PoolbillardChina 8-Ball - nicht in Deutschland?

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Bande-Midde
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Re: China 8-Ball - nicht in Deutschland?

Beitragvon Bande-Midde » 16.09.19 20:22

cuechanger hat geschrieben:
Bande-Midde hat geschrieben:Ob die DBM (Marketingpartner der DBU) wirklich ein primäres Interesse hat den Billardsport in Deutschland zu vermarkten, ist fraglich. Da musst du die LV's fragen, die der Wiederbelebung der SMV (DBM=SMV) zugestimmt haben. Ob die versprochenen Steuereinsparungen durch die DBM der DBU und dem Billardsport in Deutschland zu gute kommen, werden die Bilanzen DBM/DBU der Jahre 18-19 zeigen.

HIER ist der wirklich interessante Punkt. Die Argumentation der "Steuerersparnis" entlarvt das gesamte System. Steuern sparen muss man, wenn man Gewinne macht. Ein gemeinnütziger Verein macht aber keine, allenfalls bildet man Rücklagen. Ein gemeinnütziger Verein hat all sein Geld im Sinne des Vereinszwecks auszugeben und das wäre im Falle eines Sportlichen Dachverbandes ganz sicher die Förderung der Sportart. Wenn also Gewinne vor der Steuer geschützt werden sollen, so ist dies nichts anderes als das Transferieren von Geldern raus aus der DBU, wo sie zweckgebunden eingesetzt werden müssten, rein in eine privatwirtschaftliche Gesellschaft, die nominell zwar damit Billardsport fördern soll, aber faktisch dies eher nicht tut. Dafür kann in dieser Gesellschaft dann aber dort mit dem Geld gemacht werden, was man will. Vorbei am Statut der Zweckgebundenheit, vorbei am Prinzip der Ehrenamtlichkeit. Es gab in der Vergangenheit mehrfach Beispiele dafür, wie DBU-Funktionäre persönlich und im großen Stil von diesen Gesellschaften profitiert haben. Bei SMV ist das per Gerichtsakten belegt, aber es gab auch noch nach der SMV noch initiiert von WR und fortgeführt von Michael Johnen, Nachfolgegesellschaften, in der es in der Geschäftsführung Übereinstimmungen mit DBU-Funktionären gab und auch in der aktuellen Gesellschaft Deutsche Billard Marketing GmbH mit Sitz in Herne, gibt es Menschen, die dort angestellt und in Personalunion DBU-Vorstände sind. Tatsächlich ist mir aber nicht eine einzige Maßnahme bekannt, die all diese Billardvermarktungsgesellschaften je in Sachen Billardmarketing unternommen hätten. Jedes mal, wenn die DBU-Spitze mal wieder wechselt, erledigen sich die Hoffnungen darauf, dass endlich jemand was für den Sport tut in dem Moment, wo diese Strukturen wieder sichtbar werden. Es drängt sich förmlich der Eindruck auf, dass sich die DBU hauptsächlich um die Versorgung ihrer Top-Funktionäre kümmert und nur Nachrangig um die Förderung des Sportes und wenn nach Mehreinnahmen auf Kosten der Sportler gesucht wird, dann spricht dies zudem noch eine deutliche Sprache. Anders ist dieses immer wiederkehrende Muster für mich nicht erklärbar und ich bedaure heute zutiefst, mich je für die Aktivenumlage stark gemacht zu haben.



Hi Leute,
Hi cuechanger,

Du sprichst mir aus der sportlichen Seele. Wir sind zwar nicht immer einer Meinung, aber du hast den Nagel voll auf den Kopf getroffen!
Um 19% Umsatzsteuer einzusparen musst du auch den entsprechenden Umsatz erwirtschaften. ies überwiegenden Einnahmen kommen erwartungsgemäß ausschließlich von der DBU, sprich von den LV, bzw. von den aktiven Mitgliedern und wird vermutlich für DM, DJM, bzw. WM Dreiband Viersen als Reinvestition steuerlich bilanziert. Das Marketingvolumen der DBM, das aus "Marketing" bestehen soll, wird kleiner sein. Die versprochenen 30Tsd Euro als Steuerersparnis, bedeuten einen Mindestumsatz von knapp 600tsd Euro Umsatz.

Mittlerweile sind die Tische nicht mehr der DBU, sondern längst abgeschrieben und verkauft. Was du auf der nächsten DM sehen wirst, sind geliehene Tische! Ist doch viel billiger?!?!?!?

