PoolbillardChina 8-Ball - nicht in Deutschland?

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Buzut
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China 8-Ball - nicht in Deutschland?

Beitragvon Buzut » 21.08.19 16:38

Was meint ihr dazu?

https://portal.billardarea.de/cms_magazine/show/6357

Ich finde China Billard sollte man hier eher fördern.
Schön wäre es, wenn die DBU sich dessen annehmen würde.



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Re: China 8-Ball - nicht in Deutschland?

Beitragvon SINCERITAS » 21.08.19 17:38

Hatten wir nicht ein ganz ähnliches Problem bereits bei den Keglern vs DBU? - es ist schon sehr wahrscheinlich, dass die DBU da auf ihr Monopol bestehen bleiben will :(


kind regards,
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Re: China 8-Ball - nicht in Deutschland?

Beitragvon Kazoom » 21.08.19 20:08

Achjoo, das ist ja mal wieder nur pures Machtgerangel. Und wehe, wenn Du, böser Spieler, fremdspielst!

Die DBU sollte einfach Chinese 8-Ball als eigenständige Disziplin akzeptieren und die JOY-Jungs machen lassen bzw. eng kooperieren. Die KÖNNEN nämlich hochqualitative Matches durchziehen und haben auch schöne Kleidungsregelungen.

Noch ein Grund, nicht im Dunstkreis der DBU zu sein oder sie mit Geld zu unterstützen.
Wusste garnicht, daß die DBU sich zu einer Religion hochstilisiert und Alleinanspruch an alles anmeldet?



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Re: China 8-Ball - nicht in Deutschland?

Beitragvon cuechanger » 21.08.19 21:37

Ich habe mir das Schreiben eben mal durchgelesen...
Ich habe vorläufig mal zwei Positionen dazu:
1. Ich brauche kein Chinese Eightball. Poolbillard krankt schon jetzt an seiner Unübersichtlichkeit. Die Vermarktbarkeit ist im Gegensatz zu Snooker schlecht, da hier ein Spiel von allen gespielt wird, während wir hier bei 4 Spielen sind, Randspiele wie Bankpool, One-Pocket o.ä. nicht mitgezählt. Damit habe ich und der Rest glaube ich genug zu tun. Da ist eine Disziplin mehr einfach nur kontraproduktiv, zumal die logistischen Vorraussetzungen in der Breite überhaupt nicht gegeben sind. In welchem normalen Vereinsheim sollen denn da noch zusätzlich Tische gestellt werden, in welchen Billardcafes? Nein, da ist keine Basis hierzulande vorhanden und man müsste es schon mit Gewalt in die Landschaft zwängen. Die Chinesen könnten das vielleicht sogar, aber abgesehen davon, dass ich keinen Bock auf noch mehr Disziplinen habe, hätte ich schon gar keinen Bock auf Verbandsstrukturen, die global chinesisch dominiert werden würden. Nein danke.
2. Das ist das ABER... Ich zweifle schon lange daran, dass der Alleinvertretungsanspruch der DBU so Verfassungskonform, d.h. generell haltbar ist. Ganz sicher aber ist es nicht haltbar, die Beteiligung an einem sportlichen Wettkampf mit Ausschluss zu bedrohen, wenn der Verband, der sich hier in Konkurrenz sieht, diese Sportart gar nicht selbst anbietet. Mir ist bislang keine DBU-Veranstaltung bekannt, die sich mit chinese eightball beschäftigt. Die Haltung hierzu, die aus dem Schreiben hervorgeht ist borniert, chauvinistisch und anmaßend. Es zeigt leider, dass sich die DBU in dieser Hinsicht überhaupt nicht weiterentwickelt hat und Miteinander nur unter der eigenen Kontrolle zulassen will. Bei der EPBF gilt selbiges analog. Und das hat den Sport in der Vergangenheit schon viel gekostet.



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Re: China 8-Ball - nicht in Deutschland?

