PoolbillardFairness im Billardsport

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Fairness im Billardsport

Beitragvon CandyMan » 30.08.12 08:35

Hallo liebe Billardgemeinde,
ich spiele nun seit etwa 5 Jahren relativ erfolgreich Billard und bin fast jedes Jahr eine Liga oder Mannschaft nach oben gerutscht. Was mir dabei auffällt ist, dass je höher die Klasse bzw. je besser der Gegner desto unfairer wird es.
Dinge wie den Gegner bei wichtigen/entscheidenden Bällen durch Bewegungen oder Laute ablenken zu wollen gehören schon fast zur Tagesordnung.
Umso überraschter war ich bei einem Turnier vor Kurzem: Hill/Hill Match, ich stoße an, schieße meine Kugeln weg und verhau die 8. Mein Gegner nun mit einem relativ leichten Brett, das er auch prompt runterschießt. Beim anvisieren auf die 8 geht er runter, schwingt sich ein und steht plötzlich auf und gibt ein Foul zu, welches ich beim besten Willen nicht erkennen konnte und für meinen Gegner das Aus bedeutete.
Ich war absolut baff aber gleichzeitig auch froh, da im vergangen Jahr solch Fairness eher Mangelware war.

Wie seht ihr das? Habt ihr schon ähnliches erlebt? Was gehört für euch zu Fairness im Billardsport alles dazu?

Ein kleines Beispiel:

Ich wurde demletzt bei einem Hausturnier beschuldigt beim 9-Ball nach Muster aufzubauen nur weil mein Gegenspieler plötzlich Bammel bekommen hat, da er 4:0 auf 5 geführt hat und ich noch das 4:4 schaffte. Er schaut sich das Rack an, schüttelt den Kopf, breakt... 4 Kugeln fallen, es liegt ein einfaches Rack. Er schüttlet den Kopf und fängt an zu murmeln. Nachdem er nen leichten Ball verschießt dreht er sich wütend zu mir um und beschuldigt mich wie gesagt, dass ich nach Muster aufbauen würde.

Daraufhin gab es von mir ein Shake Hands und die Gratulation zum Weiterkommen, da ich mit ihm nicht länger an einem Tisch spielen wollte. :scw:

Grüße,

Andy



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Re: Fairness im Billardsport

Beitragvon tintin » 30.08.12 08:45

Also, was du auf jeden Fall niemals tun darfst ist, einen unfair agierenden Gegner gewinnen zu lassen. Wenn ich auch verstehen kann, dass du keine Lust mehr gehabt hast so hat dein Gegner es auf keinen Fall verdient, dass er damit durchkommt.

Grundsätzlich wird es nur gering unfairer im Billardsport. Liegt auch daran, dass wir in unserem Land vorgeführt bekommen, dass man sich für Fehler nicht mehr entschuldigt, sondern rechtfertigt.
Ich hatte allerdings die gegenteilige Erfahrung gemacht, nämlich das je tiefer die Liga ist umso unfairer der Umgang untereinander.

Gruß, tintin



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Re: Fairness im Billardsport

Beitragvon CandyMan » 30.08.12 08:52

Hi,
meine Freundin spielt in der untersten Liga. Hier musste ich auch feststellen, dass Leute die sich nicht mit den Regeln auskennen, weil sie erst seit Kurzem spielen, plötzlich seltsame Regeln vorgesetzt bekommen, die natürlich immer zum Nachteil gereichen.

So ist zum Beispiel eine Partie 10-Ball verloren wenn die 10 im falschen Loch fällt ;)

Gruß Andy



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Re: Fairness im Billardsport

Beitragvon CandyMan » 30.08.12 08:54

tintin hat geschrieben:Also, was du auf jeden Fall niemals tun darfst ist, einen unfair agierenden Gegner gewinnen zu lassen. Wenn ich auch verstehen kann, dass du keine Lust mehr gehabt hast so hat dein Gegner es auf keinen Fall verdient, dass er damit durchkommt.


