PoolbillardPool hat im Fernsehen nix verloren...

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Re: RE: Re: Pool hat im Fernsehen nix verloren...

Beitragvon Sylyf » 22.11.17 19:26

Schopi68 hat geschrieben:Ich bin bis heute nicht dahingergekommen, wie im Tennis gezählt wird. :D :D
Dir kann geholfen werden:
https://www.wie-wie.de/ratgeber/3661/wo ... ennis.html

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Schopi68 hat geschrieben:
Sylyf hat geschrieben:Wie einige hier schon schrieben, ist Pool einfach zu breit gefächert und kompliziert für den Laien, und deswegen uninteressant.


Äh.. und Snooker ist einfacher für den Laien? :o
Ja, würde ich sagen. 1. Es gibt nur eine Version. 2. Kälbchen erklärt die Regeln bei jeder Übertragung. Manchmal mehrfach... Und viele meiner nichtspielenden Freunde sagen, dass man nach spätestens 3 Frames grundsätzlich weiß, was da läuft. Die Feinheiten natürlich dauern länger, je nach Spielverlauf.

Um eine Floskel zu vermeiden: ist halt so...

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Re: RE: Re: Pool hat im Fernsehen nix verloren...

Beitragvon Sylyf » 22.11.17 19:26

Schopi68 hat geschrieben:
Sylyf hat geschrieben:Wie einige hier schon schrieben, ist Pool einfach zu breit gefächert und kompliziert für den Laien, und deswegen uninteressant.


Äh.. und Snooker ist einfacher für den Laien? :o
Ja, würde ich sagen. 1. Es gibt nur eine Version. 2. Kälbchen erklärt die Regeln bei jeder Übertragung. Manchmal mehrfach... Und viele meiner nichtspielenden Freunde sagen, dass man nach spätestens 3 Frames grundsätzlich weiß, was da läuft. Die Feinheiten natürlich dauern länger, je nach Spielverlauf.

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Re: Pool hat im Fernsehen nix verloren...

Beitragvon M.Galabant » 22.11.17 20:08

Snooker ist der beste Beweis, daß selbst ein kompliziertes Spiel durch seine Art, gehobenen Anspruch (Klamotten, Benehmen, gentleman) und den hochwertigen Kommentar von der breiten Masse akzeptiert bis gemocht wird.
Es hat tatsächlich etwas beruhigendes und die Kommentatoren haben Stimmtraining.

Pool-Übertragungen in DE sind halt vom Kommentar, Kamera etc. im Niveau eines schlechten Kreisligafußballspiels.
Das ist einfach nur nervig, ständig wird gequasselt, die Kommentatoren haben keinerlei Stimmkontrolle.
Das will doch nichtmal die einsame Hausfrau beim Bügeln hören.

Wie immer: das "Wie" ist nicht zu unterschätzen.

Und bevor jetz jemand wieder schreit "Geld, blabla..." - so teuer sind 2 gute Kommentatoren und 3 Kameras auch nicht.
Man muss es halt können wollen, und man kann auch ganz viel lernen.

Was ist ein Beef? Ich esse kein Rind mehr!



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Re: Pool hat im Fernsehen nix verloren...

Beitragvon kalleleo » 22.11.17 22:22

Damals hat sich Snooker für mich sehr schnell erschlossen. Man sieht mit einem Blick, wie die Situation ist und was zu tun ist. Das ist bei Pool definitiv anders. Es gibt viel mehr Möglichkeiten zu bedenken, regelmäßig liegen die Kommentatoren daneben, wenn es zu erraten gilt, welche Wege der Spieler wählen wird. Stellung wird auf der ganzen Fläche gespielt, gelocht wird in alle Richtungen. Beim Snooker ist das alles einheitlicher, übersichtlicher. Hier zählt mehr die Präzision und nicht die Handhabung der unzähligen Lösungsvarianten mit viel taktischer Erfahrung. Dafür ist das Lochen im Pool leichter. Aber letztlich ist es für den Anfänger leichter, ein Snooker Spiel zu verfolgen und nachzuvollziehen. Es bleibt auch mehr Zeit zum Nachdenken für den Zuschauer, beim Pool dagegen käme man mit dem Erläutern der Situation kaum hinterher.