Dennoch möchte ich auf die eigentliche Thematik eingehen.

Chinese 8-Ball sollten wir alle mal ausprobieren. Wer es nicht versucht, kann nicht mitreden, sofern er in Deutschlad das Material findet (wir fahren alle nach Bremen :-) ). Deswegen sehe ich den Vorstoß von EPBF und DBU als zu voreilig und ängstlich.
Die Kritik von reelive finde ich auf gleicher Ebene überzogen. Auch eine Chinese 8-Ball DM wird mit über 500 aktiven Sportlern (gleichsetzend zur DM) nicht für alle kostenlos sein. Das ist eine Utopie und populistisches Gehabe.

Nix für Ungut reelive.

Ach Ja, die :vol: Bande-Midde!



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Billard-Union droht Bremer Nils Johanning

Beitragvon BulleBenson » 14.11.19 21:00

Billard-Union droht Bremer Nils Johanning

https://www.weser-kurier.de/sport/breme ... 74118.html

unfassbar... :ung:



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Re: China 8-Ball - nicht in Deutschland?

Beitragvon holli » 14.11.19 21:18

Tja, Benson, denk mal zurück an uns Drei. BfW. Grund war doch auch die Mafia...


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Re: China 8-Ball - nicht in Deutschland?

Beitragvon LochNess » 14.11.19 21:22

was hat die DBU gegen chinese 8-ball?



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Re: China 8-Ball - nicht in Deutschland?

Beitragvon BulleBenson » 14.11.19 21:28

holli hat geschrieben:Tja, Benson, denk mal zurück an uns Drei. BfW. Grund war doch auch die Mafia...

no comment... dat is verjäääährt... ;-)



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Re: Billard-Union droht Bremer Nils Johanning

Beitragvon eckeneckepen » 14.11.19 22:50

BulleBenson hat geschrieben:Billard-Union droht Bremer Nils Johanning

https://www.weser-kurier.de/sport/breme ... 74118.html

unfassbar... :ung:


Eine Schlammschlacht a la yellow press im Weser Kurier. Der Artikel liest sich schon ziemlich hart. Ich kann wirklich nicht verstehen, wie ein Verband eine Disziplin, von der sie sich eigentlich nicht einmal wirklich bedroht fühlen müssten, derart unterdrückt mit allem erdenklichen Mittel.
Was stört es die DBU, wenn es ein Turnier in Deutschland gibt mit DBU Spielern? Als würden die alle prompt den Verband verlassen, weil C8B so toll wäre.

Gibt es denn in Deutschland derzeit nur in Bremen Chinese 8Ball Tische, oder noch woanders? Würde es gerne mal ausprobieren.


Gruß


"I got lucky! But the more I practice, the luckier I get."

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Re: China 8-Ball - nicht in Deutschland?

Beitragvon tintin » 15.11.19 08:04

An unseren Verein, vermutlich auch an alle anderen Vereine in der DBU, ist ein Schreiben des Präsidenten der DBU eingegangen in dem der Präsident Helmut Biermann ausdrücklich darauf hinweist, dass die Teilnahme an dem Turnier Sanktionen mit sich ziehen wird.
Erschreckend ist letztlich die Begründung die in dem Schreiben formuliert wird. Dort heißt es "Ein Mitglied der DBU und/oder ein Sportler, der an von JOY/ICEA, ICEA-Germany oder in ihrem Auftrag handelnden oder von ihr dominierten Organisationen (z.B. Vereine etc.) organisierten Veranstaltungen in Deutschland teilnimmt, Mitglied wird oder in sonstiger Weise unterstützt hat an einer Mitgliedschaft/Zugehörigkeit zur DBU offensichtlich kein Interesse mehr und wird daher für
künftige DBU- bzw. EPBF-Veranstaltungen zunächst bis Ende 2020 nicht mehr zugelassen."
Das ist so offensichtlich zurechtformuliert, dass man ja schon erkennen kann, dass es um ganz andere Dinge geht.
Was hat das mit dem Interesse an der DBU zu tun, wenn man an einem anderen Turnier teilnimmt? Warum darf man nicht auf "beiden Hochzeiten tanzen"?
Wenn ich in einer Konzerthalle eine Band besuche bekomme ich ja auch nicht von einer anderen Konzerthalle Hausverbot, weil "ich ja anscheinend keine Interesse mehr an den Konzerten dort habe".

