PoolbillardResummee 2 Jahre nach der Krise

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Resummee 2 Jahre nach der Krise

Beitragvon joshua70 » 11.03.14 14:56

Es ist nun rund 2 Jahre her, dass die DBU sich in ihrer bisher schwersten Krise befand.

Mittlerweile haben wir einen neuen Vorstand, neue Beitragsregularien und 2 Jahre Abstand.

Welche Entwicklungen sind bisher zu verzeichnen?


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Re: Resummee 2 Jahre nach der Krise

Beitragvon wolle » 11.03.14 15:21

ich hab mich schon gefragt wann diese Frage hier gestellt wird.

Meine persönliche Meinung:

- Kernprozesse der DBU funktionieren und laufen (Ligabetrieb, DM, DJM, EM…)
.
..

was ich vermisse sind echte Fortschritte, Turnierserien, Werbung, Sponsoren Akquirieren, Abschaffung von vertraglichen Altlasten, mehr Transparenz…


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Re: Resummee 2 Jahre nach der Krise

Beitragvon jps » 11.03.14 16:08

Mit Verlaub,

dass die von Dir aufgezählten Kernprozesse „funktionieren“ würde ich unterschreiben, das taten sie vor der Krise aber auch schon.

Das Wort „laufen“ würde ich im Zusammenhang mit unseren "Kernprozessen" nicht unbedingt verwenden. Letztlich impliziert „laufen“ ja doch irgendeine Form von Prosperieren, Fortkommen oder sich entwickeln. Derlei wäre mir jetzt nicht direkt aufgefallen.



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Re: Resummee 2 Jahre nach der Krise

Beitragvon cuechanger » 11.03.14 18:32

Auf die Gefahr hin mich zu wiederholen: Ich bin gespannt auf die erste Bilanz. Hier- und erst hier, wird sich zeigen, ob die Jungs was verstanden haben oder nicht. Ich gebe jedoch zu, dass ich derzeit noch nichts Gutes erahne. Ich erwarte derzeit keine Bilanz, die auch Transparenz gewährleistet. Vielmehr erkenne ich strategische Bewegungen, die dazu geeignet sind, Stühle sicher zu machen. Ich rede vom Zusammenschluss der NRW-Verbände mit dem Präsidenten Biermann. Wenn ich mir das als schwerwiegenste Veränderung der letzten anderthalb Jahre betrachte, während ich auf andere veränderungen bislang vergeblich warte, frage ich mich natürlich, warum maßgebliche Energien hierein fließen und was man damit bezweckt.
Ich hatte damals angeregt, kleinere Verbände zusammenzulegen, um kosteneffizienter zu arbeiten. Nun, diese drei hatte ich weniger gemeint und der Zweck scheint mir auch ein anderer zu sein.
Weiterhin hatte ich seinerzeit angeregt, das Budget der DBU drastisch zu erhöhen, damit sie Ihrer Kernfunktion, nämlich der Förderung des Billardsports vor allem auf der Marketing-Ebene besser nachkommen kann. Zu finanzieren sei dies -so mein Vorschlag- durch eine drastische Beschneidung des Budgets und auch der Kernkompetenzen der einzelenen LVs, zugunsten der DBU als erstarkter und vor allem selbstständig handlungsfähiger Dachverband. Auch hier wurde das nicht wirklich in diesem Sinne umgesetzt. Zwar wurde das Budget der DBU erhöht, aber eben nicht durch die drastische Verschlankung der LV-Budgets, sondern durch eine Erhöhung der Beiträge der Einzelmitglieder, die Wiederum auf die Aktiven abgewälzt wurde. Also keine Umverteilung bestehender Mittel, sondern die Generierung von mehr Mitteln aus dem Topf der Beitragszahler. Das war nicht die Idee... und als Konsequenz durften wir einen weiteren drastischen Verlust von am Spieltbetrieb teilnehmenden Mannschaften verzeichnen, bzw. einen weiteren Rückgang der Aktivenzahlen. Die Frage, die derzeit noch unbeantwortet ist, ist die nach der Verwendung der Mehrmittel -und zwar nicht anhand plakativer Pauschalaussagen- sondern anhand einer lesbaren und Auskunft gebenen Bilanz, die ganz klar anders strukturiert sein muss, als die der Vergangenheit. Werden auch hier wieder 80% der Kosten unter nicht weiter zu verifizierenden Sonstigen Ausgangen gebucht, so werde ich hierzu sehr deutlich Stellung beziehen.



