TrainingDer Weißen Wirkung mitgeben

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Mascht91
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Der Weißen Wirkung mitgeben

Beitragvon Mascht91 » 03.03.17 16:35

Einige (teils hitzige) Diskussionen veranlassen mich zu diesem Thread

Es geht darum das man nur weil man die Weiße "oben" trifft noch lange kein wirkungvoller Laufball herauskommt genauso wie noch lange kein wirkungsvoller Zugball herauskommt nur weil man die Weiße "unten" trifft. Deshalb würd ich gern hier mal fragen wo bei einem "schlechten" Stoß und einem "guten" Stoß der unterschied liegt.

Soweit mir bekannt definiert sich ein "guter" Stoß mit Wirkung darin dass das Queue mit gleichmäßiger Beschleunigung, durch die Weiße geführt wird und dabei "weich" (also ohne unnötigen Druck) gespielt wird. Das zielt auch darauf dass das Leder möglichst lange Kontakt zur Weißen hat (im millisekunden Bereich, was aber nicht zum schieben der Weißen werden soll). Gerader Stoß und möglichst parallel zum Spieltisch setz ich voraus.

Könnt Ihr dieses Statement für mich überprüfen, sind da Fehler enthalten? Ist die Kontaktzeit zur Weißen unerheblich und hat mit der Sache nichts zu tun? Gibt es Faktoren die zusätzlich eine Rolle spielen welche ich nicht aufführte aber wichtig sind (material unabhängig)

Diese Frage dient einerseits um Verunsicherungen auszuschließen und andererseits bin ich daran interessiert meine Stoßqualität zu verbessern um weiter in die richtige Richtung zu trainieren. (Z.B. stoße ich leider noch eher fester und versuche Wirkung über Kraft zu generieren. Vorallem wenns mal nicht so läuft :rot: )

Danke schonmal für eure Antworten

sportliche Grüße :vol:



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Re: Der Weißen Wirkung mitgeben

Beitragvon Fitchner » 03.03.17 16:52

So wie du das beschreibst ist es absolut richtig.
"Durchgehen", Queue gerade und parallel zum Tisch etc.

Was ich mir als Fehlerursachen vorstellen kann sind folgende Dinge:
a) Spieler bleibt nicht unten bis der Stoß beendet ist,
b) der anvisierte Treffpunkt entspricht nicht dem realen Treffpunkt der Weißen,
c) ähnlich wie b), man benutzt eine nicht sehr hilfreiche Haltung der Brückenhand. Es ist darauf zu achten, dass die Hand für Nachläufer möglichst hoch gestellt ist, um einen zum Tisch parallelen Stoß zu ermöglichen. Ich selbst stütze die Hand dafür mit dem Ringfinger ab. Für einen Zugball lege ich die Hand lediglich flach auf den Tisch (jeweils offener Bock, das kann man auch immer ein wenig anders lösen),
d) Es ist dazu hilfreich bis ganz kurz vor die Weiße zu schwingen,
e) Evtl geht der Spieler nicht weit genug durch.

Sonstige Ratschläge:
"Smooth", also geschmeidig, durchziehen, dabei auch auf den Rückschwung achten. Der lässt erahnen wie weit und fest danach der Vorwärtsschwung wird.
Auch den Stoß vorher vor seinem geistigen Auge ablaufen lassen (runtergehen, schwingen, stoßen, lochen, Weiße rollt in Position) kann sehr helfen.

Ich bevorzuge es hier, den Ablauf als "geschmeidig" zu bezeichnen, weil ich von zu technischen Termen wie "gleichmäßige Beschleunigung" wenig halte. Ich weiß genug von Physik um mir was darunter vorzustellen, und dass es eben NICHT gleichmäßige Geschwindigkeit bedeutet. Aber das ist etwas was man eher für sich selbst rausfinden sollte.


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Re: Der Weißen Wirkung mitgeben

Beitragvon M.Galabant » 03.03.17 19:21

Servus,

prinzipiell alles richtig.
Wenn Du jedoch auf mehr oder gar maximale Wirkung ausbis und einen schönen Neil Robertson spielen möchtest
https://www.youtube.com/watch?v=aE4QxCqVT0s#t=0m20s

oder noch extremer

https://www.youtube.com/watch?v=alHjcsplsYI
https://www.youtube.com/watch?v=1WzyxhCl0vs

dann ändern sich einige Sachen etwas. Hier musst Du den CB durchaus mit sehr hoher Geschwindigkeit und festem Grip treffen.

Die gleichmäßige Beschleunigung Deines Stoßes hat nur mit der Präzision (=Treffen statt Verreissen) zu tun, recht wenig mit der eigentlichen Wirkung, die gemäß Physik erzielt werden kann.
Auch das absolut gerade zum Tisch mag sich je nach Equipment und bei extremen Spin ändern.

Absolut zentral bleibt das Durchgehen - aber auch nur, um Deinen Körper zu täuschen, der sonst frühzeitig reagieren würde, nicht maximale Geschwindigkeit erreichen und auch nicht die korrekte Stelle auf der Weißen treffen würde.

Im übrigen hast Du nur ca. 1 bis maximal 2 Milisekunden für den Lederkontakt.

Grüße,
M



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Re: Der Weißen Wirkung mitgeben

Beitragvon Lyrax » 03.03.17 20:49

Hallo mascht91,

schau doch mal in den thread vorher,,ruecklaeufer,, rein, da stehen auch ein paar interessante Dinge zu dem Thema drin :zwi:

Meinen ruecklaeufer konnte ich enorm verbessern durch nur einen Satz von tom Damm( billardtrainer).

Und zwar schrieb er, dass beim stoss der Ellenbogen, doch ein klein wenig rauf und runter geht.

Ich habe mich vorher, auch bei rueck- und nachlaeufern, immer darauf konzentriert, den ellenbogen auf einer Höhe zu halten und den queue absolut parallel zur platte zu führen.

Neuerdings bewege ich den Ellenbogen vor einem ruecklaeufer immer nach unten, also nur ein wenig natürlich, wodurch die weisse quasi einen Drall bekommt und wieder zurückgeschossen kommt. Und der queue zeigt dann beim stoss hinten ein klein wenig nach oben.

Wobei du natürlich diese Haltung nicht übertreiben darfst, sonst hebt die weisse ab :sta:

Viel Erfolg noch, lg

Added in 1 hour 3 minutes 27 seconds:
Lyrax hat geschrieben:

Neuerdings bewege ich den Ellenbogen vor einem ruecklaeufer immer nach unten,



Erst denken, dann schreiben :rot: , Ellenbogen geht nach oben, nicht umgekehrt... :bes:



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Re: Der Weißen Wirkung mitgeben

Beitragvon Mascht91 » 06.03.17 20:37

Vielen Dank für die tollen Antworten :zuf:




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