygienekonzept

Beitragvon Schopi68 » 15.05.20 15:03

ich habe erst vorhin mit erschrecken festgestellt, daß in Baden-Württemberg am Montag Billardlokale wieder öffnen - und dort wohl nur das angestellte Personal einen Mundschutz tragen muß.

Und das vor allem in Anbetracht dessen, daß sich in den letzten Tagen mehr und mehr der Verdacht auftut, daß die Abstandsregelung (in schlecht belüfteten) Räumen wegen der aerosolbasierten Übertragung wirkungslos sein könnte.



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Re: Wiederaufnahme des Spielbetriebs nach DBU Hygienekonzept

Beitragvon miramanee » 15.05.20 15:35

Also das wichtigste ist der Abstand 1,5 Meter nach dem Spiel Material reinigen ist ok aber alles andere ist übertrieben.

Spieler die nicht spielen und weit auseinander sitzen Mundschutz zu tragen? Oder auch Spieler muss nicht sein.

Wenn sich alle an den Abstand halten ist alles möglich.



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Re: Wiederaufnahme des Spielbetriebs nach DBU Hygienekonzept

Beitragvon tintin » 15.05.20 15:41

Dann wurde das Konzept nochmal geändert. Ich kenne noch die Version mit "2 Spieler pro Tisch aber maximal 5 pro Raum".
Das ergibt für mich mehr Sinn, dann müssten die Mitglieder eine Reservierungsliste nutzen und die Anwesenheiten absprechen, wodurch sie automatisch dokumentiert wären.
2 pro Tisch und 2 Meter Abstand kann man wirklich nicht lückenlos einhalten.

Aber Vorsicht, es sollen durchaus unangemeldete Kontrollen durchgeführt werden. Mit u.U. drastischen finanziellen Strafen für den Verein. Also, wenn der Vereinsvorstand da nicht hinterher ist, dann kann das böse enden.



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Re: Wiederaufnahme des Spielbetriebs nach DBU Hygienekonzept

Beitragvon Fitchner » 15.05.20 15:44

Was ist eigentlich, wenn man als Spieler nicht unter den Bedingungen spielen will?

Egal, ob das durch
a) die Bedingungen der DBU bzgl Abstand, Mundschutz, zur Verfügung stehende Räume, Materialreinigung etc. ODER
b) die Art und Weise wie andere Spieler diese Regeln (nicht) umsetzen ODER
c) man diese Regeln für schwachsinnig oder nicht einhaltbar (auch bei dem besten Versuch!) hält und seinem Verein keine Strafe aufbrummen möchte

begründet ist?

Ich bin ehrlichgesagt unter diesen Voraussetzungen alles andere als scharf auf Billard in der Liga grade!

Außerdem haben wir alle die Hände auf Tuch und Bande...Bande putzen ist ja ok, aber wie oft wollt ihr das Tuch reinigen?!
Und wie soll man 2m zwischen den Tischen gewährleisten, in manchen Lokalen muss da massivst umgestellt werden. Was, wenn das räumlich nicht möglich ist? Man ist ja zumindest bei uns je nach Liga zu einer bestimmten Anzahl Tische verpflichtet.


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Re: Wiederaufnahme des Spielbetriebs nach DBU Hygienekonzept

Beitragvon eckeneckepen » 15.05.20 17:18

miramanee hat geschrieben:Also das wichtigste ist der Abstand 1,5 Meter nach dem Spiel Material reinigen ist ok aber alles andere ist übertrieben.

Spieler die nicht spielen und weit auseinander sitzen Mundschutz zu tragen? Oder auch Spieler muss nicht sein.

Wenn sich alle an den Abstand halten ist alles möglich.


Diese Art von Sorglosigkeit meine ich. Sorgst du dann als Aufsicht dafür, dass alle in deinem Verein diese Regeln einhalten oder würdest du garantieren, dass das alle von alleine machen?


