PoolbillardOberarm beim Stoss bewegen oder nicht?

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KesslerUrs
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Beitragvon KesslerUrs » 19.05.06 10:40

Tom

Ich gebe auch Training, deshalb hats mich Wunder genommen.... *Wirtschaftsspionier*
:zwi:

Nur: Was für den Schüler richtig ist bestimmt er selber, es sollte ihm ja bequem sein.
Da hat mir kürzlich eben einer gesagt, dass er Grundsätzlich den Oberarm oben trainieren lasse. Und das Fluppe-Post sagt das genaue Gegenteil..... :sta: :zwi:

Somit sollte man also einen Mix nehmen???

GUK


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Beitragvon TomDamm » 19.05.06 11:18

KesslerUrs hat geschrieben:Tom
Nur: Was für den Schüler richtig ist bestimmt er selber, es sollte ihm ja bequem sein.
Da hat mir kürzlich eben einer gesagt, dass er Grundsätzlich den Oberarm oben trainieren lasse. Und das Fluppe-Post sagt das genaue Gegenteil..... :sta: :zwi:
Somit sollte man also einen Mix nehmen???


Hi Urs, wenn ein Schüler zu mir kommt und mit seiner Technik unzufrieden ist, oder ich die schlechte Technik feststelle und Ihn frage ob er das ändern möchte, werde ich Ihn darüber informieren was und wie ich trainiere.
Dann kann er sich entscheiden, ob das für Ihn in Frage kommt oder nicht. Wenn ja, trainiert er genau das was ich Ihm sage.
Das der Stand und alles was dazu gehört "bequem" ist, ergibt sich dabei automatisch. Ich werde nie jemanden unbequem an den Tisch stellen. Jeder Spieler hat seinen eigenen optimalen Stand, das steht mal fest.

Gruß Tom


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Beitragvon KesslerUrs » 19.05.06 11:24

Tom

Ja, das ist wieder ein Volltreffer.

Weisst Du, nun frag ich mich: Wieviel darf man an einer Technik ändern, wieviel umpolen erleidet es denn, das ist allenfalls recht knifflig, meinst Du nicht?

Ich kann mich an meinen ersten Lehrgang errinnern, da hat der gute Mann kein gutes Haar an meiner Technik gelassen: Arm oben lassen, ums Verrecken, mir wars eben auch nicht mehr bequem..... Mittlerweile spiele ich ein bisschen besser ( :zwi: ) aber immer noch mit ungefähr derselben Technik. Nur die Schulter hab ich beruhigt, da war der grösste Fehler.
Aber der Oberarm geht immer noch munter und ziemlich heftig runter.....

Verstehts Du, was ich meine?

Gruss
Urs


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Beitragvon TomDamm » 19.05.06 11:39

Das ist doch so...

Wenn jemand mit seinem Spiel zufrieden ist, werde ich auch nicht an seiner Technick rumfeilen... zumindest nicht arg :zwi:

Wenn aber jemand kommt, der klagt und jammert, dass er nicht besser wird. Und der augenscheinlich (meine persönliche Meinung) viel mehr Potiential mit einer besseren Technik hätte, dann versuche ich schon ihn auf den "richtigen" Weg zu bringen. Die meisten "Alten Hasen" sind letztlich über eine "Erweiterung" Ihrer Fähigkeiten sehr dankbar.
Sehr jungen Spieler (Kinder und Jugendliche) oder absoluten Anfänger die noch nicht lange spielen, bringe ich die bestmögliche Technik bei, um die Spieler nicht in Ihren Fähigkeiten zu limitieren.

Wenn Du nun mit Deiner "Mischtechnik" erfolgreich bist, ist doch alles in Ordnung. Falls nicht biete ich Dir einen Trainingskurs in Gera an :zwi:

Gruß Tom


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Beitragvon KesslerUrs » 19.05.06 11:47

Tom

Das is'n Wort, ist aber ein bisschen weit;-)

Ich spreche hier auch ein bisschen auf die Techniken von Spitzenspielern an.
Beispielsweise Earl, Bustel (jaja, das Rührwerk...), Zobbel und noch einige Andere...

Ist das denn wirklich nur so zu erklären, dass die schon seit Kindesbeinen so spielen??

Ich denke auch, dass wie Du auch gesagt hast, zu arges Umstellen mehr verunsichert, als dass es denn tatsächlich was bringt....

Gruss
Urs


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Beitragvon TomDamm » 19.05.06 11:59

Ich denke es gibt immer Ausnahmesportler. Da diese Spieler so im Rampenlicht stehen, fällt die Technik dieser Spieler natürlich besonders auf. Ich glaube aber mit der "Rührtechnik" von Bustl kann kaum ein andere Spieler sooo gut wie er spielen.
Andererseits ist sein eigentlicher Stoß sensationell gerade, mal von den ganzen Vorschwüngen abgesehen...

