PoolbillardOberarm beim Stoss bewegen oder nicht?

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Oberarm beim Stoss bewegen oder nicht?

Beitragvon KesslerUrs » 19.05.06 08:44

Hy Leute

Möchte mal wissen, wie Ihr das seht.
Soll der Oberarm beim Stossen nach unten oder eben nicht...?

So, und jetzt bin ich gespannt, ist nämlich ein Reizthema, meistens zumindest.

Gruss
Urs


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NickCasey
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Beitragvon NickCasey » 19.05.06 08:54

Meiner Meinung nach für einen geraden, durchgehenden Stoß absolut notwendig.



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Beitragvon KesslerUrs » 19.05.06 08:56

Nick

Was denn nu, bewegen oder net??

Gruss


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Beitragvon Franz » 19.05.06 09:02

Wen der Oberarm nicht nachgezogen wird,

gehst du in deinen Stoß nicht richtig rein bzw. durch.

Natürlich ist es einfach mur mit dem Unterarm zu stoßen,aber um
das berühmte "follow through" zu erreichen ist es unerläßlich den Oberarm nachzuziehen. :zwi:


Gruß

Franz


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Beitragvon i210mfu » 19.05.06 09:04

KesslerUrs hat geschrieben:Nick

Was denn nu, bewegen oder net??

Gruss


Urs, das lässt sich bei bestimmtem Bällen eh nicht vermeiden und ich schließe mich der Meinung von Nick an, das es für ein sauberes durchgehen gar nicht vermeidbar ist. Ob er sich bewegt oder nicht ist nicht wichtig solange der Stoss sauber ist und das Queue durch das "Fallenlassen" des Oberarms nicht "verrissen" wird. Aber ich bin auch nur ein Kreisliga Amateur....

Gruss
MF



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Beitragvon slowhand » 19.05.06 09:10

Hei Urs, wenn Du willst, kann ich Dir unter 4 Augen mal dir Unterschiede demonstrieren... und warum. Grundsätzlich stehen sich hier zwei verschieden Stilrichtungen gegenüber die sicherlich ihre Vor- und Nachteile haben. Die eine ist halt eher Snookerorientiert.

Ich würde sagen, je weniger Bewegung im Körper desto besser...., ich finde jedoch "das Stehaufmännchen" viel schlimmer als "welcher Stoss ist der Richtige" und wenn ich sehe wie Du den "Flügel" seitwärts rausstreckst, müsste mann zuerst dort mit Korrekturen beginnen

greetings
roger



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Beitragvon TomDamm » 19.05.06 09:10

Für einen technisch perfekten Stoß (ohne Pumpbewegung) ist das leichte Absenken des Oberarmes beim Durchgehen durch den Ball und beim Rückschwung vor dem Stoß, unerlässlich.

Wenn Du Dir ein Pendel vorstellst, das am Gelenkpunkt (Ellenbogen) fixiert ist, wirst Du festellen, dass das Pendel beim vor uns zurückschwingen jeweils am Endpunkt des Schwunges, nach oben geht. Beim Billardstoß soll aber gerade dieses auf und abschwingen verhindert werden.

Bei lockerem Handgelenk reicht allerdings ein Absenken des Oberarmes von 1-2 cm um diese Auf- und Ab Bewegung zu unterbinden.

Habe grad den Snookervergleich gelesen. Beim Snooker gehen die Spieler nicht soweit durch den Spielball wie beim Pool. Deswegen "muss" der Oberarm nicht unbedingt abgesenkt zu werden. Das ist z.B. auch ein Grund warum Snookerspieler i.d.R. extrem tief stehen. Die leichteren und kleinere Kugeln benötigen weniger Stoßwirkung, also weniger Stoßlänge. Die meisten Snookerstöße enden sehr kurz hinter der Weißen Kugel, beim Poolbillard versucht man etwa 15 cm "durch die Wieße" zu gehen.
Bei Karambolage ist es noch extremer. Die Karambol-Spieler stehen noch aufrechter und gehen noch weiter durch den Spielball um die extrem langen Laufwege des Spielballes zu bewältigen. Und der Oberarm wird noch weiter abgesenkt als beim Pool.

Gruß Tom


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Beitragvon KesslerUrs » 19.05.06 09:27

Hy All

Na da haben wir doch schon einiges!!
Ich bin ein Verfechter des Absenkens, ihr offensichtlich alle auch.
Ich will aber noch einen, der sich dagegen sträubt;-)))
Habe nämlich schon mehrere solche Diskssionen erlebt....