Gruß


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Re: Wiederaufnahme des Spielbetriebs nach DBU Hygienekonzept

Beitragvon LochNess » 15.05.20 20:05

in berlin haben seit heute die billard bars wieder auf. das bata billard hat dies gepostet. max 50 leute im lokal, 4 leute pro tisch und abstand.

Added in 2 minutes 59 seconds:
eckeneckepen hat geschrieben:
miramanee hat geschrieben:Also das wichtigste ist der Abstand 1,5 Meter nach dem Spiel Material reinigen ist ok aber alles andere ist übertrieben.

Spieler die nicht spielen und weit auseinander sitzen Mundschutz zu tragen? Oder auch Spieler muss nicht sein.

Wenn sich alle an den Abstand halten ist alles möglich.


Diese Art von Sorglosigkeit meine ich. Sorgst du dann als Aufsicht dafür, dass alle in deinem Verein diese Regeln einhalten oder würdest du garantieren, dass das alle von alleine machen?


wir reden doch die ganze zeit von solidarität und nächstenliebe...
dann muss man halt eindringlich den mitgliedern sagen, wenn ihr euch nicht an die regeln haltet, dann könnt ihr nicht spielen. egal training oder liga...
vielleicht kann der verein ja dann auch die möglichen strafen auf die regelbrecher umlegen wenns nicht anders geht



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Re: Wiederaufnahme des Spielbetriebs nach DBU Hygienekonzept

Beitragvon Michael-RW » 16.05.20 19:18

Schopi68 hat geschrieben:ich habe erst vorhin mit erschrecken festgestellt, daß in Baden-Württemberg am Montag Billardlokale wieder öffnen - und dort wohl nur das angestellte Personal einen Mundschutz tragen muß.

Wie kommst du zu dem Schluss?
Ein Billardlokal ist i. d. R. keine Speisewirtschaft.

Ab dem 18. Mai 2020 können Speisewirtschaften im Sinne von § 1 Absatz 1 Nr. 2 Gaststättengesetz ihren Betrieb wieder aufnehmen.

https://www.baden-wuerttemberg.de/de/se ... sammlungen

Ich geh davon aus, dass wir ab 2. Juni wieder an die Tische können.

Ab dem 2. Juni können dann wieder alle öffentlichen und privaten Sportanlagen und Sportstätten, insbesondere Fitnessstudios, sowie Tanzschulen und ähnlich Einrichtungen öffnen.

https://www.baden-wuerttemberg.de/de/se ... sschritte/



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Re: Wiederaufnahme des Spielbetriebs nach DBU Hygienekonzept

Beitragvon OscarTheFish(p@k) » 17.05.20 09:32

Es wäre zieführender, wenn Spieler, die Infektzeichen (z.B. Schnupfen, allgemeines Krankheitsgefühl) haben, sich erst einmal auskurieren und dem Spielbetrieb fernbleiben, alleine trainieren oder in diesem Fall ggf. einen Mundschutz tragen, um Gesunde ein wenig zu schützen. Händewaschen, insbesondere wenn man irgendwo in einer Lokalität eintrifft bzw. wieder zuhause, schadet auch nicht. Danach eine hautpflegende Creme ist aus dermatologischer Sicht auch nicht falsch.
In der Art und Weise wie Laien Hygieneregeln aufstellen und umsetzen, kann man teilweise auch nur den Kopf schütteln, wenn diese Mundschütze z.B. immer wieder benutzt und selten gereinigt werden. (Keimschleuder, mit der man sich mehr schadet als anderen nutzt)
Händedesinfektion (statt oder nach dem Händewaschen) ist zwar keimtötend, schädigt aber bei häufiger Anwendung auch die Hautoberfläche und stört die gesunde Hautflora (die funktional auch zur Abwehr von angetragenen Keimen benötigt wird).
Was wirklich unhygienisch und rücksichtslos (ansteckend) ist, wenn Menschen mit vollem Lungenvolumen quer durch den Raum husten. Auch das zwanghafte, aber allseits so beliebte ausgiebige Händeschütteln mit wechselnden Partnern ist ein beliebter Übertragungsweg, wenn man danach in der Nase bohrt und am Mund bzw. Augen herumnestelt.
Es ist in Bezug auf Viren auch berechtigt zu fragen, wie lange diese auf gereinigten oder ungereinigten Oberflächen überleben können.

