PoolbillardMosconi Cup 2017

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Re: Mosconi Cup 2017

Beitragvon M.Galabant » 23.01.17 09:39

Öh, ich verstehe den Aufschrei garnicht. Wen interessierts wer wen wo trainiert? Deswegen spielt der Mann als Europäer ja nicht plötzlich für die Amis...

Hauptsache wir sehen hinterher gutes Billard :lae:



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tintin
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Re: Mosconi Cup 2017

Beitragvon tintin » 24.01.17 08:36

In dem Moment wo Nationalstolz mit ins Spiel kommt finde ich so eine Entscheidung lächerlich.
Ich kann ja gerne für eine angeschlagene Firma einen Manager aus dem Ausland engagieren, der schon bewiesen hat, dass er die Kompetenz hat, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Ich kann auch verstehen, wenn ein Fußball-Entwicklungsland wie z.B. Burkina Faso einen erfahrenen europäischen Trainer holt um die Kompetenz zu nutzen...
Aber wir reden hier vom Pool Billiard der USA, die (nicht ganz zu unrecht) die Meinung vertreten, dass sie der Welt das Pool spielen beigebracht haben.

Also aus sportlicher Sicht ist das für mich eine gruselige Entscheidung. Aus wirtschaftlicher mag ich sie vielleicht verstehen, aber da habe ich auch eher das Gefühl, dass Billard nur verkauft wird und nicht gelebt.

Gruß, tintin.



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Re: Mosconi Cup 2017

Beitragvon M.Galabant » 24.01.17 09:54

Wirklich? Die Amis haben damit doch zugegeben, daß sie es nicht mehr können und sind endlich ehrlich genug, Konsquenzen zu ziehen, um wieder mitspielen zu können.

Wie mit allem, was Amis so tun: bisi was machen, dann auf die Brust klopfen und so tun, als wäre man der größte.

Verkauft, klaro! Die Spieler wollen doch auch mal wieder Prämien mitnehmen und der neue Trainer bekommt auch nen Dicken Batzen Geld (und kann sie vielleicht auspionieren für Europa, hm?).

Ich freue mich, vielleicht sehen wir nächstes Jahr von den Amis dann mal Billard und nicht zurückgebliebes "Gefühlsbillard".
Allein, wie die Amis zum Thema Equipment drauf sind... wie vor 50 Jahren halt. Wie ihre Autos auch: Blattfedern.

Amüsierte Grüße,
M (der hier irgendnie nicht ansatzweise an den zitierten Nationalstolz denkt)



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Re: Mosconi Cup 2017

Beitragvon Sharivari » 24.01.17 11:29

Korrigiert mich wenn ich falsch liege, aber ich glaube das ist nicht die Entscheidung der Amerikaner gewesen, sondern Matchroom wählt die neuen Trainer aus.



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Re: Mosconi Cup 2017

Beitragvon MichaelS » 24.01.17 15:42

M.Galabant hat geschrieben:Allein, wie die Amis zum Thema Equipment drauf sind... wie vor 50 Jahren halt.


Das erklär mir doch mal näher... was muss man denn Deiner Ansicht nach für ein Equipment spielen?



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Re: Mosconi Cup 2017

Beitragvon DocSchneider » 24.01.17 16:15

Wehe wenn Herr Trump herausfindet dass man den Job an einen Nicht-US-Bürger vergeben hat. Ich mach schonmal Twitter an.....



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Re: Mosconi Cup 2017

Beitragvon willusch » 25.01.17 10:15

Ich selbst kann die Verwunderung, bzw. den Aufschrei schon etwas nachvollziehen. Vor allem von MC "Profis" wie den Bullen oder holli. Ich selbst war ja "nur" 2x dabei und fühle auch eine Art Verwunderung, bzw. Unverständnis.

Da erreicht einer mit Europa alles und tritt emotional auf dem Höhepunkt ab, um sich mehr seiner Familie zu widmen und ruhiger zu treten. Und dann kommt plötzlich der Wechsel zum "Feind".

Ich denke hier spielt auch die typische Sportlerromantik mit rein. Es ist einfach unvorstellbar Johan in den falschen Farben zu sehen und schnell landet man von der Romantik beim lieben Geld. Schade eigentlich. Doch letztlich ist für Romantik kein Platz, sondern nur fürs Geschäft.