Da hast du im Nachinhein Recht. Aber in dem Moment war ich so perplex und wütend, dass ich lieber gegangen bin, Sonst wär mir vielleicht noch was anderes rausgerutscht. :rot:



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Re: Fairness im Billardsport

Beitragvon joshua70 » 30.08.12 09:02

Ich will mein Kharma nicht mit blöden und nicht zugegebenen Fouls belasten. Dadurch habe ich sicher auch schon ein paar Spiele verloren, aber dafür ist mir das Gewinnen nicht wichtig genug. Ich ergötze mich dann lieber am Ruf der Fairness, als hinterher gesagt zu bekommen, ich sei im Zweifelsfalle unfair.
Ich denke, es gibt in jeder Klasse solche Leute, deren Ambitionen nicht mit ihrem spielerischen Vermögen Schritt halten. Bei uns gibt es gottseidank davon recht wenige, die aber hoch bis in die Bundesliga.


Alles eine Frage des Glaubens. Ich glaube... ich nehm noch n Bier...

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Re: Fairness im Billardsport

Beitragvon 1984 » 30.08.12 09:07

Hallo Andy,

ich bin seit mehr als 20 Jahren im Pool-Billard unterwegs und habe ähnliches schon erlebt.
Die Fairness fällt je weiter Du noch oben kommst. Dafür steigt aber die sportliche Heraussforderung!
Deshalb kämpfe ICH auch drum (noch) weiter nach oben zu kommen. Wegen der Herausforderung spiele
ich Liga, die brauche ich um mich zu verbessern. Verbesserung ist mein Ziel.

Als Tip möchts ich Dir mitgeben Dich auf DEIN Spiel zu konzentrieren. Alles was von aussen kommt kannst
Du weder steuern noch ändern. Rechne mit allem!

Und noch ein Tip, überleg Dir mal warum DU Billard spielst! ;-)

Liebe Grüße, 1984

Ach ja, ich gehöre zu den Spielern die Fouls zugeben.
Zuletzt geändert von 1984 am 30.08.12 09:10, insgesamt 1-mal geändert.



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Re: Fairness im Billardsport

Beitragvon jb » 30.08.12 09:08

Also ich muss sagen, dass ich es eher andersrum empfinde, also je höher ich spiele, desto fairer geht es zu...



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Re: Fairness im Billardsport

Beitragvon berater1979 » 30.08.12 09:24

Ich denke auch, die gibts in allen Ligen, denn das variiert von Spieler zu Spieler. Wobei wahrscheinlich sich eher die Mittel ändern. Denn je höher die Liga, destso mehr Erfahrung und potenzielle Tricks haben die Spieler. Ein Spieler in der untersten Liga wird wohl eher selten am Rack und dessen Aufbau rum meckern...

Es ist wie im normalen Leben: Es gibt welche, die haben sich das, was sie haben, erarbeitet und dann gibts die, die sichs "erschlichen" haben.


Wenn Dummheit blaue Flecken machen würde, wäre die Welt voller Schlümpfe. :D

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Re: Fairness im Billardsport

Beitragvon CandyMan » 30.08.12 09:31

Hi,
danke schonmal für eure tollen Beiträge. Wie sieht es aus mit den anderen Fragen?
was gehört für euch zu Fairness im billardsport dazu?
welche Erlebnisse hattet ihr schon?



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Re: Fairness im Billardsport

Beitragvon jaehndan » 30.08.12 09:48

Fairness beim Billardsport beginnt bei mir schon beim Ausstoßen. Viele werden es wahrscheinlich als kleinkariert ansehen, aber, wenn ich vor dem Ausstoßen das "Shake-Hands-Ritual" vollführe, schaue ich meinem Gegner aus Respekt in die Augen.

Fairness geht schonmal weiter, dass man sich m.E. wirklich versuchen sollte unter Kontrolle zu halten. Ich erlebe einige Spieler, die nach verschossenen Bällen dermaßen abgehen, dass es Wahnsinn ist. Warum Fairness? Nunja oftmals führt das eigene gute Spiel dazu, dass man den Gegner so unter Druck setzt, dass er eben auch mal "einfache" Fehler macht. Einige meinen dann, dass nicht der Bessere wegen seines guten Spiels gewonnen hat, sondern nur, weil der Gegner "so viele einfache Fehler gemacht hat, soviel Pech hatte" etc.