Ich vermute, dass die DBU diese Hygieneregeln so aufgestellt hat, um in dieser recht verwirrenden Zeit einen Neustart des gemeinsamen Spielbetriebs aus juristischer Sicht möglich zu machen.

Wirklich gefährdet sind Spieler mit Immunsuppression (z.B. Rheumatiker, Transplantierte, ...). Diese Betroffenen sollten sich aus Eigeninteresse etwas mehr schützen und bedürfen auch mehr Rücksicht von anderen (z.B. Abstandsregel).
Dem Billardsport ist zumindest zu eigen, dass ein Abstand von ca. 1,5 - 2 m (vom Mund-Nase-Bereich) i.d.R. auch eingehalten wird. Ein gegnerischer bekleideter Po, der sich nicht an diesen Abstand perfekt hält (im Rahmen des Ausübens des Billardsports), bedeutet nicht umgehend Gefahr.



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Re: Wiederaufnahme des Spielbetriebs nach DBU Hygienekonzept

Beitragvon eckeneckepen » 17.05.20 13:09

OscarTheFish(p@k) hat geschrieben:Es wäre zieführender, wenn Spieler, die Infektzeichen (z.B. Schnupfen, allgemeines Krankheitsgefühl) haben, sich erst einmal auskurieren und dem Spielbetrieb fernbleiben, alleine trainieren oder in diesem Fall ggf. einen Mundschutz tragen, um Gesunde ein wenig zu schützen. Händewaschen, insbesondere wenn man irgendwo in einer Lokalität eintrifft bzw. wieder zuhause, schadet auch nicht. Danach eine hautpflegende Creme ist aus dermatologischer Sicht auch nicht falsch.
In der Art und Weise wie Laien Hygieneregeln aufstellen und umsetzen, kann man teilweise auch nur den Kopf schütteln, wenn diese Mundschütze z.B. immer wieder benutzt und selten gereinigt werden. (Keimschleuder, mit der man sich mehr schadet als anderen nutzt)
Händedesinfektion (statt oder nach dem Händewaschen) ist zwar keimtötend, schädigt aber bei häufiger Anwendung auch die Hautoberfläche und stört die gesunde Hautflora (die funktional auch zur Abwehr von angetragenen Keimen benötigt wird).


Ggf. einen Mundschutz tragen... Gegebenfalls???
Es geht keiner Meinung nach nicht um die, die Anzeichen haben. Denn ich glaube, die sind mittlerweile so sensibilisiert, von alleine zu Hause zu bleiben.
Was aber sagst du zu all denen, die innerhalb der Inkubationszeit herum laufen und noch keine Symptome zeigen oder gar asymptomatisch sind?
Diese Leute atmen ein und atmen auch wieder aus. Und eben weil sie keine Anzeichen haben, agieren sie womöglich sorgloser. Und um diese Gefahrenquelle zu minimieren, müsste man das Konzept der DBU nicht nur einhalten, sondern noch verbessern!
Und ich frage da noch einmal: halten sich alle Leute in euren Vereinen strickt an diese Regeln? Ich kann da sagen: bei uns definitiv nicht. Und alleine aus diesem Grund finde ich dieses Konzept sehr fahrlässig.