Daher stimme ich Sylyf zu. Und: Wenn Billard im Fernsehen, dann Snooker. Man kann Pool besser in Filmen nutzen oder aber für ne Doku darüber, aber nicht so gut zum Verfolgen/Kommentieren eines Matches in Echtzeit. Es seid denn es kommt Stimmung auf und der unbedarfte Zuschauer freut sich über Lochen wie über Körbe beim Basketball. Daher ist der Mosconi-Cup im Pool noch das beste Format was Pool angeht.
(Beef = Stress/Ärger)



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Re: Pool hat im Fernsehen nix verloren...

Beitragvon M.Galabant » 22.11.17 22:54

kalleleo hat geschrieben:Damals hat sich Snooker für mich sehr schnell erschlossen. Man sieht mit einem Blick, wie die Situation ist und was zu tun ist. Das ist bei Pool definitiv anders. Es gibt viel mehr Möglichkeiten zu bedenken, regelmäßig liegen die Kommentatoren daneben, wenn es zu erraten gilt, welche Wege der Spieler wählen wird.


Nein, nein! Bitte nicht vorhersagen, was gespielt werden wird. Bitte einen Ist-Zustand mit hilfreichen Informationen anreichern, die sich einem normalen Menschen nicht sofort erschließen mögen.
Gibt es nichts anzureichen, Fresse halten (der Kommentator, nicht Du) - und das kann ruhig auch öfter mal so sein.
Bitte auch nie so Sachen sagen wie "das ist jetzt alles ganz einfach, da gibt es nicht viel zu tun"

Eurosport, englischer Snooker Kommentar = die Referenz.



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Re: Pool hat im Fernsehen nix verloren...

Beitragvon TomDamm » 23.11.17 09:10

Yasin hat geschrieben:Niemand (ausser Billardspieler selber) wird verstehen warum ein Spieler in der ersten Aufnahme mit 150 die Partie gewinnt ohne das sein Gegner einmal am Tisch war und warum dies eine "große Leistung" darstellt.


Aber im Snooker ist ein Total Clearance interessant? Da spielt dann auch nur einer und alle finden es geil ;-)

Es liegt meiner Meinung nach ausschließlich an der Art der Übertragung und an den Kommentatoren. Beim Mosconi-Cup funktioniert das ja auch bestens.
Ein Tisch, zwischen den Stößen wird gefeiert und applaudiert, beim Stoß ist Ruhe. Am besten 9-Ball, weil am einfachsten zu verstehen und obendrein noch ein gewisser Glücksfaktor im Spiel. Ko-System und ordentliches Preisgeld gehört ebenso dazu ;-)
Wenn dann noch die Kommentatoren auf Zack sind und das Spiel "erklären" können, wird ein Schuh draus...

Leider kommen wir nur aus unserem Sport heraus nicht ins Fernsehen. Zumindest nicht in Deutschland.
Dazu bräuchten wir Sponsoren, die die Poolbillardspieler - und da zähle ich jetzt mal all diejenigen dazu, die regelmäßig in der Freizeit Billard spielen - als mögliche Zielgruppe erkennen und mit Fernseh-Werbezeit erreichen wollen. Die scheint es leider nicht zu geben...

Uns "Profis" muss der Kommentar im übrigen nicht gefallen, sondern den Hobbyspielern und Laien, die wir erreichen wollen.
Rolf Kalb kann ich auch nicht ertragen, weil er vom Spiel generell wenig Ahnung hat und mich als "Fachmann" langweilt. Er hat aber unglaublich viel dafür getan, dass Snooker im deutschen Fernsehen so erfolgreich ist, weil er die "Zielgruppe" perfekt erreicht.

Nur meine Meinung ;-)


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Re: Pool hat im Fernsehen nix verloren...

Beitragvon willy » 23.11.17 09:38

stimme Deiner Meinung vollumfänglich zu



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Re: Pool hat im Fernsehen nix verloren...

Beitragvon kalleleo » 23.11.17 09:41

brennpunkt-lupo hat geschrieben:Aber heutzutage gibt's ja zum Glück das für uns alle Neue Internetz, wo man sich in feinstem Mandarin kommentierte Poolturniere zuhauf anschauen kann. Mir fehlt es im Fernsehen nicht.


