PoolbillardWarum Efren immer noch der Beste ist (geklaut aus AZB)

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Re: Warum Efren immer noch der Beste ist (geklaut aus AZB)

Beitragvon Titleist » 16.01.18 00:59

@Flukinator: Du sagst es. Zuhause ohne Risiko kann das jeder bessere Poolspieler nach dem x-ten Versuch von immer der gleichen Stelle irgendwann. Aber solche Klopper als Abschlußbälle oder auch mitten im Match, wie Efren z.B. seinen legendären Z-Ball gemacht hat - das ist schon was ganz anderes.

Leider vermute ich, dass Efren nur noch auf den Philippinen zu sehen sein wird. Dort wird er aber sicher noch so einige Spielchen machen. Ob die dann bis in Youtube o.ä. kommen ... hmmm.



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Re: Warum Efren immer noch der Beste ist (geklaut aus AZB)

Beitragvon Billard-Praxis » 16.01.18 01:58

Titleist hat geschrieben:https://www.youtube.com/watch?v=wgi6w1O2cbI&feature=youtu.be&t=2115

Der Stoß ist ein Träumchen und wie das Publikum in Hannover die Situation feiert fand ich auch mega!
Hab den Livestream gesehen und war regelrecht happy nach diesem Kabinettstückchen von Efren.

Billardkulturgut... :fre:



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Re: Warum Efren immer noch der Beste ist (geklaut aus AZB)

Beitragvon willy » 16.01.18 06:02

ich habe ja nicht gesagt das der Ball soo einfach ist aber da gab es die 10, ich glaube es war letzten Sonntag, als Er sie drei mal über die lange Distanz hoch und runter jagte bevor sie viel... das war ein Stoß der seine Genialität besser zum Ausdruck bringt. Den vier-Bander habe tatsächlich schon mehrmals von Ihm gesehen, den macht er im Halbschlaf...



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Re: Warum Efren immer noch der Beste ist (geklaut aus AZB)

Beitragvon Billard-Praxis » 16.01.18 07:13

Den Vierbänder hatte schon Don Johnson als Marlboro-Man 1991 erfolgreich im Kino versenkt:
https://www.youtube.com/watch?v=_ag_X7tdUzA

Efrens Hannoverball von Januar 2018 ist aber jetzt schon Billardweltkulturerbe!!!

Hier nochmal ab 34:50, weils so muß:
https://www.youtube.com/watch?v=wgi6w1O2cbI&feature=youtu.be&t=2115
:lac: :lac:



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Re: Warum Efren immer noch der Beste ist (geklaut aus AZB)

Beitragvon mikkes » 16.01.18 09:01

willy hat geschrieben:ja gut, den finde ich jetzt nicht sooo spektakulär... wer sich einmal im Dreiband probiert hat weiß was ich meine...


Sorry das ich das so sagen muss, aber das ist Dummgeschwätze.

1) ...."wer sich einmal im Dreiband probiert hat...." Das ist ein Spiel an dem man sich nicht so einfach dran probiert, sondern da braucht man schon eine gewisse Erfahrung und gute Technik um mal solche Bälle hinzubekommen.
2) In diesem Fall geht es auch darum, den Objektball nach 4 Banden fallen zu lassen (und die 10 ist lochmitte gefallen) und nicht das der Ball nach vier Banden in diese Ecke läuft.
3) Dieser Ball ist bei einem Stand von 6:6 als Matchball im laufendem Spiel gemacht worden und nicht 10 mal hinlegen und den Ball dann vielleicht 3 mal senken.

Also wenn du nicht gerade Dreiband in der Bundesliga spielst und den Ball nicht mindestens von 10 Versuchen 6 mal senkst, dann würde ich deinen leicht überheblichen Spruch ein wenig überdenken.

Solltest Du Billardanfänger sein, sei dir dieser Fauxpas verziehen, weil du dann wirklich nicht weißt wovon Du redest.


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Re: Warum Efren immer noch der Beste ist (geklaut aus AZB)

Beitragvon willy » 16.01.18 09:22

findest du nicht das Du da etwas zu harsch bist mich gleich einen Dummschwätzer zu nennen ?
Ich habe das überhaupt nicht überheblich gemeint, ich fand halt das Beispiel ganz oben mit der 10 viel spektakulärer...
Ist das Loch beim Pooltisch nicht da wo beim Caramboltisch die Ecke ist?

