PoolbillardOffene Brücke besser?

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treffgarnix
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Offene Brücke besser?

Beitragvon treffgarnix » 09.05.19 07:05

In letzter Zeit achte ich mal wieder mehr auf meine Stoßvorbereitung und Körperhaltung, wie entspannt ich stehe und was sich alles so mitbewegt beim Stoß, außer Unterarm und Handgelenk. Ich hab dabei eine für moch durchaus überraschende Beobachtung gemacht:

Wenn ich mit offener Brücke spiele, stehe ich entspannter, der Stoß ist harmonischer bzw. ich muss mich deutlich weniger auf einen harmonischen Stoß konzentrieren als mit geschlossener Brücke. Auch habe ich den Eindruck, dass die Lochsicherheit mit offneer Brücke höher ist, aber weniger wegen evtl. Verreißen mit geschlossener Brücke, sondern mehr weil ich vermutlich genauer Zielen kann.

Ich war bisher eher ein Freund der geschlossenen Brücke, die mir vor allem beim Zug mehr Sicherheit vermittelt. Habe aber schon öfter beobachtet, ohne das weiter zu verfolgen, dass ich das typische Aufstehen während der Stoßbewegung (Aufstehen = Oberkörper bewegt sich leicht nach oben während der Stoßbewegung) oft in Verbindung mit der geschlossenen Brücke habe.

Ich vermute im Moment, dass sich durch die Ergonomie mit geschlossener Brücke mehr einseitige Körperanspannung einstellt, kann auch gut sein dass das speziell meiner Anatomie geschuldet ist, ist weiß ja dass ich im Rückenbereich nicht die entspanntesten Muskeln habe, wie viele vermutlich.

Mich würde nun natürlich interessieren, wie hierzu denn so die Beobeahtungrn / Erfahrungen anderer Spieler sind bzgl. offene / geschlossene Brücke und deren „Einfluss“ auf Stoßruhe und Zielgenauigkeit / Lochquote.


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Re: Offene Brücke besser?

Beitragvon nussbaumer1990 » 09.05.19 07:41

Bei mir entscheidet die Art des zu spielenden Stoßes darüber, ob ich mit offener oder geschlossener Brücke spiele.

A) Bei langen Zugbällen spiele ich nahezu immer mit geschlossener Brücke, außer die Lage der Weißen lässt nur eine offene Brücke zu. Auch bei Stößen, wo viel Qualität nötig ist, tendiere ich eher zur geschlossenen Brücke.
B) Mit offener Brücke spiele ich hingegen meist dann, wenn ich viel Topspin gebe; mit geschlossener Brücke fühle ich mich dabei nicht so wohl. Auch bei Stößen, wo ich nur mit sehr kurzen Schnabel spielen kann, wähle ich oft die offene Brücke.

Abgesehen von diesen beiden Situationen, spiele ich bei allen anderen Stößen abwechselnd mal so und mal so.


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Re: Offene Brücke besser?

Beitragvon eckeneckepen » 09.05.19 14:19

nussbaumer1990 hat geschrieben:A) Bei langen Zugbällen spiele ich nahezu immer mit geschlossener Brücke, außer die Lage der Weißen lässt nur eine offene Brücke zu. Auch bei Stößen, wo viel Qualität nötig ist, tendiere ich eher zur geschlossenen Brücke.
B) Mit offener Brücke spiele ich hingegen meist dann, wenn ich viel Topspin gebe; mit geschlossener Brücke fühle ich mich dabei nicht so wohl. Auch bei Stößen, wo ich nur mit sehr kurzen Schnabel spielen kann, wähle ich oft die offene Brücke


Punkt!
zu A) ich weiß, dass das unter Umständen zeigt, dass man bei Qulitätsbällen offenbar doch nicht die erforderte Qualität im eigenen Stoß hat, aber grade bei langen Zugbällen bekomme ich einen graderen Stoß und auch mehr Zugwirkung mit geschlossener Brücke, sodass das Queue eben nicht Gefahr läuft, nach oben auszureißen.
zu B) Viel Nachlauf mit geschlossener Brücke bekomme ich nur hin, wenn ich die Finger aufstelle...da ist die offene doch deutlich angenehmer.

Ich habe körperlich das Problem, dass ich bei konsequenter geschlossener Brücke schnelle Schmerzen in der Schulter bekomme, weil ich glaube, dass ich dann zu verkrampft bin im Arm. Insofern ist es bei mir ebenfalls ein Mischmasch...


Gruß


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Re: Offene Brücke besser?

