Poolbillardgenerell mit verlängertem cue spielen?

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generell mit verlängertem cue spielen?

Beitragvon zuio » 07.05.17 09:39

hallo billardfreunde!
warum spielen einige spieler (strickland, svb, shaw,...) eigentlich fix mit einem cue mit butt-verlängerung? welche vorteile bringt das genau?
wer von euch macht sowas auch und was sind eure gründe?
lg



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Re: generell mit verlängertem cue spielen?

Beitragvon oroeleke » 07.05.17 10:27

Im Bootsbau heißt es: "Länge läuft"

Das finde ich recht passend ausgedrückt....



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Re: generell mit verlängertem cue spielen?

Beitragvon treffgarnix » 07.05.17 13:07

was meinst Du damit? Wäre interessant genauer zu beschreiben


Als Einstein Examina abnahm, fragte ihn einmal ein Student: "Sie stellen in diesem Semester ja genau die gleichen Fragen wie beim letzten Mal." Darauf Einstein: "Das ist wahr. Nur die Antworten sind diesmal anders."

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Re: generell mit verlängertem cue spielen?

Beitragvon Fitchner » 07.05.17 13:47

Google und Wikipedia haben mir bei dem Spruch jetzt nicht weitergeholfen...

Ich denke wenn man immer eine Verlängerung benutzt hat das nichts mehr mit Körpergröße zu tun, oder es ist kein Hauptgrund. Es geht aber trotzdem um Reichweite denke ich, und ich vermute mal, eine Verlängerung stört nicht besonders.
Sie kann sehr leicht sein, stört damit die Balance nicht besonders bzw. kann ja gleich mit einbezogen werden. Ich vermute es geht darum, bei langen Bällen das Queue weit hinten greifen zu können, aber trotzdem noch einen optimalen Winkel (beim Griff am Ellenbogen und Queue zum Tisch) zu haben und es nicht hoch zu reißen weil man es praktisch am Butt anfasst...

Ist jetzt aber eher nur meine Vermutung, wäre interessant zu sehen was andere darüber denken
Vielleicht gibt es ja auch ganz andere Gründe


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Re: generell mit verlängertem cue spielen?

Beitragvon Senkschwein » 07.05.17 15:34

Fitchner hat geschrieben:Google und Wikipedia haben mir bei dem Spruch jetzt nicht weitergeholfen...


"Länge läuft"

Google mal " Rumpfgeschwindigkeit " ...im Skisport ebenfalls gängige Redewendung...wenn auch anderer Hintergrund


erst lesen - dann - zumindest versuchen zu verstehen - dann denken - dann antworten - Danke

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Re: generell mit verlängertem cue spielen?

Beitragvon Fitchner » 07.05.17 15:43

Senkschwein hat geschrieben:
Fitchner hat geschrieben:Google und Wikipedia haben mir bei dem Spruch jetzt nicht weitergeholfen...


"Länge läuft"

Google mal " Rumpfgeschwindigkeit " ...im Skisport ebenfalls gängige Redewendung...wenn auch anderer Hintergrund


Das hab ich natürlich gefunden, aber was das mit nem Queue und dessen Länge zu tun hat, hat sich mir jetzt nicht so ohne weiteres erschlossen...Weder Geschwindigkeit, noch Wellenüberlagerung haben für mich viel mit Billard zu tun.
Oder überseh ich was?


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Re: generell mit verlängertem cue spielen?

Beitragvon Senkschwein » 07.05.17 16:19

Fitchner hat geschrieben: Das hab ich natürlich gefunden...... Oder überseh ich was?


Sicher nicht....aber warte doch noch bis das..." recht passend ausgedrückt "....fachmännisch erklärt wird :zwi:
insbesondere die Wirkung auf Schwerpunktverlagerung u. v. a. :ves:


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Re: generell mit verlängertem cue spielen?

Beitragvon tintin » 07.05.17 16:19

Ich möchte hier mal bezweifeln, dass es eine richtige Antwort drauf gibt. Grundsätzlich gilt ja beim Billard, wenn das Material deine Psyche überzeugt, dass es so besser ist als anders, kann es dazu führen besser zu spielen. Ein neues Queue, ein neues Oberteil oder ein anderes Leder kann man probieren und es fühlt sich vielleicht spontan besser an. Schon meint man mit dem neuen Material besser spielen zu können.