Sätze die mit Sorry, aber ...... anfangen und dann persönlich werden kannst du dir sparen, von wegen Dummschwätzer und so...



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Re: Warum Efren immer noch der Beste ist (geklaut aus AZB)

Beitragvon brennpunkt-lupo » 16.01.18 13:47

BTT: Efren Reyes ist meiner Meinung nach das, was oft in Formel 1-Interviews nach dem Rennen gesagt wird. Er hat "das beste Paker geschnürt". Unfassbares Talent, unglaubliche Technik (sogar damals mit seinem 20 $ Messingverschraubungs-Brennholzstecken...) und immer wieder erstaunliches Spielverständnis und Kreativität. Nicht umsonst hat er große Turniere in eigentlich jeder Disziplin des "normalen" Pool gewonnen und bei den Südostasienmeisterschaften ist er auch im Karambol (siehe oben) seit Jahren gut vertreten. 2004 wurde er mit 50 Jahren 8-Ball Weltmeister. Er ist in meinen Augen der perfekte Sportler im Billardbereich, er hat es nicht nötig, irgendwelche Allüren am Tisch auszuleben und ich bin jetzt nicht gerade der Esoteriker, aber dieser Mann hatte schon 1991bei den Munich Masters im zarten Alter von 37 eine Buddhamässige Ausstrahlung, die mich fasziniert hat. Und als er dann noch mit wirrem Grinsen angefangen hat, in der Arena mit dem Feuerzeug an seinem Leder rumzumanipulieren, war mir endgültig klar, dass da ein Genie hockt.

Für mich ist er der Größte und ich sehe im Moment keinen, der ihm in der Kombination Spielstärke und positive Ausstrahlung auch nur annäherungsweise das Wasser reichen könnte. Obwohl: der Kaiser ist schon ganz nah dran. Aber der kann nicht so spitzbübisch grinsen, bevor er irgendwas völlig verrücktes macht....


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Re: Warum Efren immer noch der Beste ist (geklaut aus AZB)

Beitragvon Titleist » 16.01.18 14:01

Ich denke, die Vergleiche mit Ali, Pele und Schumacher treffen es. Auch wenn Pool leider nicht annähernd so populär ist und Pele wohl der einzige der drei genannten ist, der von der Persönlichkeit her an Efren ranreicht. Ralph Souquet ist klasse als Person, aber von seinen Titeln her kommt er leider mit Efren nicht annähernd mit. Earl hat eine gestörte Persönlichkeit, kommt aber von seinen Titeln her nahe an Efren ran - aber nicht ganz.

Irgendwie erinnern mich viele an Ali vs. Tyson. Ali hat sich vor allem später als tolle Persönlichkeit entwickelt und wird deshalb wohl sehr lange unvergessen bleiben. Leute wie Tyson haben zwar unbestreitbar sportlich ähnlich viel erreicht, eine abstoßende oder zumindest nicht gerade positive Persönlichkeit verhindern den Legendenstatus m.E.

Im Billard fällt mir eigentlich nur noch der olle Mosconi ein, der Legendenstatus hat. Man kann jetzt diskutieren, ob noch der eine oder andere in die Top 10 gehört, aber unter Efren bleiben sie alle.



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Re: Warum Efren immer noch der Beste ist (geklaut aus AZB)

Beitragvon brennpunkt-lupo » 16.01.18 14:09

brennpunkt-lupo hat geschrieben:Für mich ist er der Größte und ich sehe im Moment keinen, der ihm in der Kombination Spielstärke und positive Ausstrahlung auch nur annäherungsweise das Wasser reichen könnte. Obwohl: der Kaiser ist schon ganz nah dran. Aber der kann nicht so spitzbübisch grinsen, bevor er irgendwas völlig verrücktes macht....


Damit habe ich auch keine Rangliste erstellen wollen, sondern wie geschrieben nur den Quotienten Spielstärke*positive Ausstrahlung. Und da ist Ralf eben auch ganz vorn, weil er keinen schief anschaut, der ihn anspricht und sich auch noch an Leute von ganz ganz früher erinnert, wenn sie ihm in Freising mal wieder über den Weg laufen...