Fairness heißt für mich auch, dass man beim Spiel ohne Schiedsrichter als Spieler, der nicht am Tisch steht, auch tatsächlich seine Aufgaben als Schiedsrichter wahrnimmt und nicht gelangweilt sich dem Spiel am Nachbartisch widmet.

Fouls zugeben? Natürlich gehört das auch dazu! Allerdings habe ich feststellen können, dass dies (zumindest bei uns Bayern) zwischenzeitlich von der Kreisliga bis hoch in "oberen Sphären" sehr sehr viele Spieler machen.

Aufhören tut die Fairness mit einem ernstgemeinten und respektvollen "Hand-Shake" egal ob als Sieger oder als Verlierer. JEDER Gegner hat meinen Respekt verdient! Vollkommen unabhängig von seiner spielerischen Klasse.



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Re: Fairness im Billardsport

Beitragvon CandyMan » 30.08.12 10:00

Wow. Starker Beitrag.
Bin in vielen punkten deiner Meinung



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Re: Fairness im Billardsport

Beitragvon magnum2807 » 30.08.12 10:15

Fairness... ein großes Wort, dem einige halt nicht gewachsen sind.

Aus mittlerweile 8 Jahren Ligaerfahrung (von ganz unten bis immerhin in die obere Mitte) weiss ich, dass es in jeder Liga mehr oder weniger "unfaire" Spieler gibt, die Fouls nicht zugeben wollen oder tief in die Trickkiste greifen, um den Gegner aus dem Rhythmus zu bringen.

Ich denke, jeder ist selber schuld, wenn er sich davon aus der Fassung bringen lässt. Ich habe mir mittlerweile angewöhnt, dem Gegner eine "Verwarnung" auszusprechen, und im Wiederholungsfall den Satz abzubrechen (ist bisher allerdings nur ein Mal vorgekommen). Viele sehen einen Wettkampf halt immer noch als Zwang, sich zu profilieren und sich selber in ein großartiges Licht zu stellen. Die werden dann dementsprechend motzig, wenn sie merken, dass ihr Gegner stärker ist.

Ich persönlich würde nicht eine Zehntelsekunde zögern, wenn ich ein Foul begehe. Lieber verliere ich Hill-Hill, als irregulär gewonnen zu haben. An einem solchen Sieg kann ich mich nicht erfreuen.



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Re: Fairness im Billardsport

Beitragvon Toddy » 30.08.12 10:50

BILLARD IST EIN "SPIEL" und das sollte man nicht vergessen. Spielt einfach zusammen und habt SPASS an dem was Ihr macht.



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Re: Fairness im Billardsport

Beitragvon brennpunkt-lupo » 30.08.12 13:05

tintin hat geschrieben: Liegt auch daran, dass wir in unserem Land vorgeführt bekommen, dass man sich für Fehler nicht mehr entschuldigt, sondern rechtfertigt.

Gruß, tintin


Ein wahres Wort gelassen ausgesprochen!

In den Zeite, als ich noch ein "Angry young man" war, habe ich erleben müssen, dass mein Gegner ein eigenes Foul bemerkt und nicht zugegeben hat. Er hat den Ball verschossen, ich habe eine gute Sicherheit gespielt. Er trifft den Objektball nicht, er sagt sein Foul an und ich frage grinsend: "War das das erste oder zweite..." Der Blick sprach Bände, ein paar Minuten später war der Satz aus und er geht wortlos weg ohne Shakehand. Das war aber in 25 Jahren der einzig wirklich krasse Vorfall in der Richtung und ich finde nicht, dass das in den letzten Jahren schlimmer wurde.


Wir können nur noch wachsen durch's kleiner werden und können reicher werden nur durch teilen (Werner Schmidbauer und Pippo Pollina)

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Re: Fairness im Billardsport

Beitragvon 1984 » 30.08.12 13:58

Fairness bedeudet: sich selbst so zu verhalten, wie man es sich von einem Gegner wünscht.




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