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Re: Mosconi Cup 2017

Beitragvon Yasin » 25.01.17 10:21

Vielleicht ist er ein Toleranzromantiker? :lac:


Gewinner zweifeln nicht, Zweifler gewinnen nicht !

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Re: Mosconi Cup 2017

Beitragvon M.Galabant » 25.01.17 11:42

Oder vielleicht ist er mit seiner Familie soweit durch und möchte wieder eine bestimmte Sache trainieren, und das passt auch noch zu seiner Familie?

Wieso sollte man hier romantische Gefühle hegen? Sport ist in erster Linie eine Zielerreichung.
Wenn nächstes Jahr ein van Boening das europäische Team coached ist mir das doch auch Wurst - ich mach mir dann höchstens Gedanken, ob es die richtige Wahl ist, doch nicht, wo er herkommt?

Und mal ehrlich: Geld stinkt nicht, das mit normaler Arbeit (=Coaching) verdient wurde.

"You have so much to learn from your enemies."
― Eckhart Tolle, A New Earth: Awakening to Your Life's Purpose



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Re: Mosconi Cup 2017

Beitragvon willusch » 25.01.17 12:05

Ihr bringt immer andere Spieler oder Coaches ins Spiel, aber genau das ist eigentlich nicht der Punkt. Es geht hier nur ganz speziell eben um Johan und nicht um Shane oder sonstwen.

Und die Zielerreichnug von der du sprichst hat mit der von mir gemeinten Sportromantik nichts zu tun.

Die Sportromantik habe ich nur von der Fussballromantik geklaut, die von einigen (Hardcore)Fans gelebt wird.

Ich zitiere mal von einem Blogeintrag von SpoX

Was ist eigentlich Fußballromantik?

Unter dem Begriff der Fußballromantik können sich nur wenige etwas vorstellen. Gemeint sind damit die zahlreichen Geschichten, die der Fußball schreibt, die einer guten Romanze in nichts nachstehen. Im Vordergrund steht dabei die Liebe zum Verein, Geld und Ruhm dagegen sind nebensächlich. Die Hauptakteure dabei sind Spieler oder sonstige Verantwortliche, die ihre Gefühle vor das Bankkonto stellen.


*der komplette Eintrag -> http://www.spox.com/myspox/blogdetail/D ... 86452.html

Die paar Zeilen treffen es eigentlich ganz gut und schon der erste Satz lässt sich perfekt hier auf den Thread anwenden. Nur die wenigsten können nachvollziehen, was bei (Hardcore)Fans/Teilnehmern beim lesen der Nachricht im Kopf vorging. Der typische "Verrat" und verkaufte Liebe.

Fussballfans kennen es sicher aus Geschichten wie niemand sollte von Schalke zu Dortmund wechseln o.Ä.

Dabei spielt die Logik nicht immer die entscheidene Rolle, Fans denken manchmal eher mit dem Herzen und können Entscheidungen so schwerer oder gar nicht nachvollziehen. Und dann kommen schnell so Dinge wie "das Geld hat gesiegt" etc.

Das es für Johan sicher sportliche Gründe gab und er die sportliche Herausforderung sieht, steht da halt nicht an erster Stelle. Leute die das Ganze aus der Distanz sehen, können es entsprechend nicht verstehen wenn einige so enttäuscht sind.

Nun wissen wir ja abschließend, dass der Fussball komplett die Romantik verloren hat. Und hier kommt noch ein entscheidener Punkt der etwas Brisanz verleiht. Billard oder der MC als solches war bisher immer sauber und hatte eben seine romantischen Momente. Diese wurden durch die Handlung von Johan nun verworfen und da ist der ein oder andere (zurecht) enttäuscht.

Wie ich bereits oben schrieb: Joahn in den falschen Farben, kann auch ich mir nur schwer vorstellen.