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Re: Resummee 2 Jahre nach der Krise

Beitragvon wolle » 12.03.14 09:11

"Wir übten mit aller Macht,
aber immer, wenn wir begannen,
zusammengeschweißt zu werden,
wurden wir umorganisiert.

Ich habe später im Leben gelernt,
daß wir oft versuchen,
neuen Verhältnissen
durch Umorganisieren zu begegnen.

Es ist eine phantastische Methode!

Sie erzeugt die Illusion des Fortschritts, wobei sie gleichzeitig Verwirrung schafft, die Effektivität mindert und demoralisierend wirkt."


GAIUS PETRONIUS (Römischer Feldherr, 80 n. Chr.)


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Re: Resummee 2 Jahre nach der Krise

Beitragvon Schnellspieler » 12.03.14 09:39

cuechanger hat geschrieben:... Ich bin gespannt auf die erste Bilanz. Hier- und erst hier, wird sich zeigen, ob die Jungs was verstanden haben oder nicht. Ich gebe jedoch zu, dass ich derzeit noch nichts Gutes erahne. Ich erwarte derzeit keine Bilanz, die auch Transparenz gewährleistet. Vielmehr erkenne ich strategische Bewegungen, die dazu geeignet sind, Stühle sicher zu machen. Ich rede vom Zusammenschluss der NRW-Verbände mit dem Präsidenten Biermann. Wenn ich mir das als schwerwiegenste Veränderung der letzten anderthalb Jahre betrachte, während ich auf andere veränderungen bislang vergeblich warte, frage ich mich natürlich, warum maßgebliche Energien hierein fließen und was man damit bezweckt.
...


leider bin ich mit meinen Vermutungen voll bei Dir. Es wurde damals nur von der Schuld von dem "Einen" gesprochen. Nie von Verfehlungen der vorangegangenen Jahre. Gegen den "Schuldigen" wurden angeblich auch die Rechtsmittel geprüft ... auch hierüber fehlt jegliche Transparenz ... alles wie gehabt ... nichts neues. Egal ...



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Re: Resummee 2 Jahre nach der Krise

Beitragvon joshua70 » 12.03.14 10:01

In der Vergangeheit wurden Änderungen ja auch schon "Blendgranaten" genannt. Es ist wie beim Billardspielen: Mir hat mal einer beim Spielen erzählt, dass er den Klang meines Queues seltsam fände- ich hab nix mehr getroffen, weil mich der Gedanke vom eigentlichen ablenkte.

Mittlerweile ist Ruhe eingekehrt. Es gibt keine dramatischen Erkenntnisse zu vermelden und auch ansonsten hört und liest man nix Relevantes. Das würde also bedeuten, dass wir den status quo erhalten haben. Der sah meines Erachtens so aus, dass man mit der Schlinge um den Hals auf einem Stuhl stand, bei dem in zwei von 4 Füßen der Holzwurm saß.


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Re: Resummee 2 Jahre nach der Krise

Beitragvon joker89 » 12.03.14 10:34

Wann ist eigentlich die nächste MV der DBU?



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Re: Resummee 2 Jahre nach der Krise

Beitragvon jps » 12.03.14 10:49

joshua70 hat geschrieben: ......hört und liest man nix Relevantes.


Wie Du schon sagtest, haben wir eine neue DBU-Führung. Den Vorschusslorbeeren zufolge ist es sogar gelungen, in Person des Präsidenten, hochgradige Profession für die Sache des deutschen Billardsportes anzuheuern. Umso mehr bin auch ich über die totale Funkstille verwundert. Schließlich ist man nun doch schon seit geraumer Zeit im Amt. Eine kleine „Regierungserklärung“ wäre da zwischenzeitlich mal ganz cool gewesen.

So oder ähnlich: Was haben wir vorgefunden, was haben wir bislang getan, wo stehen wir heute und wo soll die Reise hingehen.

Ja ja, ich weiß es……

An dieser Stelle taucht nämlich meist der eine oder andere Verbandsapostel aus der Deckung auf um mich darüber zu belehren, dass die DBU-Führung nur und ausschließlich ihren Landesverbänden Rechenschaft schuldig ist und ich mich mit derlei Informationsbedürfnissen doch gefälligst an meinen Landesverband zu wenden hätte.

…… Tschuldigung, war ja auch nur so ne Idee.



