PoolbillardChina 8-Ball - nicht in Deutschland?

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LochNess
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Re: China 8-Ball - nicht in Deutschland?

Beitragvon LochNess » 15.11.19 11:28

wenns danach geht, dürfte man ja auch keine deutschen spieler zum mosconi cup schicken... is ja kein DBU/EPBF-Turnier...



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Besastian
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Re: China 8-Ball - nicht in Deutschland?

Beitragvon Besastian » 15.11.19 12:40

Das C8Ball-Turnier liegt in meinem "Einzugsgebiet" und ich empfinde es als "spaßige" Alternative zum herkömmlichen Pool. Hatte mir auch schon überlegt mitzuspielen. Allerdings bin ich auch aufgrund von Liga/Einzelmeisterschaften an den Verband geknüpft und würde mich doch sehr ärgern, wenn ich eine Sperre bekäme.

Daher werde ich es wohl (erstmal) meiden. Ich schließe mich aber meinen Vorrednern an:
Ich empfinde es (unabhängig vom geltenden Recht) als persönlich äußerst unfair seitens der DBU eine solche Strafandrohung auszusprechen und den Streit auf die Spieler zu "drücken". Anstatt eine für beide Seiten gut funktionierende Koexistenz zu fördern und dem Sport in Summe zu unterstützen, wird gemäckert, geschrien und mit Sanktionen gedroht. Die wahrscheinlich schlechteste Art unseren ohnehin schon wenig populären Sport zu managen.

Zudem sei noch gesagt: Es gibt soooooo unendlich wenig Berichterstattungen in den "üblichen" Medien über Billard. Und dann kommt mal fast eine ganze Seite in einer lokalen Tageszeitung - und dann berichtet sie voller Spott über so einen Kindergartenstreit. Gutes Marketing sieht anders aus. Danke DBU!



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Re: China 8-Ball - nicht in Deutschland?

Beitragvon Schopi68 » 15.11.19 12:46

Titleist hat geschrieben:Ich denke, hier geht es nicht darum, ob man JOY/ICEA gut findet oder nicht.

Was mir dermassen gegen den Strich geht, ist die Frechheit, die sich ein Verband anmasst, MIR vorzuschreiben, was ich jenseits meiner Vereinsmitgliedschaft in diesem Verband mache. Dabei spiele ich weder Chinese 8-Ball noch nehme ich an deren Veranstaltungen teil. Aber: ich lasse mir von einem Popelverband nicht die Grundrechte nehmen, die ich als Mensch habe.

Und deshalb werde ich vielleicht mit Fleiss an einem C8B-Turnier teilnehmen, sollte mal eines lokal angeboten werden.


Wenn Dein Arbeitgeber Dir vorschreiben möchte, daß Du die gleiche Tätigkeit nicht nach Feierabend noch für eine andere Firma machen darfst, beharrst du dann auch auf "Grundrechten"?

Auch mit einem Vereinseintritt bekommen wir Rechte aber auch Pflichten - und diese Pflichten können uns durchaus auch mal gegen den Strich gehen. Es steht jedem frei, das abzuwägen und ggf. nicht in einen Verein einzutreten.

Wir alle sind mit dem Eintritt in den Verband gewisse Verpflichtungen eingegangen - und dazu gehört nunmal auch, daß er uns gewisse Teilnahmen untersagen darf (ob ich das in diesem Fall gut finde, möchte ich in dieser Betrachtung mal unbeachtet lassen - ich halte es auch für völlig überzogen und kontraproduktiv), speziell, wenn er der Ansicht ist, daß diese dem Verband oder dem Sport schaden könnten.



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Re: China 8-Ball - nicht in Deutschland?

Beitragvon Buzut » 15.11.19 13:35

Ich bin mal vorsichtig und nenne ein Beispiel aus einer anderen Sportart. So ähnlich ist das tatsächlich vorgekommen. Nicht Billard, nicht Dart.

Angenommen ich richte ein "viereckig Dart Turnier" aus und bin Alleinimporteur* von viereckigen Dartscheiben. Mein Ziel ist es möglichst viele viereckige Dartscheiben zu verkaufen. Dazu möchte ich einen Verband gründen um noch mehr Dartscheiben verkaufen zu können. (Vertrieb und Verband in einer Hand) Der bisherige Dartverband kommt für eine Zusammenarbeit nicht in frage, weil dieser nicht kommerziell denken kann.

Ist mein Dart Turnier nun gemeinnützig oder kommerziell?
Geht es um den Dartsport oder um Umsatz?