Man sieht ja auch alles: striktes Obenbehalten, oder auch kosequentes Runterlassen...

Ich sehe es in etwa so wie der Tom, kann das aber nicht, weil ich ein nicht mehr voll Funktionstüchtiges Ellbogengelenk habe, leider..........
Abe ich glaube auch, dass der Poolstoss diese Absenkung der Dynamik(Kugelgewicht....) wegen braucht.

Naja, ich warte auf mehr;-)

Vorläufig thanx at @

Urs


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Beitragvon MFelsen » 19.05.06 09:37

Kann mich meinen Vorrednern nur anschließen. Bei einem "follow through" geht mein Oberarm auch mit in den Stoß. Sonst müßte ich das Cue wie Efren auch in die Weiße "werfen" können :sta: Aber wer hat schon so ein Handgelenk :zwi:



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Beitragvon Patriot » 19.05.06 09:46

Tach zusammen...

Wegen dem Oberarm...

Gebe euch mal einen kleinen Tipp:

Versucht doch mal einfach euch auf eure Zielkugeln zu konzentrieren und nicht auf das was hinten so passiert...

Der Oberarm macht schon alles ganz von alleine, ohne das ihr euch darauf konzentrieren müßt...

Denn wenn ich mich auf alles konzentriere, Oberarm, Handgelenk, Stand etc., dann treffe ich gar nix mehr! :boe:

Also, volle Konzentration auf Weiße und Zielball... :sta:

Versucht es mal...


Gruß
Olli

Ps: Während ihr euch nur auf das Wesendliche konzentriert, nehmt euer Spiel zum Beispiel mit ner Cam auf. Da könnt ihr dann sehen, das der Oberarm alles von alleine macht... :lac:



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Beitragvon TomDamm » 19.05.06 10:08

@Patriot

Wenn der "Oberarm" mal gelernt hat was er zu tun hat, kann er das ganz von alleine machen, da hast Du recht.

Wenn aber jemand versucht sich technisch zu verbessern, sollte er "spielen" und "trainieren" ganz sauber trennen.

Beim "trainieren" von technischen Details, muss er sehr wohl über viele Einzelheiten des Stoßablaufen nachdenken. Er kann sogar so weit gehen, nur kleine Details des Stoßablaufes separat zu trainieren.

Nur wenn solche Details ausgiebig trainiert wurden, kann das Unterbewußtsein auf diese Fähigkeiten zurückgreifen und es perfekt ausführen.

Gruß Tom


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Beitragvon KesslerUrs » 19.05.06 10:12

TomDamm

Das ist mal eine gute Antwort!
Denn grundsätzlich gebe ich Pariot ja Recht, aber eben...................

Tom, wie trainierst Du gerade dieses Thema hier, z.B.....?

GUK


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Beitragvon TomDamm » 19.05.06 10:32

Hallo Urs, da ich ja als Trainer arbeite, lasse ich natürlich trainiren :zwi:

Wie genau das geschieht würde wohl den Rahmen hier sprengen.

*Wahnsinn, im Fernsehen läuft grad "Unterwasserbillard" ... die haben mal einen Schuss*

Ok, weiter. Ich habe die Erfahrung gemacht, das technische Fehler oft vom Schüler selbst am wenigsten wahrgenommern werden. Er sieht sich ja in der Regel nicht selbst spielen und weiß meistens auch nicht auf was er eigentlich achten müsste.

Ich versuche erst ihn durch kleine Korrekturen in die richtige Spur zu bringen. Wenn er dann einmal geschnallt hat wie es richtig funktioniert, heißt es üben üben üben... Vor jedem Spielen eine halbe Stunde technische Übungen reicht meisten schon aus.
Um Stoßübungen zu machen, z.B. grader Arm, richtige Stoßlänge, waagerechter Stoß etc. braucht man nur die Weiße Kugel und Trainererfahrung um gegebenenfalls einzugreifen.
Hier geht es nur um die Stoßtechnik. Verfehlte Bälle führen da nur zum Frust. Deswegen Trainieren und Spielen trennen.

Falls der Schüler Probleme hat seine Technik zu verändern, führe ich Ihm sein Spiel per Video vor und lasse Ihn vor der Kamera technisch "richtig" trainieren.

Gruß Tom


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