Huch stimmt ja, ich gucke selber ja auch kein Fernsehen mehr, seitdem Eurosport und die ganzen Werbesender bei uns nur noch gegen Bezahlung terrestrisch empfangen werden können. Zumindest das könnte sich seit der Diskussion von vor 5 Jahren geändert haben: Die Bedeutung von Fernsehen scheint mir rückläufig.

Stimme Tom voll zu, dass in ein Breitenmedium die Kommentierung nicht den Experten, sondern den breiten Publikum gefallen muss.

Neben toller Kommentierung und Publikumsstimmung würde ich es noch für sinnvoll halten, wenn im Fernsehen Kurzberichte in Sportmagazinen über Turniere/Ergebnisse/Spieler kommen würden. Was müsste denn dafür passieren?



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Re: Pool hat im Fernsehen nix verloren...

Beitragvon Yasin » 23.11.17 09:51

TomDamm hat geschrieben:Aber im Snooker ist ein Total Clearance interessant? Da spielt dann auch nur einer und alle finden es geil ;-)


Ich gebe Dir ja Recht, aber in diesem Punkt muss man auch mal differenzieren. Im Snooker sorgt eine total clearance dafür, das derjenige den Frame für sich entscheidet und es dann (mal vom Matchbeginn ausgehend) 1:0 steht... von sagen wir mal WM Finale ausgehend "best of 33" auf mehrere Tage verteilt.

Im 14+1 ist die Partie per se beendet sobald das Ausspielziel erreicht wurde. Ok, schrauben wir doch das ganze mal auf 500 Punkten hoch. Dann nehmen wir mal eine HS von 250 den Spieler 1 hinschmettert. Wie lange dauert so eine Serie? 2 Stunden? das wären dann ca 30 Sekunden pro Ball (inkl Aufbauzeiten). Jetzt mal Hand aufs Herz, ja, ich fände sowas richtig geil... Du sicherlich auch, alle anderen in diesem Forum und Billardspieler im allgemeinen auch. Aber die restlichen 2 Millionen vor der Flimmerkiste sehen über Stunden nur den einen Spieler wie er über Stunden hinweg ein Ball nach dem anderen in die Tasche befördert und irgendwann dem Gegner die Hand reicht und als Gewinner feststeht. Genau das bezeichne ich als langweilig. Es interessiert eben gesamtheitlich betrachtet nur die, die diesen Sport ausüben.

9-Ball wäre sicherlich das einfachste. Was ich mit 8-Ball meinte ist eben der Aspekt, das eben jeder der schonmal irgendwo in der Bar, Kneipe, Billardhalle mal ein Queue in die Hand genommen hat im Kreise seiner Familie und Freunde, eben das klassische 8-Ball kennen. Einer hat die halben, der andere die vollen. Die schwarze 8 ist die Siegkugel. Ich habe früher in der Spielo oder in der Kneipe noch nie Jemanden 9-Ball spielen sehen. Klar kann versuchen 9-Ball zu vermarkten, aber warum nicht mit dem anfangen was die Leute schon kennen?

Fähige Kommentatoren braucht es, auf jedenfall. Was Rolf Kalb betrifft stimme ich auch zu 100% zu :bin:


Gewinner zweifeln nicht, Zweifler gewinnen nicht !

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Re: Pool hat im Fernsehen nix verloren...

Beitragvon TomDamm » 23.11.17 10:06

14/1 im Fersehen?? Auf 500... würde ich mir nicht einmal auf 200 antun ;-)
Das hat im Fernsehen nicht viel zu suchen. Ich schaue mir auch kein Marathon-Rennen live an... Vielleicht die Zusammenfassung, in 5 Minuten aber alles andere langweilt mich.
100, 200, 400-Meter Rennen gerne... Ich weiß, Äpfel mit Birnen-Vergleich...

Warum kein 8-Ball? Weil ich denke das 9-Ball einfach attraktiver ist und dieser Glücksfaktor für Laien unglaublich spannend ist ;-)


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Re: Pool hat im Fernsehen nix verloren...