Soll der bisherige nichtkommerzielle Dartverband das zulassen?

* Alleinimporteur = nur einer bekommt die Verkaufsrechte der Dartscheiben

Wenn es einer ehrlich meint mit dem Sport, muß Sport und Geld getrennt werden. Beides zusammen ist ein NoGo



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Re: China 8-Ball - nicht in Deutschland?

Beitragvon sneaky_peter » 15.11.19 13:52

meharis hat geschrieben:Falls Joy/icea tatsächlich Rechtsbruch begangen haben sollte, dann wäre doch die folgerichtige Gangart eine Klage evtl. mit einstweiliger Verfügung gewesen; hier wird aber der Streit auf Kosten der Spieler ausgetragen.
In meinen Augen ist es irrelevant wer da "Recht" hat.


Bevor ich mich auf einen Rechtsstreit mit einem großen chinesischen Unternehmen einlasse, versuche ich doch erstmal andere Mittel, ihn unter Druck zu setzen. Ich glaube auch, dass das funktioniert, weil sich eine große Turnierserie nicht gegen den europäischen Verband installieren lässt. Ich finde es auch prinzipiell richtig, erstmal am Tischtuch zu ziehen, bevor ich es komplett zerschneide.
Das muss man alles nicht gut finden, aber mit ein wenig Bemühen kann ich doch zumindest die Position verstehen, die der EPBF hier einnimmt. Ist doch besser, gleich zu Beginn einzuschreiten, als die Sache schleifen zu lassen und dann irgendwann blöd dazustehen.

Mich würde mal die Meinung von Spitzenspielern interessieren, die z.B. Die Eurotour bestreiten!



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Re: China 8-Ball - nicht in Deutschland?

Beitragvon tintin » 15.11.19 14:08

Man könnte ja aber auch seitens der DBU umfassend und ehrlich informieren und dann auf die Solidarität der Mitglieder hoffen sich erstmal ruhig zu verhalten anstatt zu drohen mit Dingen, die eigentlich jenseits des eigenen Aufgabenbereich liegen.



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Re: China 8-Ball - nicht in Deutschland?

Beitragvon Titleist » 15.11.19 14:47

Schopi68 hat geschrieben:Wenn Dein Arbeitgeber Dir vorschreiben möchte, daß Du die gleiche Tätigkeit nicht nach Feierabend noch für eine andere Firma machen darfst, beharrst du dann auch auf "Grundrechten"?


Das ist nicht mal Äpfel und Birnen. "Mein Arbeitgeber" (hatte seit ca. 40 Jahren keinen mehr, war mein eigener) bezahlt mich. Dafür unterschreibe ich einen Arbeitsvertrag. Dafür kann er auch erwarten, dass ich nicht seine Konkurrenz stärke.

Die DBU bezahlt mich nicht, sie nimmt meine Kohle. Sie ist ein popliger (wohl angeblich "gemeinnütziger") Verein. Sie hat zudem noch ein defacto-Monopol in D, was Billiardturniere in den gängigen Disziplinen angeht. Sie bietet kein Chinese 8-ball an (auch kein One Pocket, Bank Pool, Rotation 61 usw.). Sie will mir verbieten, eine Sportart, die sie nicht anbietet, zu betreiben. Geht's noch? Völlig abgesehen davon: selbst wenn ich 9-Ball in einer Privatveranstaltung spielen will, die der DBU nicht gefällt, wo bitte wäre die Rechtsgrundlage, mir das zu verbieten? Immerhin gelten für defacto-Monopole einige Regeln.

Auch mit einem Vereinseintritt bekommen wir Rechte aber auch Pflichten - und diese Pflichten können uns durchaus auch mal gegen den Strich gehen. Es steht jedem frei, das abzuwägen und ggf. nicht in einen Verein einzutreten.

Wir alle sind mit dem Eintritt in den Verband gewisse Verpflichtungen eingegangen - und dazu gehört nunmal auch, daß er uns gewisse Teilnahmen untersagen darf (ob ich das in diesem Fall gut finde, möchte ich in dieser Betrachtung mal unbeachtet lassen - ich halte es auch für völlig überzogen und kontraproduktiv), speziell, wenn er der Ansicht ist, daß diese dem Verband oder dem Sport schaden könnten.


Hast Du irgendwo beim Vereinseintritt unterschrieben, dass Du keine C8B spielst oder auch andere "nicht genehme" Spielarten nicht praktizierst? Wollen die DBU-Heinis mir demnächst vorschreiben, dass ich z.B. kein Bowling mehr spielen darf in einem Lokal, das einem JOY-Angehörigen gehört? Was will man sich als braver Deutscher denn zukünftig alles bieten lassen und dazu die Hacken zusammenschlagen?