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Re: Warum Efren immer noch der Beste ist (geklaut aus AZB)

Beitragvon Schopi68 » 16.01.18 16:07

canis majoris hat geschrieben:Ich würde sagen, dass er aktuell nicht mehr der Beste ist. Das liegt natürlich daran, dass er bedingt durch sein Alter über seinem Zenit ist.


Er hat selber schon vor vielen Jahren gesagt, daß er am besten im Alter um 20-30 Jahre gespielt hat. Also noch bevor er in den USA seine ersten "Auftritte" hatte.

Hier noch was linkiges mit biographischen Informationen:
http://www.margaritastation.com/efrenreyes.html

Und hier was linkiges mit einem Foto von Caesar Morales:
http://insights.looloo.com/efren-reyes/amp/

Aus diesen beiden Artikeln ist gut zu sehen, daß seine Billardanfänge eigentlich etwas tragisches haben: Niemand wollte auf den Phillipinen mehr pool mit ihm spielen, deswegen lernte er Carom - nach 2-3 Jahren wollte das auch niemand mehr mit ihm spielen. Später ging er in die USA - und dort stahlen ihm mehrfach die Sponsoren sämtliche Gewinne...



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Re: Warum Efren immer noch der Beste ist (geklaut aus AZB)

Beitragvon Flukinator » 17.01.18 00:37

Also ich finde auch dass man jetzt niemanden beleidigen muss nur weil er seiner eigenen Fehleinschätzung erliegt, und mal schneller schreibt, als mal zuerst darüber nachzudenken was es bedeutet in so einer Situation so einen Stoß zu wagen.
Allerdings bin ich immer wieder begeistert zu sehen wie sich viele hier in das ritterlicher Schwert stürzen um solche in Ungedanken geäußerten Bemerkungen mit eiserner Härte gerade zu rücken um den Ruf eines gerade scheidenden Veteranen der Billard-Historie zu wahren. Hut ab vor dieser Energie, wenn dann auch fehlgeleitet.

Ich findes faszinierend, um nochmal auf das Thema Efren zu kommen, wie bescheiden er doch seine Leistungen bewertet.
Zu meinen dass er mit 20-30 besser gespielt hat als jetzt ist schon cool. Da es ja nicht vergleichbar ist, weil die Material-Entwicklung der letzten 20 Jahren alleine enorme Wandlung erfahren hat... alleine in Bezug auf Oberteile, Spielbälle, Leder und sicher auch die Tische.
Ich kann seine eigene Aussage aber nur schwer nachvollziehen, da ich glaube dass seine Erfahrung der Jahre, mit keiner Ungestümheit der "Jugend" wett zu machen sein kann. Sicher lässt die Körperspannung und die Sehkraft, eventuell die Ausdauer und Konzentration nach, aber der Erfahrungsschatz hebt das meines Erachtens nach bei weitem auf.
Das hat er bisher auf seiner Abschiedstour eindrucksvoll gezeigt.

Ich denke an ein Interview dass Earl Strickland vor dem Turnier im Sindelfingen gegeben hat, wo man klar herausgehört hat des es ihm nur darum geht in der Abschiedstour von Efren zu beweisen dass ER der bessere, und beste Spieler der Welt sein will. Um so schöner fand ich es zu hören dass er doch vom alten Hasen die Ohren lang gezogen bekommen hat.
Das Earl nach dem Turnier dann noch das "Glück" von Efren moniert und Efren widerum die passende Antwort parat hat und sagt...sinngemäß: dass er mehr spielt damit er mehr "Glück" hat finde ich einfach nur souverän und göttlich ironisch.
Das macht ihn zu einem perfekten fären und tollen Spieler aus, und dafür bewundere ich ihn.
Davon sollten wir uns alle, ungeachtet der eigenen Spielstärke, mehr als eine Scheibe abschneiden.



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Re: Warum Efren immer noch der Beste ist (geklaut aus AZB)

Beitragvon brennpunkt-lupo » 17.01.18 08:22

Zum Glück findet sich immer jemand, der richtig einschätzt und seine Energien in die richtigen Kanäle entlässt. Danke dafür.


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Re: Warum Efren immer noch der Beste ist (geklaut aus AZB)

Beitragvon Sylyf » 17.01.18 08:30

Der Unterschied zwischen Bata und The Pearl ist: Efren WEIß, dass er der Beste (aller Zeiten) ist, und behält es für sich. Earl DENKT, dass er der Beste ist, und lässt es jeden wissen. Da kollidieren asiatische Gelassenheit und amerikanische Überheblichkeit.

