zum Artikel von Ralph Eckert: Profitum und Jugend


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StefanSchmidt
Softbreaker
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zum Artikel von Ralph Eckert: Profitum und Jugend

Beitragvon StefanSchmidt » 01.10.09 17:10

Meine Meinung bzw. Aspekte zum Artikel von Ralph Eckert. Speziell dem „Professionalisieren“ und Jugend

„führ mich zum Schotter!“

Diesen Ruf kennt man aus einem Football-Film. Dort wird klar gezeigt um was es im Profisport geht.
Es geht nur noch um das liebe Geld.

Finde ich dies gut. Nein!

Die „dunkle Seite der Macht“ wird sich freuen über unfaire Sportler.
    Fouls, sind nur dann noch Fouls, wenn der Schiedsrichter es sagt.
    Es werden in Gruppensystemen absprachen getroffen,
    Billardvereine werden zu „Gesangsvereinen“, usw.
Mit steigender Höhe der Gehälter und Prämien dann auch Doping, Geschlechtsumwandlung, mafiöse Strukturen.

Kinder werden bis zum Körperlichen und geistigen Schaden gedrillt (und ohne Ihr wissen vom Trainer gedopt) um Sie zu Kriegern - Entschuldigung „Siegern“ - zu machen.

Das zocken wird immer öfter glorifiziert.
Gerade im Jugendbereich, wo der Charakter noch ungefestigt und sehr leicht durch die „großen Zocker“ von damals beeinflussbar, muss man meiner Meinung nach dagegen halten.

Scheinbar haben da auch viele die Schattenseiten verdrängt.
Kein Spieler wird einem anderen Tips zur Verbesserung seines Spiels mehr geben. Fremde oder neue Spieler sind nur noch „Freier“ die geschröpft werden müssen.
Es gibt häufig Situationen, wo man sich nicht sicher sein kann, dass man mit dem gewonnenen Geld überhaupt durch den Ausgang gehen kann. Man entscheidet sich den letzten Satz um „doppelt oder nix“ lieber zu verlieren. Lieber pari als ne dicke Fresse oder schlimmeres. Der Zocker weis warum er auswärts nur in Gruppen reist.

Im Billardsport sind zwar noch keine „Schwalben“ gesehen worden aber es werden wieder „Orangensaftschorlen“ bestellt. Die Bedienung schäumt gerade beim entscheidenden 9er der Gäste die Milch auf. Es fallen bei wichtigen Bällen des Gegners Queuetaschen wie von Geisteshand um.
Zocken ist nichts Ehrenvolles. Da will ich nur das Geld meines Freiers. Diese Seite wird ebenfalls in den von Ralph genannten Filmen gezeigt.

Und Rischdiisch. Geld verdienen ist eine gute Sache.

Mein geliebtes Hobby zur Arbeit machen?
Das ich ausübe um mich vom Alltag zu erholen und eigentlich Spaß haben möchte.
Trainieren, nicht mehr weil ich Lust darauf habe, sondern weil ich sonst die Miete nicht mehr zahlen kann.
NEIN! Ich möchte kein austauschbares Arbeitspferd meines Proficlubs werden. Das hab ich schon im Job zur Genüge.

Es gibt mit Sicherheit Spieler die sich dies wünschen.
Denen gebe ich den Rat, sich einen Manager zu suchen.
Den SIE dann dafür bezahlen das er SIE „zum Schotter führt“.

Die Amateurverbände sind dafür nicht zuständig! Selbst im Boxen wird da noch relativ scharf getrennt. Auch Casius Clay wurde erst als Amateur Olympiasieger. Wechselte dann ins Profilager, kam zum Schotter und mutierte zu „Ali“.

Sportliche Grüße
Stefan