Beitragvon nussbaumer1990 » 09.05.19 15:27

Es kommt auch darauf an, WIE man mit geschlossener Brücke spielt. In Bezug auf Armhaltung (Einfluss auf das Schultergelenk) macht es einen großen Unterschied, ob man den Handballen am Tisch aufliegen hat oder ob man die offene Brücke rein auf die Finger gestützt spielt.
Bei mir liegt der Handballen nur beim Break am Tisch auf, dabei habe ich den Ellbogen entsprechend viel gebeugt, um keine unangenehme Haltung einzunehmen.
Im normalen Spiel spiele ich die offene Brücke nur auf die Finger gestützt, dabei ist mein Arm, wie auch bei offener Brücke, nahezu durchgestreckt. (das hat bei mir dann widerum mit dem Zielen und der Stoßtechnik zu tun, hier also eher nebensächlich)


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Re: Offene Brücke besser?

Beitragvon Fitchner » 09.05.19 15:29

Als jemand der sich die offene Brücke erstmal beim Snooker abgeschaut, aber beim Pool dann falsch gespielt hat, habe ich nach der Fehlerkorrektur nun folgendes Ergebnis:
A) geschlossene Brücke speziell für lange Zugbälle und wenn mir grade danach ist oder ich mich da bei einem Ball beim Greifen wohler fühle (eher selten, aber kommt vor)
B) offene Brücke für die alle anderen Bälle.

Dabei bin ich noch dabei eine definitive Handhaltung bzgl. Mittelfinger und Ringfinger zu suchen, aber ich glaube ich werde es einfach an den Stoß anpassen. Das war auch das, was ich zu Anfang falsch gemacht habe. Soll heißen: Die ganz flache Hand mache ich beim Pool nicht mehr, die ist nur für Snooker wegen der kleineren Bälle dort. So hab ich es zumindest für mich selbst entschieden.

Als Orientierungsbeispiel beim Pool kann man ja viele Profis nehmen. Ich finde z. B. Wu Jiaquing da sehr gut, auch bei der Queueführung über Bande konnte ich mir was abschauen.

Für mich ist die offene Brücke besser was das Zielen anbelangt. Mein Finger unterbricht dann halt nicht die gerade Linie des Queues, das ist einfach angenehm und ich kann mich dann einfacher auf den Treffpunkt am OB konzentrieren.


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Re: Offene Brücke besser?

Beitragvon willusch » 10.05.19 07:12

Ich habe gestern extra mal drauf geachtet: ich spiele nur offen.
Ich werde mir das vermutlich in meiner Anfangszeit angewöhnt haben - Stichwort Gleitfähigkeit des Cues.


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Re: Offene Brücke besser?

Beitragvon kalleleo » 10.05.19 09:15

Für mich ist die offene Brücke angenehmer und wenn ich nicht nachdenke, wähle ich die. Nur beim Break spiele ich immer mit geschlossener Brücke. Ich versuche aber, dauerhaft mit geschlossener Brücke zu spielen und herauszufinden, mit welcher Brücke ich präziser bin und nicht, welche angenehmer ist. Bin da noch am arbeiten an mir.



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Re: Offene Brücke besser?

Beitragvon treffgarnix » 10.05.19 09:28

OK soweit, an alle Antwordenden besten Dnak sowei auch an alle weitern im Voraus :zun:

Hat evtl. jemand auch die evtl. sehr spezielle Beobachtung / Erfahrung von mir in ähnliche Weise gemacht, dass eine geschlossene Brücke zu einer etwas angespanntern Körperhaltung führt?


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Re: Offene Brücke besser?

Beitragvon nussbaumer1990 » 10.05.19 10:02

treffgarnix hat geschrieben:OK soweit, an alle Antwordenden besten Dnak sowei auch an alle weitern im Voraus :zun:

Hat evtl. jemand auch die evtl. sehr spezielle Beobachtung / Erfahrung von mir in ähnliche Weise gemacht, dass eine geschlossene Brücke zu einer etwas angespanntern Körperhaltung führt?


Siehe:
nussbaumer1990 hat geschrieben:Es kommt auch darauf an, WIE man mit geschlossener Brücke spielt. In Bezug auf Armhaltung (Einfluss auf das Schultergelenk) macht es einen großen Unterschied, ob man den Handballen am Tisch aufliegen hat oder ob man die offene Brücke rein auf die Finger gestützt spielt.
Bei mir liegt der Handballen nur beim Break am Tisch auf, dabei habe ich den Ellbogen entsprechend viel gebeugt, um keine unangenehme Haltung einzunehmen.
Im normalen Spiel spiele ich die offene Brücke nur auf die Finger gestützt, dabei ist mein Arm, wie auch bei offener Brücke, nahezu durchgestreckt. (das hat bei mir dann widerum mit dem Zielen und der Stoßtechnik zu tun, hier also eher nebensächlich)