Wie gesagt, ich hoffe auf den rechtlichen Hammer gegen die DBU oder die Gründung eines Konkurrenzverbandes, denn der Laden ist in sich aus mehreren Gründen jenseits von C8B schon marode.



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Re: China 8-Ball - nicht in Deutschland?

Beitragvon sneaky_peter » 15.11.19 15:21

Klingt alles ein wenig nach „Wutbürger“. Was soll denn die DBU deiner Meinung nach machen? Sich gegen den EPBF stellen?
Wenn dir die Teilnahme an Chinese 8-Ball Turnieren so wichtig ist, bleibe doch einfach nur Vereinsmitglied und verzichte auf den Ligabetrieb. Hast dann ja eine andere Möglichkeit, Wettbewerbe zu spielen.
Wobei ich erstens bezweifle, dass dir bei Teilnahme ein Strick daraus gedreht wird und zweitens mit Sicherheit eine Übereinkunft gefunden wird.
Ich finde es auch nicht gerechtfertigt Kreisligaspielern den Verlust der Verbandszugehörigkeit anzudrohen. Das ist doch aber sowieso gar nicht die Zielgruppe von Joy. Ich denke, es geht viel mehr um die potentiellen Teilnehmer der Eurotour.
Und wenn da auf einmal ein attraktives Konkurrenzprodukt auftaucht und vielleicht ohne Absprache an denselben Teminen Turniere veranstaltet, gereicht das dem Verband und damit seinen Mitgliedern ganz klar zum Nachteil.

Also vielleicht mal ein wenig abwarten, bevor du dir noch ein Magengeschwür einhandelst.

Im Übrigen ist das auch in anderen Sportarten klar geregelt.



LochNess
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Re: China 8-Ball - nicht in Deutschland?

Beitragvon LochNess » 15.11.19 17:46

und wo wäre das problem sich einfach abzusprechen, dass während der euro tour kein chines 8-ball gespielt wird? wenn mosconi cup ist, dann gibt's ja auch keine anderen wettbewerbe dieser größenordnung... alles ne frage der organisation.



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Re: China 8-Ball - nicht in Deutschland?

Beitragvon Titleist » 15.11.19 18:03

War ja alles schon gepostet worden - haben die "Chinesen" ja angeboten, lt. deren Darstellung. Aber das war der EPBF offensichtlich nicht genug.



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Re: China 8-Ball - nicht in Deutschland?

Beitragvon meharis » 17.11.19 10:11

Hier ein Statement:
https://www.icea-pool.com/post/official ... bf-actions

Der Ton ist noch freundlich aber bestimmt.


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Re: China 8-Ball - nicht in Deutschland?

Beitragvon Oze147 » 18.11.19 08:21

Wenn man den kommerziellen Aspekt, der ohne Zweifel hierbei mitschwingt, außen vor lässt, bleibt meiner Meinung nach trotzdem eine schiefe Optik.

Vielleicht muss sich die EPBF zumindest den Vorwurf gefallen lassen den Sport in den letzten Jahren nicht dahin gebracht haben, wo es sich die Spieler vielleicht wünschen.
Worldsnooker z.B. hat seine Spieler auch an einer sehr kurzen Leine, allerdings stimmen da Preisgelder, Organisation etc. und da möchte ich sehen, wer dazu in der Lage ist die Topsnookerstars "abzuwerben".

Im Pool ist das eine andere Sache und wenn da ein Promoter kommt und neue Verdienstmöglichkeiten verspricht, dann darf man sich nicht wundern, wenn da selbst gestandene Profis zu überlegen anfangen.
Oben ist ja der dartsport schon mal angesprochen worden und da war es ja ähnlich. Im Endeffekt ist die BDO auch selber schuld, dass sie was den professionellen Sport anbelangt nix mehr mitzureden haben.

Spätestens wenn die ersten zweit- bis drittklassigen Spieler anfangen mit Chinese 8ball in Europa gutes Geld zu verdienen, werden wir auch die bekannten Namen an den grünen Tischen sehen und da kann die EPBF bzw. deren nationale Verbände auf und nieder springen so viel sie will.



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Re: China 8-Ball - nicht in Deutschland?