Sehr schade, dass es so gehandhabt wird. Wie das Verhalten der JOY/ICEA ist kann ich nicht einschätzen, möglicherweise ungebührend, aber dann mit ungebührendem Verhalten antworten ist auch nicht die Art, die man sich von einer ordentlichen Organisation erhofft.



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Re: China 8-Ball - nicht in Deutschland?

Beitragvon willy » 15.11.19 08:13

vielleicht ist das naiv, aber haben das die Vereine und Spieler nicht selber in der Hand?
Es sollten sich einfach so viele möglichst populäre Spieler wie irgend möglich bei dem Turnier anmelden und die Veranstalter sollten so viele Spieler wie möglich zulassen.
Immer wenn eine Organisation nicht mehr den Interessen seiner Mitglieder dient sollte sie schnellstmöglich ausgetauscht werden...



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Re: China 8-Ball - nicht in Deutschland?

Beitragvon chrizz123 » 15.11.19 08:43

das wäre klasse.. würden sich auch nur 10-20 Leistungsträger der 1. und 2. Bundesliga für das Turnier anmelden wäre die DBU mächtig unter Druck würde ich meinen.
Wahrscheinlich würden Sie uns aber eines besseren lehren und die Spieler einfach kommentarlos sperren.


Ganz gruslig diese Geschichte. Ein bitterer Nachgeschmack bleibt.. egal wie das ausgeht.



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Re: China 8-Ball - nicht in Deutschland?

Beitragvon tintin » 15.11.19 08:49




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Re: China 8-Ball - nicht in Deutschland?

Beitragvon chrizz123 » 15.11.19 09:11

Gut zu wissen.. passt irgendwie auch zu den Verhandlungstechniken der Chinesen.

Ich bleibe aber dabei - man hätte hier sicherlich eine Lösung finden können... das Statement ist ja aus dem August. Da hätte man noch viele Gespräche führen können.

Interessant wäre es noch and welchen Klauseln es nun gescheitert ist, das werden wir aber wohl nicht erfahren.



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Re: China 8-Ball - nicht in Deutschland?

Beitragvon Titleist » 15.11.19 10:17

Ich hoffe bloß, dass es einen wohlhabenden Spieler mal trifft, der der EPBF/DBU den Arsch wegklagt. Wäre doch wunderbar, wenn sie vor Gericht so richtig eines auf die Schnauze kriegen. Ein dermassen abartiges Rechtsverständnis, was ich als Mensch und Vereinsmitglied sonst noch darf, gehört in Grund und Boden geklagt. Schade, dass man nicht wie in den USA noch monströse Schadensersatzklagen dranhängen kann ...

Ein klagender Spieler wäre deutlich besser als ein klagender Konkurrent.



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Re: China 8-Ball - nicht in Deutschland?

Beitragvon sneaky_peter » 15.11.19 10:33

Wie steht‘s denn mit dem Rechtsverständnis der JOY/ICEA? Alles Tutti? Wie geht ihr mit Vertragsbruch um?



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Re: China 8-Ball - nicht in Deutschland?

Beitragvon meharis » 15.11.19 10:58

Falls Joy/icea tatsächlich Rechtsbruch begangen haben sollte, dann wäre doch die folgerichtige Gangart eine Klage evtl. mit einstweiliger Verfügung gewesen; hier wird aber der Streit auf Kosten der Spieler ausgetragen.
In meinen Augen ist es irrelevant wer da "Recht" hat.


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Re: China 8-Ball - nicht in Deutschland?

Beitragvon Titleist » 15.11.19 11:00

Ich denke, hier geht es nicht darum, ob man JOY/ICEA gut findet oder nicht.

Was mir dermassen gegen den Strich geht, ist die Frechheit, die sich ein Verband anmasst, MIR vorzuschreiben, was ich jenseits meiner Vereinsmitgliedschaft in diesem Verband mache. Dabei spiele ich weder Chinese 8-Ball noch nehme ich an deren Veranstaltungen teil. Aber: ich lasse mir von einem Popelverband nicht die Grundrechte nehmen, die ich als Mensch habe.

Und deshalb werde ich vielleicht mit Fleiss an einem C8B-Turnier teilnehmen, sollte mal eines lokal angeboten werden.




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