Earl Strickland verhält sich nur so, wenn er ein Queue in der Hand hält, abseits des Tisches ist er einer der freundlichsten Menschen. Das merkt man sehr oft, wenn er in Deutschland unterwegs ist, denn da ist er immer für ein Foto, Gespräch oder Autogramm zu haben. Das ist bei ihm sehr viel Schauspiel und Attitüde, ich glaube, tief in seinem Innersten hält auch er Efren für den größten Pool-Spieler, den es gab und wahrscheinlich auch auf sehr lange Zeit geben wird. Die beiden kennen und battlen sich seit 30 oder 40 Jahren; Earl weiß mit Sicherheit, dass Efren eben nicht nur übermäßig Glück hat, aber möchte das nicht zugeben, denn das würde seinen Nimbus zerstören.

Seien wir froh, dass wir beide noch aktiv und zu Lebzeiten erleben durften, manch einer vielleicht sogar live. Beide sind lebende Legenden, die es immer noch draufhaben, da wird kein van Boening, Filler oder wie sie alle heißen jemals rankommen. Auch ein Souquet, Hohmann, Archer und Bustamante werden, auch wenn sie hochgeehrt sind, niemals auf der selben Stufe stehen wie Reyes und Strickland. Denn bei beiden kommt zu der Anzahl der gewonnenen Turniere nämlich noch eine gewisse -nennen wir es mal so- Aura hinzu. Die parallel verlaufenden Karrieren dieser beiden bietet ja nun wirklich Stoff für einen Film.

Gruß


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Re: Warum Efren immer noch der Beste ist (geklaut aus AZB)

Beitragvon treffgarnix » 17.01.18 08:48

Ich glaube Efren "weiß" nicht dass er der beste ist. Er weiß sicherlich dass er außergewönhliche Fähigkeiten hat, aber ich glaube er ist nicht so vermessen zu glauben oder zu wissen dass er der beste ist. Ich denke Efren kann sehr gut unterscheiden zwischen dem was er ist / kann und dem Schmarrn den die Medien zum Teil raushauen.


Als Einstein Examina abnahm, fragte ihn einmal ein Student: "Sie stellen in diesem Semester ja genau die gleichen Fragen wie beim letzten Mal." Darauf Einstein: "Das ist wahr. Nur die Antworten sind diesmal anders."

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Re: Warum Efren immer noch der Beste ist (geklaut aus AZB)

Beitragvon Titleist » 17.01.18 09:45

Ach, Earl schauspielert nicht. Der Mann hat halt so ein Temperament. Das bricht einfach so aus ihm raus. Das ist auch m.E. der Unterschied zu Filler und anderen - Earl ist halt ein bisserl überemotional. Man sieht das auch deutlich an seinem Gesichtsausdruck, wenn er hinten liegt. Da staut sich dann was auf und er explodiert. Man sieht das richtig ein paar Minuten bevor es rausbricht - kann man drauf wetten. Hat er in besseren Stunden auch schon in Interviews zugegeben. Planung ist da nix - er bereut es ja auch öfters. Aber der kann nicht aus seiner Haut. Mit "amerikanisch" oder "asiatisch" hat das nicht so viel zu tun, auch wenn Asiaten eher verschlossener sind. Es gibt auch viele Amerikaner, die sehr beherrscht sind - SVB ist ja ein Beispiel.

Efren hat in einem Interview mal gesagt, dass er gegen Parica mehr verloren als gewonnen hat. Der Efren kann sowas problemlos zugeben. Und als sie ihn gefragt haben, mit wem er heute gern ein Doppel spielen (jenseits eines eigenen Landsmanns) würde sagte er ohne zu zögern "Nick Varner". Den schätzt er wohl sehr. Für mich war Nick auch einer der Großen, neben Buddy Hall und ein paar anderen. Efren hat halt die ihm eigene Bescheidenheit, die z.B. Parica völlig vermissen lässt. Der machte in Interviews immer einen ziemlich eitlen Eindruck, mehr egozentrisch noch als Earl. Insofern halte ich nichts von den Schubladen "Amerikaner" vs. "Asiate".




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