Beitragvon Gadn » 21.08.19 21:38

@Kazoom
Hier geht es nicht um "Machtgerangel", sondern um die Satzung der DBU.
Die DBU ist an Entscheidungen der EPBF gebunden und muss diese umsetzen.
Die EPBF hat mit Joy/ICEA bereits verhandelt, die Vorstellungen von Sport waren aber wohl nicht vereinbar.
Versuche mal Dich über Joy/ICEA näher zu informieren.
Man stellt dann fest, dass die ICEA ein Produkt der Firma Joy ist, die sehr agressiv versucht ihre Chinese 8-Ball Tische zu verkaufen.
Sinnigerweise firmiert der deutsche Ableger als e.V. mit der Endung .com.
Meiner Meinung nach nur Geschäft, kein Sport!
Diese Tische kosten übrigends zwischen 3.600 und 5600 Euro.
Zu kaufen auf der "Vereinsseite".

Thema bei mir durch.


Gruß Gadn

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Re: China 8-Ball - nicht in Deutschland?

Beitragvon tintin » 22.08.19 08:12

Eigentlich sollte einem der gesunde Menschenverstand schon sagen, dass es wahrscheinlich nicht zielführend ist, wenn eine Sache in immer mehr kleine Teilorganisationen zersplittert, die immer mehr Einzelbereiche betreuen. Wesentlich sinnvoller muss es sein, wenn ein übergreifende Organisation die Wünsche und Details zusammen führt.

Leider hat sich die DBU und viel spürbarer die einzelnen Landesverbände in den letzten Jahren viel zu oft nicht dadurch ausgezeichnet, dass die Wünsche und Interessen der Mitglieder unterstützt wurden. Darum tun sich natürlich immer mehr Engagierte auf, die "es selbst in die Hand nehmen wollen".

In diesem speziellen Fall möchte ich behaupten, dass die DBU sicherlich gar nicht anders handeln kann und der Chinese 8-Ball Vorstoß auch nicht unbedingt dem Wunsch des handelsüblichen Billardspielers entspricht.



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Re: China 8-Ball - nicht in Deutschland?

Beitragvon Schopi68 » 22.08.19 11:26

" Die Einführung und Verbreitung der der Spielart Pool zuzuordnenden Disziplin Chinese Eight-Ball fällt somit eindeutig in die Zuständigkeit der DBU."

In Facebook werde ich seit vielen Monaten mit Eurokegel-Beiträgen bombardiert. Wo sind die Beiträge der DBU zu Chinese Eight-Ball?

(Und wen wundert es da, wenn sich dann andere dieser Sache annnehmen?)



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Re: China 8-Ball - nicht in Deutschland?

Beitragvon Buzut » 22.08.19 11:28

Ich denke, China Pool und Snooker sind ähnlich, was Tuch und Lochgröße angeht.
Ich denke, das es eine tolle Gelegenheit ist mal in die andere Sportart reinzuschnuppen und
so den Sport etwas mehr zusammenzubringen. Egal ob man nun vom Snooker kommt, oder Pool.
Für beide Seiten. Bisher sind ja die Tische und Kugeln jweils komplett anders.
Also, ich würde mich freuen, wenn es hier und da diese Tische gebe.

Ansonsten ist Zersplitternung schlecht für uns alle.
Am Ende hat man da 3 Deutsche Meister, je Verband einen - wie beim Boxen.

Warum kann man als Sportler nicht in 2 Verbänden sein?
Warum wird gesagt, man hätte kein Interesse mehr an der DBU, nur weil man auch Mitglied eines Verbandes ist, der eine Sportart anbietet, die die DBU selbst nicht anbietet.



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Re: China 8-Ball - nicht in Deutschland?

Beitragvon eckeneckepen » 22.08.19 13:04

Das am 24.08.2019 bei den Billardfreunden Bremen stattfindende "1. Chinese 8 Ball Turnier" fällt - wenn auch als "Vereinsmeisterschaft" deklariert - unter die Kategorie einer Ausrichtung durch eine konkurrierende Vereinigung, [...].


konkurrierende Vereinigung...oh mann :bes:


Gruß


"I got lucky! But the more I practice, the luckier I get."

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Re: China 8-Ball - nicht in Deutschland?

Beitragvon Schopi68 » 22.08.19 13:56

Schopi68 hat geschrieben:" Die Einführung und Verbreitung der der Spielart Pool zuzuordnenden Disziplin Chinese Eight-Ball fällt somit eindeutig in die Zuständigkeit der DBU."