Gruß


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Re: Wiederaufnahme des Spielbetriebs nach DBU Hygienekonzept

Beitragvon OscarTheFish(p@k) » 17.05.20 20:12

eckeneckepen hat geschrieben:Diese Leute atmen ein und atmen auch wieder aus. Und eben weil sie keine Anzeichen haben, agieren sie womöglich sorgloser. Und um diese Gefahrenquelle zu minimieren, müsste man das Konzept der DBU nicht nur einhalten, sondern noch verbessern!
Und ich frage da noch einmal: halten sich alle Leute in euren Vereinen strickt an diese Regeln? Ich kann da sagen: bei uns definitiv nicht. Und alleine aus diesem Grund finde ich dieses Konzept sehr fahrlässig.

Zur Verbesserung von Maßnahmen bezüglich infektiologischer Gefahrenquellen schlägt das Robert-Koch-Institut konkrete Lösungen vor und beschreibt deren Stärken und Schwächen:

https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Bi ... _node.html

So können sich skeptische Spielernaturen (vermutlich) regelkonform mit größtmöglicher Wirkung selbst schützen.



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Re: Wiederaufnahme des Spielbetriebs nach DBU Hygienekonzept

Beitragvon TomDamm » 18.05.20 07:20

Es geht doch nicht nur um Selbstschutz... Dann benötigst du einen dieser schicken Anzüge...
Es geht darum das die Spieler möglichst gut verhindern andere anzustecken. Niemand kann ja wirklich ausschließen, dass er Träger des Virus ist.

Mit Abstand, Hygiene, Mundschutz, sollte das zu schaffen sein.

Denen zu sagen "passt auf", die Angst vor einer Infektion haben, ist ziemlich egoistisch.

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Re: Wiederaufnahme des Spielbetriebs nach DBU Hygienekonzept

Beitragvon Schopi68 » 18.05.20 19:53

OscarTheFish(p@k) hat geschrieben:Es wäre zieführender, wenn Spieler, die Infektzeichen (z.B. Schnupfen, allgemeines Krankheitsgefühl) haben, sich erst einmal auskurieren und dem Spielbetrieb fernbleiben, alleine trainieren oder in diesem Fall ggf. einen Mundschutz tragen, um Gesunde ein wenig zu schützen. Händewaschen, insbesondere wenn man irgendwo in einer Lokalität eintrifft bzw. wieder zuhause, schadet auch nicht. Danach eine hautpflegende Creme ist aus dermatologischer Sicht auch nicht falsch.
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Händedesinfektion (statt oder nach dem Händewaschen) ist zwar keimtötend, schädigt aber bei häufiger Anwendung auch die Hautoberfläche und stört die gesunde Hautflora (die funktional auch zur Abwehr von angetragenen Keimen benötigt wird).


Leider mehrere Aussagen bei denen ich einen Einwand habe.
1. Händewaschen: Siehe: https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ ... t-waschen/
(das die gesunde Hautflora gestört wird, trifft beim Händewaschen in gleichem Maße zu wie bei der Desinfektion)
2. Auskurieren: Du schreibst "es wäre zielführender..." Zielführender als was? Infizierte sind ja bereits vor den ersten Infektzeichen hochinfektiös... Von daher ist es unabdingbar, auch unabhängig von Krankheitszeichen Vorkehrungen zu treffen.

Added in 6 minutes 13 seconds:
miramanee hat geschrieben:Also das wichtigste ist der Abstand 1,5 Meter nach dem Spiel Material reinigen ist ok aber alles andere ist übertrieben.

Spieler die nicht spielen und weit auseinander sitzen Mundschutz zu tragen? Oder auch Spieler muss nicht sein.

Wenn sich alle an den Abstand halten ist alles möglich.


Wenn Du die Presse genau verfolgst, siehst Du, daß gerade in den letzten Tagen/Wochen immer deutlicher erkennbar wird, daß in geschlossenen Räumen die Abstandsregel, wie auch die Schmierinfektionen eher zu den unwichtigen Faktoren gehören... ;)

Die ersten Hinweise auf die starke Aerosolübertragung gab es schon vor eineinhalb Monaten... (wurden aber kaum in der breiten Presse erwähnt. Was hätte man auch machen sollen, zu einer Zeit, da keiner Masken hatte).