Diese Spieler sind mit soviel Talent und Willen ausgestattet und die Technik hat sich über Jahre so eingeschliffen, dass die Leistungsfähigkeit möglich ist.

Aber wer sagt denn eigentlich, dass ein Bustel oder Ortmann oder Zobrekis usw. mit perfekter Technik nicht noch besser wären...?

Ich glaube unsere besten Spieler (weltweit) sind immer noch weit davon entfernt, Ihre Möglichkeiten (Technisch) voll auszuschöpfen.

Gruß Tom


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Beitragvon KesslerUrs » 19.05.06 12:10

Tom

Das vermutlich niemand ausser Busti selbst mit diesem Schwung was vernünftiges anfangen kann, sehe ich genauso.

Wobei Du ja selbst gesagt hast, dass der Stoss dieser Herren ja sehr gerade ist, gelinde ausgedrückt.... Somit ist das eigentlich eine PERFEKTE TECHNIK.

Denn schlussendlich ist der Stoss das Wichtigste. Welche Fuchtelei einem bis dahin führt,ist meines Erachtens eher Sekundär.

Was aber sicher so ist, ist dass vermutlich aus jedem Spitzenspieler noch mehr herauszuholen wäre, auch wenn sie's ja nicht mehr wirklich nötig haben.... :zwi:

Gruss
Urs


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Beitragvon Simple » 19.05.06 12:51

Meine Meinung: für technisch perfektes Spiel ist Nicht-Absenken unerlässlich. Allerdings ist das nur dann möglich, wenn Winkel linker Arm - rechte Schulter >= 180° ist. Ist er weniger, lässt sich Absenken der rechten Schulter physikalisch gar nicht vermeiden.
Argument "Snooker-Spieler braucht weniger durchziehen, weil Kugel leichter etc."
1. Siehe "33 secrets" p. 10. Tom, you're guilty of voodoo pool ;-)
2. Kugel zwar leichter, dafür Queues viiiiel härter -> Wirkung zu erzielen ist schwieriger.
3. Ich habe speziell Bustamantes Durchziehen beobachtet. Von "15 cm" kann gar keine Rede sein. Mythos.
4. Zeigt mir einen Poolspieler, der so einen Zugball hinkriegt wie Ebdon.
5. Schaut euch Alison Fisher oder Karen Korr an, ex-Snookerspielerinnen.

Man darf allerdings nicht vergessen:
1. wir Pooler brauchen's nicht so genau
2. Ein Pooltisch ist niedriger
3. Ronny O'Sullivan oder Mark Williams senken ihre Schulter beim Stossen. Aber: das sind Naturtalente. Sind wir das alle? Nein. Deswegen sollten wir uns als Vorbilder lieber einen hart arbeitenden Spieler nehmen, der perfekte Technik hat.


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Beitragvon itti4564 » 19.05.06 12:55

Oder man zerstört damit ihr Spiel und sie werden einfach nur noch mittelmäßig.

Billard ist ein lebendiger Sport der sich aus einem selber entwickelt. Und wenn jemand über einen Zeitraum von 20 J. mit einer vielleicht nicht perfekten Technik trotzdem Weltklasseleistungen erbringen kann hat das wohl seinen Grund.

Mit von Anfang an richtig gelernter Technik kann sicher (zur Zeit) noch jeder durch Training bis Oberliga hocharbeiten.... auch ohne großes Talent.
Spielverständniss, Taktik, Spielaufabau usw... geben sicher auch noch einen weiteren großen Ausschlag.
Aber das angestrebte Ziel der Weltklasse lässt sich kaum nur daran festmachen, ob sich der Oberarm jetzt bewegt oder nicht, bzw ob ein Spitzenspieler mit noch verbesserter Technik wirklich nochmal um eine ganze Stufe besser wird.
Ich glaube es weniger.

Billard aus der sicht des Spieler ist lebendig und entwickelt sich bis zu gewissen Punkten ganz von alleine.
Wird es einem von Anfang an richtig gezeigt, entscheiden trotzdem viele andere Faktoren darüber, ob aus ihm dann wirklich Weltklasse, Durchschnitt oder nur "Lutscher" wird.

Der Spieler muß für sich herrausfinden wie er die beste Leistung erbringen kann (wenn er das dann auch will). Und wenn er nicht weiterkommt, nimmt er sich einen Trainer der ihm dann das beibringt, was aus der Trainersicht als richtig empfunden wird oder nicht.
Ob das dem Spieler dann tatsächlich für sein Spiel dienlich ist....... naja.
Jedenfalls gibt es genügen Beispiele, die zeigen, das im Ansatz vielleicht richtige Theorie nicht auf jeden einzelnen anwendbar ist und zum Gegenteil führen kann.
Man stellt sein ganzes Spiel (das vielleicht Jahrelang sehrgut funktioniert hat) total um, und stellt nach einiger kostenaufwendiger Zeit fest, das die Theorie vielleicht im Ansatz richtig sein mag, aber ich das für mein Spiel nicht umsetzen kann.