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Re: Resummee 2 Jahre nach der Krise

Beitragvon joshua70 » 13.03.14 09:16

Vor zwei Tagen wurde der Thread eröffnet. Rund 750 Zugriffe gab es in der zeit und ich vermute mal, dass das nicht nur chronische Gegner der DBU waren, die hier zugegriffen und gelesen haben- es war also schon etwas Zeit, um den Fürsprechern die Möglichkeit zugeben, hier etwas zu posten, was die bisherigen Posts relativiert.

Was wir haben, ist die Feststellung, dass der Spielbetrieb funktioniert. Das tat er- von Anfangsschwierigkeiten zu Beginn einer Saison- schon immer und ist dank der über Jahrzenten weg etablierten Strukturen und einem (meines Erachtens) sauber arbeitenden Leistungssportreferenten auch gewährleistet. Das hier grundlegendere Änderungen anstehen, halte ich für unwahrscheinlich- Spielmodi mal ausgenommen.

Die positivste Entwicklung sehe ich in den Bundesligen- dort wurde namhafte Spieler verpflichtet. Wie das die Vereine geschafft haben, fordert allen Respekt- zumal mir nicht bekannt ist, dass es seitens Verband irgendeine Unterstützung gab, sieht man mal von der Vereinfachung (!!!) bei Streams ab. Man möge mir nachsehen, dass ich Selbstverständlichkeiten nicht als besonderen Umstand werten kann.

Bleibt das neue Präsidium. Herr John kam ja vom DOSB, wo er altersbedingt seinen Ruhestand antrat. Das er nicht aus dem Billardsport kommt, halte ich nicht für so wichtig. Es ist auch in der freien Wirtschaft so, dass man gültige Gesetzmäßigkeiten extrapolieren und übertragen kann.
Auch Gerüchten, die behaupten, er sitze seine zwei Jahre Vorstandsarbeit in einem olympischen Spitzenverband ab, um die Voraussetzungen für eine Wahl in den DOSB- Vorstand zu schaffen, konnte ich Positives abgewinnen: So hätte wir einen Sympathisanten dort sitzen, der vielleicht Vorteile bringen könnte. Aber das sind unbestätigte Gerüchte und vermutlich gegenstandslos.

Bleibt also die Frage, ob es angedacht war, zwei Jahre zur Konsolidierung (finanziell) zu verwenden.

Im Interview mit der Touch (kurz nach seiner Wahl), gab er einen Einblick in die Dinge, die er bereits wußte. Das waren/ sind auch schon die Hauptprobleme. Das Interview ließ einen motivierten und mit Professionalität ausgestatteten Mann vermuten, der aufgrund seines Ruhestands auch über das zeitliche Kontingent verfügt, Dinge wenigstens anzubahnen. Er sprach von Vermarktung, einer desolaten SMV und stellte bei solider Buchführung für 2013 sogar wieder Förderungen in Aussicht (mit seinen Kontakten sollte er wissen, was machbar ist). Meinem Verständnis nach hing das nur an den Förderungsvoraussetzungen, die meines Wissens nach nur in Punkto "ordentlicher Buchführung" nicht erfüllt wurden.

Auch das Thema Transparenz war ihm ein Wort wert- ich habe sicherheitshalber bis zur Veröffentlichung seines Interviews zurückgescrollt, um nicht aus versehen etwas verpasst zu haben- aber es gab keine "politischen" Meldungen, die irgendwelche Änderungen dokumentiert hätten. Auch nichts bzgl. anstehender Sponsorengespräche (Namen müßten ja nicht genannt werden) oder anderweitiger Maßnahmen. Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass auch nix passiert ist. Aber entweder es fehlt Transparenz oder Engagement.

Bemerkenswert finde ich auch, dass er gefragt werden mußte. Wünschenswert hätte ich in dieser Situation, wo es einen starken und klugen Kopf gebraucht hätte, gefunden, jemanden mit Ideen und Visionen zu finden, der für diese position auch geeignet gewesen wäre. Sich als Ziel ordentliche Buchführung und Konsolidierung des Haushalts auf die Fahne zu schreiben, macht die Zielerfüllung zwar wahrscheinlich (zumal die eigentlichen Probleme diesbezüglich mit der Beitragserhöhung vom Tisch waren), stellt aber keine besondere Motivation dar.