Ein längeres Queue kann das Gefühl vermitteln, dass man geradliniger und stabiler den Stoß durchführen kann. Das mag bei dem einen oder anderen ein Grund für den Wechsel auf ein langes Queue sein.
Auch sind einige Pros wie z.B. SvB, Reyes, dafür bekannt, dass sie einen sehr langen Schnabel spielen, also die Bockhand recht weit vom Spielball aufgelegt wird. Das soll dem Mitgeben von Wirkung und Spielgefühl entgegen kommen. Spielt man so eignet sich ein längeres Queue durchaus um die Spielweise zu unterstützen.

All das gesagt kann zutreffen, muss aber nicht. Und wie schon gesagt, wenn die Psyche überzeugt wird, dass es so besser ist, kann es ich auch auf das Spiel auswirken.

Gruß, tintin.



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Re: generell mit verlängertem cue spielen?

Beitragvon Senkschwein » 07.05.17 17:19

WIe sich Schwunglänge, Geschwindigkeit und Gewicht auf den Cueball auswirkt ist ja einfach zu berechnen. Wer ein wenig in Mathematik und Physik aufgepasst hat für den ist das kein Problem die unterschiedlichen Auswirkungen zu berechnen.

aber unabhängig davon gibt es eine einfache Wahrheit:

" If you have a stroke the gear don't matter... If you don't have a stroke the gear won't help![/b]

in diesem sinne


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Re: generell mit verlängertem cue spielen?

Beitragvon treffgarnix » 08.05.17 07:58

Ich spiele seit ein paar Wochen ebenfalls mit einer permanenten Verlängerung. Die Änderung von Gewicht und Balance ist zwar deutlich, aber hab mich schnell damit angefreundet. Bei mir war der Grund für die Verlängerung, dass ich sehr oft ganz am Ende greife und dabei schon das Ende des Queues spüre. Das hat mich immer wieder abgelenkt, aber dauerhaft mit der Standardverlängerung wars mir wirklich zu schwer.

Physikalisch kann man den Effekt "Länge läuft" sehr gut erklären. Einige Lästermäuler hier haben allerdings mit genauen Erklärungen ein Problem, vielleicht aufgrund massiver Minderwertigkeitskomplexe oder übermäßiger Testosteronproduktion, wer weiß ... :zwi: Der Erklärungsansatz liegt im sog. Massenträgheitsmoment bzw. Rotationsträgheitsmoment.


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Re: generell mit verlängertem cue spielen?

Beitragvon Yasin » 08.05.17 08:30

Diese "Monster Cues" wie sie teilweise genannt werden, sollen auch in der Konstellation einfach mehr Stoßruhe verleihen. Ich habe es ausprobiert, aber war nix für mich... bzw ist mein Queue dafür nicht konzipiert, ich habe dann einfach zuviel Hecklast. Bei einer besseren Ausbalancierung könnte ich es mir durchaus vorstellen.
Ein weiterer Grund ist vielleicht auch bei den Pros, die spielen nicht nur auf 9ft Tischen sondern auch viel auf 10ft. So bleibt die An und- Abschrauberei auch im Rahmen.


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Re: generell mit verlängertem cue spielen?

Beitragvon kalleleo » 08.05.17 08:37

Eigentlich ist die Antwort doch sehr einfach: Längere Queues werden von den Spielern gewünscht, die oft weit hinten greifen und sich dabei schon zu sehr eingeschränkt fühlen oder aber das Griffgefühl des (zu weit vorne sitzenden) Griffbereichs vermissen, z.B. das Irish Linen.

Die typische Queuelänge und die Lage des Griffbereichs erklären sich aus der Tradition, bei der allerdings die aktuellen Gegebenheiten mittlerweile nicht mehr ausreichend berücksichtigt werden. Zu diesen gehört die Veränderung der Körpergröße/Armspannweite im Laufe der Jahre, aber das ist nur ein Faktor. Ein anderer Faktor ist die veränderte Technik, bedingt beispielsweise durch die heute üblichen größeren Schnabellängen, die mit dem Aufkommen von "Low Deflection" Oberteilen möglich wurden. Trotzdem werden noch immer die traditionellen Maße nachgefragt, da sie als Qualitätsmerkmal gelten und den Wiederverkaufswert erhalten helfen.