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Re: Wiederaufnahme des Spielbetriebs nach DBU Hygienekonzept

Beitragvon OscarTheFish(p@k) » 01.06.20 17:36

Zum Stichwort "Händewaschen" / "Desinfizieren" antworte ich selbstverständlich:
Desinfektionsmittel für die Hände sind KEINE Reinigungsmittel, sondern eliminieren bei sachgerechter Anwendung die Keime der Haut (auch die gesunde Standortflora) vollständig. Die sich im Laufe ansammelnde Schutzschicht wird dadurch i.d.R. nicht abgewaschen. Ein traditionelles Händewaschen vor dem Billardspielen schützt auch das Spielgerät vor dem Verschmutzen und sollte bezüglich Viren mehr als ausreichend sein. Ein anschließendes Eincremen der Hände ist danach empfohlen.
Ich kann im Billardsport kein Gesundheitsberuf erkennen, bei dem man sehr viele unterschiedliche Patientenkontakte hat und mit entsprechend zahlreichen Erregern konfrontiert ist. Hierbei wäre ein regelmäßiges Desinfizieren indiziert, auch schon deshalb, weil hochfrequentes Händewaschen für die Haut belastender ist, als die z.B. in den Krankenhäusern verwendeten Handdesinfektionsmittel. Diese sind auch i.d.R. mit rückfettenden Inhaltsstoffen versehen. Hierbei darf man aber Handdesinfaktionsmittel trotzdem nicht mit Hautpflegemitteln verwechseln.
Nicht nur aus meiner Erfahrung ergibt sich, dass sich im Laufe des Tages erhebliche Schmutzanheftungen an den Handflächen sammeln, denen man klassisch algorithmisch im Sinne des Händewaschens am geeignetsten beikommen kann.

Außerdem stellt drängt sich mir die Frage auf, wie die geneigten Diskutanten die letzten Jahre überlebt haben. Coronaviren im Allgemeinen sind keine Unbekannten sowohl für die Wissenschaft als auch für das Immunsystem. Ebenso möchte man mich erleuchten, warum Billardspieler, die in einer Billardanstalt nicht im Spieleinsatz sind, infektiöser sein sollen als spielende. Egoismus kann ich nicht erkennen, wenn man bezüglich einiger "Hygienevorschriften" erhebliche - auch belegbare - Zweifel hegt.
Abschließend drängt sich mir noch dazu die Frage auf, wie mit Spielern verfahren werden soll, die aus gesundheitlichen Gründen vom Tragen einer solchen Schutzmaske befreit sind.

Grundsätzlich habe ich allerdings nichts dagegen, wenn Personen solche "Hilfsmittel" für sich einsetzen wollen.



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Re: Wiederaufnahme des Spielbetriebs nach DBU Hygienekonzept

Beitragvon eckeneckepen » 03.06.20 08:49

OscarTheFish(p@k) hat geschrieben: Außerdem stellt drängt sich mir die Frage auf, wie die geneigten Diskutanten die letzten Jahre überlebt haben. Coronaviren im Allgemeinen sind keine Unbekannten sowohl für die Wissenschaft als auch für das Immunsystem.


Letzterer Satz zeigt, dass du die wissenschaftliche Grundlage dieser Infektion entweder nicht verstanden hast, oder (und das ist schlimmer) sie bewusst ablehnst. Im ersteren Punkt bist du uninformiert, beim zweiten nur ignorant und neunmal klug, weil du meinst schlauer zu sein, als alle Fachleute, die sich seit Jahren/Jahrzehnten explizit mit diesem Thema beschäftigen. Ich tendiere zu zweitem.

Und da ich nicht davon ausgehe, dass du Teil dieser Fach-Community bist und deine Thesen mit wissenschaftlichen Argumenten belegen kannst, ist die Diskussion für mich beendet.


Gruß


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