Grundsätzlich, ja. Es kommt darauf an, ob du mit geschlossener Brücke immer eine angespannte/unangenehme Haltung hast, egal, wie du die Brücke spielst (Handballen am Tisch oder nicht, beliebige Beugung des Ellenbogens) oder ob es Stellungen/Haltungen gibt, wo du dich mit geschlossener Brücke auch wohlfühlst. Unabhängig davon kann es durchaus sein, dass dein Zielvorgang bzw. die Art wie du zielst, nicht mit deiner Haltung bei geschlossener Brücke vereinbar ist.

Ich persönlich kann mit stark gebeugtem Ellenbogen keine geschlossene Brücke spielen, bei der ich mich nur auf die Finger stüze. Im Gegenzug ist bei durchgestrecktem Arm eine Brücke mit Handballen am Tisch eher unangenehm, bei mir jedoch nicht in der Schulter, sondern eher im Handgelenk.


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Re: Offene Brücke besser?

Beitragvon Fitchner » 10.05.19 10:16

Hmm...ich hatte schon ab und an den Eindruck dass ich den Arm dann stärker anwinkele und dann meine Haltung etwas unangenehm ist. Hauptsächlich was die Schulter angeht...
Kann halt sein dass ich das einfach beim Probieren falsch angegangen bin. Es ist jedenfalls nicht intuitiv für mich die geschlossene Brücke längere Zeit zu nutzen und ich will beim Stoß nicht drüber nachdenken müssen ob ich jetzt Hand, Schulter und Arm richtig halte und dann vllt den Körper zu sehr gedreht hab.

Ich hatte mal versucht die geschlossene Brücke ständig zu nutzen (Tom Damm hatte die mit Nachdruck empfohlen), aber das war nix für mich. Weiß leider nicht mehr woran genau es lag, aber die Empfindung generell war unbequem. Wieviel davon der Haltung und wieviel dem Spielgefühl zuzuschreiben ist, kann ich jetzt nicht sagen.


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Re: Offene Brücke besser?

Beitragvon Buzut » 10.05.19 10:20

Der Stoß hat sich durch die Drivertechnik etwas verändert in den letzten Jahren.
Der Cue geht nicht immer mehr gerade durch, sondern bekommt beim und nach dem Treffen der Kugel einen Kick nach vorne oben, wenn er den Ball trifft. Besonders bei Nachläufern ist das so.

Auch ist der Zielpunkt nicht mehr unbedingt der Treffpunkt. Dieser kann etwas höher liegen als anvisiert.

Bei geschlossener Brücke ist der Zielpunkt immer der Treffpunkt, weil der Cue nach oben nicht weg kann.

Mit geschlossener Brücke treffe ic h nix. Vollkommen andere Stoßtechnik.

Schaut mal Trump wenn er hart spielt. Oder Ding, der macht das bei jedem Stoß, außer bei kleinen Laufwegen im Break.



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Re: Offene Brücke besser?

Beitragvon SINCERITAS » 11.05.19 16:22

ich habe für mich festgestellt, dass ich mir offener Brücke generell dazu neige, sauberer zu stoßen, als mit geschlossener - auch bei den langen Zugbällen. Also selbst wenn es für mich bequemer ist, einen langen Zugball mit geschlossener Brücke anzugehen, ist mein potting rate geringer als bei der offenen. But that just might be subjective...


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Re: Offene Brücke besser?

Beitragvon Schopi68 » 13.05.19 13:01

Buzut hat geschrieben:Der Stoß hat sich durch die Drivertechnik etwas verändert in den letzten Jahren.
Der Cue geht nicht immer mehr gerade durch, sondern bekommt beim und nach dem Treffen der Kugel einen Kick nach vorne oben, wenn er den Ball trifft. Besonders bei Nachläufern ist das so.

Auch ist der Zielpunkt nicht mehr unbedingt der Treffpunkt. Dieser kann etwas höher liegen als anvisiert.

Bei geschlossener Brücke ist der Zielpunkt immer der Treffpunkt, weil der Cue nach oben nicht weg kann.

Mit geschlossener Brücke treffe ic h nix. Vollkommen andere Stoßtechnik.

Schaut mal Trump wenn er hart spielt. Oder Ding, der macht das bei jedem Stoß, außer bei kleinen Laufwegen im Break.