Sportlich betrachtet lief es international ja nicht so prickelnd- und das, obwohl wir genug Spieler haben, die internationalen Maßstäben gerecht werden. Das ist nicht nur ärgerlich, weil auch zukünftige Förderungen (in der Höhe) an Platzierungen (ich glaube bei den Worldgames) hängen. Es wäre also durchaus sinnvoll, hier etwas mehr Energie zu investieren und mit dem Optimum an zu reisen. Ich kenne die Zusammenhänge nicht genau, aber lustiger weise ist Toastie letztes Jahr zweimal Weltmeister geworden (offiziell und inoffiziell)- es kann also nicht nur an den Sportlern liegen. Wenn er keine Zeit hatte, frage ich mich, wie man ihn so motivieren kann, dass er Zeit hat.
In irgendeiner jüngeren Bilanz habe ich mal gelesen, dass Wildungen rund 11.000 Euro in die Miesen fährt. Und das, obwohl Bad Wildungen Geld dafür bezahlt, das die DM dort stattfinden. Ich schätze die Kosten für organisatorisch irrelevante Topfunktionäre aber für weitaus höher, als diese 11.000,-. Von Viersen will ich gar nicht reden...
Ich für meinen Teil hätte lieber mal ein Jahr auf unnötige Funktionäre in Wildungen verzichtet (sie können ja auf eigene Kosten anreisen, wenn ihnen das so viel wert ist) und stattdessen eine vernünftige Platzierung bei den Worldgeames erreicht.

Sollte ich hier Fehlinformationen habe, lasse ich mich gerne berichtigen. Auch Schlussfolgerungen können durch andere Parameter relativiert werden.

Am Ende wird die MV zusammenkommen, ein Resummee ziehen und feststellen, dass alles wieder wie gewohnt ist. Das ist Grund genug, ein Präsidium wieder zu wählen...

Übrigens zum Thema Turniere: Ich weiß, dass schon recht früh in 2013 Gespräche über das Ifex- Turnier in Stuttgart liefen. Ausgerichtet hat das Turnier dann der Nagolder Verein. Anscheinend lag irgendeine Bundesmeisterschaft auf diesem Termin (Mannschaft?). Würde man Turniere etwas höher priorisieren, hätte maqn dort hervorragende Möglichkeiten sich der Öffentlichkeit zu präsentieren- und das in Verbandsfarben.
Die Location ist hervorragend, es gibt über 100.000 sportfremde Besucher, die man nicht extra zu mobilisieren braucht (weil eh schon vor Ort) und auch das mediale Interesse ist durch den Rahmen größer (regionale TV- Anstalten haben da z.T. Kamerateams vor Ort).

Tische sind vorhanden (gammeln das ganze Jahr über in Wildungen herum) und auch der notwendige Rest (Traversen zur Beleuchtung) sollte gemeinsam stemmbar sein. Es wäre auch durchaus nicht unvorstellbar, die Bundesmeisterschaft Mannschaft dort auszurichten. Die Fläche für 12- 16 Tische ist da...


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Re: Resummee 2 Jahre nach der Krise

Beitragvon jps » 13.03.14 13:00

Das ursprünglich geplante IFEX-Turnier in Stuttgart 2013 konnte wegen einer Bundesmeisterschaft in Wuppertal (Senioren-Mannschaft) nicht genehmigt werden. Anfang des Jahres hatte ich in Berlin ein 9-Ball Doppel/Wechselstoß-Turnier geplant, das wegen einer Jugendmeisterschaft nicht genehmigt wurde. Und so weiter.

Es ist ja nun mal nicht so, dass der offizielle LV- oder DBU-Billardsport die Massen an Sportlern und Konsumenten unwiderstehlich in seinen Bann zieht. Schön wär’s, dann würden wir hier nicht schon seit Jahren über die missliche Gesamtsituation diskutieren während um uns herum der ganze Betrieb, gemessen an den Aktivenzahlen, langsam aber sicher wegschrumpft. Umso weniger habe ich Verständnis für diese oft restriktive Genehmigungskultur. Insbesondere wenn gut finanzierte, sponsorenbegleitete Initiativen mit Öffentlichkeitswirkung ausgebremst werden ist das besonders ärgerlich und zwar für den Billardsport als Ganzes in Deutschland.

Aber….

….mittlerweile scheint man nicht mehr ganz so alleine dazustehen mit so einer Meinung denn - und nun zurück zu relevanten Entwicklungen - eine, wie ich meine, relevante Sache ist mir dann doch noch aufgefallen:

Die meisten Billard-Bundestrainer sind nicht mehr im Amt.