Da der MC dieses Jahr bei den Amis ist, hat er Zeit sich vorzubereiten. Ich will nicht wissen, wie er im Ally Pally begrüßt worden wäre. :meg:


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Re: Mosconi Cup 2017

Beitragvon tintin » 25.01.17 12:43

Also gut, dann bin ich mal bereit mich von meinem traditionellen Denken zu lösen und den Mosconi Cup nicht als Kräftemessen der amerikanischen und europäischen Billardspieler zu betrachten. Und schon kann ich die Entscheidung viel leichter nachvollziehen.
Der Mosconi Cup hat das Potential, das größte Billardspektakel im Jahr zu sein. Barry Hearn und Matchroom sind absolute Vollprofis beim Vermarkten und in der Wirtschaftlichkeit.
Vermutlich haben aber die letzten Veranstaltungen dazu geführt, dass die Nachfrage und Begeisterung in den USA deutlich zurück gegangen ist, mit geringer Aussicht auf Besserung.
Dann kann man noch in Betracht ziehen, dass beinahe der letzte Veranstaltungstag durch das deutliche Ergebnis entfallen wäre.
Zudem darf man sich schon fragen, warum die Anstrengungen für Änderung und Erfolgsorientierung bei den Amerikanern in den letzten Jahren eher gering und kaum wahrnehmbar waren.
Jetzt schaltet sich Matchroom ein und verändert etwas, was große Chancen auf Verbesserung und zudem auch noch Zündstoff für Drama, Action und Emotionen hat. So gesehen ist die Entscheidung ein guter Schritt dahin, dass der MC 2017 ein richtig großes Event wird.

Ich will das gar nicht weiter beurteilen, dass kann ja jeder für sich sehen. Ein großes Billardfest hilft dem Billardsport sicher mehr als ein wenig umjubeltes 11:1 für Eeeeuurope. Tradition oder Gefühle hin oder her.

So ein bisschen nach dem Motto: "Ist doch sch...egal ob Mario Barth lustig ist, Hauptsache ich habe 90 Minuten gelacht in seiner Show."



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Re: Mosconi Cup 2017

Beitragvon willusch » 25.01.17 13:01

Die Amis sind übrigens total begeistert... :krl: :krl: :krl:

Ignorant, stupid, tone deaf, clueless choice.

Not JR, MR.

Why on God's good green Simonis covered Earth would they ever think we'd want a European leading a USA squad?


Ich habs ja gesagt: den MC einstampfen und nen 4-Team Tournament draus machen mit den Chinesen und Co.
Ein großes MC 2017 Event sehe ich bis dato (noch) nicht.


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Re: Mosconi Cup 2017

Beitragvon Hoddel » 25.01.17 13:50

Also hier auf den Derby City Classics ist es ganz entspannt. Der Trainer und die Spieler habe ich häufig gesehen wie sie zusammen gesessen haben und geredet / diskutiert / gelacht haben . Ich merke hier keine Ablehnung .



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Re: Mosconi Cup 2017

Beitragvon miramanee » 01.02.17 19:32

also ich finde es nicht schlecht, dann wird man sehen können ob die USA Mannschaft die er aufstellt auch funktioniert.

Ein guter Trainer oder besser ein Top Trainer ala Ernst Happel ist im Stande aus fast jeder Mannschaft das beste herauszuholen, und ich bin sehr neugierig wenn er auf der USA Seite aufstellen wird es werden bestimmt auch welche dabei sein die noch nicht dabei waren.

Auf jeden fall eine Bereicherung für beide Seiten. Und wenn dann due USA wieder verlieren sollten bleibt nur noch eines übrig

USA/Kanada gegen Europe

oder

Asia gegen Europe

ich finde es toll



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Re: Mosconi Cup 2017

Beitragvon yamakazi » 02.02.17 02:34

ist mir eigentlich voll egal, denke der Trainer spielt eh nur eine untergeordnete Rolle beim Mosconi Cup.
Könnte man genauso gut einen Spieler wie Rodney Morris oder Johnny Archer nehmen,der die Spieler motiviert und Erfahrungen weiter gibt.
Problem bei den Amis sind einfach die aktuellen Typen,Shane einer der besten aber nicht motiviert wenn er nicht in die eigene Tasche spielt, Dechaine bei nahe zu allen Spielern unbeliebt, unangenehmer Typ, gleiches gilt für Bergman, Top Einzelspieler, aber eben keine Typen wie Darren, Niels, etc. die einfach gut miteinander und füreinander umgehen können und das Event wirklich lieben und feiern.

Daher sag ich schon jetzt voraus, wenn die Amis nicht 2-3 neue Spieler stellen, die voll motiviert sind und nicht solche Desympathen wie die genannten (Shane ausgenommen), dann werden sie auch unter dem neuen Trainer für das gleiche traurige Spektakel sorgen, ich erwarte überhaupt nichts vom Mosconi Cup 17.




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