Ich habe gerade mal ein paar Videos von den beiden angeschaut. Da ist nichts von dem, was Du als Drivertechnik beschreibst zu erkennen. Zumal das ja eigentlich schon hier gesagt wurde: https://billard-aktuell.de/forum/viewto ... 30#p639754

Wenn beim Stoßen mit offener Brücke das Queue nach oben weggeht, dann geht dabei Energie verloeren (bzw. wird nicht auf die Weiße übertragen, sondern in eine Seitwärtsbewegung des Queues umgesetzt).

Die Stoßtechnik ist bei geschlossener Brücke und offener Brücke die gleiche. Die geschlossene Brücke verzeiht jedoch eher unsaubere Stöße (z.B. wenn man das Queue im Stoß nach oben reißt).

Was man aber evtl wissen sollte:

Der Auflagepunkt des Queues relativ zur Armposition (und dem Rest des Körpers) ist bei der geschlossenen Brücke ein anderer als bei der offenen. Wenn Du mit einer geschlossenen Brücke einen bestimmten Punkt auf der Weißen anzielst und dann zur offenen wechselst, wirst Du bei den meisten Spielern einen seitlichen Versatz des Treffpunktes erkennen.

Daraus folgt: Du musst schon bevor Du den Arm auf den Tisch legst genau wissen, welche Brücke Du spielst, andernfalls stehst Du falsch (was eben dazu führt, daß der Stoß danebengeht).
Deswegen erfordert eine Umstellung der Brücke auch viel Übung, bis der Körper sich auf die neue Haltung eingestellt hat. Es geht hier um mehr, als nur eine andere Fingerhaltung. Schon ein Versatz von nur 0,5cm wirkt sich an dieser Stelle extrem aus.



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Re: Offene Brücke besser?

Beitragvon Buzut » 13.05.19 13:18

Hier im Video geht mal so richtig Energie verloren :-)

https://www.youtube.com/watch?v=QVZcJOmdU_g

Der Nachläufer bei 10-12 Sekunden sagt alles.

Ein extrem Beispiel.

Das mach mal mit geschlossener Brücke.



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Re: Offene Brücke besser?

Beitragvon Schopi68 » 13.05.19 13:58

Buzut hat geschrieben:Hier im Video geht mal so richtig Energie verloren :-)

https://www.youtube.com/watch?v=QVZcJOmdU_g

Der Nachläufer bei 10-12 Sekunden sagt alles.

Ein extrem Beispiel.

Das mach mal mit geschlossener Brücke.


Man sieht eigentlich in dem Video nur schön, wie jemand *nach* dem Stoß das Queue nach oben verreißt. Das kommt daher, weil der Spieler in der Vorwärtsbewegung des Stoßes den Arm "Fallen läßt", d.h. er bewegt seine Hand nach unten. Ist bei jedem Stoß gut zu sehen und immer gleich, egal ob Nach- oder Rückläufer. Wirklich kein Stoß, den man sich zum Vorbild nehmen oder abgucken sollte. Von der Seitwärtsbewegung seines Ellenbogens möchte ich da mal gar nicht reden.

Was man ihm aber zugute halten muß ist, daß er bei den meisten dieser Stöße weit durchgeht - und das ist auch der Punkt, wo er die Wirkung herbekommt.
(hier kommt der andere Aspekt der Seitwärtsbewegung seines Ellenbogens zum Vorschein - das ermöglicht es, weiter mit dem Arm durchzugehen)

Ihn hier zu zeigen ist jedoch ein bischen so, als würde man Bustamante zur Referenz eines guten Stoßes machen. Bustl hat sich jedoch im laufe der Jahre auch vieles von seinem früheren Stoß abgewöhnt (anders kann man heute nicht mehr mithalten). Ist übrigens auch bei Efren zu beobachten - er spielt in den letzten Jahren wie ich meine technisch deutlich sauberer.

Soll heißen: wer talentiert ist, kann auch den Ellenbogen beim Stoß waagerecht halten und damit Spiele ausschießen. Der breiten Masse der Spieler hingegen schadet es aber, solche Bewegungen zu machen. Sie sind viel schwerer zu koordinieren als ein technisch sauberer Stoß.

Doch zu der Sache mit der geschlossenen Brücke: beim Snooker könnte ich solch einen Nachläufer auch nicht mit geschlossener Brücke spielen. Primär wegen des Tapers der Queues (der ein Durchgehen beim Stoß erschwert).

Added in 8 minutes 42 seconds:
Nachtrag -
ganz offenbar hat Stephen Lee seine Sperre genutzt, um sich einige der genannten Marotten abzugewöhnen. Zumindest wenn er andere trainiert:
https://youtu.be/KMmVJi78m2g

(ein bischen läßt er den Arm aber immer noch fallen :zwi: - aber nach dem Stoß )




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