Gerüchten zufolge wurden deren Verträge nicht verlängert. Auch unser Bundespudel (Andreas „BuPu“ Huber) ist unter den „Opfern“.

Und das ausgerechnet jetzt……und jetzt kommts:

Mit großem Interesse und auch mit einer gewissen Freude habe ich nämlich seinen Artikel im aktuellen Touch-Magazin gelesen. Darin geht Andreas Huber mit unseren Billardsport-Meisterschaften und deren Darbietung hart ins Gericht.

In weiten Teilen seines Textes finde ich tatsächlich meine eigenen Positionen und Thesen wieder. Wesentliche Eckpunkte aus meinem BA-Aufsatz zum Thema „Deutsche Meisterschaften“ von Anfang 2011 (Titel: „Es kann nur einen geben“) hat Andreas Huber sehr ähnlich gesehen bzw. genauso wiedergegeben. Und auch in seinen Einlassungen zu den Mannschaftswettbewerben (BuLi) finden sich zahlreiche Übereinstimmungen zu meinen BA-Beiträgen oder auch zu Ergebnissen die wir hier im BA gemeinsam herausgearbeitet haben.

Das freut mich natürlich sehr!

Auch im Hinblick auf externe Veranstalter oder gar sogenannte „konkurrierende Spielbetriebe“ sieht Huber eher Sinn darin den Konsens zu suchen oder Kooperationen einzugehen als diese zu bekämpfen bzw. die Teilnahme an deren Veranstaltungen zu verbieten.

Hoffentlich findet das alles jetzt noch Gehör!

Unbedingt lesen: Andreas „BuPu“ Huber, Thema: Billard und Vermarktung, Touch-Magazin Ausgabe 22 ab Seite 108



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Re: Resummee 2 Jahre nach der Krise

Beitragvon cuechanger » 13.03.14 15:51

Ja, das ist so ein leidiges Thema...

Zum einen sehe -zumindest ich- den Dachverband in der Pflicht, nicht nur als Organisator des Bundesweiten Spielbetriebs zu fungieren, denn dies wäre meiner Meinung nach mit einem Minimum an Mitteln und Aufwendungen zu bewerkstelligen, die nicht mal ansatzweise in einem Verhältnis zum derzeitigen Budget stehen, sondern vielmehr alles für die Förderung und die Entwicklung des Billardsports in unserer Gesellschaft zu unternehmen. Dies beinhaltet selbstverständlich die Förderung für den Sport förderlicher Veranstaltungen und auch die bestmögliche Vermarktung und auch Bewerbung des Sports, um öffentliche Präsenz zu generieren, die mittel- und langfristig darin münden muss, für externe Sponsoren als Sport interessant zu werden und die geeignet ist, mehr Menschen für den Sport zu begeistern. Und dies ist der Punkt, auf dem bislang stetig und kontinuierlich versagt wurde und wird.

Das fängt an beim Terminschutz, der einseitig und restirktiv DBU-eigene Veranstaltungen bevorzugt, ungeachtet dessen, das andere Veranstaltungen für den Sport punktuell wichtiger und förderlicher wären. Dies ist aber nicht Sinn des Dachverbandes. Der Dachverband hat als oberste Priorität nicht die eigenen Pfründe zu sichern, sondern den Sport zu fördern. Wenn jetzt also auf einer Messe wie der IFEX mit 100.000 Besuchern ein Turnier nicht genehmigt wird, um ein Turnier zu schützen, welches -ohne die Bedeutung eines regionalen Senioren Mannschaftswettbewerbs schmälern zu wollen- 400km weiter entfernt stattfindet und keine 20 Zuschauer hat, dann verstehen die Verantwortlichen etwas ganz Grundlegendes nicht. Die Schnittmenge an Spielern, die sich vor einem echten Gewissenkonflikt gesehen hätten, nach Stuttgart zu fahren oder den Mannschaftwettbewerb zu spielen dürfte verschwindend gering sein, von Zuschauern ganz zu schweigen. Hier hätte kein Interessenskonflikt im Sinne des Sports bestanden. Wer ein solches Turnier durch Nichtgenehmigung verhindert, bzw. es auf ein genehmigungsfähiges Minimum reduziert, der handelt verantwortungslos gegen unseren Sport und legt den Verdacht nahe, es ginge mehr darum, sich privatwirtschaftlich organisierte Konkurrenz vom Hals zu halten. Das muss halt begriffen werden - wer 100% vom Kuchen haben will, selbst aber nicht in der Lage ist, diesen anständig zu vergrößern, der wird am ende mit weniger dahstehen, als jemand, der 50% von einem Kuchen behält, der aber über die zeit zehnmal größer werden könnte.