Beitragvon Sylyf » 23.11.17 10:48

TomDamm hat geschrieben:14/1 im Fersehen?? Auf 500... würde ich mir nicht einmal auf 200 antun ;-)
Das hat im Fernsehen nicht viel zu suchen. Ich schaue mir auch kein Marathon-Rennen live an... Vielleicht die Zusammenfassung, in 5 Minuten aber alles andere langweilt mich.
100, 200, 400-Meter Rennen gerne... Ich weiß, Äpfel mit Birnen-Vergleich...

Warum kein 8-Ball? Weil ich denke das 9-Ball einfach attraktiver ist und dieser Glücksfaktor für Laien unglaublich spannend ist ;-)


Ich weiß eh nicht, ob es überhaupt Sinn macht, Pool in´s Fernsehen zu bringen, die ganzen Diskussionen in diesem Thread und massig anderen führen doch zu immer dem gleichen Ergebnis: wir aktiven Spieler fänden es schön, unseren Sport im TV zu sehen, das geht wahrscheinlich jedem so, der irgendein Hobby betreibt, bei dem es um Wettkampf geht.

Auch Oma Herta´s Häkel-Kränzchen wäre sicherlich entzückt, die Häkel-WM in Klein-Kackmannsdorf im Fernsehen verfolgen zu können. Am besten live, mit großen Einmärschen unter der Musik der Zillertaler Ziegenficker oder der Original Gantersheimer Gesichtsbaracken.

Aber Fernsehen ist ein Volksmedium, und solange der Pöbel lieber Fußball schaut, werden wir dagegen nicht ankommen. So traurig das ist, vergesst es. Wir werden auf ewig dazu verdammt sein, uns mit You-Tube, DAZN und anderen Medien zu begnügen, wenn wir mal lieber Pool schauen wollen anstatt zu spielen.

Neulich und gelegentlich immer wieder kam auf Sport1 Skat-Masters. Ich meine: SKAT!!! Kaum einer unter 70, der da durchblickt, wenn er es nicht von Opa gelernt hat. Da könnte man auch Rommé oder Mau-Mau übertragen. Oder halt die Häkel-WM...

Zum Thema Moderatoren, speziell Kälbchen: Tom, Du hast leider sowas von recht. Ich höre mir sein unfachmännisches Geseier schon seit zwanzig Jahren an, und ja, er hat nach wie vor keinen Schimmer vom Spiel. Er kann es nicht lesen, er kann nicht antizipieren, und redet mit jedem zweiten Wort von Druck. Druck hier, Druck da, Druck überall. Er hätte Drucker werden sollen (sorry für diesen schlechten Kalauer..!) :ves: Das einzig Interessante sind vielleicht mal die Anekdoten und Geschichten sowie Infos, was grad im Snooker-Zirkus drumherum so passiert, da ist er recht gut informiert. Das macht sich häufig bei der WM bemerkbar, wenn er mit Thomas Hein zusammen moderiert. Man hört förmlich über Lautsprecher, wie Thomas die Augen rollt, weil Kälbchen irgendeinen Stusss erzählt, den Herr Hein dann korrigieren muss.


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Re: Pool hat im Fernsehen nix verloren...

Beitragvon nexus rerum monitum » 23.11.17 11:11

Möchte folgendes zu Bedenken geben:

Billard , in all seinen Varianten, ist zumindest in Deutschland Hobby bzw. Amateursport -
Snooker ( WPBSA/WSA) hingegen ist im angesprochenen Bereich " Profi " - Sport.

Das nur mit hohen Preisgeldern schnell große Medienpräsenz erreicht werden wird, darf in Frage gestellt werden.
Sicherlich benötigt es dann auch noch Spieler wie Joe Davis, Jimmy White, Alex Higgins, Steven Hendry oder Ronnie O `Sullivan und natürlich einen Promoter wie Barry Hearn. ( Die Story wurde ja bereits verfilmt " The Rack Pack " ) Letztgenannte ist auch der Grund dafür, das Dart so erfolgreich vermarktet werden konnte.

Der große mediale Erfolg der Snooker-Variante und der damit privilegierten Stellung der WPBSA führte schon öfter zu
- ich sage mal - " neidvollen Konflikten ", welche bereits vor dem Internationalen Sportgerichtshof zu Gunsten der WPBSA geklärt werden mussten.