Ich für meinen Teil (Lutscher) bin mir nicht sicher ob ich meinen Oberarm bewege (habs nicht beobachtet) aber mehr als eine Teolleranz von 1-2 cm gestehe ich mir selber max. nicht zu.
Und da ich nicht der Verfechter des "bis ins Unendliche in die Kugel hinneistechende um besondere Wirkung zu erzieheln" bin ( bei mir ist der Stoß in die Kugel max. 10 cm ) und ich kann trotzdem jeglichen gewünschten Effect erziehlen, tendiere ich zum:
Je ruhiger der Oberarm desto genauer der Stoß, also lieber einen Zentimeter weniger absenken als mehr, wenn überhaupt.

Aber das ist auch meine ganz eigene Meinung für mein Spiel ( würde ich jetzt endlich mal Trainieren und meine Augenprobleme beseitigen..... wer weiß...... aber für was :lac:



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Beitragvon itti4564 » 19.05.06 13:13

FBI hat geschrieben:Also meine Erfahrung bzgl. "bequem" ist, daß erstmal jede Änderung unbequem ist (Stichwort Mädchen mit überkreuzten Beinen). Wenn ich 4 Monate ausschließlich hinter dem Rücken zu spielen trainiere, ist das irgendwann auch eine bequeme Stellung. Von daher ist die Anleitung von einem Trainer mit einer klaren Vorstellung das A&O.
Wichtig ist gar nicht mal so sehr, daß der Trainer eine bestimmte "Schule" vertritt, sondern daß er eine Vorstellung davon hat, wie das einmal aussehen soll, was er seinen Schülern beibringt.


Wenn der Trainer in der Lage ist auf seinen Schüler einzugehen, zu erkenne was tatsächlich geändert werden muß und dieses dann auch angepasst richtig vermitteln kann, gebe ich dir vollkommen Recht.

Leider tendieren viele Trainer dazu, ihre eigene oder angelernte "schule" als einzig ware anzuerkennen und diese mit "gewalt" durchsetzen zu wollen. Selbst wenn man ihnen das Gegenteil praktisch beweisen kann.
Sicher mit ein großer Beitrag dazu, das viele mit Training unter Anweisung beginnen ( vor allem schon weiter Fortgeschrittene) und dieses dann mit sehr Negativer Einstellung der Trainingsmethode gegenüber (nicht umbedingt der Person, kann aber auch vorkommen) in ihren alten Trot zurück kehren oder sogar ganz mit Billard abschließen "da es ja eh nix mehr an Verbesserung bringt ".

Und das ist dann sicher der Sache nicht dienlich !



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Beitragvon KesslerUrs » 19.05.06 13:33

itti

DITO!!!

Es dürfte sich also um ein "den Umständen angepasstes Training" handeln.
Ob es nun vermittelt oder genossen wird......

Gruss
Urs


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Beitragvon Simple » 19.05.06 15:46

this means war... (c) :-)


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Beitragvon KesslerUrs » 19.05.06 15:47

Hy Gianni

Das ist herzig, dass ich Dich so treffe;-)

Jetzt bin ich mal nicht persönlich und schon nimmts einer so.......

Ich habs ja auch tatsächlich versucht, etwa 2 Jahre;-)
MIt dem immerselben Ergebnis: Das Spiel wurde schlechter, nicht besser.
Dann hat mir mal einer gesagt, ich solle den Arm durchstrecken und es wurde besser....

Dann hat mich mal einer von Vorne gefilmt und nix dazu gesagt, seither versuche ich den Kopf gerade zu halten undes wurde besser....

Und dass mit Nureijew, ja dass hast Du tatsächlich gesagt, das hat auch gestimmt.
Hatte aber eher mit seitlicher Bewegung zu tun.............
Die hatte ich vom Feinsten, die ist auch jetzt noch manchmal da, aber jetzt weiss ichs, dank Dir und dank Darren...Und es wurde besser.

Nur, der Arm, den Du so schrecklich kritisiert hast, der geht immer noch runter;-)
Also, mal abgesehen davon, dass das da kein Frontalangriff auf Deinen Kurs und Dich war,
habe ich schon einiges geändert, Du siehst.

Die Frage war aber eigentlich eine Andere, als das was Du beantwortet hast..................................

Aber egal, wie es auch schon Andere gesagt haben, der Stoss hat nicht wirklich viel mit Arm runter oder nicht zu tun. Oder, Gianni?

Nix für Ungut :sma:
Urs


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