Eine unserer Stärken war bislang das gute Abschneiden unserer Top-Spieler auf internationalen Turnieren. Der Sport konnte in Deutschland immer mit dem Pfund wuchern, mit einer Vielzahl von Welt- und Europameistern sowie Gewinnern bedeutender internationaler Turniere aufwarten zu können. Letzteres war aber eher das Verdienst der Spieler selbst. Weiterhin konnten wir immer auf einen gut ausgebildeten und international Konkurrenzfähigen Nachwuchs verweisen. Ich wäre auch dagegen gewesen, Große Teile des neu generierten Budgets einseitig in die Aufstockung des Trainerstabes zu pumpen, da ich andere Verwendungsmöglichkeiten sehe, die ich für dringender halte, aber zumindest das, was wir bislang hatten, sollte man beibehalten, denn es war positiv und förderlich für den Sport. Das Kappen erfolgreicher Trainerstellen ist sicherlich kein sinnvoller Schritt, denn es führt mittel- und langfristig dazu, dass wir eine der wenigen Stärken, die wir noch haben, aufgeben werden. Wo sollen unsere Jungen Spieler denn ihre Erfahrungen und ihre Ausbildung hernehmen, die über die Teilnahme an Verbandsmesiterschaften hinausgeht? Durch das nicht vorhandene Sponsoring, welches die Teilnahme an großen internationalen Turnieren ermöglichen würde? Durch die Verhinderung der wenigen privat organisierten und hochklassig besetzten inländischen Turniere, die man auch aus eigener Kraft ansteuern könnte? Durch die wenigen qualifizierten Trainer, die neben der tatsache, dass sie ein Heidengeld für ihre Lizenzen zahlen sollen, dann noch sehen, wie sie ihr zeitaufwändiges Training dann noch selbst finanzieren, um kommenden Hochkarätern eine Ausbildungsperspektive zu verschaffen? So sicher nicht...

Und am Ende dann noch die wenig bis nichtextistente Investition in die mediale Aufbereitung der Events die noch stattfinden. Gehen wir hin und bemühen uns mit Plan und Konzept um die einbringung unserer sportlichen Events in die Prime-Medien? Nö, hab ich nicht erkennen können. Gehen wir wenigstens hin und investieren Gelder in einen annehmbaren Stream, um wenigstens einer kleineren Anzahl Interessierter ausgewählte Veranstaltungen präsentieren zu können, ohne das die dafür quer durch die Republik reisen müssten? Sehe ich auch irgendwie nicht...

Somit stellt sich wiederum die oft gestellte Frage: Wohin gehen unsere Gelder? Und ich sage bewusst UNSERE Gelder, denn es sind letztlich die Beiträge der Aktiven, aus denen sich ein Verband finanziert und dieser ist nichts weiter als ein Treuhänder, der mit fremden Geld umgeht und darüber Rechenschaft abzulegen hat. Da ist es mir auch völlig schnuppe, ob die Satzung das so verschachtelt, dass nur die LVs Informationsberechtigt sind. Die Natur der Sache verlangt es, dass jeder aktive Sportler ein Anrecht auf Information hierüber hat. Und diese Frage ist nun, nachdem wir das Budget deutlich erhöht haben, berechtigter denn je. Umso gespannter bin ich auf die Aussagekraft der kommenden Bilanz.



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Re: Resummee 2 Jahre nach der Krise

Beitragvon joshua70 » 13.03.14 16:43

Ich bin mir nicht mal so sicher, ob es legal ist, wenn man einem einfachen Vereinsmitglied Informationen verweigert.

Ich erinnere da an die große Schlacht vorm BGH, wo es darum ging, dass der eine Einsicht in die SMV- Unterlagen haben wollte, die der andere (ohne mir bekannten Grund) nicht herausgeben wollte. Der BGH hat sein Urteil (frei aus der Erinnerung zitiert) damit begründet, dass man als LV über die DBU mittelbar auch die SMV mitträgt und damit auch ein Recht auf Information (in gewissem Rahmen) hat.