Der Aufbau und die Struktur der DBU etc. ist hierfür schon gar nicht geeignet und müsste grundlegend geändert werden um überhaupt erstmal eine Basis für den Profi Pool Billard Sport zu bieten. Sponsoren gibt und gäbe es ja genug.

Nebenbei bemerkt wurde bis ca. 1992 mitunter auch Pool Billard im Fernsehen gezeigt, war aber nur über NL, TF oder BV zu empfangen.

Snooker erreicht weltweit gute Einschaltquoten und die WM selbst erreicht im Mutterland des Fußballs Quoten die sich mit demselben messen lassen können und sogar auch schon übertroffen haben. Daran kann es also nicht liegen.

In China ist Snooker populärer als Fußball und sogar teil des Schulunterrichts. Quo Vadis Europa???
Zuletzt geändert von nexus rerum monitum am 23.11.17 11:17, insgesamt 1-mal geändert.



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Re: Pool hat im Fernsehen nix verloren...

Beitragvon Buzut » 23.11.17 11:14

YouTube und Dazn und Eurosport Player plus viele andere ist Fernsehen.

Das alte Fernsehen wie wir es heute kennen stirbt... Die Jungen schauen schon gar kein Fernsehen mehr.

In Zukunft hat jeder Sport seine Sparte. Wenn es keine Sparte gibt, gibt es den LiveStream. Daran wird man sich gewöhnen müssen.

Allerdings wird Pool auch schlecht verkauft um das mal ganz direkt zu sagen. Für Außenstehende: Keine Stars, unprofessionelle Ausstattung, Schlechte Kameraführung, Moderatoren die keine Ahnung haben, die Story zum Event fehlt komplett.

Snooker schauen oft Leute die selbst überhaupt nicht spielen weil es gut verkauft wird.



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Re: Pool hat im Fernsehen nix verloren...

Beitragvon mikkes » 23.11.17 11:41

Buzut hat geschrieben:
Allerdings wird Pool auch schlecht verkauft um das mal ganz direkt zu sagen. Für Außenstehende: Keine Stars, unprofessionelle Ausstattung, Schlechte Kameraführung, Moderatoren die keine Ahnung haben, die Story zum Event fehlt komplett.



Aber woran liegt das, ganz einfach weil es jahrzehntelang stiefmütterlich behandelt wurde und somit eine professionelle Übertragung so gut wie nie zustandegekommen ist. Die Livestreams die heutzutage übertragen werden, sind doch meist auch nur semiprofessionell oder eben nur "amateurmässig" aufgestellt, ob es nun das Equipment betrifft oder die Moderatoren (wenn vorhanden). Ausnahmen sind vorhanden aber selten. Das es professionell gehen kann, sieht man den Übertragungen der Matchroom-Events. Aber davon sind andere Übertragungen meilenweit von entfernt.

Wenn Snooker nicht vor vielen Jahren so gepusht und super von Barry Hearn vermarket worden wäre, würde man Snooker heute ebenso nur über "schlechte" Streams sehen können.


Great players make great shots and make them look easy.

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Re: Pool hat im Fernsehen nix verloren...

Beitragvon Sylyf » 23.11.17 13:48

mikkes hat geschrieben:Wenn Snooker nicht vor vielen Jahren so gepusht und super von Barry Hearn vermarket worden wäre, würde man Snooker heute ebenso nur über "schlechte" Streams sehen können.


Sprichst du von Deutschland oder grundsätzlich? In Großbritannien und Commonwealth läuft Snooker schon seit Einführung des Farbfernsehens mit Monster-Quoten im TV (z. B. WM-Finale 1985 Taylor-Davis, zweithöchste Einschaltquote für ein Sportereignis BIS HEUTE, und das bis nach Mitternacht), und da hat auch ein Barry Hearn noch an Muttis Brust genuckelt.

Aber du hast recht, was die internationale (TV-)Vermarktung angeht, hat der Mann wirklich früh die Zeichen der Zeit erkannt, mag man sonst von ihm halten, was man will. Auch Darts ist durch ihn ja erst so groß geworden.

Gruß


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