Nachtrag - wieso ist Chinese Eight-Ball eigentlich der Spielart Pool zuzuordnen? Bzw. stellt sich mir die Frage: wieso ist Snooker nicht der Spielart Pool zugeordnet?



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Re: China 8-Ball - nicht in Deutschland?

Beitragvon tintin » 22.08.19 14:04

Ganz einfach. Weil es immer wieder Menschen gibt, die eine Erklärung fordern. Und wenn Amtsträger eine Entscheidung fällen sind sie dadurch gezwungen eine solche abzugeben. Was die taugt ist eine ganz andere Seite.



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Re: China 8-Ball - nicht in Deutschland?

Beitragvon holli » 22.08.19 15:30

Buzut hat geschrieben: Ich denke, das es eine tolle Gelegenheit ist mal in die andere Sportart reinzuschnuppern...

Genau. Am Samstag in Bremen ist ja eine gute Gelegenheit zum „Reinschnuppern“. Und weil das Turnier ja in Konkurrenz zu den unzähligen Chinese-8-Ball-Turnieren der DBU steht, wird man von derselben dann ja auch gleich bis Ende 2020 gesperrt.

Finde den Fehler...


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Re: China 8-Ball - nicht in Deutschland?

Beitragvon tintin » 22.08.19 15:50

Der Fehler ist zu denken es ginge hier um etwaige Billarddisziplinen.

Ich habe mir nun mal die Mühe gemacht und wollte in die Turnierverordnung der DBU gehen. Aber auf der entsprechenden Internetseite finde ich den Satz: "Die Sport- und Turnierordnungen der einzelnen Disziplinen werden zum 01.07.2018 außer Kraft gesetzt. Sämtliche Regelungen sind in den Ausschreibungen im Bereich "Sportbetrieb national" enthalten."

siehe hier:
https://portal.billardarea.de/content/sportordnungen

Klickt man auf den beigefügten link kommt man auf eine nicht existente Seite. Geht man händisch in die vorgegeben Rubrik findet man leider auch keine Turnierverordnung. Sehr schade.



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Re: China 8-Ball - nicht in Deutschland?

Beitragvon Titleist » 23.08.19 11:24

Oh Mann, ein Grund mehr unnütze Verbände zu hassen. Jetzt wollen die einem Spieler auch noch vorschreiben, woran er teilnimmt. Vielleicht auch nur mit der richtigen politischen Gesinnung und ja keiner eigenen Billardwebseite demnächst?

Ich wünsche der DBU eine satte Klage eines betroffenen Spielers an den Hals mit anschliessendem krachenden Verlust des Prozesses. Was bilden sich die eigentlich ein, was die einem noch alles vorschreiben dürfen? Geht ja schon bei Videoaufnahmen los.

Ich würde mir eine 1P-Liga und noch viel mehr wünschen. Aber wehe, einer macht so was auf. Die DBU sicher nicht. Und was die nicht für würdig empfinden wird einfach nach guter deutscher Manier VERBOTEN. Bravo, Könige des Kasperletheaters.

Nein, ich habe kein großes Interesse an Chinese 8-Ball. Aber es geht mir gewaltig gegen den Strich, dass man Leute bedroht, die ihre Freizeit nicht nach den Wünschen der DBU gestalten wollen.

Und ja, ich würde verstehen, wenn man Leute, die wegen einer gleichzeitig stattfindenden Konkurrenzveranstaltung ein DBU-Turnier sausen lassen, mit Sperrung bedroht. Aber darum geht es hier ja ganz offensichtlich nicht.

Ich bin immer noch ein freier Mensch und tue und spiele das, was mir Spass macht. Die DBU kann mich mal ...



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Re: China 8-Ball - nicht in Deutschland?

Beitragvon cuechanger » 23.08.19 11:47

Wenn ich da mitspielen wollte, würde ich mich bei der Anmeldung einfach Max Mustermann nennen und loslegen. Dann gibts halt ein Finale Karl Ranseier gegen John Doe, aber reingeschnuppert hat man halt. :zwi:

Wenn ich Profi wäre, würde ich da ganz offen hingehen und mitspielen. Und dann, wenn die DBU mich sperren würde, würde ich denen anwaltlich erklären lassen, dass der Art. 12 GG diesen lächerlichen Alleinvertretungsanspruch locker in die Tasche steckt.




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