Die hier gewollte Informationskette (ich frag meinen Vorstand- der den Sportkreisvorsitzenden- der den LaSpo- der die DBU- die antwortet irgendwann dem LaSpo, der irgendwann dem Sportkreisvorsitzenden usw...) birgt halt eben alle Tücken moderner Bürokratie (ich hatte noch keine Zeit- ich hab noch keine Antwort- die müssen noch das und das abklären) und irgendwann ist das Thema durch, weil antiquiert. So kommt man um unangenehme Fragen und auch unangenehme Arbeit, von der die Funktionäre ja eh schon genug haben...

Immer wieder kam in der Vergangenheit das "mach doch mal", "gib Vorschläge ein" usw. Wenn ich dann lese, dass konkrete Projekte, die der DBU (oder einem LV) weder MIttel noch Zeit rauben, einfach ignoriert oder nicht bearbeitet werden, dann ist das für mich ein deutlicher Hinweis darauf, mit welchem Geistes Kind man es zu tun hat.

Würde ein Turnier nämlich gut funktionieren, wäre das eine Meßlatte, mit der man sich als Turnierausrichter messen lassen müßte. Außerdem fiele auf, was man mit welchem Einsatz bewerkstelligen kann. Man braucht nämlich nicht x Sitzungen, um darüber zu befinden, wer denn ggf. welche Aufgabe übernimmt.

Auch ist es durchaus möglich- das passende Konzept vorausgesetzt- die eine oder andere Mark zu generieren- wenn man denn mal fragt.

Aber mal ernsthaft: Ich bin mir nicht wirklich sicher, ob man wirklich bekannt und beliebt werden will. Wäre dem so, zöge das automatisch auch Medien an, die vielleicht Antworten auf Fragen finden, die man sich nicht stellen lassen will, bzw. denen man sich nicht stellen will.

Im Moment ist das doch praktisch: Wir sind zu groß zum plötzlichen Sterben und zu klein, als dass sich irgend jemand für uns interessieren will. Das zu verteilende Geld ist zu wenig, als dass da irgendjemand Potentes dran interessiert wäre. Wirds n bissel eng, lässt sich das relativ einfach mit einer Beitragserhöhung korrigieren.

Letztlich war der viel gescholtene MP ein Glücksfall für die DBU (paradox, oder?). Durch seine Versäumnisse hat die DBU eine Not vorgaukeln können, die jedem Landesfürsten die Brieftasche geöffnet hat. War das nötig? Überhaupt nicht. Selbst der Interimsvorsitzende hat in einem Schreiben erklärt, dass es a) kein Problem wäre, den Verband aufzulösen und durch einen Folgeverband zu ersetzen (der wurde ja auch schon vorsorglich in Brandenburg/ Havel gegründet) und b) auch dieser Folgeverband in absehbarer Zeit auf Zuwendungen von BMI/ BVA hoffen dürfe.

So war das aber viel eleganter- man hat nun den "BIllardsport" gerettet (wie es immer gerne mal gesagt wurde) und auch noch das Budget mittelfristig auf Höhen gebracht, die sonst nie möglich gewesen wäre. Immerhin hat man schon ohne Zuwendungen des BMI schon den selben Haushalt wie vorher. Immerhin hat sich der Fehlbetrag der SMV um 3000,- reduziert (Stand 2011 gegenüber 2010).

Auch Herr John hat die Misswirtschaft der SMV in seinem Antrittsinterview erkannt und Handlungsbedarf gesehen. Wäre mal interessant zu erfahren, inwieweit da Maßnahmen eingeleitet wurden.

Lieber Achim Gharbi (ich nehme an, Du liest hier mit): Wie denkst Du über ein Interview mit dem Präsidium zur aktuellen Lage?
Dabei kannst Du fast die selben Fragen stellen, wie beim letzten Interview. Oder Du lässt wahlweise einen Fragenkatalog von Deinen Lesern erstellen (das wäre sehr demokratisch).


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Re: Resummee 2 Jahre nach der Krise

Beitragvon Hogl » 13.03.14 17:52

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Re: Resummee 2 Jahre nach der Krise

Beitragvon alvi » 14.03.14 00:55

Hallo.

@Cuechanger: Es waren die Bundesmeisterschaften Damen, Senioren- und Pokalmannschaften (insgesamt 64 Mannschaften aus ganz Deutschland) - und nicht irgendeine regionale Seniorenveranstaltung....

Gruß, Daniel.




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