Beitragvon holli » 18.11.19 09:09

Man kann die Situation Snooker und Pool nicht vergleichen:

Im Snooker gibt es nur eine Spielvariante, die von einem Verband organisiert wird. Da ist es nachvollziehbar, dass daneben kein zweiter Verband geduldet werden würde. Im Poolbillard gibt es dagegen 'zig Varianten. Eine der Unverschämtheiten ist, dass die Variante C8 ja nicht einmal von der DBU und der EPBF angeboten wird. D. h., da gibt es keinen Wettbewerb, keine Überschneidungen. Würden die federführenden Dachverbände ebenfalls C8 anbieten, wäre die Reaktion nachvollziehbar. So ist es einfach nur Schikane, ausgetragen auf dem Rücken der Spieler.

Ich bin sehr gespannt, wie die Gerichte in dieser Sache entscheiden werden. Zu befürchten ist, dass unsere Beiträge für einen aussichtslosen Prozess verbraten werden.


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Re: China 8-Ball - nicht in Deutschland?

Beitragvon Bande-Midde » 18.11.19 09:19

Titleist hat geschrieben:
Schopi68 hat geschrieben:
Die DBU bezahlt mich nicht, sie nimmt meine Kohle. Sie ist ein popliger (wohl angeblich "gemeinnütziger") Verein. Sie hat zudem noch ein defacto-Monopol in D, was Billiardturniere in den gängigen Disziplinen angeht. Sie bietet kein Chinese 8-ball an (auch kein One Pocket, Bank Pool, Rotation 61 usw.). Sie will mir verbieten, eine Sportart, die sie nicht anbietet, zu betreiben. Geht's noch? Völlig abgesehen davon: selbst wenn ich 9-Ball in einer Privatveranstaltung spielen will, die der DBU nicht gefällt, wo bitte wäre die Rechtsgrundlage, mir das zu verbieten? Immerhin gelten für defacto-Monopole einige Regeln.

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Hi Leute,
Hi Titleist,

Ich verstehe den Unmut aller Spieler, die gerne beim C8-Ball Turnier mitspielen wollen. Die Reaktion der EPBF und der DBU ist völlig überzogen und ist meiner Meinung nach auch von persönlichen Aspekten geleitet.

Doch was hindert die DBU-Mitglieder daran an dem Turnier teilzunehmen? 50,-- Euro Strafe für eine Teilnahme an einem "nicht genehmigten" Turnier? Auch ein sofortiger Austritt bei der DBU (passivierung) und anschließendem Wiedereintritt wäre doch problemlos möglich.
Bevor die EPBF Sanktionen gegen einen Sportler der DBU aussprechen möchte, sollte Sie doch mal ihr eigenes Konzept überdenken! Die Eurotour lohnt sich doch nur für Wenige. Die Preisgelder sind so niedrig, das Diese kaum die Anreise, Pflichthotel, Startgeld sowie diverse Ausgaben abdecken können. Jedes größere Turnier in Deutschland wäre wesentlich interessanter, wären die Qualifikationskriterien zu Mosconi-Cup, WM oder Worldgames der EPBF nicht vorhanden. Bedenkt man noch das ein EPBF-Board durch die "Eigenreglementierung" (kann Ordnungen selbst erlassen) indirekt "freie Hand" hat, sind hier mehr die Nationen gefragt den Markt zu öffnen, damit sich Billard frei entfalten kann.

Ich vermute aber, den gleichen Fehler hat die DBU-Führung mit der Kooperation zu einer bekannten Turnierserie in Deutschland gemacht. Deshalb reduzierte sich vermutlich auch die Turnierlandschaft für die Poolspieler der DBU. Für Karambol oder Snooker hatte man da kein Interesse. Warum wohl?

Bedenklich finde ich die Aussage der ICEA-Pool und deren Darstellung nach Europa. Dies aus einem Land wie China, das Internet reguliert und nur durch finanzielle Anreize den Weltverband dazu anregt, WM's nach China zu verlegen.
Solche kritische Worte in einem chinesischen Forum zu schreiben, würden wahrscheinlich zur Beobachtung deiner Person führen! Deshab stets den demokratischen und moralischen Aspekt unserer Freiheit und freien Meinugsäußerung berücksichtigen. Kapital im Sport "Ja", aber nicht unter allen Umständen.

Deswegen spiele ich so gerne frisch und frei.....


....Ach ja, die :vol: Bande-Midde!



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Re: China 8-Ball - nicht in Deutschland?

Beitragvon Titleist » 18.11.19 09:44

Der Unterschied zwischen China und den sogenannten Demokratien:

In China bestimmt die Partei was legitim ist und verhindert Kritik.
In Deutschland bestimmt das "Geld und die Macht" was legitim ist und ignoriert die Kritik.




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