Dennoch fragen wegen obiger Gründe immer mehr nach längeren Queues. Ich selbst fühle mich zwar nicht mit einem längeren Queue wohler, sondern mir reicht ein Griffbereich bis ganz ans Ende, darauf will ich aber nicht mehr verzichten. Ich weiß nicht, ob dauerhaft mit einer Verlängerung zu spielen das persönliche Optimum an Balance darstellt, aber ich denke die Wohlfühl-Balance ist sehr subjektiv und viele mit Verlängerung spielenden Spieler scheinen sich einfach dran zu gewöhnen.

Die Stoßruhe eines längern Queues könnte auch ein Faktor sein, was ich aber nicht so glaube. Dafür besteht bei einem längeren Queue ein höheres Risiko von ungewünschten Schwingungen, was ggf. höhere Anforderungen an die Konstruktion stellt.



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Re: generell mit verlängertem cue spielen?

Beitragvon Senkschwein » 08.05.17 10:33

treffgarnix hat geschrieben: .... Einige Lästermäuler hier haben allerdings mit genauen Erklärungen ein Problem....


Also ich für meinen Teil habe sicherlich kein Problem mit " genauen Erklärungen " ....wenn sie denn mal erfolgen sollten.....ich warte immer noch darauf!!!

Einfach nur Fachbegriffe ohne direkte Bezugnahme auf die einzelnen Auswirkungen hinzuwerfen sind keine fachlichen Erklärungen / Beweise! Hier erwarte ich schon detaillierte Erklärungen und Berechnungen zu jeder einzelnen Auswirkung, sowie eine Zusammenfassung im gesamten Kontext.

Das in einer sachlichen Diskussion nun aber persönliche Provokationen und abwertende Urteile Einzug halten führt die Thematik ad absurdum !!!

Warum immer wieder unfaire Stilmittel wie:

1. absichtlich die Worte des Gegenüber nur unvollständig wiedergeben
2. dem Gegenüber etwas unterstellen
3. das Wort im Mund umdrehen
4. falsche Behauptungen aufstellen, ...
5. persönliche Provokationen
6. abwertende Urteile

benutzt werden, mag sich der jeweilige Anwender doch mal selbst fragen.

Mir persönlich erscheinen die fachlichen Erklärungen und Beweise von einer Person mit einem Doktortitel in Mathematik und Physik wertvoller auch wenn er ein Lästermaul mit massiven Minderwertigkeitskomplexen und übermäßiger Testosteronproduktion sein sollte, da solche mutmaßlichen Eigenschaften keinerlei Einfluss haben!

Andere Teilnehmer vertreten andere Interessen und betrachten die Diskussion von anderen Standpunkten aus. Das ist legitim. Aufkommende Zweifel kann ich daher verstehen und sehe diese als weitere Aspekte zur Lösungsfindung.

in diesem Sinne
Zuletzt geändert von Senkschwein am 08.05.17 10:41, insgesamt 1-mal geändert.


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Re: generell mit verlängertem cue spielen?

Beitragvon treffgarnix » 08.05.17 10:39

Bingo :krl:


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Re: generell mit verlängertem cue spielen?

Beitragvon Schopi68 » 08.05.17 11:41

kalleleo hat geschrieben:Die typische Queuelänge und die Lage des Griffbereichs erklären sich aus der Tradition, bei der allerdings die aktuellen Gegebenheiten mittlerweile nicht mehr ausreichend berücksichtigt werden. Zu diesen gehört die Veränderung der Körpergröße/Armspannweite im Laufe der Jahre, aber das ist nur ein Faktor.


Und das ist der meistens genannte Faktor. :vew:
Ich hatte es glaube ich hier an anderer Stelle schonmal erläutert: die Körpergröße als Bezugsnormal fürs Billard hat sich im Laufe der Jahre nicht nennenswert verändert. Der heutige Durchschnittsdeutsche ist nur unwesentlich größer als der Durchschnittsamerikaner zu der Zeit, als sich die heute übliche Queuelänge herausgebildet hat.




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